Hallo Hope,
ich finde gut, dass Du Dir weitere Unterstützung suchst.
Ich bin in auch in einer realen SHG. Mir geht es dabei nicht nur ums zuhören, sondern auch um das Reden.
Wie Du schon geschrieben hast, zu Hause durften Probleme, Sorgen nie angesprochen werden… Ja woher sollst Du dann auch wissen, wie man das kommuniziert. Hier zu schreiben ist das eine, aber offen zu kommunizieren nochmal ganz anders. Ich sehe die SHG für mich als Übungsfeld für das Leben da draußen. Ich bekomme auch real Feedbacks, Lob oder Kritik und lerne damit, umzugehen. Wir sind soziale Wesen und für mich spielt da Mimik und Gestik eine wichtige Rolle dabei. Ich muss auch mal lernen auszuhalten, Menschen die mir nicht so sympathisch sind, zuzuhören.
Zuhören ist in der heutigen Gesellschaft auch so ein Thema…
Ich weiß nicht, welche Generation Dein Vater ist, aber sollte er zur Kriegsgeneration gehören, sind viele traumatisiert. Sie haben es nicht gelernt, über Probleme zu sprechen. Wer schwach war, musste sterben. Die Erinnerungen aus der Kindheit und der Rückkehr aus Gefangenschaften wurden tot geschwiegen. Dieses Verhalten hat sich auf eine gesamte Nachkriegsgeneration übertragen.
Was den Satan betrifft … Ich personifiziere den Alkohol nicht, damit gebe ich ihm Macht.
Für mich ist es eine Flüssigkeit, die das Nervengift Ethanol enthält, abgefüllt in Flaschen rumsteht. Mehr nicht.