Beiträge von Tabsi

    Hallo Vic,

    willkommen hier im Forum. Ich habe ewig versucht, allein aufzuhören. Viele Jahre sind noch unnötig vergangen, immer wieder on/off mit dem Alkohol, die Abstände wurden kürzer und die Trinkmenge nahm zu. In psychosomatischen Therapien und Kliniken habe ich das Thema verschwiegen. Ich wollte nie, das was dazu in meiner Krankenakte steht und zu groß war die Angst und die Scham. Bei einer privaten heilpraktischen Therapeutin habe ich das Thema mit dem Alkoholkonsum angesprochen. Sie meinte, ich komm an Dich nicht heran, an Du musst erst deine Sucht bearbeiten, dann die Depression. Erst als ich den Mut hatte zur Suchtberatung zu gehen, anschließend zum Hausarzt und seitdem eine reale Gruppe besuche, war ich erleichtert und konnte alle Hintertüren schließen.

    Hintertüren schließen bedeutet für mich auch keine alkoholfreien Weine, Biere, Sekt. Wozu auch ? Ich möchte abstinent leben, alles andere wäre nasses Verhalten.

    Das Thema Grenzen ist für mich auch gerade so ein Thema. Meine Grenzen erkennen, aber wesentlich diese auch zu kommunizieren. Ich kann nicht erwarten, dass mein Gegenüber Gedanken lesen kann. Oft habe ich mich auch nicht getraut, diese zu benennen, weil ich Angst vor Ablehnung hatte. Zu Erkennen, dass ein NEIN nicht gegen mich, sondern für mich ist.
    Ich freue mich, dass Du den Mut gefunden hast, hier wieder zu schreiben.
    Ich denke, hier zu schreiben bevor der Griff zur Flasche erfolgt, kann wesentlich entlastender sein, als sich zu betäuben… alles Gute für Deinen Reset und Neuanfang.

    Hallo Advocactus, willkommen hier im Forum und zu Deinem Entschluss abstinent zu leben. Es ist nie zu spät dafür. Ich hoffe, dass Du hier Antworten findest, vielleicht auch unter dem Thema EKA
    Die Vergangenheit kannst Du nicht ändern, sie gehört zu Dir, aber Du kannst es jeden Tag - im Heute- besser machen - ohne Alkohol.

    Hallo Alyfee, Deine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg…. von Deinem Wunsch, den Rest Deines Lebens die Sonne und das Glück auf Deiner Seite zu haben. Das Funktioniert nur ohne Alkohol. Sicherlich verläuft das Leben nicht immer geradlinig, es wird immer mal Sorgen und Probleme geben, aber Hilfe zu suchen, anzunehmen, das richtige Umfeld zu haben, sind wichtige Bausteine einer zufriedenen Abstinenz. Du machst das gut 👍🏼

    Erst als ich aufhörte zu kämpfen, vor dem Alkohol kapitulierte, konnte ich trocken bleiben. Ich suchte immer einen Grund und eine Ausrede, um trinken zu können. Heute weiß ich, dass ich Probleme mit Alkohol nicht lösen kann.

    Hallo Angler, wenn ich Dich so lese, dann schwimmst Du förmlich im Selbstmitleid und Du machst Dein Glück von anderen Menschen abhängig. Zudem noch von Menschen, die Dich manipuliert und seelisch verletzt haben. Ich wünsche Dir diese Erkenntnis und die Kraft und den Mut loszulassen und Dein wahres Glück und die Freude am Leben bei Dir selbst zu finden.

    Bin in einem Stimmungstief und sehe überall Intrigen und Verschwörungen gegen mich. Unwichtige Worte oder Hinweise nehme ich als Kritik und beschäftige mich damit zu lange. Das Grübeln hört grad nicht auf.

    Im ersten Jahr meiner Abstinenz hatte ich diese Stimmungsschwankungen auch. War oft gereizt.Du bist jetzt körperlich promillefrei, aber vieles strömt jetzt ungefiltert ( ohne vernebelte Birne) auf Dich ein. Gefühle, die Du früher nicht haben wolltest, hast Du mit dem Alk weggedrückt. Diese Gefühle gehören aber auch dazu bzw zu Dir. Nimm sie an und schaue, wie Du Dich selbst wieder gut regulieren kannst.

    Entscheidungen stehen an und ich kann es nicht jedem Recht machen

    Das ist doch gut so. Du musst es nicht jedem Recht machen. Wichtig ist, dass DU Dich mit Deiner Entscheidung gut fühlst.
    Ich habe auch immer geglaubt, ich müsste es jedem Recht machen…Wenn es anderen gut geht, gehts auch mir gut. Falsch…Was ist passiert? ICH bin dabei auf der Strecke geblieben. Wenn Du eine Entscheidung triffst, die für Dich ok ist, dann ist es so. Punkt. Wie die anderen mit IHREN Gefühlen bei Deiner Entscheidung umgehen ist IHR Problem - nicht Deins.
    Ich befasse mich gerade mit dem Thema Grenzen und Nein sagen ( nicht nur in Bezug auf Alkohol), echt spannend, denn Grenzen verletzen hat was mit Übergriffigkeit zu tun. Und Grenzen zu setzen ist Selbstschutz und gibt Dir Sicherheit. Bleib bei Deiner Entscheidung bei Dir, alles andere wäre Manipulation.

    Ich habe mich im ersten Jahr auch auf mein Bauchgefühl verlassen und solche Situationen gemieden. Das Erreichen einer gewissen Stabilität lag für mich im Fokus und die Abstinenz steht heute noch bei mir an 1. Stelle, so dass ich darauf achte, mich aus jeder Situation rausziehen zu können.
    Eine Dampferfahrt auf einem Partyboot wäre also keine Option für mich.
    Ein Urlaub in einem Hotel mit AI genauso wenig.
    Zu Beginn meiner Abstinenz war ich zum runden Geburtstag meiner besten Freundin in großer Runde in einem Gastsaal eingeladen. Ich habe im Vorfeld meine Freundin über meine Abstinenz in Kenntnis gesetzt. Auf der Feier war ich mit Auto, so dass ich nicht in Notlügen gegenüber anderen Gästen ausweichen musste und ich hätte jederzeit losfahren können.
    Ich kann zumindest heute nach fast 2 Jahren Abstinenz sagen, dass ich nicht vereinsamt bin. 😊

    jetzt kommt der lange Weg der Entwöhnung bezw. Verzicht, der Kampf gegen die durstigen Geister, die mit allen Tricks um den Abtrünnigen kämpfen.

    Hallo Rotfuchs.

    Schön, dass Du hierher gefunden hast.

    2 Worte im Zitat, die mich aufhören ließen: Kampf und Verzicht.

    Erst als ich vor dem Alkohol kapitulierte, nicht mehr kämpfen musste und es nicht als Verzicht sah, ohne Alkohol zu leben, konnte ich das 1. Glas jeden Tag stehen lassen.
    Immer wieder wollte ich es allein schaffen, ein Irrglaube und lebensgefährlich. Erst als ich mir eingestand, dass es so nicht funktioniert , mir Hilfe bei der Suchtberatung und Hausarzt suchte, seitdem in eine reale SHG gehe, konnte ich die alten Muster durchbrechen.

    Hallo Aurora,

    Willkommen hier im Forum. Schön, dass Du den Weg hier her gefunden hast und ein Leben ohne Alkohol anstrebst. Ich habe auch viele Jahre gebraucht, mich zu überwinden, zum Arzt/ Suchtberatung zu gehen. Aufrichtig mir und anderen gegenüber zu sein. Als ich mich meiner Familie und engen Freundinnen outete, hielt es keiner für möglich, weil ich immer die „ Heimlichtrinkerin“ war. Aber insgesamt wurde das positiv aufgenommen. Somit schloss ich auch Hintertüren für mich. Ich wünsche Dir auch ein nettes Gespräch mit deinem Sohn und Frau.

    Ich war auch die Wein- u. Sekttrinkerin. Habe unwissentlich einen kalten Entzug gemacht, da ich mir der Folgen nicht bewusst war. Heute weiß ich, dass es unvernünftig war und ich ein Pflegefall oder Sterben hätte können. Pass gut auf Dich auf.

    @Matti und Absti

    es scheint ja keine ordentliche Kommunikation unter Erwachsenen mehr stattzufinden und wenn Absti und seine Frau vertragliche Mieter sind, dann haben sie schon ein Entscheidungsrecht, wer in deren Wohnung lebt. Das heißt ja nicht, dass ich meine Kinder auf die Straße setzen würde, aber wie Du schreibst „ My Home is my castle“ und ständig Ärger und Anspannung würde meine Abstinenz gefährden.

    Jeder macht sein Ding.

    Für eine zufriedene Abstinenz reicht es für mich nicht, nur mit dem Trinken aufzuhören. Auch wenn jeder seinen eigenen Bereich hat, fühlt es sich für mich nach einer angespannten Wohnsituation an. Küche und Bad werden ja sicherlich trotzdem gemeinschaftlich genutzt. Jeder steht irgendwie zwischen Baum und Borke. Ein gemeinsames Zusammenleben und Konversationen finden nicht statt. Das ist aber nur mein Gefühl. Wenn es für Dich ok ist… dann ist es so. Ich würde mich hinterfragen, wie es mir gefühlsmäßig damit geht. Anspannungen verursachen auch körperliche Symptome.

    Karneval war schwer für mich und so wird noch vieles kommen.

    Ich habe im ersten Jahr viele Veranstaltungen gemieden bzw. mir immer eine Option offen gehalten, dass ich jederzeit gehen kann. Die Abstinenz steht für mich an erster Stelle. Du hast selbst schon bemerkt und geschrieben, dass Du Dein Umfeld und Aktivitäten ändern solltest. Die Stimmungsschwankungen, Gereiztheit kannte ich auch, wurde aber weniger… hab Geduld mit Dir.