Beiträge von Tabsi

    Hallo Angler, wenn ich Dich so lese, dann schwimmst Du förmlich im Selbstmitleid und Du machst Dein Glück von anderen Menschen abhängig. Zudem noch von Menschen, die Dich manipuliert und seelisch verletzt haben. Ich wünsche Dir diese Erkenntnis und die Kraft und den Mut loszulassen und Dein wahres Glück und die Freude am Leben bei Dir selbst zu finden.

    Bin in einem Stimmungstief und sehe überall Intrigen und Verschwörungen gegen mich. Unwichtige Worte oder Hinweise nehme ich als Kritik und beschäftige mich damit zu lange. Das Grübeln hört grad nicht auf.

    Im ersten Jahr meiner Abstinenz hatte ich diese Stimmungsschwankungen auch. War oft gereizt.Du bist jetzt körperlich promillefrei, aber vieles strömt jetzt ungefiltert ( ohne vernebelte Birne) auf Dich ein. Gefühle, die Du früher nicht haben wolltest, hast Du mit dem Alk weggedrückt. Diese Gefühle gehören aber auch dazu bzw zu Dir. Nimm sie an und schaue, wie Du Dich selbst wieder gut regulieren kannst.

    Entscheidungen stehen an und ich kann es nicht jedem Recht machen

    Das ist doch gut so. Du musst es nicht jedem Recht machen. Wichtig ist, dass DU Dich mit Deiner Entscheidung gut fühlst.
    Ich habe auch immer geglaubt, ich müsste es jedem Recht machen…Wenn es anderen gut geht, gehts auch mir gut. Falsch…Was ist passiert? ICH bin dabei auf der Strecke geblieben. Wenn Du eine Entscheidung triffst, die für Dich ok ist, dann ist es so. Punkt. Wie die anderen mit IHREN Gefühlen bei Deiner Entscheidung umgehen ist IHR Problem - nicht Deins.
    Ich befasse mich gerade mit dem Thema Grenzen und Nein sagen ( nicht nur in Bezug auf Alkohol), echt spannend, denn Grenzen verletzen hat was mit Übergriffigkeit zu tun. Und Grenzen zu setzen ist Selbstschutz und gibt Dir Sicherheit. Bleib bei Deiner Entscheidung bei Dir, alles andere wäre Manipulation.

    Ich habe mich im ersten Jahr auch auf mein Bauchgefühl verlassen und solche Situationen gemieden. Das Erreichen einer gewissen Stabilität lag für mich im Fokus und die Abstinenz steht heute noch bei mir an 1. Stelle, so dass ich darauf achte, mich aus jeder Situation rausziehen zu können.
    Eine Dampferfahrt auf einem Partyboot wäre also keine Option für mich.
    Ein Urlaub in einem Hotel mit AI genauso wenig.
    Zu Beginn meiner Abstinenz war ich zum runden Geburtstag meiner besten Freundin in großer Runde in einem Gastsaal eingeladen. Ich habe im Vorfeld meine Freundin über meine Abstinenz in Kenntnis gesetzt. Auf der Feier war ich mit Auto, so dass ich nicht in Notlügen gegenüber anderen Gästen ausweichen musste und ich hätte jederzeit losfahren können.
    Ich kann zumindest heute nach fast 2 Jahren Abstinenz sagen, dass ich nicht vereinsamt bin. 😊

    jetzt kommt der lange Weg der Entwöhnung bezw. Verzicht, der Kampf gegen die durstigen Geister, die mit allen Tricks um den Abtrünnigen kämpfen.

    Hallo Rotfuchs.

    Schön, dass Du hierher gefunden hast.

    2 Worte im Zitat, die mich aufhören ließen: Kampf und Verzicht.

    Erst als ich vor dem Alkohol kapitulierte, nicht mehr kämpfen musste und es nicht als Verzicht sah, ohne Alkohol zu leben, konnte ich das 1. Glas jeden Tag stehen lassen.
    Immer wieder wollte ich es allein schaffen, ein Irrglaube und lebensgefährlich. Erst als ich mir eingestand, dass es so nicht funktioniert , mir Hilfe bei der Suchtberatung und Hausarzt suchte, seitdem in eine reale SHG gehe, konnte ich die alten Muster durchbrechen.

    Hallo Aurora,

    Willkommen hier im Forum. Schön, dass Du den Weg hier her gefunden hast und ein Leben ohne Alkohol anstrebst. Ich habe auch viele Jahre gebraucht, mich zu überwinden, zum Arzt/ Suchtberatung zu gehen. Aufrichtig mir und anderen gegenüber zu sein. Als ich mich meiner Familie und engen Freundinnen outete, hielt es keiner für möglich, weil ich immer die „ Heimlichtrinkerin“ war. Aber insgesamt wurde das positiv aufgenommen. Somit schloss ich auch Hintertüren für mich. Ich wünsche Dir auch ein nettes Gespräch mit deinem Sohn und Frau.

    Ich war auch die Wein- u. Sekttrinkerin. Habe unwissentlich einen kalten Entzug gemacht, da ich mir der Folgen nicht bewusst war. Heute weiß ich, dass es unvernünftig war und ich ein Pflegefall oder Sterben hätte können. Pass gut auf Dich auf.

    @Matti und Absti

    es scheint ja keine ordentliche Kommunikation unter Erwachsenen mehr stattzufinden und wenn Absti und seine Frau vertragliche Mieter sind, dann haben sie schon ein Entscheidungsrecht, wer in deren Wohnung lebt. Das heißt ja nicht, dass ich meine Kinder auf die Straße setzen würde, aber wie Du schreibst „ My Home is my castle“ und ständig Ärger und Anspannung würde meine Abstinenz gefährden.

    Jeder macht sein Ding.

    Für eine zufriedene Abstinenz reicht es für mich nicht, nur mit dem Trinken aufzuhören. Auch wenn jeder seinen eigenen Bereich hat, fühlt es sich für mich nach einer angespannten Wohnsituation an. Küche und Bad werden ja sicherlich trotzdem gemeinschaftlich genutzt. Jeder steht irgendwie zwischen Baum und Borke. Ein gemeinsames Zusammenleben und Konversationen finden nicht statt. Das ist aber nur mein Gefühl. Wenn es für Dich ok ist… dann ist es so. Ich würde mich hinterfragen, wie es mir gefühlsmäßig damit geht. Anspannungen verursachen auch körperliche Symptome.

    Karneval war schwer für mich und so wird noch vieles kommen.

    Ich habe im ersten Jahr viele Veranstaltungen gemieden bzw. mir immer eine Option offen gehalten, dass ich jederzeit gehen kann. Die Abstinenz steht für mich an erster Stelle. Du hast selbst schon bemerkt und geschrieben, dass Du Dein Umfeld und Aktivitäten ändern solltest. Die Stimmungsschwankungen, Gereiztheit kannte ich auch, wurde aber weniger… hab Geduld mit Dir.

    Ich denke das Problem sind nicht Deine Hexenschüsse und das Rauchen aufgeben. PS: ich rauche auch noch, gefällt mir nicht, Sucht ist stärker, aber alles zu seiner Zeit.

    Mir wurde ganz schlecht, als ich Deine Wohnsituation gelesen habe und wie mit Dir umgegangen wird. Da würde ich sofort wieder saufen. Ist es nicht Zeit für 2 wirtschaftlich selbstständige Kinder mal flügge zu werden und das Nest zu verlassen anstatt sich im Hotel Mama einzunisten?

    Hallo Tiffy,

    Hallo hier, ich habe Dich gerade hier gelesen, bin neu hier im Forum und lebe seit 04/24 abstinent. Ich habe ähnlich wie Du getrunken und ich finde es echt stark von Dir, dass Du so beharrlich bei den Hausärzten am Ball geblieben bist. Ich hatte damals auch viel Unterstützung von der Suchtberatungsstelle und hab mir eine reale SHG gesucht, die ich seitdem wöchentlich besuche.
    Die ersten Wochen waren auch für mich hart, der Alkohol war überall präsent ( außer zu Hause) . Mein Kaffee und Schokikonsum hat sich gesteigert, aber das war mir erstmal egal. Das Suchthirn schreit nach Belohnung.
    Aber eins nach dem anderen in kleinen Schritten…Elly hatte ja schon geschrieben, der Körper benötigt eine Weile, bis er sich umstellt. Gut, dass Du ihm dieses Zell und Nervengift nicht mehr zuführst.

    Hallo Fra,

    Bin auch neu hier im Forum. Lese mich gerade hier so durch. Finde, Du machst das super, auch mit dem Thema „ Ausgehen“ und für Dich zu sorgen.
    Zu meinem Beginn der Abstinenz war die Fußball EM 2024, überall Public Viewing und so… Ich konnte mir nicht mal die Spiele zu Hause im TV ansehen. Hatte mich mit Alkohol in Verbindung gebracht. Wenn mein Mann und Stiefsohn geguckt haben, hab ich mich zurückgezogen, gelesen oder anders kreativ beschäftigt. Bleib weiter so am Ball mit der Abstinenz.