Beiträge von summerdream

    habt ihr den ärzten schon gesagt, dass deine mutter ein alkoholproblem hat? vielleicht sind die ja bereit mal mit ihr drüber zu reden.

    auch wenn die reha "nur" gegen ihre depressionen ist, sie wird da einiges aufarbeiten, vielleicht schafft sie es ja im laufe einiger gespräche ihr alkoholproblem zu erwähnen, dann kann daran angeknüpft werden.

    ob patchworkfamilie oder "normale" familie, ich denke überall gibt es des öfteren mal probleme. wenn dir das gejammere deiner mutter zuviel wird, kannst du ja auch einfach auflegen. klingt hart, aber so ersparst du dir auch ein paar sorgen. du musst in erster linie an dich denken, tu das was dir gut tut, wonach dir der sinn steht, dazu hast du jedes recht.

    klar tut dir dein vater leid, aber auch wenn es traurig ist, vielleicht wäre es für ihn besser seinen eigenen weg zu gehn. das mag am anfang schwer sein, aber er wird bestimmt lernen, das leben alleine zu genießen.

    liebe grüße

    Zitat

    Hätte ich früher was gemerkt, wäre es bestimmt nicht erst so weit gekommen, hätte ich ihm früher Hilfe anbieten können.


    nein definitiv nicht. du hättest gar nix machen können, quäl dich nicht mit schuldgefühlen, die absolut nicht zutreffend sind.

    du kannst deinen freund nicht am trinken hindern, dass kann nur er alleine.

    warum möchte er denn unbedingt in eine tagesklinik? ist bei euch überhaupt eine in der nähe? das ist ja schon mal voraussetzung damit er überhaupt genommen wird. ich wüßte bei uns jetzt keine.

    aber jetzt mal ne andere frage: wie geht es dir?

    du schreibst wenig über dich, deine gefühle usw. wäre schön da mal mehr zu hören.

    liebe grüße

    wie, das war's schon? ne war ein witz, toll das du mal mehr geschrieben hast.

    nur mal kurz zu deinem mann:

    Zitat

    so weiß ich eigentlich jetzt schon dass er danach einen anderen Vorwand findet um noch etwas länger zu trinken und mich damit dann wieder hinhält


    ganz ehrlich? genau das glaube ich auch. wenn er wirklich aufhören will, dann will er das auch sofort in die tat umsetzen. wie oft habe ich schon von rauchern gehört, die schachtel rauch ich noch, danach hör ich auf. und sie rauchen immer noch. wenn einer aufhören will, dann ist das derjenige, wo seine restlichen zigarretten entweder wegschmeißt oder verschenkt. nur als beispiel

    nun zu dir:
    du möchtest familie und zwar so eine wie sie im bilderbuch steht, vater, mutter, kind(er) und alle sind glücklich. die wirst du aber so nie bekommen. dein mann wird dem (immer? noch längere zeit?) im wege stehen. wie ich oben schon schrieb, ich glaube nicht, dass dein mann wirklich trocken werden will.
    du liebst ihn, aber wenn alles reden nix nützt, denk an dich und dein kind. und ich bin mir sicher, dass dein zwerg für dich an erster stelle kommt. auch wenn er jetzt noch nix mitkriegt, wird es irgendwann soweit kommen, dass er die zusammenhänge begreifen wird. les dich auch ein bißchen unter dem bereich "kinder und erwachsene kinder von alkohikern" rein, du wirst sehen (auch wenn du es dir etwas vorstellen kannst), dass kinder -ich bin auch eins davon- sehr unter der sucht eines oder beider elternteile zu leiden haben, manche sogar ihr leben lang. auch wird immer im hinterkopf die sorge um deinen mann da sein, verbanne das lieber und konzentriere deine kraft auf dein kind. auch wenn es am anfang schwer ist, aber ihr werdet dann zu zweit eine viel bessere familie sein als zu dritt.
    ich denke du ahnst schon zu was ich dir rate, aber jetzt nochmal ganz konkret: sollte dein mann nach samstag mit der nexten dummen ausrede daher kommen, würde ich dir zu einer trennung raten. ein schwerer schritt, aber für dich und deinen zwerg der beste.

    liebe grüße

    p.s. auch wenn mein vater nicht getrunken hat sondern die mutter, finde ich meine familie viel schöner seitdem mein vater ausgezogen ist. nicht das ich meinen vater nicht liebe, aber seitdem herrscht da einfach ein viel angenehmeres klima (weiß etz net genau wie ichs beschreiben soll)

    hey steffi

    schade das die gruppe sich erst wieder nach ostern trifft, aber wie white schreibt, gibt es noch viele weitere möglichkeiten. und deine mutter scheint bereit sein, sich hilfe zu suchen. besonders das mit dem hausarzt ist ein wichtiger schritt. und medikamente gibt es viele, das sollte sie am besten mit dem arzt besprechen.

    bei meiner mutter war es genau anders rum. sie hat die tabletten, wo ihr die schwestern im krankenhaus gegeben haben, gar nicht genommen sondern versteckt. das ist nicht der richtige weg und als sie es uns dann gesagt hat, haben wir sie überreden können, den schwestern zu sagen, dass sie die tabletten nicht genommen hat. ich denke das bei ihr die entzugserscheinungen ausgefallen sind, da sie unter die rubrik der unter dem volksmund bekannten quartalssäufer fällt, sie hat ca. 1 woche durchgetrunken und dann etwa 5 wochen pause gemacht. da die woche rum war, wie sie ins kkh gegangen ist und sie erst wieder in 5 wochen den drang nach alkohol gespürt hätte, ging das wohl deswegen gut aus. also bloß nicht nachmachen!!!

    liebe grüße

    Zitat

    Was meint ihr? Was ist von seinem Verhalten zu denken? Taktik seinerseits? Oder muss man sowas ernst nehmen und mit aller Kraft unterstützen?


    das ist eine schwierige frage und ich glaube diese kann nur die zeit beantworten. auf jeden fall finde ich es ein gutes zeichen, dass er nicht gesagt hat, er schafft das allein, sondern bereit ist sich hilfe zu suchen und dies dann auch tut. aber das kann auch nur ein kurzentschluß gewesen sein, den er in nexter zeit wieder umwirft.

    wie stellst du dir denn die unterstützung konkret vor?

    also ich finde, wenn ein alkoholiker trocken werden will, muss er es auch alleine schaffen können. du kannst ihn dabei wenn dann nur begleiten.

    aber eins ist dabei ganz wichtig:
    wenn du nur den geringsten zweifel hast, das du die kraft dazu hast, dann konzentrier dich lieber auf dich. auch wenn er krank ist, DU hast jahrelang (auch) darunter gelitten, das vergessen viele leute (besonders außenstehende). kümmere dich um dich und was dir gut tut, lerne wieder selbstvertrauen aufzubauen und die schönen seiten des lebens zu genießen.

    liebe grüße

    du schreibst deine mutter war da, wenn du sie gebraucht hast und an den besonderen tagen im jahr (weihnachten, geburtstag etc.). das zeigt dass sie dich liebte und auch wußte, dass du sie liebst, es aber aus verständlichen gründen nicht zeigen kannst. quäle dich nicht mit schuldgefühlen, sie war krank und die einsicht zum trockenwerden muss von ihr selber kommen. auch wenn du die möglichkeit zur zwangseinweisung hattest, oft sind diese nicht von dauer, da der wille des alkoholikers fehlt. es wäre wahrscheinlich nur eine trinkpause geworden.

    auch wenn du ihr keinen alkohol gegeben hättest, sie hat es sich dann selbst mitgebracht oder wenn nicht, hätte sie daheim dann um so mehr getrunken.

    ich glaube nicht an viele dinge, aber ich bin mir sicher, dass ein mensch spürt, wenn er bald sterben wird. dafür kenne ich zuviele beispiele (auch bei jungen leuten), wo man sich danach gefragt hat, komisch warum hat er dies und das gemacht, warum sich plötzlich anders verhalten wie sonst oder dinge gesagt die man erst nach dem tod verstanden hat.
    ich denke das genau dies deine mutter spürte und sich sicher war, dass es für dich leichter wird, wenn sie es dir nicht vorher sagt.

    du wirst dich bestimmt noch länger mit schuldgefühlen quälen, aber nach ner zeit wirst du bestimmt einiges verstehen.

    auch ich wünsche dir mein herzliches beileid, die zeit zum trauern & danach die kraft wieder geradeaus sehen zu können und deine mutter immer in deinem herzen zu tragen

    hallo sabrina

    oh ja das mit den freunden kenn ich nur allzu gut. hab mich nicht auf meinen geburtstag gefreut, wie wird sie drauf sein, kommt sie vielleicht auf die idee, einfach mittendrin hereinzuplatzen, ist sie fähig den versprochenen nudelsalat zu machen bzw. ist er dann auch essbar? weihnachten das fest der liebe, für sie ein tag an dem man sich besonders volllaufen lässt. hab letztes weihnachten seit langem ne nüchterne mutter gehabt, mann war das schön. auch wenn ich jetzt schon sieben jahre meine eigene wohnung hab, geh ich lieber zu freunden, als das ich sie zu mir einlade, is irgendwie noch fest in mir verankert dieses verhalten.

    außerdem möchte ich dir sagen, dass das ganze flaschen suchen und wegschütten absolut gar nix bringt. wenn sie trinken will, trinkt sie und wenn sie dafür nachts x-km in die nexte tanke laufen muss. meine mutter hatte auch sicherheitshalber immer was außerhalb des hauses versteckt, in irgendnem graben oder im wald. hab ihr am schluß wenn ich alk zufällig gefunden habe, das zeug hingebracht und gesagt hier sauf, das war mir lieber als das sie ins auto steigt und losfährt.

    auch wenn deine schwester weggezogen ist, du kannst ja immer noch mit ihr telefonieren. könntest auch versuchen mit deinem bruder ein noch engeres verhältnis aufzubauen, das würde euch beiden bestimmt gut tun.

    dein vater hat schon recht, ihr könnt machen was ihr wollt, sie muss sich dafür entscheiden trocken zu werden.

    gut das du ansprechpartner hast, die da sind wenn du sie brauchst. vielleicht gibt es ja bei euch in der nähe eine selbsthilfegruppe für kinder von alkoholikern oder ihr geht mal zur suchtberatung und redet da mit einem therapeuten. da findet ihr hilfe und die könnt ihr brauchen.

    liebe grüße

    hi aur3lie

    deine mutter will es wahrscheinlich schon, aber sie ist krank! es ist wahrscheinlich nur eine trinkpause, um euch angehörige zu beschwichtigen. ohne professionelle hilfe wird sie es sehr schwer haben. bis man sich zu ner langzeittherapie entschließt ist es ein weiter weg, aber vielleicht könnte sie ja wenigstens in ne selbsthilfegruppe und zur suchtberatung. es wäre wirklich wichtig für sie. wäre gut wenn ihr diesbezüglich mit ihr reden würdet. außerdem sollte sie auch mit ihrem hausarzt reden.

    aber auch falls deine mutter trocken werden sollte, würde ich dir trotzdem empfehlen, für dich hilfe zu suchen. du lebst dein ganzes leben damit, hast viel schlimmes mitgekriegt und mit dir herumgeschleppt bzw. tust es jetzt noch. das solltest du alles aufarbeiten, wenn du es jetzt verdrängst, wird es dich für dein ganzes leben prägen.

    liebe grüße

    hallo lesly

    herzlich willkommen hier, schön das du den mut hattest dich hier anzumelden. schau dich gerne mal ein bißchen um, du wirst sehen es geht vielen wie dir und du wirst bestimmt auch hilfestellung in anderen beiträgen finden.

    Zitat

    Wie bescheuert ist man eigentlich!!


    ich nenne das nicht bescheuert sondern einfach nur menschlich. es ist schwer zu akzeptieren, dass ein geliebter mensch ein problem hat, dass dauert halt bei manchen länger und andere sind schneller dazu bereit.

    wünsche dir viel glück für dein gespräch morgen, aber du musst die möglichkeit in betracht ziehn, dass dein mann sich für den alkohol entscheidet. aber wenn du sagst du machst das nicht mehr mit, dann musst du auch die konsequenzen daraus ziehen und deine drohung in die tat umsetzen. denk dabei an dich und deine kinder, die bestimmt auch schon einiges mitgekriegt haben und darunter leiden. wie alt sind sie denn eigentlich? reden sie mit dir über ihren vater?

    liebe grüße, wäre schön das nexte mal mehr von dir zu hören, wir können dich hier verstehen. und bei fragen, einfach melden.

    liebe grüße

    hi lene06

    zwar recht spät, aber erstmal herzlich willkommen hier. schau dich ruhig mal um, besonders im bereich für kinder und erwachsene kinder von alkoholikern wirst du einige geschichten lesen können, die deiner gleichen. vielleicht hilft dir das ja ein bißchen.

    Zitat

    ich finde sie allmählich nur noch abstoßend und mir ist es allmählich egal was mit ihr wird.


    glaub mir ich kenne das gefühl nur allzu gut und es ist wohl auch verständlich. da anscheinend alles reden und jede hilfestellung nix nützt, empfehle ich dir dich von deiner mutter abzugrenzen. sag ihr auch, dass sie ihr enkelkind nicht mehr sehen darf, solange sie nicht wirklich trocken werden will und dafür auch die nötigen schritte unternimmt.

    Zitat

    ich schäme mich so, weil wir hier nur ein kleiner ort sind jeder kennt jeden


    so ging es mir auch lange zeit (wohn ebenfalls in nem kaff), aber ich weiß, dass ich nichts für das verhalten meiner mutter kann. ich bin ich und sie ist sie. du hast keinen grund dich zu schämen, du hast ja nix schlimmes getan. außer leiden... es mag leute geben die sagen "wie die mutter so die tochter", beweise einfach das dem nicht so ist und ich bin mir sicher, dass wird dir gelingen.

    Zitat

    ich habe auch keine lust mehr für sie dort wieder anzurufen und zu lügen.


    dann tu das auch nicht mehr. außerdem unterstützt du damit deine mutter unfreiwillig bei ihrer sauferei. wenn sie unentschuldigt fehlt ist das ihr problem, denn nur so lernt sie auch, dass ihr handeln folgen hat. so übernimmst du das für sie und deine mom braucht ja dann nicht aufhören, wenn sie was nicht machen kann/will, bist ja du da und ebnest ihr den weg.

    Zitat

    haben haus auto arbeit. das setzt sie alles aufs spiel?


    alkohol kommt in jeder einkommensklasse vor. sein's etz arme oder reiche leute. leute mit viel oder wenig bildung. es ist eine volkskrankheit und deine mutter ist krank, das ist wichtig zu wissen (mir zumindest hat das geholfen)

    kannst du über deine mutter mit deiner familie und freunden reden? besuchst du eine selbsthilfegruppe für angehörige oder therapie? und zwar nicht um deiner mom zu helfen, sondern um dir hilfe zu suchen.

    liebe grüße

    hey aragorn

    ich glaube eigentlich nicht, dass dein schwager trinkt, da ich glaube das hätte dir deine schwester dann spätestens bei eurem gespräch über den alkohol gesagt. und zwar ziemlich wahrscheinlich als verteidigung für ihr verhalten.

    klar ist er den weg gegangen und weiß theoretisch dann auch was zu machen ist, aber theorie und praxis sind halt zwei paar stiefel. ich denke das ihm einfach die kraft dazu fehlt, deswegen hat er dich dann auch um hilfe gebeten.

    liebe grüße

    Zitat von dorothea

    was mich allerdings stutzig macht ist das du schreibst du findest versteckte flaschen.

    nur als hinweis:
    meine mutter fällt auch unter die gruppe epsilontrinker (=quartalssäufer) und wir haben genug versteckte flaschen gefunden. sie hat ca. ne woche voll durchgetrunken, dann ca. 5 wochen aufgehört, hat sich aber schon vorher ein datum gesetzt, wo sie wieder trinkt. und falls sie halt etz mal net in die stadt zum einkaufen kam, musste ja was dasein. sie hat sogar sicherheitshalber außerhalb des hauses auch noch flaschen versteckt, da wir die dann ja auf keinen fall finden.

    hey steffi

    na immerhin hat sie es schon mal zugegeben. ein schritt in die richtige richtung. wie war denn dein gefühl während des gesprächs.

    falls du nicht so weit weg wohnst kannst du ihr ja auch anbieten, sie zum arzt oder so zu begleiten, aber sag ihr auch, dass du es verstehst, wenn sie es allein durchziehen will, sonst fühlt sie sich vielleicht bevormundet. das aber nur unter der voraussetzung, wenn du dir sicher bist, dass du selber die kraft dazu hast.

    schön zu hören mit der shg, es wird dir sicher gut tun.

    liebe grüße

    also anti-depressiva und alkohol, sorry kann ich mir vorstellen, das der arzt das verschrieben hat, wenn er vom alkohol gewußt hat. ich glaube er hat davon überhaupt nix erwähnt. außerdem hätte der arzt ihm auch einige anlaufstellen empfohlen (suchtberatung, selbsthilfegruppe etc.) und wenn dein mann bis jetzt noch nicht da hingeht, zeigt dies das er an seinem verhalten absolut nix ändern möchte.

    beim arzt direkt nachfragen kannst du ohne erlaubnis aber nicht, also bleibt dir nur glauben oder nicht glauben.

    jetzt würden mich aber mehr deine antworten auf white's fragen interessieren und nur zur info:
    ich hab ca. zwei schränke mit büchern, welche ich alle mind. einmal gelesen habe, ich lese auch gern romane auf meinem bildschirm :wink:

    oje heuschnupfen mir grauts auch schon davor, gott sei dank ist es bei mir nicht so schlimm (zumindest bisher)

    gut das du den entschluß gefasst hast mit deiner schwester ein offenes gespräch zu führen. dabei wünsche ich dir viel glück. auch wenn es ein kampf war die erlaubnis deines schwagers zu bekommen, du hast sie jetzt, das ist das wichtigste.

    warum dein schwager so reagiert hat, sei jetzt dahingestellt, ich denk so wie beim alkoholiker gibts auch beim angehörigen einige verhaltensweisen, wo man nicht richtig versteht. meine großeltern zeigen auch wenig einsicht bei meiner mutter und sie lassen sich nicht überreden, manche dinge (auch kleinigkeiten) zu ändern um den weg zum trockenbleiben meiner mutter etwas zu ebnen. und die argumente wo sie für ihr verhalten bringen sind in meinen augen absolut hirnrissig.

    liebe grüße

    hi steffi

    warum meinst du es macht keinen sinn mit der selbsthilfegruppe? oder wurde dir das von leuten da dran gesagt?

    meine mutter ist auch erst in eine shg bevor sie auf langzeittherapie war. es hat auch ne weile geholfen, problem bei ihr war aber meiner meinung nach, dass sie sich reingehockt hat, aufmerksam zugehört hat, aber selber keinen ton gesagt hat. die anderen wußten nicht einmal ob sie schon trockener oder noch nasser alkoholiker ist.

    vielleicht tut ihr ja der erfahrungsaustausch gut und sie erhält ein paar tipps, was sie als ausgleich machen könnte, wenn sie den druck nach alkohol spürt. meine mutter geht dann gerne joggen oder macht lange spaziergänge. ich weiß nicht ob das langt, aber es wäre mal ein anfang.

    liebe grüße

    Zitat

    Das gibt mir die Kraft zu verstehen und wird mir letztendlich den richtigen Weg weisen - ihn zu verlassen.

    schön diesen satz zu lesen und das du eigentlich schon erkannt hast, was für dich der richtige weg ist.

    mal ne frage (falls sie dir zu persönlich is, du musst net antworten)
    warum hast du angst es alleine nicht zu schaffen?
    vielleicht ne blöde frage, vielleicht können wir uns die antwort schon denken, aber evtl. könnten wir dir diesbezüglich ein bißchen hilfestellung geben.

    liebe grüße

    Zitat

    Kennt ihr das Gefühl auch, dass man denkt, sie hat es irgendwo auch nicht anders verdient, dass es ihr schlecht geht, wenn sie sowas macht?

    ja das kenne ich nur allzugut und ich finde das ist auch verständlich. wenn einer bei schnee und kälte mit t-shirt und kurzen hosen rumrennt und danach krank ist, denk ich mir auch selber schuld. weiß etz net, ob der vergleich passend is, is mir etz irgendwie durch den kopf geschossen. wenn ich ehrlich bin hab ich sogar manchmal (ok eher selten) bei meiner mutter gedacht, wenn du unbedingt sterben willst, dann sterb endlich, hauptsache der ganze sch... is vorbei. verrückt, eigentlich hatte ich ja den wunsch, das sie gesund wird, eine frau mit selbstvertrauen wo auch wieder lachen kann, ihr leben genießen und für ihre kinder da ist.

    klar kannst du deine mutter unter druck setzen z.b. indem du sagst, du wirst ansonsten den kontakt zu ihr komplett abbrechen (musst das aber dann auch durchziehen), aber ehrlich gesagt würde ich das noch nicht beim ersten gespräch machen. versuch es in einem ruhigen gespräch (falls du das schaffst) ohne vorwürfe, zähl ihr die tatsachen auf, sag ihr das du sie lieb hast, aber nur wenn sie nix trinkt.

    kann verstehen das deine mutter nach schlechter erfahrung bei einem psychologen zu keinem gehen möchte, aber es sind ja nicht die meisten schlecht, eigentlich sind die meisten gut und verstehen ihr handwerk. außerdem hat sie ja ein paar probesitzungen (ich glaube drei) frei, bei denen sie feststellen kann, ob sie sich vorstellen könnte mit der betreffenden person zusammen zuarbeiten und dem/derjenigen auch vertrauen zu können.

    bezüglich deiner eltern kann ich dir nix raten (meine eltern leben getrennt, aber nicht aufgrund des problems alkohol), eine eheberatung wäre eine idee, aber erstmal sollte das alkoholproblem deiner mutter in angriff genommen werden. finde ich jetzt zumindest.

    ganz liebe grüße

    hallo steffi

    ja, warum hört sie nicht auf? weil es eine krankheit ist, aber eine krankheit die wir als angehörige selbst mit dem größten willen nie richtig verstehen werden können. ich glaube nicht mal deine mutter selbst weiß die antwort.

    schon mal ernsthaft versucht mit ihr zu reden, wenn sie nüchtern ist? gehts sie eigentlich zu einer selbsthilfegruppe oder nem therapeuten, das wird üblicherweise von der entzugsklinik dringend empfohlen. hast du dir eigentlich schon selbst mal hilfe gesucht außer diesem forum hier (was schon mal ne gute entscheidung war, erstmal glückwunsch das du den mut dazu hattest)?

    falls alles reden nicht fruchtet, würde ich dir empfehlen dich von deiner mutter abzugrenzen. klar machst du dir dann sorgen, wo sie ist, was sie macht, wie's ihr geht etc., aber es ist für dich besser als immer nur zuzuschaun, zuzusehn wie ein geliebter mensch sich kaputt macht. und eine andere rolle als zuschauerin wird dir evtl nicht übrig bleiben falls du nicht deinen eigenen weg gehst und an dich denkst. mag jetzt erstmal egoistisch klingen, aber du hast ein recht auf ein schönes leben, genauso wie niemand verhindern kann, wenn deine mom ihres kaputt machen will, du nicht und auch nicht jemand anderes.

    du kannst nix für die trinkerei deiner mutter, sie allein hat sich für diesen vermeintlichen fluchtweg entschieden, sie ist es auch, die sich dafür entscheiden muss, trocken zu werden.

    liebe grüße