Beiträge von Lichtknuepfer

    Hallo Oskar

    Also ich fühle mich nicht gestresst, auf der Flucht 😊. Vielleicht ist es einfach etwas ungewöhnlich, dass jemand schnell und viel antwortet? Von meinen bisherigen Texten würde ich im Nachgang keinen ändern. Trotzdessen denke ich viel nach. In meinem Kopf ist generell viel los. Alles gut.

    Hallo Hartmut

    Ja, da hast du recht! Bei der Vorstellung habe ich es das erste Mal überhaupt ausgesprochen bzw. schriftlich ausgesprochen. Und in dem Moment wurde es noch mal ein Stück intensiver und es hat mich zudem etwas traurig gemacht. Aber es ist wie es ist -> das stimmt!

    Dass hier alles Betroffene sind und nicht Berater, ist mir bewusst. Trocken legen (😅) möchte ich mich selbst. Nach meinem Weg suche ich noch und bin dankbar für die Hilfe aller hier!

    Dieses Forum habe ich als App auf meinem Handy. Werde bei Gelegenheit mal schauen, dass ich das "Zitieren" mit deinem Tipp hinbekommen werde. Danke.

    Tabsi

    Danke für den Tipp mit der Lebensmittelliste! Da schaue ich mal.

    Reife Bananen? Wow! Okay. Mundspülung habe ich schon ohne Alkohol. An Restaurants habe ich noch gar nicht gedacht. Sehr guter Hinweis. Das ist ja richtig umfangreich.


    Morgenrot Danke für deine Verlinkung!

    Rennschnecke Danke für den Tipp erstmal genauer das Forum zu durchstöbern. Um ehrlich zu sein war ich etwas bedrückt auch die Seite der Familienmitglieder zu lesen. Da wird einem auch noch mal bewusster, welche Ausmaße das alles hat. Danke für deine Gedanken. Ja, ich werde in Zukunft umsetzen, was wichtig für mich ist. Deshalb möchte ich auch herausfinden, was wichtig ist. Ich werde auch noch mal meinen Psychiater ansprechen und paar Punkte klären und Informationen einholen.

    Danke euch allen 😃

    Hartmut

    Ehrlich gemeinte Frage: Wo habe ich geschrieben, dass ich "glaube", Alkoholiker zu sein? Ich habe in dem Beitrag wo ich Tabsi und dich verlinkt habe geschrieben "Ich bin Alkoholiker"! Dazu stehe ich.

    Wie verlinkt man Textpassagen?

    "Ich glaube nicht, alles im Griff zu haben" - Da kann ich mir bei einer Sucht auch nicht sicher sein, da ich einen Rückfall nicht ausschließen kann. Oder was war gemeint?

    Die Erfahrungen des trockenen Lebens fange ich seit 8 Monaten erst an zu samneln und finde mich darin erst noch zurecht. Da bist du und andere mir weit voraus. Deshalb bin ich hier. Und ich muss auch ehrlich mir selbst gegenüber bleiben, dass die Abstinenz keine Sicherheit ist und deshalb "hoffe" ich und arbeite an mir. Ich glaube, es ist einfach meine Art zu reden. Trotzdem werde ich mir deine Worte zu Herzen nehmen und mich beobachten.

    "Wenn du von Sucht sprichst, meinst du Sucht.." Das meine ich auch. Klar merkt jeder, dass er/sie in ein Trinkproblem gerät. Wenn man aber von sich selbst den Grund kennt, warum es so geschieht, dann kann man da das Problem an der Wurzel anfassen, anstatt es wegzutrinken. So ist es zunindest bei mir. Das eine hängt mit dem anderen zusammen.

    Das "ich muss mich da noch informieren " sind für mich eine Form von Selbstschutz aufzubauen. Denn wenn ich zum Beispiel weiß, dass in alkoholfreiem Bier Alkohol ist, kann ich mich schützen.

    Ich habe das Gefühl, dass du denkst, dass ich mir ständig etwas vormache und "hohle Phrasen schwinge".(nicht böse gemeint, bin einfach direkt). Ich möchte es wirklich schaffen!

    Danke für deine guten Wünsche und dir auch alles Gute. Wenn du magst, kannst du mir vielleicht erzählen, wie du Stabilität aufgebaut hast bzw. was du konkret meinst. Da nehme ich gerne etwas von mit.

    Hab einen schönen Donnerstag! 🙂

    Tabsi Das klingt tatsächlich etwas nach mir (Perfektionismus, Ungeduld, Wissensdurst 😅).

    Ich habe es auch lange kleingeredet " dann ist es halt mal schief gelaufen, haben andere auch" 👀😳. Aber nicht jedes Mal, heißt dann wohl die Wahrheit am Ende! Ich glaube, ich habe in den letzten Monaten immer mehr für mich angenommen "Ja, ich habe ein großes Problem und ja, das habe ich schon seit dem 1. Schluck"! Traurig aber wahr. Und ich weiß auch warum es sich so entwickelt hat und wozu der Alkohol bei mir dient. Auf jeden Fall nicht dem Genuss, sondern der schönen Berauschung, um nichts mehr fühlen zu müssen, um Leichtigkeit ins Leben zu bekommen. <- was ein Quatsch! Denn der Rausch ist nach wenigen Stunden vorbei und dann habe ich 2 Tage das Gefühl fast sterben zu müssen, weil ich mir die Seele aus dem Leib "kotze" (Entschuldigung) und am Ende weiß ich nicht mal mehr was war, habe Panik in WhatsApp zu gucken und schäme mich ohne Ende UND!!!... Danach ist alles wie vorher - alle Probleme und Gefühle sind wieder da. Das ist keine Lösung, sondern ein zusätzliches Problem.

    Damit das Leben nicht an dir vorbeirauscht 😅. Mir wurde hier gestern schon geschrieben, dass ich immer direkt antworte und aufpassen möge, dass es mir nicht zu viel wird. Diesen Tipp werde ich nun noch mal mehr annehmen!

    Danke für deine Hilfe!

    Du hast geschrieben, dass du Bücher gelesen hast. Gibt es eines, das für dich besonders hilfreich war? Kennst du das Buch von "Natalie Stüben - Ohne Alkohol, die beste Entscheidung meines Lebens" oder auch "Süchtig-die Psychologie der Abhängigkeit von Gabor Matè" oder "Alkohol erklärt von William Porter"? Das sind Empfehlungen einer KI. Ich werde morgen mal im Buchladen fragen, was da das Beste ist.

    Auf welche Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe muss ich Acht geben?

    Danke schon mal!

    Hartmut Ich glaube nicht, dass ich alles im Griff habe und deshalb suche ich nach Litertur und Büchern, um bessere, gute und gesunde Wege finden zu können, die ich noch nicht kenne. Wie du sagst "Das Handeln ist wichtig" und genau DAS hatte ich damit gemeint.

    In Therapie bin ich seit 2018 (wegen anderer psychischer Erkrankungen)und war in diversen Kliniken, bin laut Aussagen meiner Ärzte reflektiert und habe den Kontakt zur Familie und verschiedenen "Freunden" beendet. Was mir nicht gut tut kann weg, ist meine Devise! Das war viel Arbeit, aber mit der Arbeit bin ich noch lange nicht am Ende und genau deshalb möchte ich weiter dazulernen. Neue Möglichkeiten und Wege lernen, schauen, wie ich mir selbst besser zur Seite stehen kann, wenn es brenzlig wird. Das ist wichtig für mich! Ich möchte auf meine Probleme zugehen und nicht wegsehen.

    Wie du siehst hat es für mich nicht mit "Glauben" zu tun, sondern mit Wissen um die Erkrankung, Selbstschutz, Gefahrenerkennung. Meine eigene Lebensgeschichte wurde umfangreich psychologisch in den letzten 8 Jahren aufgearbeitet- Erkrankungen/ Erlebnisse aufgearbeitet.

    Ich glaube bei mir ist es andersrum. Viele erkennen ein Alkoholproblem und erfahren dann, dass sie eigentlich andere Probleme dahinter haben. Ich habe zuerst meine gesamten Familiengeschichten wahrgenommen (da war ich noch ein Kind) und in den letzten Jahren aufgearbeitet. Dass der Alkohol ein weiteres Problem ist, wurde mir im Laufe der Therapien immer klarer und habe es im letzten Jahr bei meinem Psychiater angesprochen. Heute stelle ich mich diesen Schwierigkeiten entgegen und schaue nach besseren Wegen. Ich hoffe, es wird alles klappen. Sicherheit spüre ich nicht, aber möchte für mehr sorgen.

    Tabsi   Hartmut

    Vielen Dank, lieb von euch! Deine Worte, Hartmut, finde ich gut. Das sind gute Hinweise. Zum einen würde mich Literatur interessieren, wie die Sucht entsteht (rein medizinisch) und warum manche immer einen Blackout haben und es bei anderen da keine Probleme gibt. Die Funktionen würde ich gerne verstehen. Dann interessiert mich die Aufklärung hinter Medikamenten und Lebensmitteln, damit ich nicht noch mehr Fallen wie "alkoholfreiem Bier" begegne und mich schützen kann. Zum anderen interessiert mich aber auch der Weg anderer Menschen, wie sie ihre Sucht erkannten und vor allem den Absprung geschafft haben. Was tun gegen craving z.B. Die Frage, ob ich Alkoholiker bin oder nicht stellt sich mir nicht mehr. Ich hatte vom 1. Schluck als Teenager das Problem kein Ende zu finden, Erbrechen im Nachgang, Scham ohne Ende und Filmrisse dazu. Da zu sagen "Ich habe kein Problem" wäre Selbstbetrug. Ich bin Alkoholiker! Ich glaube, ich suche eher nach Wegen, möglichst gut mit diesem Dilemma leben zu können, trocken zu bleiben und vielleicht auch zu sehen "damit bin ich nicht alleine". Obwohl ich eher glaube, dass es viele mit diesem Problem gibt, die es sich nicht eingestehen.

    Guten Morgen zusammen!

    Ich lese gerne und würde mich gerne mehr mit dem Thema Alkoholismus beschäftigen. Entweder Literatur über die Erkrankung mit allem Wichtigen, was man wissen sollte oder aber auch gerne Geschichten auf wahren Begebenheiten. Gerne Bücher wo auch genau der Weg zur Erkenntnis "Ich bin Alkoholiker" und der Weg zur Trockenheit beschrieben wird.

    Das Buch "Nüchtern von Daniel Schreiber" habe ich bereits gelesen und finde ich gut.

    Hat noch jemand Buch-Tipps? 🙂

    Das ist auch mit Sicherheit richtig. Meine Kinder und mein Arzt wissen auch bescheid und dem Rest sage ich, dass ich nicht trinken möchte. Das fühlt sich derzeit okay an. Ich benötige Zeit. 🙂 Werde nun gleich ins Bett gehen. Wünsche Dir eine gute Nacht und schlaf gut 💫

    Tabsi Entschuldige. Wollte dir nicht vor den Kopf stoßen. Habe lediglich an meine Situation gedacht. Damit wollte ich dir keine Meinung über dich zukommen lassen. Nein! Ich finde dich sehr mutig und du kannst sehr stolz auf dich sein. Ich wünsche mir für mich, dass ich es auch so schaffen werde und meine Menschen mit Empathie reagieren.

    Ich freue mich sehr für dich, dass dein Umfeld so positiv reagiert und auch das Trinkverhalten überdenkt. Das ist klasse! Dir wird der Rücken gestärkt und das finde ich richtig schön. Ich wünschte mein Umfeld würde ähnlich reagieren. Aber wie gesagt, vergangene Reaktionen waren eher ernüchternd.

    Tabsi Danke für deinen Kommentar und die Mühe und Gedanken dahinter! Das klingt etwas ähnlich bei dir. Das macht mir Mut. Danke!

    Ich wollte mich damals mit meiner psychischen Erkrankung nicht verstecken, wollte offen aufklären, was mit mir ist. Am Ende wurde ich ab und an von oben herab behandelt "du bist ja krank und kannst das nicht beurteilen" etc. Ich wurde plötzlich behandelt als wäre ich dumm und nicht kraflos und erschöpft. Das hatte mir sehr weh getan. Vor solchen Reaktionen möchte ich mich schützen. Man wird schnell in Schubladen gesteckt. Es gibt Menschen, die sich nie mit sich selbst beschäftigen und nicht viel wissen, warum etwas wie ist, gekommen ist oder sein wird. Man selbst hat gelernt, ist reflektiert und wird als "in der Gesellschaft durchgefallen" behandelt. Das Gefühl möchte ich nicht erneut erleben! Es war schmerzhaft.

    Zu dem Thema "sich die Tür offen halten" denke ich -> ja, es wäre nicht so viel "Gefahr" es zu tun, wenn alle Bescheid wüssten. Aber ich muss eh wissen, was ich will. Und wenn ich es schaffen will, dann muss ich das auch ohne Aufpasser schaffen. Es gibt auch viele Situationen, wo niemand dabei ist. Vielleicht brauche ich auch einfach noch Zeit, um den Schritt zu gehen und die Angst vor den Reaktionen zu verlieren. Derzeit ertrage ich nach den vielen "oh Gott, du bist krank" und "wie kann man nur den Kontakt zu den Eltern abbrechen"- Kommentaren nicht noch "und unkontrolliert ist sie auch noch". Niemand verliert gerne seine Herkunftsfamilie, aber die Gesundheit ist nunmal wichtiger, wenn Menschen einem schaden. Ich werde erstmal in Ruhe meinen Weg finden und weiter schauen.

    Ich danke dir für deine Erfahrungen! Ich bin gespannt, was auf meinem weiteren Weg passieren wird und ob ich es irgendwann schaffe, es zu äußern. Mit meinem Psychiater habe ich gesprochen und meine Kinder wissen, dass ich nicht mehr trinken möchte, weil es in der Vergangenheit nicht gut ging. Der Schritt ist geschafft.

    Danke für deine Tipps! :)

    Hartmut

    Klar. Ich höre natürlich in erster Linie aufgrund der Erkrankung auf und für meine Gesundheit. Manchmal fühlt es sich jedoch recht schwer an und dann sage ich mir "Nur heute nicht". Und aus "nur heute" ist schon ein recht langer Weg gegangen. Ich schaue zurück und freue mich und je länger die Strecke zurückliegt sehe ich, dass ich auf einem guten Weg bin und all die Kraft und all der Einsatz Früchte tragen. Diese "Motivation" möchte ich mir erhalten. Die Motivation kommt natürlich aus mir selbst, aber die Zahl des Kalenders gibt mir ein Stückchen Kraft, dass es möglich ist. Ich habe in den letzten Jahren so viel verändert, dass kam alles aus mir, aus der Arbeit an mir selbst, Reflektion, umdenken, neue Wege finden. Und den gehe ich nun.

    Danke, ich arbeite daran 🙂

    Ich glaube, ich muss gerade enorm vorsichtig sein, dass mich das nicht massiv runterzieht. Eigentlich bin ich sehr stolz darauf, 8,5 Monate nicht getrunken zu haben. Wenn ich das 0,0% Bier nun als nicht trocken einstufe, dann habe ich es doch nicht geschafft und all die Anstrengungen waren für die Katz. Ich fühle sehr viel Traurigkeit und werde nun auf sowas verzichten und an meinem Stolz von 8,5 Monaten festhalten. Ich wusste es nicht, ansonsten hätte ich es nicht getrunken. Ich habe seit 8,5 Monaten keinen Alkohol angefasst und werde es auch in Zukunft nicht tun.

    Hartmut Das habe ich nicht gewusst. Meine Info war, dass beim Aufdruck "alkoholfrei" Restalkohol enthalten sein kann, es aber bei dem Aufdruck 0,0% kein Alkohol enthalten sein darf. Zum Glück war es nur das eine seit letztem Jahr. Ich trinke meist Wasser oder Bionade. Habe es gerade noch mal gegoogelt und da steht, dass bei 0,0% 0,03 bis 0,05% (Restspuren) enthalten sein kann und bei alkoholfreiem bis zu 0,5%. Wow! Wieder etwas dazugelernt. Danke für die Info, also fällt das für mich weg.

    Elly Nun verstehe ich es. Danke. Also der "Saufdruck" kann also daher kommen, das wusste ich nicht. Und Kohlensäure ist in Ordnung. Vielen Dank! Wenn ich ein alkoholfreies Bier getrunken hatte, dann immer in 0,0% Dosen oder Flaschen. Ich hatte es mir selbst mitgebracht als wir vor der Diskothek zusammengesessen hatten. Später hatte ich Wasser getrunken.