Beiträge von Tabsi

    Hallo Aurora,

    Willkommen hier im Forum. Schön, dass Du den Weg hier her gefunden hast und ein Leben ohne Alkohol anstrebst. Ich habe auch viele Jahre gebraucht, mich zu überwinden, zum Arzt/ Suchtberatung zu gehen. Aufrichtig mir und anderen gegenüber zu sein. Als ich mich meiner Familie und engen Freundinnen outete, hielt es keiner für möglich, weil ich immer die „ Heimlichtrinkerin“ war. Aber insgesamt wurde das positiv aufgenommen. Somit schloss ich auch Hintertüren für mich. Ich wünsche Dir auch ein nettes Gespräch mit deinem Sohn und Frau.

    Ich war auch die Wein- u. Sekttrinkerin. Habe unwissentlich einen kalten Entzug gemacht, da ich mir der Folgen nicht bewusst war. Heute weiß ich, dass es unvernünftig war und ich ein Pflegefall oder Sterben hätte können. Pass gut auf Dich auf.

    @Matti und Absti

    es scheint ja keine ordentliche Kommunikation unter Erwachsenen mehr stattzufinden und wenn Absti und seine Frau vertragliche Mieter sind, dann haben sie schon ein Entscheidungsrecht, wer in deren Wohnung lebt. Das heißt ja nicht, dass ich meine Kinder auf die Straße setzen würde, aber wie Du schreibst „ My Home is my castle“ und ständig Ärger und Anspannung würde meine Abstinenz gefährden.

    Jeder macht sein Ding.

    Für eine zufriedene Abstinenz reicht es für mich nicht, nur mit dem Trinken aufzuhören. Auch wenn jeder seinen eigenen Bereich hat, fühlt es sich für mich nach einer angespannten Wohnsituation an. Küche und Bad werden ja sicherlich trotzdem gemeinschaftlich genutzt. Jeder steht irgendwie zwischen Baum und Borke. Ein gemeinsames Zusammenleben und Konversationen finden nicht statt. Das ist aber nur mein Gefühl. Wenn es für Dich ok ist… dann ist es so. Ich würde mich hinterfragen, wie es mir gefühlsmäßig damit geht. Anspannungen verursachen auch körperliche Symptome.

    Karneval war schwer für mich und so wird noch vieles kommen.

    Ich habe im ersten Jahr viele Veranstaltungen gemieden bzw. mir immer eine Option offen gehalten, dass ich jederzeit gehen kann. Die Abstinenz steht für mich an erster Stelle. Du hast selbst schon bemerkt und geschrieben, dass Du Dein Umfeld und Aktivitäten ändern solltest. Die Stimmungsschwankungen, Gereiztheit kannte ich auch, wurde aber weniger… hab Geduld mit Dir.

    Ich denke das Problem sind nicht Deine Hexenschüsse und das Rauchen aufgeben. PS: ich rauche auch noch, gefällt mir nicht, Sucht ist stärker, aber alles zu seiner Zeit.

    Mir wurde ganz schlecht, als ich Deine Wohnsituation gelesen habe und wie mit Dir umgegangen wird. Da würde ich sofort wieder saufen. Ist es nicht Zeit für 2 wirtschaftlich selbstständige Kinder mal flügge zu werden und das Nest zu verlassen anstatt sich im Hotel Mama einzunisten?

    Hallo Tiffy,

    Hallo hier, ich habe Dich gerade hier gelesen, bin neu hier im Forum und lebe seit 04/24 abstinent. Ich habe ähnlich wie Du getrunken und ich finde es echt stark von Dir, dass Du so beharrlich bei den Hausärzten am Ball geblieben bist. Ich hatte damals auch viel Unterstützung von der Suchtberatungsstelle und hab mir eine reale SHG gesucht, die ich seitdem wöchentlich besuche.
    Die ersten Wochen waren auch für mich hart, der Alkohol war überall präsent ( außer zu Hause) . Mein Kaffee und Schokikonsum hat sich gesteigert, aber das war mir erstmal egal. Das Suchthirn schreit nach Belohnung.
    Aber eins nach dem anderen in kleinen Schritten…Elly hatte ja schon geschrieben, der Körper benötigt eine Weile, bis er sich umstellt. Gut, dass Du ihm dieses Zell und Nervengift nicht mehr zuführst.

    Hallo Fra,

    Bin auch neu hier im Forum. Lese mich gerade hier so durch. Finde, Du machst das super, auch mit dem Thema „ Ausgehen“ und für Dich zu sorgen.
    Zu meinem Beginn der Abstinenz war die Fußball EM 2024, überall Public Viewing und so… Ich konnte mir nicht mal die Spiele zu Hause im TV ansehen. Hatte mich mit Alkohol in Verbindung gebracht. Wenn mein Mann und Stiefsohn geguckt haben, hab ich mich zurückgezogen, gelesen oder anders kreativ beschäftigt. Bleib weiter so am Ball mit der Abstinenz.

    Ja, das mit dem Rauchen nervt mich zur Zeit tierisch. Es „ schmeckt“ mir auch nicht mehr. Ich denke, ich komme bald an den Punkt, aber momentan ist die Sucht noch stärker. Hab mir schon ne E- Dampfe besorgt, aber das ist ja auch nur Suchtverlagerung. Das Rauchen aufhören fällt mir echt schwerer als mit dem Alkohol.

    Danke für Deine Antwort und Deine Fragen.

    Ich bin Alkoholikerin, kann nicht kontrolliert trinken. Von daher weiß ich, dass ein Glas mich wieder dahin bringen würde, wo ich vorher war. Zuhause habe ich keinen Alkohol und mein jetziges Umfeld trinkt nicht. Mein Mann mag keinen Alkohol, verwehre es ihm aber nicht in Gesellschaft mal ein Bier mitzutrinken. Es ist ja meine Krankheit. In der Regel trinkt er dann mir zuliebe auch nichts. Vor 2 Jahren habe ich mich meiner Familie ( erw. Tochter, Mutter, Schwester) und Freundeskreis „ geoutet“. Die Reaktionen waren überraschend, niemand scheint etwas mitbekommen zu haben, außer meinem Mann.
    Als ich noch trank, konnte ich mir nicht vorstellen nie wieder Alkohol trinken zu dürfen. Das fühlte sich so groß an. Da waren dann Feiern, Dorffeste, Konzerte, Feiertage usw. im Kopf. Ich habe mir den Druck rausgenommen, in dem ich mir sage, ich könnte ja, wenn ich will, möchte aber nicht. Ich denke, ich habe vor dem Alkohol kapituliert. Ich habe mich viel mit dem Thema befasst, was Alkohol bewirkt usw. und bin immer noch am Thema dran, weil mein Suchtgedächtnis nie schläft und ich versuche achtsam zu sein und zu bleiben. Ich versuche im Heute zu leben. Was gestern war, kann ich nicht mehr ändern, was morgen kommt weiß ich nicht.

    Hallo, ich bin Alkoholikerin und seit 27.4.24 nüchtern.
    Ich bin 52 Jahre und meine Süchte ( Tabak , Alkohol, Schokolade) begannen im Jugendalter. Zu diesem Zeitpunkt lernte ich auch meinen Partner kennen, mit dem ich fast 3 Jahrzehnte zusammen war. Alkohol zu konsumieren auf dem Dorf, mit Freunden, Feierabendbier ( Partner) und ich den Wein gehörten zum Lifestyle und waren „ normal“. Aus meinem Elternhaus kannte ich Alkohol zu trinken nur zu Feierlichkeiten. Der Alkohol war also über Jahrzehnte mein ständiger Begleiter. Die Trinkmengen- und Zeiten erhöhten sich schleichend peu a peu.
    Nach der Trennung von meinem Ex vor 8 Jahren machte mich mein jetziger Mann auf das Problem aufmerksam, da trank ich dann schon jeden 2.Tag 1-2 Flaschen Wein oder Sekt , in der Regel heimlich. Ich war die typische Gardinentrinkerin. Vor 2 Jahren bin ich dann zur Suchtberatung und Hausärztin. Hat mich viel Scham, Angst und Kraft gekostet. Der Schritt bis dahin war lang. Seitdem besuche ich wöchentlich eine reale SHG und weiß, dass ich meine Sucht nur selbst zum Stillstand bringen kann und mich bis zu meinem Lebensende begleiten wird.
    Geblieben ist die Sucht nach Zigaretten, Schoki und Kaffee, aber ein Leben ohne Alkohol ist soviel wertvoller geworden. Ich suche einen Austausch 24/7 und versuche mich hier gerade in der Community durchzuwurschteln. Hab das System noch nicht ganz gecheckt.