Hallo Camille,
Wie geht’s dir und den Kindern jetzt?
Bin auch eine Mutter von zweien und hätte genau die gleichen Ängste wie du. Hast du mit dem Jugendamt darüber geredet?
Ich hoffe, dass es für euch alle bald ruhiger und friedvoller wird.
Hallo Camille,
Wie geht’s dir und den Kindern jetzt?
Bin auch eine Mutter von zweien und hätte genau die gleichen Ängste wie du. Hast du mit dem Jugendamt darüber geredet?
Ich hoffe, dass es für euch alle bald ruhiger und friedvoller wird.
Für Deine Tochter ist es bereits fünf nach zwölf. Ich bin auch so aufgewachsen. Der Schaden, den sie in diesem Familiensystem nehmen kann, ist unvorstellbar.
Es ist ja ihr Stiefvater. Der leibliche ist nicht für sie da und anfangs war ich sehr glücklich und sie auch, über eine männlich Bezugsperson.
Nun weiß ich nicht, was verantwortungsvoller von mir wär. Trennung und somit wieder ohne Vater, ohne zurück. Oder eben diese giftige Dynamik zu Hause weiter - in der Hoffnung er wird doch noch richtig einsichtig.
Alles anzeigenVielleicht hört er dort ja zu und kommt zu einer Selbsterkenntnis.
Aber zum Aufhören könnte er jederzeit in eine Entgiftung gehen.
Mir erscheint das schon recht zögerlich. Als ich so weit war, aufzuhören, konnte es mir nicht schnell genug gehen, sofort aufzuhören.
Und es gibt leider viele, habe ich selbst gesehen, die gehen Jahre in eine Gruppe und trinken trotzdem weiter. Wenn sie dafür dann noch Verständnis kriegen, weil "es ja so schwer ist", dann haben sie einen Freibrief.
Eilig hat er es mit dem Aufhören jedenfalls nicht. Da würde ich mal vermuten, dass er schon noch sehr gerne trinkt.
Verständnis definitiv nicht, fast alle seien dort „überheblich“ und würden ihn fertig machen ..
Aber dass er zum nachdenken angeregt wird habe ich schon den Eindruck. manchmal kommt eine gewisse Erkenntnis, aber die Sucht ist stärker.
Und er hat gerade andere Probleme bzw Prioritäten, Entgiftung und Therapie würde ja bedeuten, er könnte (Probezeit) den Job verlieren. Er funktioniert. Ist auch der Meinung sowas braucht er nicht. Wenn er übernommen wird ist aber beides kein Argument mehr, da er gewisse Zeit hatte und Job fest ist. Dann ist da nur noch die Wartezeit bis man einen Platz bekommt.
Ich danke euch sehr für eure Zeit ! Das regt mich alles zum nachdenken an und tut sehr gut
Ist ihm denn klar, dass die einzige Lösung ist, dass er nie wieder Alkohol trinkt?
Nein.. ![]()
ich wollte gerade schreiben dass ich ihm das klarmachen sollte, aber er muss es ja selber einsehen.. vielleicht sollte ich es aber als einzige Lösung für die Eheerhaltung äußern und für mich verinnerlichen
Das ist Augenwischerei, die auch erlebt habe, und die dich immer wieder hoffen lässt.
Sie hat überhaupt nichts falsch gemacht, dass können aber erste Zeichen sein, dass sie Verantwortung für ihn übernimmt, die sie gar nicht hat. Die hast du für ihn auch nicht, es geht um dich und deine Kinder, damit es euch besser geht.
Ja, auf Dauer reicht es mir nicht. Ich überlege gerade wie weit ich noch mitmache. Wie viel Geduld ich noch aufbringe. Wann ich die reißleine ziehe und wenn ja wie und inwiefern ich ihm (und mir) ein Ultimatum stelle.
Da ist meine Angst sowohl vor den Konsequenzen/ seiner Reaktion als auch dass ich es bereue. Ich will mir sicher sein dass es „keinen anderen Weg gibt“.
DAS sollte im Vordergrund stehen. Beschimpft er sie denn auch?
Nicht direkt. Aber ist manchmal sehr ungeduldig und fordernd, sehr wechselhaft und in seinen Aussagen oft grob. Oder es gehört ganz normal zur Erziehung, sie ist ja schon 6… und durch mich weil ich zu nett bin „hört sie so schlecht und verarscht uns“. Ich hab eher manchmal das Gefühl dass sie wie „erstarrt“ weil sie überfordert ist, wenn sie z.b. müde ist.
Aber Aufhören ist das definitiv nicht, wenn er angeschickert in die Gruppe geht.
Ja, das stimmt. Er sagt halt, wenn er einfach aufhören könnte; hätte er ja schon gemacht.. und dass er deswegen ja Hilfe sucht. Klingt auch irgendwie plausibel.
Ich weiß es nicht??
Vielen Dank für eure Worte.
Guten Morgen Marleen. Für die Kinder und auch für dich, wirst du wohl irgendwann eine Entscheidung treffen müssen.Sonst wird das eine never ending Story.
Hier im Forum bei den Co's wirst du immerwieder ähnliche Geschichten hören. Im Vordergrund steht die Hoffnung, das alles gut wird. Wird es aber nicht. Der Wunsch aufzuhören, muss vom Alkoholiker selbst kommen. Wenn nicht, kannst nur du etwas ändern..
Ich bin trockener Alkoholiker und war auch schon mal Co. Deswegen kenne ich beide Seiten.
Ich weis, das Entscheidungen diesbezüglich sehr schwer sind. Lies dich weiter hier im Forum ein, dann kannst du hoffentlich irgendwann die richtigen Entscheidungen treffen.Ich wünsch es dir von ganzem Herzen. LG von mir.
Er geht zur Suchtberatung seit kurzem und Gruppengesprächen (aber nicht nüchtern).
trotzdem keine Hoffnung machen?
6 und Baby. Die große ist öfter mal traurig habe ich den Eindruck. Oder auch einfach weiß sie nicht, was sie falsch gemacht haben soll.
Ja da hast du recht. Es ist wie bei den meisten hier. Da sind ja auch die guten Seiten, die schönen Momente. Der Gedanke „wenn die Krankheit nur nicht wäre“.
Nicht körperlich. Lautstark beschimpft, beleidigt, eingeschüchtert, anschließend angeschwiegen und ignoriert. Und es wird dann immer wieder vorgehalten wie ich ihn so schlecht hinstellen kann. (Klar, er schämt sich und möchte nicht so gesehen werden).
Er versucht doch schon, würde er sagen. Und ich frage mich, ob er das nicht wirklich tut und ich ihm damit nicht wirklich unrecht täte und in den Rücken fallen würde.
Wie lange gibt man die „Chance“? Wie viel Geduld „muss“ man fairerweise aufbringen?
Hab ich, danke.
Ich bin mir nicht sicher, was die Kinder mitbekommen. Er trinkt nicht offensichtlich vor deren Augen. Nur die Stimmung und der Geruch sind da.
Ich weiß auch nicht, in welchem Alter man den Kindern das erklären soll. Dazu kommt die Angst, dass man dann wieder bestraft wird, weil man das „Familiengeheimnis“ den Kindern erzählt. Und die reden vielleicht weiter.
Hallo,
ich weiß nicht mehr weiter denn mein Mann trinkt täglich, wir haben zwei Kinder (eins aus erster Ehe) und die Stimmungsschwankungen, Lügen, Vorwürfe usw . setzen mir sehr zu.
Ich möchte die Kinder und mich beschützen, aber möchte nicht, dass die Große schon wieder einen (Stief)Vater verliert und der Kleine ohne aufwächst.
Ich weiß nicht, was weniger schlimm ist. Der Alkoholkonsum oder eine Trennung.
Oft ist alles ganz schön, dann sind wieder Tage sehr deprimierend.
Außerdem schäme ich mich bei dem Gedanken an wieder eine Scheidung mit Kindern.
Ich würde so gerne in die Zukunft schauen können, was wäre wenn.
Mein Mann geht zur Suchtberatung, trinkt aber weiter. Ich weiß nicht, ob er es ernst meint.