Beiträge von Amun

    Hallo Bingo ,

    danke, im Moment geht es ... war schon schlimmer in den letzten Tagen.

    Du hast vollkommen recht. Alleine dass man 24/7 jemanden hier erreichen kann ist unbezahlbar. Und niemand fällt einem ins Wort wenn man seine Gedanken sammelt und formuliert. Oft ist "normales reden" sehr angenehm, aber es gibt auch Situationen da ist schreiben passender. Gerade wenn man sich in einer emotionalen Situation befindet. Hätte ich hier vor Ort mehr soziale Kontakte, würde sich die Frage nach einer realen SHG gar nicht stellen. Allerdings sind Kontakte die nur einmal pro Woche stattfinden auch keine Lösung...

    Im Grunde stimme ich dir vollkommen zu Arno. Ich glaube das wöchentliche Termine meine Probleme auch nicht lösen können. Aber ich will einfach offen sein, und sagen können, dass ich es mir wenigstens angeschaut habe. Da ich aktuell ja mehr als reichlich Zeit habe, vergebe ich mir da auch nichts. Du bist wahrscheinlich mehr eingespannt und beschäftigt.

    Ja, die Vorteile einer Online-SHG sehe ich ganz deutlich. Und jemand der aus dem IT-Bereich kommt fühlt sich hier auch irgendwie wohler 😉

    In dem Sinne ... Zeit für 🍽️ ☕️

    So ähnliche Schilderungen habe ich auch schon an anderer Stelle gelesen.

    Die Dame hat gerade zurückgerufen. Es soll wohl (neben stationären und ambulanten Therapien) auch Möglichkeiten, im Stile einer SHG geben, wo alles eher unverbindlich bleibt. Werde mir das also morgen einfach mal anhören ...

    Servus Amun, hör es Dir halt mal an und wenn es nichts ist haste ja auch die SHG hier. Ich war auch mal bei mir im Nachbarort in einer SHG aber nach ein paar Sitzungen bin ich nicht mehr so richtig klar gekommen, mir ist hier auch lieber weil man keine festen Termine hat und 24/7 jemand erreichbar ist.

    Ist wie mit den Schallplatten 😬

    Hallo Arno,

    und schon wieder sind wir einer Meinung 😏 Sollte die Dame nicht zurückrufen, werde ich da morgen einfach mal vorbeischauen. Aber etwas so langwieriges und verpflichtendes möchte ich dann doch nicht. Ich glaube ich würde mir einiges an Flexibilität nehmen.
    Was hat dich persönlich gestört in der SHG vor Ort? Wie oft waren diese Termine bei dir ... ein oder zwei mal pro Woche?

    Ich werde gleich noch mal mit der Dame von der Caritas sprechen. Mich für ein Jahr hier dauerhaft an diesen Ort binden, wäre wirklich keine Option. Dann muss ich mir etwas anderes überlegen.

    Ansonsten hast du recht... Beraten kostet ja erst mal nichts.

    Danke für die Rückmeldung. Aber ich denke dann ist es wohl nichts für mich. Ich beabsichtige nicht hier dauerhaft im Ort zu bleiben, und werde vielleicht mal ein oder zwei Wochen in meiner "alten Heimat" sein. Dann dürfte das schwer werden die Termine verpflichtend wahrzunehmen...

    Weiter oben hatte ich ja bereits angedeutet das ich Morgen einen Termin bei der Caritas für ein Beratungsgespräch habe. Weiß jemand ob die eventuell anschließenden wöchendlichen Termine verpflichtend sind?

    Guten Morgen Arno,

    na dann können wir ja den Club der Leistenbrüche gründen 😂. Mein Pech ist, dass der Leistenbruch einfach zur denkbar ungünstigsten Zeit passiert ist. Sich kaum bewegen können, und dann noch verlassen zu werden, ist schon blöd. Aber so langsam kommt Kraft und Beweglichkeit wieder zurück. Trotzdem sollte ich auch da noch vorsichtig sein ...

    Ja, mit dem Rattenschwanz meinte ich genau das. Scheidung, Hausverkauf etc. sind ja nicht gerade Kleinigkeiten. Von den Gefühlen, die dabei ebenfalls verloren gehen, will ich gar nicht reden. Meine Frau wohnt jetzt in einem größeren Ort. Ausserdem hat sie da ihre Familie und Bekannte.

    Ob meiner Frau meine Veränderung "imponiert" kann ich nicht sagen. Ob es noch etwas zu reparieren gibt, kann ich auch nicht beantworten. Da gehören zwei Menschen zu. Und im Moment gibt es dabei keine Kommunikation. Aber ich muss auch hier zwischen Realität und Hoffnung unterscheiden.

    Du hast recht, und ich werde auch weiterhin hier in dieser SHG sein. Ich denke es spricht nichts dagegen sowohl analog wie auch digital meinen Kampf gegen den Alkohol zu führen. Einen klaren Blick auf das was in der Vergangenheit passiert ist, was gerade mit mir geschieht, und welche Optionen ich habe, ist etwas das ich jetzt erreichen muss/will.

    Hallo Fruechtetee ,

    die wuchtigen Emotionen sind tatsächlich im Moment eher erdrückend. Eigentlich erhoffe ich im Moment nur eine kleine Pause, damit ich das alles sortieren und verarbeiten kann. Von einem Tag auf den anderen immer nur reagieren und abwehren ist eben ziemlich anstrengend.

    Ja, so ein kleines Dorf hat sicherlich seine schönen Seiten ... solange alles bestens ist. Wenn es eben nicht passt, ist man schnell isoliert. Vielleicht hast du wenigstens Freunde und Kontakte in deinem Dorf gefunden. Durch meinen Job habe ich es verpasst mich mehr zu integrieren. Wobei es jetzt eh schwer wäre, da hier eigentlich alles mit Alkohol zu tun hat 🥴

    Mit demKaffee beginne ich einfach mal etwas früher heute. Immerhin habe ich über 4 Stunden geschlafen. Das ist mehr als ich erwartet habe. Der Tag gestern war anstrengend .. nicht körperlich, aber geistig.

    Nein, trocken zu werden mache ich nicht nur für meine Ehe. Aber ich sehe was der Alkohol in meiner Beziehung angerichtet hat. Der Gedanke aufzuhören war ja in der Vergangenheit auch schon ab und an mal da. Aber offenbar brauchen manche Menschen einen heilenden Schock um wirklich an sich zu arbeiten. Der gesundheitliche Aspekt war schon da, aber er konnte sich nicht durchsetzen. Es war für mich einfach schön, dass die lieb gewonnenen Rituale und Gewohnheiten meinen Alltag ausgekleidet haben. Natürlich habe ich es bemerkt ,dass wir Abends oft nicht weggegangen sind weil ich lieber zuhause noch ein Bierchen auf der Couch trinken wollte. Das nur als Beispiel. Der Alkohol hat mir offenbar meine Leichtigkeit, Tatendrang, Dynamik, Humor, und was weiß ich noch alles genommen. Das hat meine Frau gemerkt, ich aber offenbar nicht. Ich mache ihr da keine Vorwürfe. Ich ärgere mich eher über mich, dass ich das nicht bemerkt habe. Schleichende Prozesse sind mitunter hinterhältig.

    Nein, wieder zu trinken ist keine Option. Und auch wenn gerade um mich herum mein Leben vollkommen aus den Fugen gerät, bin ich Stolz Tag 10 heute "feiern" zu können. Nur schade das meine Frau nicht dabei ist um diesen kleinen Erfolg mit mir zu feiern.

    MIt fast 65 Jahren wieder am Nullpunkt zu stehen ist schwer. Alles zu verlieren, und wieder neu beginnen zu müssen ist schwer. Das Haus das wir mit Liebe und Schweiß renoviert haben, unser gemeinsames Leben mit all seinen auch schönen Momenten zu verlieren, ist einfach unbeschreiblich schmerzhaft.

    Gestern Abend habe ich mit einer Bekannten telefoniert. Wir haben eigentlich noch nie Abends miteinander telefoniert/ gesprochen. Der Abend gehört ihr und ihrem Mann. Trotzdem war sie da, und wollte mir zur Seite stehen und zuhören. Wie das Leben so spielt, und vielleicht auch den Spiegel vorhält. Sie trinkt gerne Rotwein. Und im Verlaufe des Abends bemerkte ich wie sie sich verändert hat. Auch sie hat ihre Probleme zu stemmen. Die Stimme wurde gedehnter, emotionaler, schleppender. Ob ich auch so klinge, wenn ich mal etwas mehr getrunken habe? Sie bleibt lieb dabei, nicht aggressiv. Und auch wenn sie hier nicht mitließt, möchte ich mich bei ihr bedanken. Von den Leuten die gesagt haben, dass sie "natürlich" jederzeit für mich da sind, wenn ich reden möchte, haben sich alle weggeduckt. Ich bin niemandem böse, aber so ist eben die Realität.

    Ja, es werden große Veränderungen kommen. Das Jahr 2026 hält schon jetzt eine Menge Prüfungen für mich bereit. Der Übergang vom Arbeitsleben in die Rente, der Leistenbruch mit Operation, und jetzt die wohl größte Veränderung in meinem Leben. Der Übergang von Arbeit nach Rente war noch berechenbar und langsam, aber die anderen Dinge passieren gerade unvorbereitet und mit Wucht. Also für mich unvorbereitet und mit Wucht. Für andere Menschen wäre es vielleicht nicht so dramatisch.

    Ein Moment der Ruhe wäre schön, damit ich mich sammeln kann. Aber ich befürchte das wir mir nicht vergönnt sein. Ich war noch nie ein Mensch der sich schnell auf jede neue Situation einstellen kann. Eine Eigenschaft die gerade jetzt in dieser Form nicht besonders hilfreich ist. Friedrich Nietzsche sprach von Amor Fati, der Liebe zum Schicksal. Die Dinge annehmen, und nicht als etwas schlechtes zu sehen. Davon bin ich wohl noch recht weit entfernt ...

    Im Moment wäre ich schon dankbar, wenn nicht ständig neue Schläge auf mich einprasseln würden. Morgen werde ich mein Gespräch in der realen Welt mit der Suchtberatung haben. Neben dieser hilfreichen SHG hier, sicherlich gut für mich auch in der realen Welt das Thema anzugehen. Gerade die Isolation muss ich jetzt durchbrechen. In der Isolation fährt der Kopf Karussel. Jede Hilfe ist willkommen.

    Beginnen wir den Tag ...

    Ich danke dir R/no ... das weiß ich wirklich zu schätzen.

    Und wenn man deine Geschichte betrachtet, hast du es ja nun wirklich nicht einfach. Alleine das du dann deine Kinder nicht mehr so oft sehen kannst, ist vielleicht um einiges schlimmer als das was mir gerade passiert. Dann kennst du das furchtbare Jammertal wirklich bis in den letzten Winkel.

    Wenn es doch nur so einfach wäre, dass Grübeln abzustellen. Ich bin schon immer ein Kopfmensch gewesen, mit einer sehr emotionalen Note... naja. Aber du hast schon recht. Der Blick muss nach vorne sein.

    Danke schön.

    Seit 2 Wochen ist jeder Tag schlimmer als der Tag davor. Seit 9 Tagen bin ich abstinent. War auf meinen kleinen Erfolg so Stolz. Habe gezeigt dass ich es ernst meine.

    Wenn alles wegbricht, und man den Überblick total verloren hat, nicht ein noch aus weiß, keine Perspektive, dann fühlt man sich einfach nur Elend. Ich reagiere, kann aber nicht agieren. Das alles so schlimm ist hätte ich nicht im Traum gedacht. Selbst mit Alk war ich nie bösartig etc. Und dann solche Tage wie jetzt. Ich weiß gerade einfach nicht wie es weiter gehen soll. So ein Mist.

    Ja, ich hänge gerade durch. Und ja, ich habe vielleicht auch zu viel Selbstmitleid im Moment.

    Und da haben wir schon den Rückschlag. Meine Frau hat noch Sachen abgeholt, und gesagt, dass sie hier nicht mehr wohnen wird ... also nicht mehr zurück kommt. Das wird einen Rattenschwanz nach sich ziehen.
    Gerade bricht alles weg, nirgends halt. Nein, ich habe nicht vor mir Alk zu besorgen, aber im Moment habe ich jegliche Orientierung verloren. Sorry, muss einfach so blöd raus, hat ja nicht direkt mit Abstinenz etc. zu tun.

    Hallo Rennschnecke ,

    danke für die netten Wünsche. Natürlich hast du recht ... nach den paar Tagen Abstinenz darf man keine Wunder erwarten. Trotzdem schaue ich genau in meinen Kopf und auf meinen Körper. Mir ist auch klar, dass solche Probleme wie mit dem Schlaf, sich nicht von heute auf morgen erledigen. Ich gehe auch davon aus dass der eine oder andere Rückschlag passieren wird. Trotzdem ist mein Blick auf das Ziel fokussiert. Möge es so bleiben 😉

    Guten Morgen Bingo ,

    das Thema mit den Schlafstörungen habe ich schon eine Weile. Ob der Alkohol auch da schon eine Rolle gespielt hat kann ich natürlich nicht sagen, könnte aber sehr gut möglich sein.
    Im Moment ist es natürlich etwas heftiger. Sollte es sich in absehbarer Zeit nicht bessern werde ich mal meinen Arzt ansprechen (da wollte ich ja eh noch hin).

    Hallo & guten Morgen,

    mit dem Schlafen war es auch heute Nacht nicht soooooo toll, aber immerhin habe ich 6 Stunden durchgeschlafen.

    Um 5 Uhr bin ich dann aufgestanden. Wann habe ich eigentlich das letzte mal einen Spaziergang zum Sonnenaufgang gemacht? Heute ... wann es das letzte mal war weiß ich nicht.
    Zum ersten mal seit langen habe ich das Gefühl etwas Berührung mit dem Mann zu haben der ich früher einmal war. Dieses Gefühl darf gerne öfters an meine Tür klopfen 🙂

    Zeit für ein zweites Tässchen Kaffee ...

    Ich höre...😬 Hab gerade vor ein paar Wochen meine Plattensammlung verkauft, bestimmt 5000 unter Wert 😭

    Puh ...

    Meine analogen Platten habe ich auch vor einiger Zeit verkauft. Wobei, von der Dynamik her waren die schon besser als die digitalen Sachen. Aber irgendwann muss man ja mal modern werden 🙈

    Das Problem ist nur das wir Alkoholiker sind, wegen dem Alkohol als Lösung keine Chance geben...

    Wie geht's dir jetzt im Moment?

    Beim Thema Alkohol fühle ich mich im Moment sehr wohl (wenn man das so sagen kann). Ich weiß gar nicht wann ich das letzte mal 8 Tage keinen Alkohol konsumiert habe. Und das ich kein Verlangen spüre, überrascht mich sogar ein klein wenig.
    Also im Moment will ich da nicht klagen.

    Bei den anderen Themen hänge ich weiterhin noch etwas durch. Aber das verwundert mich ehrlich gesagt auch nicht. Ich erwarte nicht dass die Dinge sich mal eben so, schwupps, lösen und wenden. Geduld ist nicht meine Stärke, aber jetzt wohl erforderlich.