PinkiePie - Herzliches Hallo an alle

  • Liebes Forum


    Letzten Sonntag habe ich es geschafft. Ich habe mich aus meiner Co Abhängigkeit befreit. Nach 12 Jahren Streit, Gaslightning und stetiger Abwärtsspirale war ich vor 2 Wochen bei einer Anwältin. Sie hat beim Gericht ein Trennungsgesuch eingereicht, am Sonntag hat mein Mann unsere gemeinsame Wohnung nach einer üblen Auseinandersetzung endlich verlassen.
    Nach einer kurzen Phase der Erleichterung, spüre ich nun leere und offenbar auch „Entzugserscheinungen“. Ich merke, wie meine Gedanken wieder anfangen um ihn zu kreisen und ich anfange ihn zu bemitleiden und mir die letzten 10 Jahre schön zu reden. Kennt ihr das auch? Wie geht ihr damit um? Kann mir jemand Tipps geben?

    Liebe Grüsse an alle

    PinkiePie

  • Hallo PinkiePie,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Mit Deinem Problem bist Du bedauerlicherweise nicht allein. Du hast schon sehr viel geschafft und es geht einigen so daß sie anfangen zu grübeln ob die Entscheidung richtig war.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben. Dann wirst Du freigeschaltet und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschoben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Aurora 17. Februar 2026 um 18:48

    Hat den Titel des Themas von „Herzliches Hallo an alle“ zu „PinkiePie - Herzliches Hallo an alle“ geändert.
  • Hallo PinkiePie,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst das daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Wenn nach so vielen Jahren plötzlich endlich aller Stress vorbei ist, wenn endlich Ruhe einkehrt, dann fehlt irgendwas. Auch wenn das, was fehlt, schlecht war. Du bist es gewohnt, im Dauerstress und Hab - Acht Stellung zu sein, dass es auf eine Art zur Normalität geworden ist.

    Du kannst diese Lücke mit Dingen füllen, die dir guttun. Freunde treffen, in Ruhe ein Buch lesen oder einen Serienmarathon starten. Die Wohnung umräumen, einen Wellnessnachmittag einlegen. Was auch immer.

    Und du kannst hier im Forum andere Lebensgeschichten lesen und dich austauschen. Schreiben, wenn es dich zu sehr bedrückt.

    Gedanken darüber, sich die Vergangenheit schönzureden, hatte ich auch. Und auch Mitleid und Schuldgefühle. Ich hab mir für solche Momente eine Art " Feindbild" gemacht. Mir in' s Gedächtnis gerufen, was an schlimmen Dingen passiert ist, dass es viele gute Gründe für die Trennung gegeben hat. Teilweise habe ich diese Gedanken auch einfach ausgehalten, mich abgelenkt durch andere Sachen.

    Und gegen das Mitleid habe ich mir im Kopf erklärt, dass er erwachsen ist und Möglichkeiten hat, sein Leben zu ändern. Und dass er mit mir auch nie Mitleid hatte. Und dass ich es verdiene, glücklich zu sein, ohne ihn.

    Das dauert ein bisschen, dann wird das immer weniger. Denn du wirst merken, dass dein Alltag viel ruhiger und entspannter wird, du dich erholst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ich habe heute den Termin für unsere Gerichtsverhandlung bekommen. Es wird um die Obhut für unsere Kinder, Unterhalt und unsere künftige Wohnsituation gehen. Leider „erst“ am 18.03. was für ein Gericht eh schon sehr schnell ist. Ich habe soeben seine Vorladung per Einschreiben von der Post entgegengenommen. Keine Ahnung wie er damit umgehen wird. Er kennt die Details bisher nicht, wird sie aber dem Schreiben entnehmen können. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal denken würde, aber ich hoffe, er verbringt den Rest der Woche betrunken und öffnet seine Post nicht. Er hat sich heute noch per WhatsApp nach meinem Befinden erkundigt. Wahrscheinlich um mich weiterhin in seiner Abhängigkeit zu halten. Ignoriert ihr solche Kontaktaufnahmen? Er hat sich noch nie ernsthaft dafür interessiert wies jemand anderem geht.
    War jemand in einer ähnlichen Situation? Es ist ja eigentlich erschreckend wie sehr sich die Geschichten hier ähnlich sind.
    Danke fürs lesen, liebe Grüsse an alle

  • Er hat den Brief geöffnet und mich direkt angerufen um mit mir zu besprechen wieviel Unterhalt ich denn gerne hätte. Er liebt es, mir leicht angetrunken zu erklären was er von Trennungsunterhalt hält und wie unfair das für alle Männer sei.
    Ich habe ihn an seinen Anwalt verwiesen und an fehlende Einkommensnachweise seinerseits erinnert. Das hat er komischerweise angenommen und nicht weiter genervt.

  • Hallo PinkiePie,

    Ich befinde mich auf dem selben Weg wie du und reiche demnächst meine Alkoholkranke Frau die Scheidung ein. Ich mache mir natürlich Gedanken über Sorgerechtregelungen und die Wohnsituation. Wir wohnen zur Miete und sie steht im Mietvertrag drin. Ich glaube wenn sie nicht ausziehen will (kann ich dies irgendwie erzwingen?) muss ich wohl eine neue Wohnung für mich und meine Mäuse finden. Wir haben zwei wundervolle Kinder im Alter von 4 und 6.

    Vielleicht könntest du mir ein bisschen über dein Trennung erzählen.


    GRüße

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

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