Beiträge von Elly

    Im ersten Jahr ist die Rückfallquote sehr hoch, das stimmt.

    Aber generell kann man es daran nicht festmachen, dass ein Alkoholiker nicht rückfällig wird.

    Es ist immer ein schmaler Grat zwischen Abstinenz und Saufen.

    Und leider wird sehr häufig davon gesprochen, dass ein Rückfall dazu gehören soll. Das ist ein völliger Unsinn, denn jeder Rückfall ist ein Energieräuber, und so verbleibt man wieder im Kreislauf der Sucht. Und der führt unweigerlich nach unten, zerstört Körper und Geist! Und mit jedem Rückfall vermindert sich die Chance den Absprung wirklich zu schaffen.

    Und deswegen tauschen sich hier die Alkoholiker auch Jahre nach ihrem Start in die Abstinenz regelmäßig aus, arbeiten an sich und nehmen die Sucht, die in ihnen schlummert, sehr ernst.

    Wer nicht gewillt ist und eine Entgiftung nur für andere macht, der kann es gleich lassen, weil derjenige es nicht für sich selbst tut.

    Nur wer es tatsächlich eingesehen hat, dass es keinen Weg zurück gibt und das Leben nur abstinent lebenswert ist, der hat die Chance es auch lebenslang zu schaffen.

    Es tut mir sehr leid, dass Dein Mann alles über Bord wirft und selbst die wochenlange Therapie nichts gebracht hat, Jump.

    Das beweist, dass er von Anfang an nicht mit dem Saufen aufhören wollte und Du die richtige Entscheidung mit der eigenen Wohnung getroffen hast.

    Ich wünsche Dir, dass Du jetzt erstmal zur Ruhe kommen kannst und Deine weiteren Schritte überdenkst, ob diese Beziehung eine Zukunft hat, wie Du es Dir innerlich immer gewünscht hast.

    Was gibt es da nicht zu verstehen? Sobald ein (trockener) Alkoholiker wieder anfängt zu trinken, ist jegliche Kontrolle verloren. Man kann es auch Kontrollverlust nennen.

    Ein Mensch, der nicht Alkoholiker ist, wird es nicht nachvollziehen können. Muss er auch nicht. Da gibt es auch im Grunde nicht viel zu erklären.

    Außerdem hast Du Dich hier angemeldet. Wie geht es Dir momentan, hast Du das Gefühl, dass Du mithilfe der SHG schon ein Stück weitergekommen bist?

    Hast Du Dir alle Antworten nochmal durchgelesen?

    Dann sieh zu, dass Du bald alles aus der alten Wohnung geholt hast.

    Eventuell kann Dir noch jemand dabei helfen und Dich unterstützen? Oder Du mietest Dir für 1 Tag ein größeres Auto.

    Je schneller Du nicht mehr jeden Tag dort auftauchen musst, desto besser für Dich.

    Und wenn Du meinst, es geht ihm sehr schlecht, dann rufe einen Notarzt und lasse ihn in eine Klinik bringen!

    Sehr gut, dass Du Dich in Deiner Wohnung wohlfühlst, wieweiter!

    Dann teile ihm die Kündigung und den Auszugstermin für ihn mit und nimm ihn auf keinen Fall in Deiner neuen Wohnung auf.

    Auch das würde ich ihm an Deiner Stelle auch gleich mitteilen. Was er daraus macht und ob er sich eine neue Wohnung sucht, ist nicht Deine Angelegenheit.

    Pass auf Dich auf!

    Hallo Kurswechsel,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu fast 3 Wochen Abstinenz. Wie Du schon aus vielen Beiträgen herausgelesen hast, reicht nicht trinken allein nicht aus.

    Der Austausch mit anderen, trockenen Alkoholikern ist wichtig, deswegen ist es gut, dass Du Dich hier gemeldet hast.

    Ist Euer Haushalt alkoholfrei und sind Deine Lieben über Deine Abstinenz informiert?

    Im Mai habe ich den kompletten Umzug meines Vaters fast alleine gestemmt, da er weiter getrunken hat. Ich habe alles organisiert, die gesamte alte Wohnung ausgeräumt/ ausgemistet und ihm das nötigste in der neuen Wohnung eingerichtet. Habe auch zwischendurch die Wäsche gemacht, war für ihn einkaufen etc. Die üblichen Dinge eben.

    Du hast so viel für ihn getan. Er ist ein erwachsener Mann und irgendwann ist es auch mal gut, Lara!

    Allerdings lässt er sich von niemandem helfen, er geht in keine Klinik, lässt sich nicht behandeln und lässt den Betreuerkeine ambulante Pflege besorgen

    Was sollst Du da noch unterstützen oder helfen? Ihm ist nicht zu helfen, wenn er das nicht wirklich will.

    Es geht immer weiter bergab, ob Du versuchst zu helfen oder nicht. Außerdem hat er einen rechtlichen Betreuer!

    Für Dich ist es besser, es von weiter Entfernung zu "beobachten"., Dir Deinen eigenen Seelenfrieden wieder aufzubauen, zu erhalten und Dein eigenes Leben zu leben!

    Ich wünsche Dir viel Kraft weiterhin bei Dir und Deinem Leben zu bleiben, und alles andere so gut es geht auszublenden. Du kannst nichts weiter tun, um den unausweichlichen Verfall aufzuhalten!

    Aber soll ich sie einfach sich selbst überlassen? Ich will doch mit ihr gemeinsam die Situation verbessern. Ist das zu naiv?

    Ja

    Man ist da fast in so einer Lehrer-/Aufpasserrolle und die will ich gar nicht.

    Du bist gar nicht in der Lage, sie zu beaufsichtigen oder sie zu erziehen. Sie ist erwachsen und trifft ihre eigenen Entscheidungen.

    Hast Du schon ein Gespräch mit ihr gesucht, wie sie das alles sieht?

    Es stört Dich, dass sie offensichtlich mehr Alkohol trinkt, als es Dir gefällt. Sie ist jedoch erwachsen und kann so viel Alkohol trinken, wie sie will.

    Und bist Du sicher, dass sie an den Tagen, wo sie angeblich nichts getrunken hat, wirklich nüchtern war?

    Jeder nasse Alkoholiker findet Wege, um auf seinen Level zu kommen. Kontrolliertes Trinken, d.h. nach 1 Glas aufhören, ist nicht möglich.

    Wenn es Dich zu sehr belastet, solltest Du für Dich eine Entscheidung treffen.

    Was kann ich beitragen, um das zu verhindern und es in eine gute Richtung zu drehen? Wie schätzt ihr die Lage insgesamt ein und was würdet ihr mir empfehlen, zu tun? Ich bin für jeden Input wirklich dankbar. Mit dem eigenen Latein bin ich so ziemlich am Ende.

    Du kannst nichts tun, um sie vom Trinken abzuhalten. Das kann nur sie allein entscheiden. So bitter es auch für die Angehörigen ist, sie können nichts tun.

    Sie selbst sieht kein Problem, Du sehr wohl. Du kannst sie nicht ändern, aber für Dich Konsequenzen ziehen.

    Es geht vorrangig um meine Partnerin, wobei ich wahrscheinlich auf die eine oder andere Weise auch Teil des Problems bin.

    Du hast Dich wegen Deiner Partnerin angemeldet. Dir ist bewusst, dass sie ein Alkoholproblem hat, bzw. schon Alkoholikerin ist.

    Was erwartest Du Dir von einem Austausch in einem Alkoholikerforum, wo sich abstinente Alkoholiker austauschen?

    Hier kannst Du viele Geschichten der Angehörigen lesen, die sonst etwas geben würden, wenn ihre Lieben mit dem Saufen aufhören würden. Das beinhaltet u.a. auch, dass man im gemeinsamen Haushalt keinen Alkohol mehr konsumiert.

    Aber bisher kreisen Deine Partnerin und Du nur um den Alkohol. Und nur Deine Partnerin weiß allein, ob sie schon abhängig ist.

    Was kannst oder willst Du für Dich tun? Denn Du hast Dich hier zu Wort gemeldet.

    Habe mir auch heute eine Liste mit Psychotherapeuten rausgesucht und werde die jetzt nach und nach abtelefonieren.

    An Deiner Stelle würde ich mit meiner Hausärztin sprechen, vielleicht weiß sie jemanden, der noch Termine freihat. Oder aber sie kann Dir anderweitig erstmal helfen.

    Wenn Dein Mann tatsächlich von heute auf morgen aufhört zu trinken, dann kommt er in den kalten Entzug und auch das kann u.U. auch für Dich gefährlich werden. Er wird dann gänzlich unberechenbar.

    Bitte pass auf Dich auf!

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, YKMN!

    Was bleibt ist ein fehlendes Bewusstsein für die Menge des eigenen Konsums an Tagen, wo wir etwas trinken und damit verbunden Ängste auf meiner Seite.

    Geht es auch um Deinen eigenen Konsum von Alkohol? Wenn Du schreibst, an 5 Tagen trinkt Ihr Alkohol und an 2 Tagen nicht. Oder an 3/4 Tagen. Das ist in meinen Augen schon ein sehr häufiger Alkoholkonsum.

    Wie ist das bei Dir selbst, stellst Du Deinen Konsum auch auf den Prüfstand? Denn die Gefahr bei häufigem Alkoholkonsum ist, dass man in die Sucht abrutscht, schneller als man es sich vorstellen kann.

    Generell ist jeglicher Alkoholkonsum für die Gesundheit schädlich.

    Scheinbar hat in Eurer Beziehung der Alkohol einen großen Stellenwert.

    Kannst Du auf längere Zeit mit dem Alkoholtrinken stoppen?

    und die Frage, warum mein Kopf diese Karte überhaupt wieder zieht und mir anbietet, ja da sollte ich nochmal ran.

    Das ist eindeutig Dein Suchtgedächtnis, das sich da meldet.

    Und gerade am Anfang spricht dieses Gedächtnis noch sehr laut. Doch im Laufe der Zeit wird das weniger!

    Ich habe mir bewusst gemacht, dass Alkohol alles nur noch verschlimmern würde und dass ich andere Wege finden muss, um Probleme zu lösen. Und andere Wege, um zu entspannen.

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es dauert, bis sich alte Gewohnheiten mit neuen überschreiben.

    Das Zitat unter Whitewolf seinem Thread solltest Du Dir aufmerksam durchlesen, Korli!

    Da steht alles drin!

    Zitat

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.