Hallo Rene,
willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!
Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss, vor 3 Wochen keinen Alkohol mehr zu trinken.
Viel besser wäre es gewesen, wenn Du mit Deiner Ärztin ein offenes Wort gesprochen hättest und dann eine medizinisch begleitete Entgiftung durchgezogen hättest.
Denn Du selbst schilderst, dass Du starke Entzugserscheinungen hattest. Deswegen raten wir generell von einem kalten Entzug ab, weil dieses jedes Mal sehr gefährlich werden kann.
Wie Du schreibst, warst Du schon öfter in ärztlicher Behandlung und auch stationär, auch dort hättest Du es ansprechen können, bzw. auch müssen.
Denn bei einem Alkoholiker wirken Medikamente, etc. nicht mehr so, wie bei jemanden, der nie zu viel Alkohol getrunken hat.
Bei mir z.B. wirken Spritzen beim Zahnarzt erst viel später und auch bei Schmerzmitteln tritt weniger oder gar keine Wirkung ein. Und das alles auch noch nach vielen Jahren.
Du fühlst Dich nicht als Alkoholiker, aber im Grunde weißt Du, dass es so ist, nicht wahr?
Ich finde schon, dass Du nicht so einfach aufgehört hast mit dem Alkohol. Es liest sich sehr schwierig und auch gefährlich, was Du durchgezogen hast. Aber nun ist es vorüber und Du kannst nach vorne sehen.
Wie sind Deine Pläne, willst Du eine lebenslange Abstinenz?
Wenn es so ist, gehört u.a. auch dazu, dass Dein Haushalt alkoholfrei ist. Du hast geschrieben, dass Du nachts zum Kühlschrank gehen wolltest, d.h. Du hast noch Alkohol im Kühlschrank. Am besten ist, wenn überhaupt kein Alkohol mehr im Haus ist.
Ich lasse Dir unsere Grundbausteine zum Anklicken und Lesen da, falls Du sie noch nicht gefunden hast. Darin findest Du einiges, was Du in Deinen neuen Alltag integrieren solltest und kannst:
Artikel
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
17. Mai 2021 um 16:40