Beiträge von Tabsi

    Ich denke, dass Männer allgemein ein Problem haben, Gefühle zu zeigen oder zu äußern. Der Grundstein wurde ja auch oft in der Kindheit gelegt: „ Ein Indianerjunge kennt keinen Schmerz“, „ sei stark wie ein Mann“, „ nicht weinen“ … Das sind Verhaltensmuster, die prägen.

    Es sollte ja nicht Deine Aufgabe sein, Deinen Mann zu ändern, sondern entscheidend ist, wie Du mit Deinen Gefühlen umgehst.
    Wie er mit seinen Gefühlen umgeht, ist Seins.
    In dem Moment, wo Du Dich veränderst, merkt es auch Dein Umfeld.
    Ich hab da immer so ein Mobile im Kopf. Wenn ein Teil anfängt sich zu bewegen, verändern auch die anderen ihre Positionen.

    Ich habe meine Gefühle auch immer mit Alk weggedrückt und es war dann ähnlich wie bei Rennschnecke , als ich alkfrei wurde, haben mich die Gefühle übermannt, konnte aber nicht mehr weinen und hätte es gern getan, wusste auch nicht mit der Wut wohin. Habe heute noch Probleme damit und mache vieles mit mir selbst aus.

    Je höher meine Erwartungshaltung an jemand anderen ist ( in dem Fall der Partner), umso mehr werde ich enttäuscht.
    Jeder Mensch ist unterschiedlich und ich kann den anderen nur so akzeptieren wie er ist oder ich lasse es.

    Du wärest nicht die Erste, bei denen sich in der Partnerschaft etwas ändert, wenn man langfristig abstinent lebt. Der Fokus und das eigene Selbstwertgefühl verändert sich und dein Gegenüber spürt diese Veränderung. Wie beide damit langfristig umgehen, bleibt abzuwarten.
    Vielleicht hilft es Dir, ein Stück von Deiner Erwartungshaltung gegenüber Deinem Mann zurückzunehmen und ihn so anzunehmen wie er ist ?

    Und Du bist Du, wenn Du ein Gefühlsmensch bist, dann ist es doch auch ok. Du darfst so sein.

    Ich kann das verstehen, eins nach dem anderen und in kleinen Schritten.
    Ich hänge meine Krankheit auch nicht ans „Schwarze Brett“. Es ist meine Krankheit und geht nicht allen was an.

    In meinem näheren Umfeld ( Familie, Freundinnen) habe ich mich gleich geoutet. Das schloss Hintertürchen.
    Ich arbeite ehrenamtlich in der Kinder- u. Jugendhilfe. Auch meiner Koordinatorin habe ich mich offenbart.
    Ich habe im Prinzip nur positives Feedback bekommen und anderen den Spiegel vorgehalten.

    Für mich ist es aus heutiger Sicht nicht normal Alkohol zu trinken. Ich schütte mir kein Gift in Form von Ethanol mehr rein. Jemand der kein Fleisch isst, nichts Süßes essen darf wegen Diabetes oder raucht, muss sich auch nicht rechtfertigen.

    Du musst nicht jedem ( in dem Fall Deine Nachbarin) erzählen, dass Du ( trockene) Alkoholikerin bist.
    „ Ich trinke keinen Alkohol mehr. Punkt.“

    Das wieso und warum geht niemanden was an. Ich zermartere mir nicht mehr den Kopf, was andere über mich denken, denn das sind ihre Gedanken und nicht meine.
    Mit denen habe ich genug zu tun.

    Ich wünsche Dir, dass Du einfach mehr Selbstbewusstsein und Akzeptanz zu Deiner Krankheit entwickelst. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

    Du hast das Wochenende super gemeistert, Du musst Dich nicht verstecken und Dich in irgendwelchen Ausreden verzetteln. Steh zu Dir und Deinem Leben.
    Das ist doch ein tolles Gefühl, nicht verkatert morgens aufzuwachen, oder?

    Achja Alkohol und Kinder: Ich finde es viel schlimmer und verantwortungsloser Kinder saufenden Eltern bzw Erwachsenen zu überlassen. Vielleicht ist das für Dich auch nochmal ein Denkanstoß zum Schutz Deiner Kinder.

    Hallo Hannah,

    ich finde gut, wie Du das WE gemeistert hast.
    Ich wohne auch seit eh und je in einem Dorf. Solche Kindergeburtstage werden gern als Grund genutzt, damit die Eltern trinkfreudig mitfeiern können. Die Situation hatte ich selbst schon mal bei mir auf dem Hof, als meine Tochter klein war.
    Heute sehe ich das ein wenig anders. Das ist ein Kindergeburtstag, da hat Alkohol meiner Meinung nach nichts zu suchen und ich muss nicht ein Dorffest daraus machen.

    Am WE war ich bei einem Seminar.
    „ Ja sagen zu mir und meiner Krankheit- ohne Hintertürchen“.
    Das hat sich für mich nochmal bestätigt,

    Wenn ich etwas annehme und akzeptiere, dann wandelt es sich meist von ganz allein.
    Das muss sich nicht nur auf die Alkoholkrankheit beziehen. Auch bei der Krebserkrankung meiner Tochter habe ich diese Erfahrung gemacht.

    Ich sehe Dich da noch sehr wankelmütig, Scham - u. Angstbehaftet.
    Ich wünsche Dir, dass Du auch da einen Weg findest, denn dann wird es leichter.

    Das Du mit der PDL reden möchtest, finde ich vernünftig. Das bedeutet, gut für mich zu sorgen, Grenzen zu setzen. Auch hier wünsche ich Dir ein gutes Gespräch.

    Hallo JEB,

    erstmal danke für Deinen Mut, hier weiter im Forum zu bleiben und den Rückfall aufzuarbeiten.

    So weiterleben wie bisher, aber trocken? - ein klares NEIN- das funktioniert nicht.

    Trocken werden bedeutet, nicht nur nicht zu trinken, sondern die Verantwortung für Dein eigenes Leben und Wohlsein zu übernehmen.

    Erinnere Dich an die Situation, als die „Familienseite“ ungehemmt menschenfeindliche Witze erzählte, wahrscheinlich schon unter einem gewissen Pegel?

    Welches Gefühl hat das in Dir ausgelöst?
    Scham, Ekel, Peinlichkeit?
    Sind das nicht auch die Gefühle, die Du als EKA in Deiner Kindheit erlebt hattest?

    Ich muss nichts aushalten, nur für andere, denn es ist MEIN Leben.
    Du bist heute nicht mehr das Kind, das keine andere Wahl hat und bleiben muss. Heute als Erwachsener, hast Du eine Wahl Dich zu distanzieren.
    Da würde ich auch mit Deinem Mann nochmal darüber reden.

    Vielleicht ergibt sich für Dich das nächste Mal eine andere Form der Begegnung mit Deiner Patentante.

    Alles Gute weiterhin. Bleib am Ball…

    Geh die Baustelle an, um diesen riesigen Trigger Schichtdienst loszuwerden. Die neuen Herausforderungen in der Praxis könnten mir auch eine richtig tolle, positive Ablenkung und eine neue Struktur geben.

    Hallo Hannah, Du beschreibst ja Dein derzeitiges Arbeitsumfeld selbst als riesigen Trigger, deshalb würde ich dieses Problem auf Sicht eines Jahres angehen.
    Neue Strukturen in der Abstinenz sind wichtig. Das erste Jahr ist meist das Schwierigste mit Höhen und Tiefen, Achterbahnfahrt der Gefühle. Deshalb finde ich ein stabiles Außen sehr wichtig.
    Vielleicht hilft es Dir eine Liste mit Pro und Kontras zu machen.
    Die Schichtdienste, das ständige Angerufe im Frei, 3 Kinder ( alleinerziehend?) ist schon eine enorme Belastung und trägt nicht gerade zur Risikominimierung bei.

    Warum also nicht etwas Neues ausprobieren, wenn es Dir eine bessere Struktur im Alltag gibt?
    Ist ja nicht so, dass sie Dich nicht wieder mit Kusshand in der Pflege nehmen würden…

    Manchmal hilft es auch, seinem Bauchgefühl zu vertrauen…vielleicht liegt ja die Antwort schon in Dir…

    Guten Morgen TB,

    ich habe in letzter Zeit viel im „ blauen Forum“ gelesen und auch kommentiert.

    In einigen Beiträgen ging es dann auch um die minderjährigen Kinder von Alkoholikern und Co‘s,

    welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und oft in der ganzen Abhängigkeitsgeschichte „ übersehen“ werden.
    Alles dreht sich um den Alkoholiker oder Co.
    Die Kids leiden stillschweigend am meisten darunter, denn sie haben keine andere Wahl.
    Ich wollte das mal hier lassen, weil es mich traurig und nachdenklich macht.

    Hallo Hannah,

    gut, dass Du das Forum gefunden hast.
    Die Einsicht, Alkoholikerin zu sein und mir Hilfe zu suchen und anzunehmen, waren für mich die ersten Schritte zur Abstinenz.
    Es wird sich bald jemand vom Moderatoren- Team bei Dir „ melden“.

    Hallo Coco,

    meine Geschichte mit meinem Ex ist ähnlich der von Aurora. Ich bin Co und trockene Alkoholikerin. Mein Ex hatte mich soweit manipuliert und kontrolliert bis ich am Ende auch nur mit Burnout, Depressionen und Alkoholabhängigkeit aus der Beziehung ausstieg. Das ganze System hat funktioniert bis unsere gemeinsame Tochter zum Studium auszog. Der Leidensweg hat also sehr lange gedauert.
    In diesem „ System“ ist es für Außenstehende schwierig einzudringen.

    Bei aller Liebe um das Thema Freundschaft:
    Für mich ist viel schlimmer, was die Kinder erleben müssen. Eltern die eigentlich die Verantwortung für ihre Kinder tragen und sie in ein Auto eines Betrunkenen setzen. Die Kinder haben keine Möglichkeit der Entscheidung, einfach zu sagen: „ Nein, ich fahre nicht mit einem Betrunkenen mit“

    Was ist, wenn er einen Unfall baut? Seine und andere Kinder oder Personen gefährdet?
    Alle wissen ( riechen) es und alle Etwachsenen schauen zu…. bis was passiert?

    Hallo JEB,

    ein Willkommen noch von mir. Habe gerade die Beiträge hier gelesen und mich macht gerade der Umgang deiner Eltern mit dem Baby richtig wütend. Bierschaum verabreichen!
    Ein absolutes No Go und was stimmt da nicht?
    Ich würde klare Ansagen mit entsprechenden Konsequenzen bei Nichteinhaltung den Eltern gegenüber machen und das Kind schon gar nicht aus den Augen lassen!
    Ich hätte da überhaupt kein Vertrauen.

    In den ersten beiden Jahren musste ich lernen, dass Gefühle zum fühlen da sind. Jahrelang habe ich sie mit Alkohol betäubt.
    Auch musste ich lernen, gelassener zu werden. Das funktioniert nicht von heute auf morgen… Kleine Schritte für kleine Füße. Schau Dir dein Baby an, jeden Tag ein kleiner Fortschritt.
    So ist es auch mit der Abstinenz. Jeden Tag das erste Glas stehen lassen und die Tage reihen sich wie eine Perlenkette aneinander.
    Verzichtsgedanken sind keine guten Begleiter.
    Mir fehlt nichts mehr, wenn ich keinen Alkohol trinke. Ich möchte kein Gift mehr zu mir nehmen und einem Baby gibt man auch kein Gift!!!

    Hallo Alleszuviel,

    erstmal willkommen hier. Mir fällt beim Lesen auf, dass hier beide versuchen, Schuld bei dem anderen zu suchen.

    Natürlich auch die eigenen Schuldgefühle, Wut, Traurigkeit darüber, dass all die Jahre nicht gesehen oder mitgemacht/ gespielt zu haben.
    Jetzt sind Deine Gefühle da, aber was sind DEINE Schlussfolgerungen daraus?
    Was kannst DU tun, damit es Dir besser geht?

    Ich erwarte nicht mehr von anderen, dass sie sie sich ändern oder irgendwas tun, was ich möchte, damit es mir besser geht.
    Ich trage selbst die Verantwortung für mein Leben.

    Hallo Elara,

    mir ging es bei meiner Trennung vor 9 Jahren genauso. Die gleichen Vorwürfe, Drohungen usw. Ja, es war eine schwierige Zeit und es hat eine Weile gedauert, alles aufzuarbeiten. Aber ich habe es nie bereut, im Gegenteil, heute geht es mir wieder gut.

    Pass auf Dich auf, die Mitleidstour könnte auch irgendwann in Aggression umschlagen.
    Hast Du jemanden, wo Du im Notfall unterkommen könntest oder sofort anrufen kannst?
    Sichere alle wichtigen Papiere und Dokumente bei Verwandten oder Freunden. Alles Gute für Dich.

    Seit meiner Abstinenz achte ich darauf, dass alles was mir nicht gut tut, weg kann.
    Das nennt sich für mich Achtsamkeit, ansonsten wäre ich schnell wieder an der Flasche.
    Seit Beginn hier in Deinem Faden geht es um diese Dreiecksbeziehung, Du schimpfst, regst Dich über X auf , rechtfertigst Dich, aber es tut sich nichts. Du rennst laufend in dem selben Hamsterrad.
    Besoffen waren für mich auch immer alle anderen Schuld. Komm aus Deinem Selbstmitleid. Das ist für mich noch kopfnasses Verhalten.

    Niemand will dich hier haben! Zieh aus! Obwohl ich im Mietvertrag stehe und sie nicht. Du bringst die Familie auseinander! Du kommst aus einer zerütteten Familie! Du braucht Therapie! Ich könnte Strafanzeige stellen! Du bist hier der alleinige Fehler!

    Die Vorwürfe sind ja schon echt arg.
    Würde mich auf die Palme bringen ( heute mit nüchternen Verstand) und ihr zeigen, wo der Maurer das Loch in der Wand gelassen hat.

    Such Dir Hilfe Kicky !

    Caritas, Jugendamt, Anwalt, Familie, Freunde.
    Rette Dich und Deine Kinder!

    Lass Dich nicht von seinen Drohungen einschüchtern. Ich weiß, es ist schwer, aber es wird nichts besser werden, wenn Du nicht ins Handeln kommst.

    Die Sucht steht bei ihm an erster Stelle und daran wird sich nichts ändern, solange er für sich daran nichts ändern möchte. Du hast keinen Einfluss darauf.

    Ihm geht es noch zu gut…er hat Haus, Hausfrau, Kinder und findet in Dir eine „ Schuldige“ bzw. einen Grund zum Saufen ( Säufer finden immer Gründe, auch wenn’s die Fliege an der Wand ist )

    Kein Jugendamt würde die Kinder bei einem Säufer lassen, denn es geht um den Schutz der Kinder! Aktenlage liegt doch vor ( RTWeinsatz- Krankenkasse, Polizeieinsatz) , da musst Du nichts mehr beweisen.

    Mir tut es weh, insbesondere für die Kinder - sie leiden unter der jetzigen Situation, auch wenn sie nichts sagen. Sie können sich nicht aus der Situation befreien, aber DU trägst die Verantwortung für sie!!!