Beiträge von Tabsi

    Hallo Step,

    von mir noch ein Hallo und Willkommen hier im Forum, sowie Glückwunsch zu 20 Tagen Abstinenz. Ich habe gerade Deinen Faden gelesen und mich in einigen Dingen ( Dein Trinkverhalten, Deine Scham) wiedergefunden.
    Die Anfangszeit war schwer für mich, ständig die Gedanken an Alkohol, aber es wurde mit der Zeit leichter. Inzwischen sind es 2 Jahre, trotzdem befasse ich mich jeden Tag damit, aber es triggert mich nicht mehr.
    In der Anfangszeit bin ich früh ins Bett, hab dann noch gelesen oder versucht zu schlafen.
    Ich habe mich auch bei Familie und Freunden geoutet, um Hintertüren zu schließen. War bei der Suchtberatung und habe es offiziell bei meinen Ärzten und Therapeutin gemacht.
    Heute stehe ich dazu, dass ich Alkoholikerin bin, kein Verstecken, keine Lügen mehr…

    Anscheinend muss ich mich regelmäßig mit diesem Thema befassen um nicht zu vergessen, dass ich Alkoholkrank bin.

    Hallo Hope,

    von mir auch ein Willkommen zurück.
    Ich bin jeden Tag im Forum und 1x wöchentlich in der SHG. Ich denke, ohne dem wäre ich wieder fahrlässig geworden - geht ja auch ohne- aber die Erfahrung anderer zeigen mir, dass es halt nicht funktioniert, kontrolliert zu trinken.
    Erst gestern hatten wir jemanden in der Gruppe, die eine Weile nicht kam. Dann wurde sie rückfällig, weil sie sich einsam fühlte.

    Früher ging ich in die Konfrontation mit ihr, beleidigte zurück und habe Paroli geboten.

    Das war ja dann sicherlich mit Brausekopf.

    Nein, ich schütze mich und tue ALLES um trocken zu bleiben. Ich grenze mich nur ab von Situationen die mir nicht gute tun.

    Das ist auch gut so.

    Ich habe in meiner Abstinenz gelernt, nicht mehr alles hinzunehmen.
    Dann wird es halt mal ungemütlich, aber ich kann es aushalten, weil ich es mir wert bin.

    Ich war jahrelang diejenige, die sich abgeduckt und zurückgezogen hat, nur damit ich Stress vermeide. Darauf habe ich keinen Bock mehr. Kompromisse ja, aber ich lass mich nicht mehr wie ein A…. behandeln.

    Wenn es für Dich ok ist, dann ist es ok. Wichtig ist, dass Du Deinen Weg findest, um trocken zu bleiben.

    Bei der Tochter allerdings habe ich das Gefühl sie will das ich einen Rückfall habe, damit es mir schlecht geht, sie gut dasteht und ich der Arsch bin. Weil sie macht immer alles richtig und ich bin der Fehler. Aber letztens hat sie Essen mit mir bestellt. Sie ist mal nett und dann wieder 3x am ignorieren. Ganz komisch

    Naja, sie handelt zu ihrem Vorteil. Beim Essen bestellen, hatte sie wahrscheinlich Hunger.

    Sie fühlt sich natürlich in ihrer Position bestärkt, weil sie ja auch die Mutter hinter sich weiß und ihr vermeintliches Revier wie ein Platzhirsch verteidigt.
    Hotel Mama ist für sie bequem und Du bist für sie der Nebenbuhler. Vielleicht kennt sie Dich nur als Säufer und jetzt ist da jemand, der klar im Kopf ist, ist für sie auch neu. Vielleicht sieht sich Dich als Konkurrent.

    Das sind aber alles nur meine Vermutungen und mein Gefühl beim Lesen.
    Mein Gefühl beim Lesen ist manchmal auch, dass Du Dich klein machen lässt, aus Harmoniebedürfnis zurücksteckst und sich dann innerer Frust bei Dir aufstaut.
    Wenn dem so ist, besteht überhaupt kein Grund dazu. Du bist es Dir Wert auch Deinen Standpunkt zu vertreten, nicht nur gegenüber der Tochter, sondern auch der Frau.

    Du hast über Deine Situation im Café hier geschrieben, Dir Frust abgeladen und Luft gemacht, das ist auch gut so, dafür ist die Gruppe da.

    Im nächsten Beitrag nimmst Du Frau und Tochter wieder in Schutz, machst die Situation und Dich wieder klein und verteidigst deren Verhalten.

    Absti geht wieder in sein Mauseloch zurück.

    Nur Du kannst an Deinem Verhalten was ändern, mach Dich und lass Dich nicht zum Spielball machen.

    Hallo Abstinzler, Danke dass Du geschrieben hast.
    Irgendwann hattest Du diese Situation schon mal beschrieben und da hattest Du geantwortet, alles ok, hast ja Dein Zimmer als Rückzugsort.
    Ganz ehrlich, für mich wäre das ein Umfeld, was meine Abstinenz gefährdet.
    Was erwartest Du jetzt? Das Frau und Kinder sich Dir gegenüber ändern? Du lebst in einem kranken, toxischem Umfeld.

    Ich würde mich nicht so behandeln lassen. Das ist demütigend, erniedrigend. Wie groß muss Dein Leidensdruck noch werden?
    Dein Saufhirn reibt sich die Hände, steht in den Startlöchern.

    Meine Abstinenz steht an erster Stelle. Dazu gehört, dass ich schaue, dass es mir gut geht und dazu kann nur ich selbst sorgen. Ich würde die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

    Ich kann allerdings nur Hoffen, dass es nicht so kommt

    Ich kann auch nur hoffen, dass das Wetter morgen schön wird. Die Chance steht 50: 50. Wenn nicht, stehe ich im Regen. Ich könnte mir heute aber einen Schirm bereitlegen.
    Bei der Alkoholkrankheit hilft mir kein Hoffen, ich muss machen. Auch hier steht die Chance 50/50 entweder ich trinke oder ich trinke nicht. Ich brauche einen Rettungsschirm, ein Sicherheitsnetz, Notfallkoffer oder egal wie man es nennen mag. Dafür muss ich Tun.


    Du steckst in Deiner Vergangenheit fest. Ich musste lernen loszulassen und zu vergeben, auch mir selbst. Die Vergangenheit gehört zu mir, das war und das bin ich mit all meinen Fehlern und Fehlentscheidungen… Die Vergangenheit ist nur noch zum Lernen da.
    Heute mache ich neu.

    Jedoch drehe ich mich immer im Kreis aus Selbsthass, Scham, Unverständnis und nicht die Akzeptanz von allem.

    diese Phase hatte ich als ich noch trank.
    Körperlich trocken ist die eine Seite, noch nass im Kopf die andere.
    Für mich klingt das alles noch nach sehr viel Selbstmitleid, in dem ich auch zu nassen Zeiten gebadet habe.

    Nicht einen Tag bisher habe ich mir sagen können: du trinkst seit Monaten nichts mehr ohne dran zu denken, sei froh und genieß dein Leben ohne diesen Zwang. Geht nicht..

    Mein Gefühl, Du bist sehr nahe am Rückfall.

    Vor Jahren hatte ich mich für ein bewusstes Leben ohne Alkohol entschieden, bin wegen innerer Unruhe und fehlender Stabilität gefallen.

    Ich würde auch schleunigst zusehen, den Bierkasten aus der Garage zu entfernen. Der Arm ist zu nah dran.

    Oh, ich habe gerade gesehen, dass das Forentreffen gar nicht soweit weg von mir ist. Macht ihr das jedes Jahr dort?
    Ich bin ja noch nicht solange dabei, dann vielleicht nächstes Jahr…

    Habt noch einen schönen Tag und gute Gespräche 💚☀️😎

    Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren.
    Ich kann das so nachfühlen, denn auch ich habe das 2. Eheglück gefunden mit einem Partner. der nicht trinkt. Alles Gute euch 2 💞🍀

    Die Stimmungsschwankungen hatte ich auch, teilweise heute noch - empfinde ich als normal. Was hab ich denn früher gemacht? Diese weggedrückt mit Alkohol. Nun prallt alles mit voller Wucht auf Dich ein. Deshalb finde ich wegdrücken und ablenken nicht immer gut. Gefühle wollen gefühlt werden- also genieße es.
    Ich habe viele neue Menschen in meiner realen SHG kennengelernt, die ich 1x pro Woche seit 2 Jahren besuche. Wir unternehmen auch Sachen gemeinsam, z. B. Bowling, Eis essen, Grillen.
    Und wer könnte mich besser verstehen, als Menschen mit der gleichen Krankheit? Ich kann dort meinen ganzen Schrott mal abladen, finde Gehör und kann an meiner Kommunikation arbeiten fürs Leben da draußen. Zudem bekomme ich Feedback und habe soziale Kontakte.
    Als ich hierher zog, habe ich beim hiesigen Amt nach Ehrenämtern gefragt. Die haben meistens einen Bürgerbeauftragten, also eine Schnittstelle zwischen Bürgern und Amt und können einem Auskunft geben zum Ehrenamt.
    Ich betreue seit 5 Jahren 1x in der Woche einen Kinder- u. Jugendtreff im Ort.
    Dadurch habe ich nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern kennen gelernt.
    Genauso hätte ich auch für Senioren was tun können, wie jeder mag.
    Von allein passiert halt nix, ich musste machen, mich trauen. Heute habe ich dadurch neue Freunde und Kontakte in meiner neuen Heimat.
    Ab und zu betreue ich auch mal Tiere im Ort. ( habe schon Kaninchen, australische Rennmäuse, Fische, Katzen gefüttert ( natürlich nicht gegenseitig😂) , Hund aufgenommen während die Besitzer im Urlaub waren.
    Ich wünsche Dir gute Besserung und einfach mal Mut zeigen💪🏼, gut fürs Selbstvertrauen🍀

    Alkoholsucht bedeutet „ machen“ und das hast Du getan, indem Du zum Hörer gegriffen hast und zur Gruppe gehst.

    Sei Dir selbst der wichtigste Mensch, Du hast nur dieses eine Leben. Du bist es Dir wert.

    Hilfe zu suchen und anzunehmen ist keine Scham. Das sind nur Deine Gedanken. Lass sie weiterziehen, wie Wolken am Himmel.

    Ach Alyfee, ich drücke Dich mal aus der Ferne. Ich kann Deinen Schmerz verstehen, die Trauer, die Wut, … eine Familie, die in Wirklichkeit keine ist.
    Ich sag mir immer, Freunde kann man sich aussuchen , Familie nicht.
    Du musst und kannst Dich nicht verstellen, nur damit Du in deren Weltbild passt.
    Lasse los von allem, was Dir nicht gut tut und so wie Du es beschreibst, wäre das auch diese Familie für mich. Ich denke, Du wirst die richtige Entscheidung treffen, höre auf deinen Bauch und dein Herz.