Beiträge von Tabsi

    DU bist es Dir wert, DICH und die Kinder aus Eurem Leid zu befreien.

    Ich habe damals auf Anraten meiner Therapeutin als erstes alle Ordner mit wichtigen Papieren incognito in einer Reisetasche zu meiner Freundin geschafft.

    Wenn er merkt, es wird ernst, dann kann sich sein Verhalten in eine ganz andere Richtung drehen. Pass auf Dich auf.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und nimm jede Hilfe an.

    Hallo Kicky,

    erstmal noch willkommen hier. Ich bin beides, Co und Alkoholikerin.
    Da sind 2 erwachsene Eltern, die die Aufgabe haben, die Kinder zu schützen.
    Der eine kann es nicht, weil er alkoholkrank ist.

    Jetzt liegt es an Dir, Dich und Deine Kinder zu schützen. Übernimm die Verantwortung für Dich und die Kinder, nicht für ihn- er ist erwachsen!!! Nimm ihn nicht in Schutz!

    Kinder haben sehr feine Antennen, egal in welchem Alter und merken seine Wesensveränderung genau wie Du. Sie spüren auch Deine Angst ( lässt sie mittlerweile auch nicht allein, Polizei, Sturz…) was soll noch alles passieren?

    Wach auf, schütze Dich und Deine Kinder!

    Du kannst ihm nicht helfen! Er muss selbst den Entschluss fassen!

    Ich hatte auch eine Riesenscham und Angst zur Caritas- Suchtberatung zu gehen. Hinterher war ich erleichtert, mir Hilfe genommen zu haben. Ohne hätte ich es nicht geschafft.

    Die Suchtmechanik ist auf beiden Seiten ähnlich, denn ich war Co-abhängig und bin trockene Alkoholikerin.

    Ich freue mich für Elara, dass sie einen Entschluss gefasst hat, den sie hoffentlich umsetzt.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht leicht ist, aber von einfach war nicht die Rede. Da wo die Angst ist, ist auch der Weg. Nur so kann sie heilen.

    Mein Umfeld wird sich nur verändern, wenn ICH mich bewege.

    Ich habe da immer so ein Mobile im Kopf.
    Wenn ich 1 Figur ( mich) bewege, fangen sich auch alle anderen Figuren an sich zu bewegen.

    Ich habe noch mal kurz Deinen Faden rückwärts überflogen. Im Dezember 25 hast Du Dich hier angemeldet. Hast im letzten Jahr 2 Wohnungen verstreichen lassen, jetzt die 3.

    Worauf wartest Du noch?
    Du hängst genauso an dem Säufer, wie er an der Flasche.
    Du machst Androhungen, Dich zu trennen, setzt es aber nicht um.
    Genau wie er schwafelt, sich Hilfe zu holen oder trocken zu werden und alles bleibt beim Alten.
    Das macht unglaubwürdig, wenn ich Konsequenzen androhe und sie nicht umsetze. Deine Kinder stehen hinter Dir, aber irgendwann glauben sie Dir vielleicht auch nicht mehr.
    Und mein Güte, soviele Entgiftungen und Therapieangebote, Chancen die er bekommen hat…er will nicht. warum auch, solange Du es ihm bequem machst. Und glaub mir, ich kenne das Manipulationsgesusel- da platzt mir echt die Hutschnur.

    Guten Morgen Elara, danke erstmal dass Du Dich rausgeschrieben hast. Ich konnte förmlich Deinen inneren Druck, Deine Anspannung und Verzweiflung lesen.
    Ich war in einer ähnlichen Beziehung mit Schuldzuweisungen und Eifersuchtsdramen.
    Die Trennung war das Beste was mir passieren konnte. Es war eine aufwühlende Zeit, aber es hat sich gelohnt. Ich konnte heilen und wieder zu mir finden.
    Heute ärgere ich mich fast darüber, dass ich nicht eher den Schlussstrich gezogen habe, da ich selbst mit alkoholabhängig und depressiv wurde. Lass Dich nicht weiter zum Opfer machen, weil DU bist es Dir wert, ein anderes besseres Leben zu führen. Deine Entscheidung Dich zu trennen hast Du in Deinem Herzen doch schon getroffen, der Rest sind Taten.
    Gut, dass Deine Kinder hinter stehen.
    Alles Gute auf Deinem Weg.

    Ich weiß nicht, ob ich es Dir schon mal geschrieben habe:

    Edit, bitte keine Zitate einstellen

    Dein Faden zieht sich durch wie ein Jammertal.
    Du schreibst immer von „man“. Wer ist „ man“?

    ICH, ICH, ICH….versuche mal das „man“ damit zu ersetzen.
    Das musste ich auch erst lernen.
    Erst als ICH erkannte, dass ich mich ständig als Opfer fühlte, konnte ich da raus wachsen. Mit der Vergangenheit habe ich abgeschlossen. Für mich zählt nur das Heute.

    Moin Anglet,

    wenn ich Dich lese, hängst Du immer noch im ASS, voll in der Opferrolle und im Selbstmitleid. Was brauchst Du damit Du da rauskommst?
    Was hast Du in Deinem Leben verändert, außer nicht zu trinken?
    Du hast immer noch Umgang mit trinkenden „Kumpels“ ?

    Ich distanziere mich von solchen Leuten, gehe wöchentlich in meine reale SHG und mache Therapie.

    Ist es relevant, warum?

    Mich interessiert es, warum es so schwer ist. „Man“ kennt doch den Weg, den man schon einmal gegangen ist.

    Der erste Weg war für mich schlimm, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Ich kannte keine Suchtberatung, keine SHG…

    Ist es die Scham, die dann noch größer ist?
    Ist es die Suchtmechanik, die dahinter steckt, ist es der Körper, der noch extremer auf den Alkohol reagiert?

    Ich lese und höre immer wieder das der nächste Rückfall extremer ist, oft auch sehr schnell tödlich endet.

    Warum fällt es einem schwerer daraus zu kommen?

    Die ersten 10 min Rausch und Ruhe fordern eine lebenslange Strafe. Vergleichbar mit dem Packt mit dem Teufel. Du verkaufst deine Seele.

    Alkohol ist kein Pakt mit dem Teufel. Es ist meine Suchtkrankheit.

    Wenn ich das alkoholische Getränk personifiziere, gebe ich ihm Macht. Es ist nicht mehr als eine Flüssigkeit, welches das Nervengift Ethanol enthält.

    Der nächste Rausch/ Rückfall kann mich zum sabbernden Pflegefall machen oder tödlich enden.

    Und ich da viele nach langer Zeit wiedersehe und keine Lust habe darüber zu sprechen

    Du bist niemanden Rechenschaft schuldig und musst Dich auch nicht jedem erklären.

    Glückwunsch zu Deinen 3 Monaten, das ist doch toll. Im ersten Jahr +/- sollte man eher von großen Feierlichkeiten Abstand nehmen. Nun ist es aber Dein Bruder. Hast Du irgendeine Rückzugsmöglichkeit vor Ort, falls es Dir zu viel wird?

    nicht über die Rentenversicherung läuft und auch die Suchtberatung in meinem Fall keine grossen Erfahrungswerte hat

    Läuft das bei Dir über die Krankenkasse?

    Hallo Mac, erstmal willkommen und schön, dass Du Dich auf den Weg machst, abstinent zu leben. Das Du im KH zur Entgiftung und Überwachung bist, ist ein guter Anfang.

    Ich komm hier gerade von 100 auf 0. Das geht doch nicht.

    Das ist auch so gewollt. Erst der körperliche Entzug, der Deinem Körper alles abverlangt und auf Hochtouren läuft, das Gift muss raus.

    Alles muss ich hier allen aus der Nase ziehen. Ich habe wirklich gehofft, dass sich auch mal jemand für mich Zeit nimmt.

    Die Stationen sind voll, keiner wird Dich mit Watte pudern. Trocken werden heißt nicht nur körperlich trocken sein, sondern auch geistig und seelisch. Ich musste wieder Eigenverantwortung übernehmen, lernen mich um MEINS zu kümmern und nicht um die Welt da draußen . Letztendlich wollen sie auch sehen, wie ernst Du es meinst.
    Die meisten Patienten sind nämlich Drehtürpatienten, kaum sind sie aus dem KH hängen sie wieder an der Flasche.
    Würde mich als Arzt oder Schwester auch nerven, wenn die Sache nicht ernst genommen wird. Das ist jetzt nicht auf Dich bezogen, aber ca.95 % werden wieder rückfällig.
    Vielleicht hast Du die Möglichkeit, im Anschluss noch eine stationäre oder ambulante Langzeittherapie zu machen.
    Komme erstmal hier in Ruhe an.

    Ich finde mich in allem, was Du schreibst Angler wieder. Ich habe das auch aufgearbeitet, nur ich hänge nicht mehr fest an der Vergangenheit. Ich habe damit abgeschlossen. Sie hat mich das gelehrt, was und wer ich heute bin. Ich habe meinen Seelenfrieden geschlossen.
    Das bedeutet aber auch Inventur. Ich kann nur was verändern, wenn ich die Baustellen erkenne. Du bist auf einem guten Weg, denke ich und wünsche Dir auch irgendwann Deinen Seelenfrieden.

    Das was mir nur fehlt ist mein Seelenfrieden. Das die Vergangenheit mich wie ein schwarzer Dämon verfolgt.