Eloed - Vorstellung

  • Hallo


    Ich habe eine Alkoholkranke Frau mit Depressionen. Wir haben 2 Kinder und sind verheiratet. Nun nach ihre dritten Entgiftung und 2x abgebrochene Tageskliniken kann ich mit den Nerven nicht mehr.

    Um mich und die Kinder zu schützen habe ich mich dazu entschlossen die Scheidung einzureichen.

    Sind viele Fragen in mich offen und bin sehr unsicher ob ich den richtigen Weg einschlage.


    Grüsse

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Hallo Eloed,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln. Hier gibt es einige Angehörige von alkoholkranken Partnern. Ich kann dich gut verstehen, ich bin auch Betroffene und schon lange getrennt.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Du scheinst auf einem guten Weg zu sein, es ist auch fr die Kinder schädlich wenn sie in so einem Umfeld aufwachsen müssen.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 10. April 2026 um 08:14

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung“ zu „Eloed - Vorstellung“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Eloed.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Eloed, das kommt mir bekannt vor, meine Situation ist sehr ähnlich.

    Um deine Frage zu beantworten, nein du schlägst nicht den falschen Weg ein, das hat sie gemacht vor langer Zeit. Schütze dich und deine Kinder, mehr liegt nicht in deiner Macht.

  • Hallo wieder,


    Danke erstmal an Marie für die Freischaltung.


    ich möchte etwas aus Vorgeschichte erzählen und eure Meinung wissen.


    Wir sind seit 16 Jahre zusammen und viele Dinge zusammen erlebt. Vor 6 Jahren haben wir uns Kinder gewünscht und wir haben zwei Wundervolle Kinder. Mittlerweile sind die Kinder 4 und 6 Jahre alt. Seit 6 Jahren auch verheiratet.

    Wir haben immer zusammen getrunken, im Studium und nach dem Studium. Sehr wahrscheinlich bin ich selber suchtgefährdet.


    Nach dem Abstillen der Kinder hat Sie mit Wein trinken angefangen. Erst 1 Glas am Tag, dann später 1 Flasche am Abend.

    Das ganze hat letztes Jahr angefangen zum Problem zu werden. Wir haben die Kinderbetreuung zusammen gestemmt trotz Berufsleben. Nun wurde Sie im Mai 2025 wegen Alkoholkonsum am Arbeitsplatz entlassen. Danach kam eine Schwere Phase wo sie mich mit Verantwortlich gemacht hat ihr Hilfe zu besorgen. Den ganzen Sommer 2025 hat sie heimlich mit Hartalkohol angefangen und von mir versteckt konsumiert. Bei jeder Ausflug mit dem Auto musste ich fahren da sie nicht in der Lage war zu fahren.
    Im August/September 2025 hat sich die Lage soweit zugespitzt das Sie sich auf eine Stationäre Entgiftung sich eingelassen hat. Um Sie zu unterstützen habe ich auch mit Alkohol trinken aufgehört.
    Allerdings bin ich nur auf 0,0 Bier umgestiegen. Ich trinke es jeden Tag. bin ich selber Suchkrank?
    Alles an Alkohol aus der Wohnung entfernt und versucht ihr nach dem Entzug ein sauberen Umfeld zu bieten. Nach dem Entzug hat sie eine Tagesklinik besucht was 4 Wochen lang auch gut funktioniert hat. Nach 4 Wochen hat sie wieder angefangen auf dem Heimweg aus der Tagesklinik zu trinken. Darauf hin wurde Sie aus der Tagesklinik entlassen. Danach ging alles Bergab. Immer mehr und mehr RUM am Tag, heimlich und mit Verstecke in der Wohnung. Sie war fast jeden Tag nicht mehr als Mama für die Kinder da und ich musste alles alleine stemmen. Arbeit+Kinder+Haushalt.
    Ich bin heimlich in der Co-Abhängigkeit gerutscht, habe für sie gelogen (Famile+Freunde+Nachbarn), nach ihr aufgeräumt, die Kinder vor dem Anblick einer Betrunkene Mutter geschützt. Leider durch diese Maßnahmen habe ich nicht viele Soziale Kontakte mehr gehabt. Dies macht mich traurig.
    Ab Mitte November wo sie aus der Tagesklinik entlassen wurde war sie nicht mehr richtig auf eine Erneute Therapie ansprechbar. Ich habe dann ein Platz für eine Langzeittherapie für sie organisiert. Die Langzeittherapie hätte sie ende Februar antreten können, dies hat sie geändert auf eine andere Klinik wo sie die Kinder mitnehmen kann. Allerdings mit Aufnahmetermin Ende April.

    Ab Nov bis Febr. habe ich jedes Wochenende genutzt von ihr mit den Kindern fern zu bleiben. Ausflüge, WE bei der Oma.

    Ich habe mir zwischenzeitlich aus Hilfe geholt von eine Beratungsstelle wo mir die Augen geöffnet wurden. Ich bin Co-abhängig und muss mich und die Kinder befreien.

    Sie war Anfang Febr. wieder zur Stationäre Entgiftung. Danach Übergang in die Tagesklinik wo ich deutlich gemacht habe das wenn es wieder zur starken Konsum kommt dann werde ich mich von ihr scheiden lassen. Nach eine Woche Abstinenz wieder angefangen stark zu konsumieren. Dies hatte die erneute Entlassung zur Folge.
    Danach hatte sie jede Hilfe abgelehnt. Sie wurde mehr und mehr Aggressiv und Wütend auf mich, vor den Kindern. Sie hatte in der Wohnung randaliert, Sachen kaputt gemacht. Ich habe die Polizei gerufen und Sie wurde mitgenommen. 1 Tag ruhige Nacht. Nächsten Tag kam Sie wieder und hat weiter gemacht. Konsumiert, Randaliert und war aggressiv.
    Ich habe mich ans Jugendamt gewendet und es wurde eine 14 Tägige Wohnungsverbot ausgesprochen.
    Sehr widerwillig wurde sie von der Polizei in die Ambulante Psychiatrie gebracht worden. Dort wurde ihr wieder ein Platz in der Entgiftung angeboten. Dies hat sie angenommen. Jetzt sind die 3 Wochen Entzug rum und sie ist wieder zuhause. und trinkt weiter als wäre nichts gewesen.

    Ich habe mich entschlossen mich von ihr zu trennen. bin mit den Nerven und Kräften bereits an meine Grenzen gestoßen. Die Scheidung werde ich so bald wie möglich einreichen. Ich muss mich noch beraten lassen wie das mit der Sorgerechtregelung und Wohnungsverfügung weitergeht. Sie steht ja im Mietvertrag drin.

    Sie hat immer noch den Platz in der Klinik zur Langzeitentwöhnung am 28.04. mit den Kindern. 13 Wochen. So lange halte ich nicht ohne die Kinder aus. Ausgemacht haben wir das die Kinder bleiben so lange dort bis es für die OK ist von Zuhause weg zu sein. Die Klinik ist nicht weit, ich kann jeden Tag besuchen gehen.

    Ich habe natürlich viele Selbstzweifel (die auch aus Vorwürfen und Streiten mit ihr kommen):

    Ist es übertrieben was ich vor habe? 16 Jahre Vergangenheit einfach wegwerfen? Bin ich egoistisch?

    Ich mache mir sorgen natürlich wie die Kinder auf Trennung reagieren werden.

    Lasse ich meine kranke Frau im Stich? Bin ich ein schlechter Ehemann?


    Ich habe mehr...... nur es kommt nicht raus....

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Sie versucht mit jeder Minute und jeder Whatssapp die Beziehung und die Familie zu retten. Leider kann ich kein gewöhnliches Leben mit ihr vorstellen. Das ständige Angst vor Rückfall, das alles wieder von vorne anfängt.
    Meine Gefühle für sie haben sich durch alles was vorgefallen ist sehr geändert und will sie nicht mehr. Es gibt sehr viel Hass und Wut in mir. Ich kann sie nicht mehr ertragen. Sie versucht aber immer wieder das wir alle zusammen bleiben und so...

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Hallo Eloed,

    erstmal herzlich willkommen.

    Diese ganzen Zweifel kenn ich gut und du kannst davon hier überall lesen. Es ist schwer, sich aus einer Beziehung zu trennen, den Kindern gefühlt das Zuhause, das Familienleben wegzunehmen. Den suchtkranken Partner gefühlt im Stich zu lassen.

    Aber es ist der Weg, der da rausgeht. Je eher desto besser. Ich hab zum Beispiel viel zu lange ausgehalten und alles versucht, meinen ersten Mann aus der Sucht rauszuholen. Natürlich ohne Ergebnis denn das geht nicht. Es muss immer vom Betroffenen selbst ausgehen.

    Deine Kinder sind noch klein, trotzdem bekommen sie mehr mit als du denkst. Darum ist es gut, dass du sie da rausholst, dich trennst. Auch für dich ist das besser. Denn die Suchtkrankheit macht auch die Angehörigen krank. Im Laufe der Jahre.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Eloed,

    im Co-Bereich können ganz sicher ganz viele deine Situation und deine Gefühlswelt nachempfinden - mich eingeschlossen.

    All deine Gedanken sind mir nicht fremd.

    Das Suchtsystem bleibt so lange aufrecht, bis einer aussteigt. Wenn sie es nicht kann und es dich kaputt macht, dann ist es dein Part auszusteigen.
    Alle Gedanken und das schlechte Gewissen, sie im Stich zu lassen, sind menschlich absolut nachvollziehbar. Denn die Sucht zieht das ganze Familienkonstrukt in den Abgrund, was es mit den Kindern macht, ist krass. Es ist tiefgreifender, als es scheint. Ich dachte auch, sie bekommen nicht viel mit - nach und nach kommt heraus, dass sie viel mehr mitbekommen haben, als ich dachte.

    Alleine deswegen lohnt es sich, stark zu sein und den eigenen Weg einzuschlagen. Für das eigene Wohlbefinden und auch das der Kinder. Der Weg ist unbequem und nicht leicht, doch er lohnt sich.

    Solange du das System aufrecht erhälst, hat deine Frau keinen Anlass, etwas zu verändern. Es heisst ja, der Alkoholkranke braucht einen persönlichen Tiefpunkt - wo der liegt, ist individuell unterschiedlich. Du hinderst sie daran, ihren persönlichen Tiefpunkt zu erreichen. So paradox es klingt, hilfst du ihr nicht, indem du bleibst, aushälst, glatt bügelst, aufräumst.

    An dem Tiefpunkt steht die Entscheidung an:
    -> Einsicht: Chance auf Ausstieg aus dem Suchtsystem, dies muss aus eigenem Antrieb geschehen, nicht auf Druck von außen
    -> keine Einsicht: weiter geht es abwärts in der Spirale

    Darauf hast du keinen Einfluss. Es ist ihrs.

    Ich bin diesen Weg gegangen und muss rückblickend sagen, dass es richtig war.
    Als ich an dem Punkt war, an dem es auf die Trennung hinauslief, hatte ich schon so viel probiert, angeboten und ausgehalten, dass so viel kaputt war. Auch an Gefühlen für sie. Als sie spürte, dass ich es ernst meinte, erklärte sie sich mit einer Therapie einverstanden. Durch die Berichte hier im Forum konnte ich mich aber nicht mehr darauf einlassen. Denn es war eben aus äußerem Druck, nicht aus innerem Antrieb. Ich konnte kein Vertrauen mehr aufbringen. Wusste nicht, wie ich auch perspektivisch mit der Anspannung umgehen sollte, den nächsten Rückfall zu erwarten.

    Dies ist nun über zwei Jahre her. Den Kindern geht es inzwischen besser als vorher, klar, war die Zeit nach der Trennung für sie alles andere als leicht. Wie sagt man: 'Besser Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende?'. Meiner Ex-Frau geht es besser. Ob sie nachhaltig dadurch ihren Tiefpunkt hat, weiß ich nicht, doch sie ist in Therapie und macht einen stabileren Eindruck. Mir geht es ebenfalls deutlich besser. Zum Ende der Beziheung hin war ich ziemlich im Eimer, körperliche Schmerzen von der Anspannung, mentale Ausgelaugtheit und Überforderung... Davon ist nun nichts geblieben. Auch davon profitieren die Kinder ungemein.

    Ich hoffe, das kann dir etwas Mut machen und dir Bestätigung geben, dass du auf dem richtigen Weg bist.

    Volka

  • Ich fühle mich sehr geschwächt. Über diese kurze Zeit habe ich 15kg abgenommen. Man könnte meinen es ist eine gute Sache aber ich fühle mich nicht gesund dabei.Habe teilweise abends gar kein Appetit gehabt. Essen nur für die Kinder gekocht aber selber nichts essen können .

    Jeden Tag das selbe Routine. 7 aufstehen Kinder für die Kita fertig machen. Kinder in die Kita bringen. Hund noch schnell ausgeführt. Danach schnell ins Büro gefahren. Um 12 Mittagspause, heimfahren , Kleinigkeit essen. Weiter aus dem Home Office arbeiten. Um 14 Uhr Kinder aus der Kita holen. Und bis 16 Uhr weiter arbeiten. Zum Glück können sich die Kinder sehr gut einander beschädigen und kommt zu sehr wenige Störungen während mein Arbeitszeit.

    Das ganze schon bereits 8 Monate . Ich bin ein bisschen erschöpft. Eig sehr.


    Die Zeiten wo meine Frau in der Klinik war, waren entspannter. Jetzt war sie seit 3 Tagen wieder da und hatte wieder getrunken. Ich war völlig fertig mit den Nerven. Zum Glück hat sie ihre Vater abgeholt und weggefahren. Jetzt hoffe ich das sie bis ihre Langzeittherapie von uns fern bleibt.


    Zwischenzeitlich habe ich Termin zur Rechtsberatung wegen Scheidung und bereits ein Anwalt gefunden.


    Ich wollte nur was hier teilen....

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Hallo Eloed,

    schön, dass du uns gefunden hast. Ich habe einen ähnlichen Weg durchgemacht wie du, nur das meine Konder schon älter waren, ich mich viel zu lange damit aufgehalten habe und es am Ende eskaliert ist. Ich hatte die gleichen Gefanken und Gefühle und ich kann mich nur anschließen.

    Du machst alles richtig. Du bist das einzige funktionierende Elternteil und du musst für deine Kinder da sein. Sie selbst können sich nicht aus der Situation befreien. Du machst das toll. Das ist anstrengend, ich weiß. Du bist mit deinen Kräften am Ende. Aber es wird besser werden. Nicht von heute auf morgen, aber stetig.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und das du dich von deinem Weg nicht abbringen lässt.

    LG ☀️

  • Hallo

    Ich möchte euch erstmal danken. Danke für die Antworten, Meinungen und Mutmach Sätze. Ich fühle mich viel besser. Ich habe es in erster Linie euch zu verdanken.


    Sie ist weg zu ihrem Vater und trinkt dort weiter. Ob sie bis zum 28.April schafft trocken zu werden um in die Langzeit Klinik zu gehen liegt in ihre Verantwortung.

    Ich habe endlich Zeit für meine Kinder. Wie können ungestört Zeit mit einander verbringen. Dinge zusammen erleben.

    Ich habe weniger Ablenkung , sie schreibt mir selten wegen irgendetwas banales , aber nie über die Kinder.


    Ich geh mein Weg weiter, werde später berichten wie mit der Trennung läuft. Da mache ich mir über viele Dinge Gedanken.

    Grüsse

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Hallo


    Mittlerweile hat sie bei ihrem Vater ihr wahres Gesicht gezeigt. Sie wurde in ein Krankenhaus mit 3 pro Mille um 10 Uhr morgens eingeliefert. Sie ist 4 Tage geblieben und gestern entlassen worden. Ich bin mit den Kindern zu meiner Mutter. Sie ist jetzt wieder Zuhause .

    Sie versucht jetzt alle Schuld von sich abzuwenden. Sie verspricht das sie nicht mehr trinkt und trocken bleiben kann bis zur 28.04 sodass sie die Kinder mit in die Klinik nehmen kann. Ich habe natürlich meine Zweifel. Sie versucht mich emotional zu beeinflussen und mir unterreden das ich ihr keine Wahre Chance gegeben hätte, weil sie noch keine Langzeittherapie gemacht habe. Sie wird sich ändern und alles wird wieder gut. Ich würde die Familie auseinander reissen , ich wäre ein schlechte und schwache Vater/Ehemann, der sie wegen sowas aufgeben würde .

    Ich bin mit meine Nerven am Ende. Ich weiss nicht wie ich die nächsten 9 Tage mit ihr in einem Haushalt aushalten sollte.

    Sie behauptet ständig das sie aus eigener Entscheidung zur Entgiftung gegangen ist, was von aussen betrachtet nicht so scheint. Ihre Wahrnehmung von was passiert ist während sie konsumiert ist sehr verdreht.

    Ich weiss nicht was ich glauben soll, obwohl ich kein Vertrauen mehr in ihr habe. Sie macht mir ein schlechtes Gewissen. Sie macht mich fertig......

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Hallo Eloed,

    es tut mir leid, das zu lesen. Mir (Alkoholikerin) fallen dazu ganz viele Fragen ein:

    Kannst Du den Kontakt zu ihr unterbinden oder wenigstens auf das Allernötigste beschränken, damit Du nicht alles hautnah mitbekommst?

    Ob sie dauerhaft abstinent werden kann oder nicht, liegt allein an ihr und nicht in Deiner Macht oder Verantwortung.

    Können die Kinder in ihre Suchtklinik mitkommen oder müssen sie? Ist das wirklich gut für die Kinder?

    In der Verfassung, in der Du bist, bist Du da überhaupt noch arbeitsfähig? Wenn nicht, scheue Dich nicht, Deinen Arzt anzusprechen. Vielleicht kannst Du auch vorübergehend die Arbeitszeit reduzieren und/oder selbst eine Reha mit den Kindern beantragen?

    Alles fokussiert sich bei Euch scheinbar auf den Start dieser Langzeitreha (die sie offenbar nicht mal selbst angestoßen hat), aber das ist ja kein Allheilmittel, nur ein Anfang, und die Rückfallquoten sind hoch.

    Darum teile Dir Deine Kräfte ein, nimm alle Hilfe, die Du bekommsn kannst.

    Vielleicht kannst Du auch mal in den Fäden der Männer lesen, die Dir geschrieben haben? Und hier öfter schreiben?

    Und ruhig auch noch mal den eigenen Faden lesen, um die eigene Entwicklung zu rekapitulieren und nicht umzukippen...

    Alles Gute, ich hoffe, Du kannst Dir einen schönen Sonntag mit den Kindern machen und auf andere Gedanken kommen.

  • Hallo Eloed,

    was da abläuft ist wie eine Art Programm, das sich da abspult. So ähnlich habe ich es erlebt und auch hier schon ganz oft gelesen. Das ist der Versuch dich umzustimmen, das ist Manipulation. Dadurch wird deine eigene Wahrnehmung verdreht, du bist verunsichert:

    Ich weiss nicht was ich glauben soll, obwohl ich kein Vertrauen mehr in ihr habe. Sie macht mir ein schlechtes Gewissen. Sie macht mich fertig......

    Ich selbst bin viele Male dadurch zurückgerudert, habe aufgegeben und war bald wieder im Suchtstrudel.

    . Ich bin mit den Kindern zu meiner Mutter.

    Das ist gut, hoffentlich kannst du dort erstmal noch bleiben. Abstand ist gut um sich zu sortieren und nicht gleich wieder reingezogen zu werden.

    Ich weiß gerade nicht ob ich das richtig verstanden habe, sie will die Kinder zur Langzeittherapie mitnehmen? Geht denn das? Können sie nicht in ihrem Umfeld bleiben bzw hättest du da Hilfe?

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Das tut mir sehr leid für dich und die Kinder. Ich würde an deiner Stelle versuchen, die neun Tage getrennt zu verbringen. Warum kann sie nicht weiter bei ihrem Vater bleiben?

    Und wie funktioniert das mit dieser Langzeitreha/ therapie, das kommt doch erst nach einer Entgiftung? Wenn sie vor kurzem noch mit 3 Promille im KH war und sich da nach kurzer Zeit selbst entlassen hat, ist sie meiner Meinung nach weit entfernt von einer wirklichen Einsicht.


    Das hier ist typisch für Alkoholiker. Stimmt aber nicht. Es ist allein ihre Verantwortung bzw. ihre "Schuld". Es ist ihre Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen, nüchtern zu werden und sich ein abstinentes Leben aufzubauen. Erst dann hätte eure Familie vielleicht noch mal eine Chance. Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden. Sie soll beweisen, dass sie sich ändern kann und will und dann könnt ihr nochmal weitersehen. Aber es ist zuerst ihr Ding. Du hast ihr sicher schon x Chancen gegeben, alles getan, sie unterstützt usw. Du bist ein guter Vater, weil du die Verantwortung für eure Kinder übernimmst.

    Am besten versuchst du, dich gar nicht mehr auf Diskussionen und Gespräche mit ihr einzulassen. Bringt zurzeit eh nichts, da sie noch mitten in der Sucht steckt. Sie muss erstmal nüchtern werden (und das ist sie erst ca. 14 Tage nach dem letzten Alkohol), bevor sie selbst halbwegs klar denken kann.

    Sie versucht jetzt alle Schuld von sich abzuwenden. Sie verspricht das sie nicht mehr trinkt und trocken bleiben kann bis zur 28.04 sodass sie die Kinder mit in die Klinik nehmen kann. Ich habe natürlich meine Zweifel. Sie versucht mich emotional zu beeinflussen und mir unterreden das ich ihr keine Wahre Chance gegeben hätte, weil sie noch keine Langzeittherapie gemacht habe. Sie wird sich ändern und alles wird wieder gut. Ich würde die Familie auseinander reissen , ich wäre ein

  • Ich habe alles versucht sie von unsere Familie fern zu halten. Sie hat leider einanrecht auf die gemeinsame Wohnung und das weiss sie auch.

    Die Klinik ist da drauf spezialisiert Mütter mit Kinder aufzunehmen. Es gibt vormittags wie eine Art Kita während die Mutter in Therapie ist und Nachmittags gibt es unterschiedliche Freizeitprogramme für die Kinder wie z.b. Pony reiten.

    Ich finde es nicht besonders gute Idee die Kinder mit in die Klinik mitzunehmen aber es gibt wohl Ärzte die es für gut finden.

    Ich bin Arbeitsfähig die meiste Zeit. Jedes Mal wenn sie im Entzug ist geht es mir viel besser. Nur wenn sie wieder auftaucht und Teil unsere Familie sein möchte kommen Nervenschwächen .

    Kannst Du den Kontakt zu ihr unterbinden oder wenigstens auf das Allernötigste beschränken, damit Du nicht alles hautnah mitbekommst?

    Können die Kinder in ihre Suchtklinik mitkommen oder müssen sie? Ist das wirklich gut für die Kinder?

    In der Verfassung, in der Du bist, bist Du da überhaupt noch arbeitsfähig? Wenn nicht, scheue Dich nicht, Deinen Arzt anzusprechen. Vielleicht kannst Du auch vorübergehend die Arbeitszeit reduzieren und/oder selbst eine Reha mit den Kindern beantragen?

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

  • Ich kenne mich mit der Thematik Suchtreha in Kombination mit Kindern nicht wirklich aus, aber ich frage mich, was das soll? Deine Frau hat doch mit sich selbst zu tun, kommt mit sich selbst nicht klar. Was sollen denn Kinder dabei? Die Logik erschließt sich mir nicht. Die haben doch bereits einiges mitbekommen, sollen die das wirklich alles mitmachen? Irgendwie klingt das nicht nach Kindeswohl.

  • Wenn ich mich an meine Reha-Suche richtig erinnere, gibt es solche Angebote vor allem, um alleinerziehenden Müttern eine Langzeit zu ermöglichen. Sie ist aber ja alles andere als alleinerziehend.

    Es gibt sogar vereinzelt Angebote, wo Hund oder Katze mitgebracht werden dürfen - aber eben nicht müssen. Außerdem hast Du als Vater ja auch mitzureden.

    Vielleicht kannst Du mal mit der Kita-Betreuung und/oder dem Kinderarzt reden, wie die das einschätzen? Die merken ja vielleicht auch, wie sich die Kinder je nach häuslicher Belastung verändern.

  • Ich bin heute Zuhause und sie ist zum Glück weg. Sie ist ins Hotel. Das ist erstmal eine Erleichterung.

    Ich werde im Laufe der Woche mehr über die rechtliche Sachen aufgeklärt und weiss mehr wie ich rechtlich meine Kinder schützen kann.

    Danke für eure Unterstützung.


    Im übrigen finde ich das sie nicht im Sinne des Kindeswohls denkt wenn sie die Kinder mitnehmen will. Es ist nur egoistisch. Sie wollte aber keine Therapie alleine. Natürlich kann ich es verbieten das die Kinder mit gehen, aber ich möchte , unabhängig von unsere Beziehung das ihr besser geht.

    Abgesprochen ist das die Kinder mit dürfen aber nicht für die komplette 13 Wochen.

    Grüße

    ein stolzer alleinerziehender Papa

    Einmal editiert, zuletzt von Eloed (19. April 2026 um 21:10)

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!