Beiträge von Dalida

    Hallo Zusammen, ich bin Alkoholikerin und lese hier sehr viel, sowohl in meinem Bereich als auch in dem der COs. Bei den Cos kann man immer wieder die gleichen Muster lesen. Sowohl bei ihnen als auch bei den suchtkranken Partnern. Was ich aber noch nicht gefunden habe, dass Cos sich getrennt haben, der Süchtige aufgewacht und abstinent geworden ist, in Therapie gegangen ist und geht, die Krankheit endlich anerkennt und eine lebenslange Abstinenz anstrebt und es für Beide am Ende doch noch einen gemeinsamen Weg gibt. Bei mir ist die Trennung 78 Tage her, mein Partner hat mich verlassen wegen dem Suff. 78 Tage bin ich nun abstinent, beide haben eine neue Wohnung, sind am umziehen, es gibt guten, täglichen Kontakt, bis vor kurzem noch meist Tisch und Bett geteilt (wegen gemeinsamer Wohnung). Gibt es da Erfahrungsberichte, dass man wieder zusammenfinden kann? Natürlich nicht von heute auf Morgen. Trotz Trennung will er mit mir im September 14 Tage einen gemeinsamen Tauchurlaub machen, als TauchBuddies und sicher auch um nicht allein zu fliegen und Geld zu sparen. Die Beziehung war (den Suff und seine Rattenschwänze kurz ausgeblendet) nahezu perfekt. Hat sich jemand der Cos auf ein Zurück eingelassen und konnte wieder lernen zu vertrauen und die schlechten Erfahrungen hinter sich lassen?

    In meinem Fall möchte ich diese Beziehung weiterhin, kann der räumlichen Trennung sogar was abgewinnen (mehr Fokus auf mich und meine Krankheit).

    Für Meinungen und Erfahrungen bedanke ich mich.

    LG, Dalida

    Hallo Nayouk,

    danke für deine Zeilen. Ja, leider Gottes bin ich Alkoholikerin und ich wünsche mir nichts mehr als ein erfülltes, abstinentes Leben! Viel zuviel hat mich diese Droge gekostet, wahrscheinlich auch so einige Lebensjahre... die Erkenntnis war in mir schon sehr lange da. Nun wird es endlich Zeit und höchste Eisenbahn es auszusprechen. Noch ist die Scham sehr groß, aber das wird


    Liebe Grüße,


    Dalida

    Hallo Zusammen,

    ich bin weiblich,46 Jahre alt und ganz offensichtlich bin ich alkoholkrank. Ich bin jetzt seit 4 Wochen abstinent, war in der Suchtberatung, bin nun auf der Warteliste für eine ambulante Therapie und will das unbedingt schaffen! Ich will das für mein Leben, meine Gesundheit und mein Seelenheil!

    Meine Geschichte ist glaub ich recht typisch, früher immer beim feiern getrunken, eigentlich auch wirklich selten mal zuviel, irgendwann in der WG immer mehr mit den Freunden, dann irgendwann auch alleine. Immer Prosecco oder Wein. Dann war ich über 4 Jahre in einer sehr, sehr toxischen Beziehung, wo ich schleichend immer mehr gerunken habe, auch und viel allein. Nach der Trennung bin ich aufgeblüht wieder viel feiern gewesen, viele Menschen kennengelernt, der Begleiter war immer das Glas in der Hand.

    Nach 8 Jahren Singlezeit habe ich die Liebe meines Lebens kennengelernt und wir waren das perfekte Paar über 7 Jahre! War, weil er sich vor knapp 4 Wochen wegen dem Alkohol von mir getrennt hat. Das war auch der Auslöser den Wahnsinn, der mir immer wieder entgitten ist zu beenden. Seither habe ich mich fast rund um die Uhr mit dem Thema Alkoholismus und auch der CO abhängigkeit in Foren, Podcasts, usw. Beschäftigt und tue es weiterhin.

    Letztes Jahr kamen bei mir bei einer Blutunterauchung abnorme Leberwerte zu Tage und ich habe 2 Monate aufgehört. Das fiel mir gar nicht so schwer, dann waren die Werte wieder in Ordnung und ein Urlaub mit Freunden stand bevor, wo immer viel getrunkwn wird. Ich dachte bei mir, naja in Maßen kann ich ja wieder mittrinken, natürlich war das ein Fehler. Ich merke einfach nicht wann es zuviel wird, esse dann zu wenig und dann bin ich blau. In den 7,5 Jahren bin ich 3x kurz ohmächtig zusammengebrochen wegen dem Alkohol, mein Partner musste das miterleben. Zuletzt vor 5 Wochen, dabei habe ich mir die Schulter gebrochen....

    Trotzdem habe ich danach in Maßen weiter Wein getrunken, ich dachte, dann kann ich den Schmerz mehr betäuben und endlich auch mal ein paar Stunden schlafen. Das war zuviel für ihn. Er zeigte mir Fotos die er gemacht hat von meinen Weinverstecken im Kleiderschrank und er sagte er liebt mich, aber er kann und will nicht mehr, er kann mir nicht mehr vertrauen. Selten, aber es gab Gespräche über mein Alkoholproblem, leider hab ich jetzt erfahren wohl mehr mit Freunden als zwischen uns.

    Oder ich hab es nicht immer in Erinnerung, weil schon wieder zuviel Wein intus war, sagt er...

    Jetzt bin ich geläutert und verlassen. Ich bin todunglücklich, halte aber an der Abstinenz und meinem Willen fest. Würde er mir nur die Zeit geben um zu beweisen wie ernst es mir ist und wieder Vertrauen zu können, es wäre nochmal eine riesen Unterstützung, noch mehr Ansporn ( das soll jetzt nicht falsch rüberkommen, ich mach es wie oben geschrieben für mich!)...

    Daher auch meine Bitte um Meinung von Co- Abhängigen, die das vielleicht zusammen mit ihrem alkoholkranken, einsichtigen und entschlossenen Partner geschafft haben...


    Aber natürlich freue ich mich insgesamt auf einen gewinnbringenden Austausch!

    Im Moment wissen es nur 2 enge Freunde von mir (das ernsthafte Alkproblem und die Trennung) Das wird noch ein hartes Brot für mich, mich der Familie zu öffnen. Davor habe ich Angst und ich schäme mich. Denn es ist vor Allem meine Schuld...

    Ich habe soziale Kontakte, Interessen usw vernachlässigt, wurde immer einsamer (Partner ist workaholic) und mein neuer Freund wurde immer mehr der Wein am Nachmittag /Abend.


    Es gibt sicher noch mehr zu schreiben freu mich aber erstmal auf eure Antworten!

    LG Dalida<3