Beiträge von Moni87

    Liebe Glitzermücke,

    toll, dass du etwas nur für dich tust. Nimm doch ein Buch mit, dann wird dir nicht langweilig. Ich bin 38 Jahre ohne Partner und Kinder und da es mit einer Beziehung nicht klappen will, bin ich viel alleine.

    Natürlich habe ich auch viele Freunde, aber ich habe in den letzten 5 Jahren gelernt alleine zu sein, ohne einsam zu sein. Jedenfalls meistens. Oft genieße ich es sehr.

    Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal ganz alleine eine Ferneise gemacht. Es war wunderbar. Ich habe so viel gesehen und erlebt und unterwegs auch sehr liebe und interessante Menschen getroffen.

    Liebe Grüße

    Hallo Seepandrine,

    danke für deinen Erfahrungsbericht. Ja, ich denke ein Kontaktabbruch bzw. Sehr starke Reduktion des Kontakts tut mir gut. Gerade vermisse ich ihn zum Glück auch nicht so sehr, weil die letzten Besuche stark vom Alkohol überschattet waren. Ich denke er war nüchtern, aber es stand im Raum als Thema und belastet mich.

    Ich denke eine Karte zum Geburtstag reicht auch. So ganz ohne Kontakt kann ich mir noch nicht vorstellen, aber das ist ein guter Kompromiss.

    Heute kamen keine panischen Anrufe aus der Heimat von meiner Schwester. War auf Habacht Stellung und bin froh, dass der Tag vorbei ist.

    Schönes Wochenende

    Liebe Schnatterente das hier:

    Zitat

    Ich falle dann selbst in kindliche Muster zurück und buhle förmlich um bessere Stimmung, auch wenn ich es nicht will. Kennt das jemand?

    kenne ich von meiner Mutter gegenüber meinem Vater. Sie tut alles, im auf "heile Welt" zu machen und redet sich alles schön. Mich macht das wahnsinnig und ich frage mich, wo ihre Wut ist, wo ihre Trauer ist. Ich reagiere eher mit Drama, manchmal auch Vorwürfen.

    Kannst du sagen, was in dir vorgeht? Ich würde eine Mutter gerne besser verstehen.

    Hi Roxyro,

    Es ist gut, dass das Jugendamt nun eingeschaltet ist. Ich kenne mich damit gar nicht aus, aber ich vermute mal, dass man die Kinder nicht zu komplett Fremden gibt, sondern erstmal zur Oma, wenn das JA meint, dass sie dort in Sicherheit sind.

    Puh, hört sich echt schlimm alles an und bestimmt auch belastend für dich. Mach was gut für dich ist. Wenn du dich raus ziehst, dann ist das so. Außerdem bringt es ja nichts, wenn sie nicht will. Auch ich kenne das familiär, dass ich dann irgendwas überlegen soll und die 1000e Ansprache, nee mache ich nicht mehr, es ist alles gesagt.

    Zitat

    Ich vermisse, mit ihm zu lachen und zu reden und einfach sein zu können.

    Glitzermücke ich glaube diese Gefühle halten einen auch lange drin, weil man meint, man kann helfen und dann ist alles wieder wie früher. Ich z.B. kenne meinen Vater anders als du deinen Partner auch ohne Sucht und er ist eben auch nicht immer betrunken. Aber jetzt nach 4Jahren ca hab ich die Hoffnung aufgegeben und das ist dann eben eine neue Phase.

    Also so ganz nicht, weil er mir bis auf die Kellergeschichte keine Schuld gibt. Also er sagt nie, ich trinke wegen der Familie. Meistens sagt er, dass er gar nicht betrunken ist (obwohl er lallt zb) oder dass die 2 Glas Wein ja wohl nicht so schlimm sind. Deshalb nehme ich da in den Gesprächen keine Samthandschuhe, aber ich rede halt gegen eine Wand. Ich rede jetzt nicht mehr, hab ich entschieden.

    Ja, die Logik ist echt zum Lachen und oft haarsträubend. Naja, aber wenn man süchtig ist, dann ist trinken das einzige Ziel und der Lebensmittelpunkt. Und da ist einem dann keine Ausrede zu blöd.

    Hi Glitzermücke,

    ja, keine Reaktion und blockieren ist da das Beste das denke ich auch. Mein Vater meinte mal er würde seine Flaschen im Keller ja nur aus Trotz verstecken, weil wir uns einmischen. Deshalb bin ich auch an dem Punkt mich da nicht mehr drum zu kümmern, ob er trinkt oder nicht. Ist seine Sache und er will es so. Aber ich verstehe dich, man ist dann doch immer wieder wütend über diese Aussagen.

    Das mit den Kurzbesuchen an Feiertagen ist eine gute Idee. Ich schaue, wie es sich dann anfühlt für mich, wenn ich gar nicht hin will, dann lasse ich es.

    Hi Glitzermücke,

    ich glaub er weiß schon, dass es für mich nicht okay ist. Er hat sich letztens auch entschuldigt, dass er mir Sorgen macht. Und hat angedeutet, dass er Alkoholiker ist. Das war aber das erste Mal. Also etwas Ambivalenz wie bei deinem Angehörigen ist auch dabei, zwischen Verdrängung und dann doch zugegeben, dass es ein Problem gibt.

    Meistens überwiegt die Verdrängung. Aber ich glaub er würde schon anrufen, wenn ich überhaupt nicht mehr komme. Gerade habe ich auch keine Lust ihn zu sehen. Bin aber traurig, wenn ich denke, dass ich ihn nie wieder sehen werde. In der SHG haben sie mal gesagt, ich sollte es mir gut überlegen, dem Angehörigen zu sagen, wenn sich nichts ändert, komme ich nie wieder. Da es dann eben auch sein kann, dass man sich nie mehr sieht, oder sich unglaubwürdig macht. Ich werde ihm sagen, dass ich derzeit kein Bock auf das alles hab, sollte er fragen. Ich denke er wird eh nicht fragen, eher so unter einem Vorwand Kontakt suchen. Finde, bei einem Partner, wenn man die Trennung will, macht das ja auch wirklich Sinn, sich nicht mehr zu sehen.

    D.h. du schreibst ihm manchmal noch ?

    Ja, bei meinem Vater ist das auch so. Er verdrängt einfach was mit ihm passiert und tut so, als wäre sein ganzes Verhalten harmlos und normal.

    Auch er meldet sich meistens nicht mehr bei mir. Ich habe oft das Gefühl ich bin ihm gleichgültig geworden. Tiefgründig reden kann ich leider nicht mehr mit ihm. Ich vermisse das. Aber oft versteht er Dinge nicht mehr, weil sein Gehirn beschädigt ist. Was soll man auch mit ihm reden? Er sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher. Das und der Alkohol sind alles, wofür er sich interessiert.

    Wenn ich komme, freut er sich immer sehr, ich glaub ihm reicht es, dass ich einfach anwesend bin. Allerdings hat das ja nun auch ein Ende, denn ich möchte nicht mehr bei ihm sein, wenn er nichts ändert. Ich glaub er kann es auch einfach nicht. Scheint zu spät zu sein.

    Ja, diese Illusion aufzugeben, dass es eben kein Happy End mehr gibt, fällt mir auch sehr schwer, so wie dir.

    Hi Glitzermücke,

    mir geht es so wie dir, loslassen fällt schwer. Bei mir ist es der Vater. Auch wir hatten vor 2 Wochen so eine Krankenhaus-Geschichte. Am Ende doch recht glimpflich für ihn, aber der Arzt im Krankenhaus hat auch zu Therapie geraten. Seine Einsicht=0

    Ich sage mir oft, wenn ich traurig bin, dass das vergeudete Tränen sind. Denn es ändert nichts, nur er kann das. Wir sollten unsere Lebensenergie nicht damit verschwenden.

    Kannst du den Weg einer Trennung gehen? Ich würde dir das empfehlen und auch den Kontakt ab zu brechen, um davon los zu kommen. Zumindest klingt es so an, dass du sowas für rational sinnvoll hälst.

    Witzig von mir, dir das zu raten. Ich selbst schaffe keinen Kontaktabbruch, aber ich finde irgendwie einen Partner kann man noch eher aufgeben als den Vater.

    Hallo,

    Mein sehr alter Vater hat ein Alkoholproblem. Er betrinkt sich regelmäßig trotz Blutdrucksenker und PNP und stürzt dann. Für meine Familie (Mutter, Schwester) ist das inzwischen sehr schlimm.

    Da er keine Einsicht hat, muss ich mich distanzieren. Teilweise hab ich das schon. Ich weine weniger um ihn, da ich denke es ist ihm auch egal, wie ich fühle. Zumindest ist der Wein wichtiger.

    Morgen muss ich mein Auto bei ihm von der Einfahrt holen. Es steht dort während einer Reise. Seit ein paar Tagen weiß ich, er macht weiter wie immer. Daher möchte ich ihn nicht sehen. Ich werde das Auto einfach nehmen und nicht mit ihm sprechen. Das ist ein komisches Gefühl. Aber ich mag nicht hin, weil ich denke er könnte auch wieder betrunken sein.

    Ich denke oft an seinen Tod und dass es vielleicht das letzte Mal war, dass ich neulich mit ihm sprach.

    Ich frage mich, wie verhalte ich mich an Feiertagen, oder wenn er in ein paar Monaten Geburtstag hat. Ich habe das Gefühl es könnte zu einem kompletten Kontaktabbruch kommen, denn es tut mir gut auf Distanz zu sein, aber trotzdem vermisse ich ihn irgendwie. Obwohl wir eigentlich gar keine richtige Vater-Tochter Beziehung mehr haben.

    Wie er früher war, das hab ich sehr geliebt. Ein bisschen von seinem alten Charakter ist noch da, aber nicht mehr viel.

    Wie geht ihr mit dieser Ambivalenz um? Und wie haltet ihr es mit dem Kontakt? Gar nicht? Reduziert?

    Er ist immer freundlich mir, also nie aggressiv oder so. Er leugnet halt seine Sucht und lügt, insgesamt schadet mir also auch der Kontakt häufig mit ihm.

    Ich kann Stern da nur zustimmen. Echte Freunde akzeptieren, wenn man aus welchen Gründen auch immer nicht trinken möchte.

    Leute, die den Alkohol unbedingt brauchen, sortieren sich so selbst aus. Ich komme aus einer Familie, in der Alkohol ein Thema ist und ich dachte es wäre unnatürlich, wenn es zu bestimmten Anlässen nichts gibt. Aber das ist wohl die nasse Welt, davon sollte man sich fern halten.

    Inzwischen mache ich viel Sport und habe Menschen getroffen, die auf sich achten und kaum trinken. So ist es viel einfacher, denn auch ich als EKA sehe mich vom Alkohol getriggert und auch gefährdet.

    Hallo zusammen,

    mein Vater (79) ist ein Rauschtrinker. Seit er in Rente ist, trinkt er immer regelmäßiger. Er hat PNP und seit ca. 3 Jahren stürzt er betrunken öfters.

    Meine Mutter und Schwester und ich haben ihn vor ein paar Jahren das erste Mal konfrontiert. Danach trank er heimlich weiter, komplette Abstürze mit Hinfallen wurden weniger. Einsicht hat er nicht. Nur Lügen und leugnen.

    Meine Schwester wohnt räumlich sehr nah und hat letztens den Krankenwagen gerufen, weil er gestürzt ist. Sie überlegt umzuziehen, weil sie ihre Kinder nicht traumatisieren will. Finanziell ist das aber schwer, aktuell profitiert sie von meinem Vater.

    Meine Schwester und ich sind eigentlich überzeugt, das wird nichts mehr mit ihm. Er hat letztens das erste Mal gesagt beim Arzt er hat ein Problem, auch mir hat er sich etwas geöffnet. Redet sich seine Abstürze aber weiterhin als Genusstrinken schön und findet Ausreden warum er nicht zur Suchthilfe geht.

    Meine Mutter freut sich über jeden Schritt den er macht, zb wenn er zur Krankengymnastik geht oder statt depressiv im Haus zu sein, mal in den Garten geht. Sie fordert uns auf Grenzen zu setzen, knickt aber selbst ständig ein und umsorgt ihn. Vor ihm trinkt sie nie, aber wenn wir mit ihr allein im Urlaub sind, trinkt sie regelmäßig, ich verstehe das nicht. Wenn man so viel Probleme mit Alkohol hat, vergeht einem doch die Lust? Meine Schwester und ich trinken fast nie.

    Das Verhalten meiner Eltern macht mich gerade wütend und traurig :( Ich reduziere den Kontakt zu meinem Vater und denke, es gibt für ihn keinen Ausweg mehr. Sauer macht mich auch, dass sie seine Sucht irgendwie unterstützt durch ihre Pflege und dass sie völlig verblendet meint, er würde was ändern. Sie fällt auf seine Manipulationen rein.