Beiträge von Elly

    Ich würde gerne weiter schreiben. Ich habe allerdings noch nicht ganz verstanden, was ich schreiben „darf“, weil es manchmal hier im Forum heißt, dass der Wiedererkennungswert zu hoch ist. Könnt ihr mir dazu vielleicht etwas sagen?

    Guten Morgen Vayana,

    es liegt an Dir, wie weit Du etwas über Dich schreiben möchtest.

    Meist ist man gar nicht so schnell erkennbar, wie man meint. Aber genaue Ortsangaben, Diagnosen oder Namen würde ich im offenen Bereich nicht schreiben.

    Auch wenn ich verstehen kann, dass er auch verzweifelt ist und dadurch versucht did Kontrolle für sich über die Situation zu gewinnen,

    Er will die Kontrolle über Dich haben, Vayana!

    Du sollst so funktionieren, wie er das will. Er setzt Dich unter Druck.

    D.h. es soll alles beziehungstechnisch, auch das körperliche wieder so sein, wie er das will. Ohne selbst etwas zu verändern.

    Und das empfinde ich als Erpressung. Du wirst Deine Gründe haben, warum Du ihn nicht mehr an Dich und Deinen Körper heranlässt, nicht wahr?

    Da liegt vieles im Argen und Du kannst im wahrsten Sinne des Wortes nicht aus Deiner Haut.

    Und so kann ich mir vorstellen, dass sich alles nur noch mehr zuspitzt. So sehe ich das.

    Aber Du wirst das besser beurteilen und Deine Schlussfolgerungen ziehen können.

    Auch die Kinder spüren, dass unterschwellig etwas nicht stimmt im Elternhaus.

    Innerhalb von 12 Tagen lagen dort dann 10 neue Schnapsflaschen + 4 Weinflaschen. Ich bin also realtiv sicher, dass das auch in diesem Zeitraum verzehrt wurde. Meine Eltern hatten auch keinen Besuch, der diese Mengen erklären würde.

    Für 12 Tage ist das für 2 Personen schon eine aussagekräftige Menge, würde ich mal so schreiben, Kari.

    Ist es tatsächlich nur der Alkoholkonsum Deiner Eltern, der Dich zum Umziehen bewegt?

    Oder ist da auch noch mehr?

    Es liegt nicht immer alles nur am Alkohol.

    Dazu kommen Kommentare, die sehr gut gemeint das und, von einem Therapeuten, der uns beide kennt und schätzt, dass er Trennung für keine gute Idee hält.

    Das kann doch im Grunde nur das Paar oder aber einer von Beiden eindeutig einschätzen. Der Therapeut ist doch im normalen Alltag nicht bei Euch.

    Sehr grenzwertig, diese Einschätzung, finde ich!

    Und Meinungen, dass es für die Kinder schlimm wäre.

    Für Kinder ist es schlimm mitzubekommen, dass es laufend Auseinandersetzungen gibt.

    Ein angenehmes Klima ist es bei Euch zu Hause auf jeden Fall nicht. Und ein nasses Elternhaus auch für Kinder belastend.

    Dir geht es schlecht, das zeigt doch, dass Handlungsbedarf besteht.

    Du schreibst gerade, Du willst keinen Alkohol mehr trinken. Wie ist die Lage, siehst Du Dich als Alkoholikerin? Denn dann käme ein kalter Entzug hinzu, Vayana.

    dass ich dann ja sonst auch besser ausziehen kann, wenn das so ist. Er kann jetzt nicht ewig warten. Er kein Alkoholiker sei und auch noch weniger psychisch abhängig. Und er sich dann ja auch nicht mehr anstrengen braucht, sich nicht mehr um meine beiden Kinder älteren Kinder bemühen muss, die nicht seine sind…

    Dieser Teil Deines Threads sagt eine Menge aus, nicht wahr?

    Das alleine ist doch schon eine verbale Drohung seinerseits, Vayana. Du sollst besser ausziehen.

    Ein indirekter Rauswurf, wenn Du nicht mehr zugewandt bist, kannst Du gehen.

    Kein Wunder, dass es Dir nicht gut geht!

    Was kannst Du jetzt ändern, damit es Dir und den Kindern in der Zukunft gut geht?

    Und so langsam zähle ich schmerzhaft die Tage bis das nicht mehr so ist :/

    Dann würde ich ganz schnell und schmerzlos eine der anderen Optionen durchziehen, Gedankenkarusell!

    Dann sagte er aber dass er bei der Veranstaltung am Wochenende wohl Bier trinken wird, weil es ja das billigste da sei und alles andere zu teuer...

    Das allein sagt schon alles aus. Er hat nicht vor, weiter abstinent zu leben. Was überlegst Du da noch?

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, sunshine!

    Mein Beileid zu Deinem Verlust!

    Es ist ganz schrecklich, was der Alkohol anrichten kann.

    Du bist für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Jetzt kannst Du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo NineMaus,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Deine kurze Schilderung lässt mich Böses vermuten. Gewalt in einer Beziehung sollte niemand ausgesetzt sein.

    Wie ist die Lage, kannst Du Dich an Familie oder Freunde wenden, die Dich unterstützen könnten, damit Du zur Ruhe finden kannst?

    Wohnst Du mit Deinem Partner zusammen? Gerne kannst Du mehr von Dir schreiben.

    Ich lasse Dir zum Anklicken und Lesen einen Artikel da. Dort findest Du einige Tipps, die hilfreich sind.

    Das Forenteam
    2. November 2021 um 16:19

    Wie ist es bei Dir selbst, trinkst Du auch Alkohol?

    Hallo Kari,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Jetzt kannst Du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Guten Morgen Bobby,

    das Forum ist gerade für die frisch Abstinenten eine wichtige Stütze, da gebe ich Nayouk recht!

    Und auch später sind die Teilnehmer im Forum für Dich da, wenn "die Hütte brennt".

    ja viele haben mir Mut gewünscht und versucht Ratschläge zu geben.

    Hier bekommst Du rund um die Uhr Unterstützung und Reaktionen von Menschen, die wissen, was derzeit bei Dir los ist. Jeder trockene Alkoholiker kann Dir in Akutsituationen beistehen und Du kannst hier erstmal etwas Druck ablassen.

    Auch der Notfallkoffer, den ich Dir ganz am Anfang zum Lesen dagelassen habe, hat gute Tipps für Suchtdruck.

    Du findest ihn auch oben im blauen Balken unter Artikel.

    Viel Alkoholfreies trinken, etwas essen kann helfen, meist wird Hunger und Durst mit Suchtdruck durcheinander gebracht.

    Suchtdruck hatte ich gestern auch sehr starken, aber das erinnert mich nur daran, wie krank ich bin. Bin dann immer sehr stolz, wenn ich den Suchtdruck überstanden habe…..

    Mit der Zeit werden diese Momente weniger, aber es ist sinnvoll, wenn Du dann hier im Forum schreibst.

    Es ist größtenteils jemand da, der Dir zeitnah antwortet. Du kannst Dich dann auch unter "SOS - Bitte seht in meinen Thread" melden.

    Du bist jetzt fast 4 Wochen abstinent, das ist sehr gut! Weiter so! :thumbup:

    Hallo Mia,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Es ist gut, dass Du zu uns gefunden hast. Mit Deiner Situation bist Du nicht allein. Hier im Forum sind einige Teilnehmer mit ähnlichen Schilderungen.

    Du als Angehörige kannst nichts gegen die Alkoholsucht Deiner Mutter tun. Du hast jahrelang versucht ihr beizustehen und alles ging wieder von vorne los. Nur Deine Mutter kann aus der Suchtspirale selbst aussteigen, wenn sie will.

    Sie ist erwachsen und weiß, welche Wege sie gehen muss, um zu gesunden.

    Du kannst für Dich entscheiden, dass Du aus dieser Situation aussteigst und Abstand nimmst. Damit es Dir besser geht!

    Das ist nicht egoistisch, sondern Selbstfürsorge.

    Der Austausch mit den anderen Angehörigen im Forum wird Dir guttun.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klicke den Link an und schreibe ganz kurz etwas, damit wir Dich freischalten können.

    Wir werden dann Dein Thema zu "Erste Schritte für EKA" verschieben. (Erwachsene Kinder von Alkoholikern)

    Hallo Lila,

    auch meine Mutter hat viel getrunken und hatte Depressionen. Mir wurde erst im Nachhinein vieles klar.

    Sie wollte keine Hilfe, ich habe oft versucht sie zu überreden, psychologische Hilfe anzunehmen. Erst als ich selbst in der Situation war, wusste ich, warum sie keine Hilfe wollte. Dann wäre herausgekommen, dass sie Alkoholikerin ist.

    Wahrscheinlich konnte sie sich selbst gegenüber auch nicht zugeben, eine Alkoholikerin zu sein.

    Vielleicht ist das bei Deiner Mutter ähnlich oder sie will einfach nicht abstinent leben.

    Ich bin damals auf Abstand gegangen, weil ich einfach ihre Art nicht mehr ertragen habe. Sie hat sich auch sehr verändert. Das alles sehe ich heute in einem anderen Licht, nachdem ich selbst viel über meine Alkoholkrankheit erfahren habe. Auch ich habe mich sehr verändert in meiner nassen Zeit und ich war oft erschrocken, wie sehr!

    Nur ich selbst konnte meine Alkoholsucht stoppen. Niemand anders.

    Und nur Du kannst Dich und Deine Kinder schützen vor einer Alkoholikerin, die nicht mal eben einen Tag keinen Alkohol trinken kann. Denn dann würde sie in den kalten Entzug kommen. Auch das wäre sehr gefährlich, wenn sie allein mit den Kleinen ist.

    Es ist schwer, wenn man den Kontakt einschränkt, aber für Dich und die Kinder ist es das Beste.

    Kannst Du mit Deinem Partner oder auch mit Freundinnen über die Situation sprechen?

    Hallo nellyflx,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss, abstinent zu leben. Und wie ich herauslese, das auch lebenslang.

    Sehr gut, dass Du mittlerweile 4 Wochen abstinent bist und alles Weitere in die Wege geleitet hast.

    Alkohol ist ein Nervengift und verstärkt bestehende Depressionen und kann bei anderen Depressionen auslösen.

    Ich sage und schreibe oft, meine nasse Zeit war meine traurigste Zeit.

    Für den Austausch im offenen Bereich unseres Forums ist der u.g. Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klicke den Link an und schreibe ganz kurz etwas, damit wir Dich freischalten können.

    Wir werden dann Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Abschließend...Hier habe ich noch nicht den Überblick, wer Therapie gemacht hat und wer nicht. Ich kenne nur ein paar Alkoholiker, die ohne Reha/Therapie ein zufriedenes trockenes Leben

    Auch ich habe keine Therapie gemacht, nachdem ich trocken geworden bin. Meine Unterstützung war meine Literatur, die ich mir zum Thema besorgt hatte, und meine Selbsthilfegruppe hier.

    Erst viele Jahre später habe ich eine kurze Psychotherapie wegen etwas anderem gestartet. Im Laufe des ersten Gespräches kam ich gleich darauf, dass ich trockene Alkoholikerin bin. Diese Therapie habe ich u.a. angestrebt, weil ich das Gefühl hatte, es hat auch etwas mit meiner Alkoholkrankheit zu tun.

    Meine Erfahrung auf Therapie beruht also nur auf einer Psychotherapie. Und da kann ich sagen, dass ich dank meiner einfühlsamen Psychologin einiges aufarbeiten und verarbeiten konnte.

    Damals hätte ich mich gesperrt und wäre für eine Therapie, egal in welchem Bereich, nicht offen gewesen.

    Für mich war auf jeden Fall klar, dass ein Rückfall nicht dazu gehört, wie es oft suggeriert wird. Mir war klar, dass ich noch eine weitere Chance auf ein trockenes Leben nicht mehr schaffen würde. Ein weiterer Antrieb und auch die anderen Langzeit Trockenen, hier im Forum, haben mich motiviert trocken zu bleiben.