Beiträge von Tabsi

    Hallo Aennie,

    Schön, dass Du hier im Forum geblieben bist und Dir die Worte der anderen zu Herzen genommen hast.

    so langsam kapiere ich was ihr damit meint.

    Das Thema in dem anderen Faden hat DEINE ureigenen Gefühle hervorgerufen, weil Du Dich selbst vielleicht als das kleine verletzliche Baby gesehen hast, Deine Ursprungsfamilie.
    Es sind DEINE Gefühle. Ich habe zu Beginn meiner Trockenheit gelernt: „ Wenn es mich trifft, betrifft es mich“.
    Diesen Satz krame ich immer wieder vor, wenn irgendeine Sache ein Gefühl bei mir auslöst. Ich schaue dann zuerst bei mir, warum das so ist.

    Ich habe Dich anfangs auch sehr verbittert gelesen, körperlich trocken, aber quasi noch „ nass“ im Kopf.
    Diese Erkenntnis, nicht die Schuld nur bei anderen zu suchen, zu vergeben, verzeihen, loszulassen - auch mir selbst gegenüber, war für mich ein Prozess, zufrieden abstinent zu werden.

    PS: Ich mochte als Kind auch Buden, im Zimmer, im Wald… mit Freunden Erdhöhlen ausgegraben….schließlich sind wir ja alle irgendwie Höhlenmenschen und jeder hat heute so seine eigene „ Bude“, egal wie groß, Hauptsache man fühlt sich wohl in seinem Space. 😁


    Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Vielleicht wäre es aber eine Möglichkeit, alles was Du ihm noch sagen wolltest, in einem Brief zu schreiben und diesen mit ihm auf die letzte Reise „ mitzugeben“.

    Mein Beileid und viel Kraft für Dich.

    Alles was Du in der Vergangenheit getan hast, hast Du zu Deinem Schutz Deiner kleinen Familie getan und das war richtig. Du hast ihm erklärt, unter welchen Bedingungen er Dich und Enkelkind sehen kann. Der Rest lag nicht in Deiner Macht.

    kurz hat sich das Saufhirn wieder gemeldet und gesagt, ich solle den ganzen Ärger einfach wegsaufen.

    Ich habe es fast gespürt, dass Du nah dran bist am Alkohol, weil ich diese Situationen und Gefühle kenne.
    Danke, dass Du so ehrlich bist.

    Jetzt kommt das ABER:

    Ich muss niemanden was beweisen!
    Ich muss niemanden überzeugen!
    Ich muss mich vor anderen nicht rechtfertigen!
    Das alles ist Kampf.

    Meine Abstinenz steht an 1. Stelle und was mir nicht gut tut, kann weg.

    Schau mal ganz tief in Dir, macht Dich so ein Partner glücklich?

    In Bezug auf Deine erste Frage, mein jetziger Mann macht mir keine Schuldgefühle, er unterstützt mich, er kommt mit als Angehöriger in die Gruppe, wir können über alles reden. Das alles ist eine Basis für eine gesunde Beziehung und eine stabile Abstinenz.

    Danke für Deine Antwort JEB .
    Dieses Gefühl kenne ich auch aus meiner Ex-Beziehung, zwar nicht in Bezug auf meinen Alkoholkonsum, denn er hatte ja selbst getrunken, aber verantwortlich wurde ich immer für alles gemacht. So brauchte er nicht, bei sich selbst schauen. Am Ende hatte ich kein Selbstwertgefühl mehr und in Alkohol konnte ich meine negativen Gefühle ertränken.
    Vielleicht ist es Zeit, Eure Beziehung auf den Prüfstand zu stellen… meine Abstinenz würde dabei an erster Stelle stehen. Heute lasse ich mich nicht mehr kleinmachen.

    Auf einmal ist mein Alkoholismus Schuld an Allem, was ihm nicht gefällt/ bei ihm nicht geklappt hat.

    Es ist ja auch viel einfacher die Schuld auf andere zu schieben, … dann brauche ich nicht bei mir selbst gucken.

    Was machen denn solche Schuldzuweisungen mit Dir und Deinen Gefühlen?

    Ich könnte heulen weil er mir auch so leid tut. Es fällt mir schwer Jemanden so zu behandeln, wo man weiss das er leidet. Und was ist wenn er seine Drohung Tod ernst macht?

    Mitleid ist mitleiden. Er erpresst Dich emotional und Du leidest.
    Du hängst an dem Alkoholiker, wie er an der Flasche.
    Er ist verantwortlich für sein Leben, Du für Deins.
    Solche Nachrichten von ihm sind Energierauber und der Versuch, Dich zu manipulieren. Verbindet Euch noch irgendwas, so dass ihr Kontakt halten müsst?
    Schau was DIR gut tut, genieße das Leben und schön, dass Dein Sohn wieder Kontakt aufgenommen hat.

    Hallo Bianca,

    willkommen hier im Forum.

    Hätte ich mein Leben anders leben sollen/können? Hätte ich an Punkt XY eine Weiche stellen sollen?

    Ich hänge nicht mehr in diesen Gedanken. Die Vergangenheit gehört zu mir, das bin ICH. Was bringt es mir, das zu hinterfragen?
    was geschehen ist, ist geschehen. Haken dran. Ich lebe im Heute, denn das Heute ist das Gestern von Morgen.

    Ich kann auch nicht sagen, wann Tag X war, wo ich süchtig wurde. Es war ein schleichender Prozess. Die Sucht sucht sich ihren Weg.
    Entscheidend war für mich, den Weg aus der Sucht überhaupt raus zu finden.