Hallo wieder,
Danke erstmal an Marie für die Freischaltung.
ich möchte etwas aus Vorgeschichte erzählen und eure Meinung wissen.
Wir sind seit 16 Jahre zusammen und viele Dinge zusammen erlebt. Vor 6 Jahren haben wir uns Kinder gewünscht und wir haben zwei Wundervolle Kinder. Mittlerweile sind die Kinder 4 und 6 Jahre alt. Seit 6 Jahren auch verheiratet.
Wir haben immer zusammen getrunken, im Studium und nach dem Studium. Sehr wahrscheinlich bin ich selber suchtgefährdet.
Nach dem Abstillen der Kinder hat Sie mit Wein trinken angefangen. Erst 1 Glas am Tag, dann später 1 Flasche am Abend.
Das ganze hat letztes Jahr angefangen zum Problem zu werden. Wir haben die Kinderbetreuung zusammen gestemmt trotz Berufsleben. Nun wurde Sie im Mai 2025 wegen Alkoholkonsum am Arbeitsplatz entlassen. Danach kam eine Schwere Phase wo sie mich mit Verantwortlich gemacht hat ihr Hilfe zu besorgen. Den ganzen Sommer 2025 hat sie heimlich mit Hartalkohol angefangen und von mir versteckt konsumiert. Bei jeder Ausflug mit dem Auto musste ich fahren da sie nicht in der Lage war zu fahren.
Im August/September 2025 hat sich die Lage soweit zugespitzt das Sie sich auf eine Stationäre Entgiftung sich eingelassen hat. Um Sie zu unterstützen habe ich auch mit Alkohol trinken aufgehört.
Allerdings bin ich nur auf 0,0 Bier umgestiegen. Ich trinke es jeden Tag. bin ich selber Suchkrank?
Alles an Alkohol aus der Wohnung entfernt und versucht ihr nach dem Entzug ein sauberen Umfeld zu bieten. Nach dem Entzug hat sie eine Tagesklinik besucht was 4 Wochen lang auch gut funktioniert hat. Nach 4 Wochen hat sie wieder angefangen auf dem Heimweg aus der Tagesklinik zu trinken. Darauf hin wurde Sie aus der Tagesklinik entlassen. Danach ging alles Bergab. Immer mehr und mehr RUM am Tag, heimlich und mit Verstecke in der Wohnung. Sie war fast jeden Tag nicht mehr als Mama für die Kinder da und ich musste alles alleine stemmen. Arbeit+Kinder+Haushalt.
Ich bin heimlich in der Co-Abhängigkeit gerutscht, habe für sie gelogen (Famile+Freunde+Nachbarn), nach ihr aufgeräumt, die Kinder vor dem Anblick einer Betrunkene Mutter geschützt. Leider durch diese Maßnahmen habe ich nicht viele Soziale Kontakte mehr gehabt. Dies macht mich traurig.
Ab Mitte November wo sie aus der Tagesklinik entlassen wurde war sie nicht mehr richtig auf eine Erneute Therapie ansprechbar. Ich habe dann ein Platz für eine Langzeittherapie für sie organisiert. Die Langzeittherapie hätte sie ende Februar antreten können, dies hat sie geändert auf eine andere Klinik wo sie die Kinder mitnehmen kann. Allerdings mit Aufnahmetermin Ende April.
Ab Nov bis Febr. habe ich jedes Wochenende genutzt von ihr mit den Kindern fern zu bleiben. Ausflüge, WE bei der Oma.
Ich habe mir zwischenzeitlich aus Hilfe geholt von eine Beratungsstelle wo mir die Augen geöffnet wurden. Ich bin Co-abhängig und muss mich und die Kinder befreien.
Sie war Anfang Febr. wieder zur Stationäre Entgiftung. Danach Übergang in die Tagesklinik wo ich deutlich gemacht habe das wenn es wieder zur starken Konsum kommt dann werde ich mich von ihr scheiden lassen. Nach eine Woche Abstinenz wieder angefangen stark zu konsumieren. Dies hatte die erneute Entlassung zur Folge.
Danach hatte sie jede Hilfe abgelehnt. Sie wurde mehr und mehr Aggressiv und Wütend auf mich, vor den Kindern. Sie hatte in der Wohnung randaliert, Sachen kaputt gemacht. Ich habe die Polizei gerufen und Sie wurde mitgenommen. 1 Tag ruhige Nacht. Nächsten Tag kam Sie wieder und hat weiter gemacht. Konsumiert, Randaliert und war aggressiv.
Ich habe mich ans Jugendamt gewendet und es wurde eine 14 Tägige Wohnungsverbot ausgesprochen.
Sehr widerwillig wurde sie von der Polizei in die Ambulante Psychiatrie gebracht worden. Dort wurde ihr wieder ein Platz in der Entgiftung angeboten. Dies hat sie angenommen. Jetzt sind die 3 Wochen Entzug rum und sie ist wieder zuhause. und trinkt weiter als wäre nichts gewesen.
Ich habe mich entschlossen mich von ihr zu trennen. bin mit den Nerven und Kräften bereits an meine Grenzen gestoßen. Die Scheidung werde ich so bald wie möglich einreichen. Ich muss mich noch beraten lassen wie das mit der Sorgerechtregelung und Wohnungsverfügung weitergeht. Sie steht ja im Mietvertrag drin.
Sie hat immer noch den Platz in der Klinik zur Langzeitentwöhnung am 28.04. mit den Kindern. 13 Wochen. So lange halte ich nicht ohne die Kinder aus. Ausgemacht haben wir das die Kinder bleiben so lange dort bis es für die OK ist von Zuhause weg zu sein. Die Klinik ist nicht weit, ich kann jeden Tag besuchen gehen.
Ich habe natürlich viele Selbstzweifel (die auch aus Vorwürfen und Streiten mit ihr kommen):
Ist es übertrieben was ich vor habe? 16 Jahre Vergangenheit einfach wegwerfen? Bin ich egoistisch?
Ich mache mir sorgen natürlich wie die Kinder auf Trennung reagieren werden.
Lasse ich meine kranke Frau im Stich? Bin ich ein schlechter Ehemann?
Ich habe mehr...... nur es kommt nicht raus....