mich innerlich zerreißt zwischen den Familiebild was ich mir wünsche
Liebe Meilenstein,
ich kann diesen Wunsch absolut nachempfinden. Aber ist dieses Familienbild mit deinem Mann und dem Bier tatsächlich möglich? Im Moment führt ihr ja eine Beziehung zu dritt und bei diesen Konstellationen ist eigentlich immer einer zuviel.
Ich denke, solange er nicht von sich aus was ändern möchte, bist du leider machtlos, so weh das tut. Und deine Überlegungen haben nichts mit Egoismus zu tun, schon garnicht deinen Kindern gegenüber. Ich weiß nicht wie alt diese sind, ob sie um Papas Zustand wissen oder nicht, aber langfristig wäre eine Trennung für deine Mäuse das Beste. So haben sie die Chance, egal was Papa draus macht, einen gesunden Abstand zu der Situation zu bekommen. Und sollte dein Mann die Einsicht bekommen, dass er Hilfe benötigt und trocken wird, gibt es für eure Kinder immer noch die Möglichkeit einen gute und gesunde Beziehung zum Papa zu haben. Je länger die Situation hinausgezögert wird desto schwieriger wird es. Für alle Beteiligten. Du schreibst, dass du Angst hast, dass die Kinder leiden, weil du ihnen im Falle der Trennung den Vater nimmst (so lese ich das zumindest). Der Vater hat aber ebenfalls seinen Kindern die Verantwortung gegenüber und ist im Moment nicht Willens diese auch zu übernehmen. Es ist doch im Falle der Trennung auch seine Verantwortung weiter für die Kinder der Papa zu sein die sie brauchen. Seine Entscheidung.
Du machst das schon gut, hast den objektiven Blick auf die Situation und selbstverständlich machen einen die Überlegungen den kranken Partner zu verlassen kirre. Eigentlich genau zu wissen, dass du nichts tun kannst und auf der anderen Seite doch alles was in deiner Macht steht versuchst und hoffst. Warte nicht auf seinen Tiefpunkt, vielleicht kommt der nie, aber warte auch nicht auf deinen. Meistens fehlt dann die Kraft die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.