Beiträge von Tabsi

    Nur habe ich jetzt ein Problem über das ich gerne reden möchte.

    Es ist wichtig, dass Du ihm Deine Bedürfnisse und Grenzen aufzeigst. Vielleicht kann er mit den Worten „ es hat mich getriggert“ nichts anfangen, weil er die Sucht nicht versteht.
    Triggern ist ja auch die Konsequenz Deines Gefühls ans Trinken zu denken. Fühl mal rein, wie es Dir geht, wenn Du so lange auf ihn wartest. Was macht das mit Dir? Welche Gefühle kommen da hoch? Und dieses Gefühl kannst Du Deinem Mann gegenüber benennen. z. B. „ Es macht mich traurig oder ärgert mich, wenn ich so lange mit dem Essen auf dich warten muss“….

    ich mich um alles kümmer

    Er möchte seine Power Frau zurück

    Möchtest Du das denn sein?
    … die Powerfrau, die sich um ALLES kümmert?

    Mein Mann und ich besprechen immer, zu welcher Uhrzeit wir Essen wollen. So können wir uns beide zeitlich darauf einstellen. Sicherlich kann auch mal was dazwischen kommen und die Zeit verschiebt sich, aber jemanden ständig warten zu lassen hat auch was mit Nichtachtung zu tun und empfinde ich als unhöflich. Insbesondere, wenn dann evtl. noch warm gekocht wird.

    Das ist sehr schade, dass Du mit Deinem Mann nicht über das Thema Sucht reden kannst. Ihm reicht es wahrscheinlich aus, wenn Du nicht mehr trinkst. Es gehört aber weit mehr dazu, das 1. Glas stehen lassen zu können. Aus Deinen bisherigen Beiträgen habe ich entnommen, dass es immer wieder zu Spannungen und Streit zwischen Dir und Deinem Mann kam. Ich lese da auch Frust und Ärger aus Deinen Worten, Situationen, die Dich triggern. Was möchtest Du tun, um daran etwas zu ändern?

    Pass auf Dich auf, ich kenne das von meinem Ex. Ich hab das jahrelang mitgemacht, ausgehalten, nix gesagt. Irgendwann bin ich daran zerbrochen.
    Es gibt immer einen, der macht und einen, der es mit sich machen lässt.
    Den anderen die Schuld geben und zu erwarten, das der andere sich ändert, das funktioniert nicht. Und damit meine ich beide Seiten.

    Hallo Früchtetee, im ersten Jahr meiner Abstinenz habe ich Dorffeste gemieden ( zumindest) die Abendveranstaltungen.
    Mittlerweile gehe ich auch hin, aber wenn die Leute alle ihren Pegel erreicht haben, gehe ich. Ich rechtfertige mich auch nicht, wenn mir was angeboten werden sollte. Ein kleiner naher Kreis, weiß Bescheid, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Nächste Woche ist bei uns am Kulturhaus Frühjahrsputz. Da wird auch nach getaner Arbeit, gesessen, geklönt und getrunken.
    Ich esse meine Grillwurst und bin dann weg…

    Ich würde das Jugendamt informieren oder zumindest erstmal eine Beratungsstelle aufsuchen. Das Kindeswohl ist gefährdet, egal ob eine betrunkene Mutter zu Hause oder sie evtl. kalt entzieht. Sie könnte ins Delir fallen oder epileptische Anfälle bekommen. Was ist wenn deine Enkel sie so auf dem Boden nicht ansprechbar finden? Du würdest Dir lebenslang Vorwürfe machen. Schütze Deine Enkelkinder!!! vor einer trinkenden Mutter!

    zum Glück ist der Trinkdruck bei problematischen Situationen weg, dafür umso stärker das Fühlen von Gefühlen, in meinem Fall heute die Niedergeschlagenheit...

    Nimm dieses Gefühl an, es darf sein. Als Raucherin kann ich das Nachempfinden. Das fällt mir unendlich schwerer als mit dem Alkohol aufzuhören.

    morgen ist auch noch ein Tag.

    Der Satz kommt mir sehr bekannt vor, sowohl beim Aufhören mit Trinken als auch bei Tabak.
    Ich bin Dir deshalb keine gute Tippgeberin, umärmel Dich aber mal und schicke Dir ein bisschen Frühlingssonne.
    Ich hab mal gelesen, dass der Nikotinentzug nach 14 Tagen durch ist…

    Ich hatte sogar schon mal überlegt, mit so einem kleinen Inhalator für Salzinhalationslösungen als Alternative aufzuhören… :S bis der Nikotinentzug vorbei ist.

    Keine großen Dramen liegen in meiner Trinkzeit. Kein Verlust von Haus und Hof,keine völlig peinlichen Abstürze vor anderen oder dadurch bedingte Schulden.....

    Das war bei mir auch so. Deshalb denke ich, dass mein Suchthirn da ebenfalls mit dem Argument mal um die Ecke schleicht „ war ja nicht so schlimm“.
    In letzter Zeit kommen immer junge Leute in unsere SHG, die auch polytox sind. Sie sind ein abschreckendes Beispiel für mich, wo ich landen könnte, wenn es zum Rückfall kommt… und dann gibt es noch die, die es nicht mehr schaffen, in eine SHG zu kommen, weil sie ein Pflegefall sind oder auf dem Friedhof liegen.

    Würde ich mir aber heute schon Gedanken über einen möglichen Rückfall machen, nehme ich mir doch gedanklich die Chance, für immer nüchtern zu bleiben.

    Ich mache mir keine Gedanken über einen möglichen Rückfall, kann aber das „für immer“ nicht ausschließen. Ein nie wieder, war für mich anfangs zu groß. Ich darf ja, wenn ich will, … nahm mir den Druck raus. Allerdings müsste ich dann mit den Konsequenzen rechnen…

    Ich habe 3 Jahrzehnte Alkohol konsumiert. Bin nun seit knapp 2 Jahren ohne Rückfall nüchtern und es interessiert mich, weshalb diese Rückfälle bei anderen passieren, aus Erfahrungen der anderen lernen kann, um nicht in diese Falle zu tappen. Ich denke, die einzige Antwort ist, weil der/ diejenige es wollte. Denn Gründe gab es genug in meiner Trinkzeit als Ausrede.

    Mich auf das ‚jetzt‘ besinnen und auf das ‚heute‘ und vom ‚Morgen‘ träumen

    Da bin ich ganz bei Dir. Das Heute ist das Gestern von Morgen

    Ich bin da bei Aurora. Da sind unsere Süchte ähnlich zwischen Alkoholikern und Co‘s. Meine Gedanken kreisten auch anfangs ständig um den Alkohol. Ich musste mein Leben wieder mit Dingen füllen, die MIR gut tun und lernen mich und meine Gefühle anzunehmen.
    Bei Co‘s ist das Suchtmittel der trinkende Partner, ständig kontrollieren zu wollen, trinkt er oder nicht? Ich musste lernen, dass ich andere Menschen nicht ändern kann, es sogar übergriffig ist. Wenn ich denke, dass für jemand anderen etwas gut ist, weil ich es gut finde, muss es für mein Gegenüber nicht gut sein.

    Danke Fruechtetee für Deine aufrichtige Antwort. Das bestätigt meine Annahme.
    Ich habe vor kurzem meiner Therapeutin gesagt, bei der ich u.a. wegen eines schweren Schicksalsschlages, der im letzten Jahr passiert ist, bin:

    Ich denke die Gefahr bei mir rückfällig zu werden ist größer, wenn ich irgendwann leichtsinnig werde, nicht mehr in Gruppen gehe, die mir immer wieder vor Augen halten, wo ich mal war und nicht wieder hin möchte.

    Schön, dass Du nun hier bist und Dir erneut Dein Leben retten möchtest.

    Für mich trinkt er zu viel, ob das jetzt Gesellschaftlich als Alkoholiker anerkannt ist oder nicht spielt dabei eigentlich keine Rolle.

    Eins geht mir noch durch den Kopf

    Deine Gedanken hängen immer noch bei IHM. Es spielt keine Rolle, ob die Gesellschaft ihn als Alkoholiker ansieht oder Du oder wer auch immer.

    Solange ER sich nicht als Alkoholiker sieht, wird sich rein gar NICHTS ändern.

    Natürlich ging es in dem kompletten Gespräch nur darum was ich in dieser Beziehung alles falsch gemacht habe.

    Nunja...also er hat mir in etwa 4 Stunden erklärt dass ich mir das echt einbilde und mich reinsteigere

    Der Alkoholiker sucht immer die Schuld bei anderen, er übernimmt keine Eigenverantwortung. Er will trinken, er darf trinken. Es ist sein Leben.

    vlt kannst du es nochmal Retten, er will ja dass du da bleibst.

    Ich wollte es irgendwie einfach durchstehen aber irgendwann konnte ich einfach nicht mehr

    seine Worte taten so oft so weh

    Er versucht Dich zu manipulieren.
    Wie groß muss Dein Leidensdruck werden?

    Wie fühlst Du Dich? Was kommt da bei Dir hoch?
    Dein Körper und Dein Bauchgefühl wehren sich und Dein Kopf will es nicht wahrhaben.

    nach Hause nachsehen ob alles OK ist, kontrollieren ob er trinkt usw.

    Alles dreht sich um IHN, er er er…

    Wo bleibst Du bei dem Ganzen?


    Kontrollsucht ist auch eine Sucht. Du möchtest, dass er sich ändert, damit es DIR besser geht. So funktioniert das leider nicht.

    Kümmere Dich um Dich selbst, damit es Dir besser geht. Meide den Kontakt in jeglicher Form, lass Dich nicht einlullen.
    Ich schreibe das, weil es bei mir nicht 2,5 Jahre waren, sondern 28 Jahre wurden. Rette Dir Dein Leben. Alles Gute auf Deinem Weg🍀

    ich gehöre zur Fraktion "Angsthase",leider :| .

    Ich sage mir oft, wo die Angst ist der Weg.
    Ich hatte Angst mich zu outen, zur Suchtberatung, Hausarzt und Gruppe zu gehen. Und hinterher war alles gar nicht so schlimm, eher erleichternd.
    Das sind immer meine Gedanken vorher, das Kopfkino. Ich hatte viele Jahre Angst vor Ablehnung oder dieses um „ Außen“ sein, quasi „ Was könnten andere über mich denken?“ Bis ich kapiert habe, das es mir egal ist. Es sind ihre Gefühle, mit denen sie umgehen müssen - nicht meine.

    fordernden sozialen Situationen (ich in Gruppen....Horror) und noch viel lieber allein am Abend.

    Ich bin auch gern allein, aber trotzdem sind soziale Kontakte wichtig. Ich habe auch viele Jahre etliches mit mir selbst ausgemacht, in mich den Ärger reingefressen, nicht geredet, weil ich Angst davor hatte, irgendwann ist der Dampfkessel hochgegangen

    Mit Kleinigkeiten beginnen,wie zb zeichnen,lesen,kochen.

    Das ist doch super und schon ein Anfang.
    Ich habe auch mal einen Zeichenkurs in der Volkshochschule mitgemacht, war sehr interessant. Bei uns im Ort gibt es auch Seniorinnen, die 1x in der Woche in einer Gemeinschaftsküche kochen. Horch Dich um, es gibt viele Möglichkeiten. Sie liegen Dir zu Füße, Du musst sie nur finden. Selbst wenn Du nur für Dich kochst, satt zu sein ist immer wichtig, damit Dein Suchthirn nicht anspringt….

    Ich weiß,warum sie passiert sind

    Das würde mich gern interessieren. Ich habe mal gelesen, dass Rückfälle schon weitaus früher passieren, sie schon im Kopf stattfinden, ehe die Hand zum Glas greift?
    Kannst Du das genauer beschreiben? Ich bin seit knapp 2 Jahren abstinent und ich frage mich immer, wo fängt der Rückfall an? Wo kann ich ihn vielleicht vorher schon stoppen, ehe ich zum Glas greife?