Er sieht nur sich selbst....

  • Zitat

    Hätte ich früher was gemerkt, wäre es bestimmt nicht erst so weit gekommen, hätte ich ihm früher Hilfe anbieten können.


    nein definitiv nicht. du hättest gar nix machen können, quäl dich nicht mit schuldgefühlen, die absolut nicht zutreffend sind.

    du kannst deinen freund nicht am trinken hindern, dass kann nur er alleine.

    warum möchte er denn unbedingt in eine tagesklinik? ist bei euch überhaupt eine in der nähe? das ist ja schon mal voraussetzung damit er überhaupt genommen wird. ich wüßte bei uns jetzt keine.

    aber jetzt mal ne andere frage: wie geht es dir?

    du schreibst wenig über dich, deine gefühle usw. wäre schön da mal mehr zu hören.

    liebe grüße

  • hallo sweetie,
    was baggerschen und summerdream schreiben, ist definitiv richtig.
    dein freund hat sich irgendwann einmal für die flasche entschieden, und nur er allein kann da wieder herausfinden.
    ich weiss, wovon ich schreibe- gestern war die beerdigung meines freundes, der sich zu tode getrunken hat.

    ich konnte ihm nicht helfen- er wollte sich auch nicht helfen lassen.
    bei meinem freund sah es so aus wie du es beschreibst:
    aufwachen, trinken, wieder einschlafen, aufwachen, weiter trinken. wir, die angehörigen, wissen leider immer noch nicht, woran er letztendlich gestorben ist. nächste woche wird das ergebnis der autopsie bekannt gegeben.
    doch wir alle wissen, dass der alkohol die ursache ist. dafür brauchen wir auch keine autopsieergebnisse :(

    dass dein freund nur noch sich selbst sieht, ist bei dieser krankheit leider normal (kenne ich auch was von).
    schreib doch mal, wie es in dir aussieht!
    ich kenne dieses auf und ab der gefühle, von verletztsein über zorn, trauer und gleichzeitig dieses immense klammern...
    liebe grüsse

    nexie

  • Hallo Sweety,

    lese gerade deinen Beitrag. Bei mir ist ´s im Moment fast genau anders herum. Meine Frau ist auf Therapie in der 6.Woche und will sich nun von mir trennen, obwohl ich ihr von Anfang an gesagt habe, dass nach der Therapie unser Leben neu beginnt. Ich liebe Sie. Leider hat Sie auch noch jemanden dort getroffen, den Sie mit Ihren Worten "sympatisch" findet. Bin auch gerade fast am Verzweifeln.

    Ach ja, bei mir stirbt die Hoffnung auch erst zuletzt.

    "Schmetterlinge fliegen hoch, aber auch die müssen ersteinmal laufen lernen"

  • Hallo sweety.
    Du kannst an deinem freund nichts ändern und ihn auch nicht helfen. Du verlangst von ihm er solle aufhören zu trinken was bei ihm nicht geht. Er muss trinken um zu funktionieren,denn ohne alk ist er sich selbst hilflos ausgeliefert. Das einzige ist für ihn das er sich hilfe holt und du dich aus der ganzen sache heraushälst. Er muss wollen und nicht du. Solange du ihm noch bei seiner sauferei unterstützt wäre er doch blöd damit aufzuhören. Er weiss doch seinen weg bestens den er gehen muss. Er ist doch ein erfahrener säufer mit zahlreichen entgiftungen und
    wird nicht aufhören zu saufen, solange ihr euch um ihn kümmert. Mit seinen selbstmordversuchen hat er dich doch wieder weichgekocht und dich wieder auf seine schiene bekommen. Denn wirklich umbringen wollte er sich gar nicht. Hat dadurch in dir schuldgefühle erzeugt und schon hatte er dich wieder da wo er dich haben wollte. Lass los von den gedanken ihn helfen zu müssen,denn dadurch bewirkst du nur das gegenteil, und euer leidensweg verlängert sich. Sage ihm das du nicht mehr für ihn zu verfügung stehst und wenn er was an sich ändern will sein ding wäre und nicht deins. Für dich brauche er nicht aufhören zu saufen sondern für sich. Wenn er ins krankenhaus zur entgiftung will so soll er fahren aber zusehen wie er dahinkommt. Erst wenn er tief genug in der sch***e liegt wird er was machen und nicht eher. Mach du mal was du schon immer gerne wolltest und übernehme verantwortung für dich. Setze deine energien fü dich ein und verschwende sie nicht unnötig an ihn. Mache dein ding und lasse dich nicht mehr vor seinen karren spannen. Wenn ihm was an dir liegt wird er bereit sein verantwortung für sich zu übernehmen. So schwer es dir fallen wird aber anders hast du keine chance um aus deiner co abhängigkeit herauszukommen.
    Glaube mir ich weiss wovon ich schreibe den ich bin ein ehemaliger spritkopf und auch ein co.
    Als meine tochter anfing zu saufen war ich für sie auch der sündenbock für ihre trinkerei.
    Ich wollte ihr helfen aus der sucht herauszukommen und hatte keine chance. Ich bot ihr meine hilfe an in dem ich ihr adressen gab wohin sie sich wenden konnte.hat alles nichts gebracht. Ich zeigte ihr dann wie weit ich bereit war ihr zu helfen und liess sie dann in ruhe. Sie musste erst ihren tiefpunkt erreichen um was für sich zu machen. Es kamen auch von mir die worte, wenn sie keine hilfe wolle so müsse sie sich eben totsaufen. Es schmerzt einem als vater so was zu sagen aber man steht als angehöriger hilflos da. Es kommt nur darauf an ob ich es aushalte und ertragen kann, welches für mich schwer war. Dafür holte ich mir hilfe in der SHG wo ich regelmässig teilnehme und bei personen die mich verstanden. Auch meine frau glaubte lange das meine tochter nicht säuft und es von ihrem asthma spray kommt, bis ich ihr aus ihrem auto die tertapacks wein auf den tisch stellte. Ich als suchthelfer musste mir grenzen setzen um nicht zu vergessen das es dabei auch um mich geht.
    Das dein freund mit einem bein schon im grab steht ist ihm anscheinend noch gar nicht bewusst,denn bei seiner kaputten bauchspeicheldrüse, die er sich bestimmt durchs saufen geholt hat dürfte er keinen tropfen alkohol mehr trinken. Auch ich habe es mit der bauchspeicheldrüse welches ich heute als folge meiner sauferei sehe.

    Mit seiner tagesklinik,wohin er gehen will gauckelt er dir auch was vor, denn um überhaupt einen therapieplatz zu bekommen muss er zur beratungsstelle wo durch gespräche mit ihm ein soziaplan erstellt wird. Dort wird dann entschieden ob ambulante oder stätionäre thera erforderlich ist.

    Herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • hallo sweety

    wo zum teufel hat er das distra her, das gehört unter ärztlicher aufsicht im kh eingenommen nicht zu hause beim kalten entzug, dann ist es für einen diabetiker ziehmlich wurst welche art alk er trinkt, der schädigt nähmlich auch massiv die bauchspeicheldrüse und die hat ja eh schon einen weg. dein freund gehört ins kh und zwar gestern. ihr solltet den notarzt rufen.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo,

    es ist mir unbegreiflich, wie ein Mensch mit derart nebenwirkungsträchtigen Präparaten in Eigenindikation einen Alkoholentzug durchzuführen beabsichtigt. Bei Einnahme des genannten Präparates ist eine andauernde Kontrolle des Blutdrucks, des Pulses, der Körpertemperatur usw. notwendig. Tägliche Blutuntersuchungen sind sehr sinnvoll.

    Bei Eintritt von Veränderungen der Meßwerte müssen umgehend entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

    Muss denn immer alles bis zum letzten ausgereizt werden ? Für mich ist das Freihändigfahren auf der Autobahn. Schlecht, wenn hinten rechts der Reifen platzt.

    Unbegreiflich bleibt mir aber auch, wie ein Partner solchem Bungee-Springen mit angerissenem Seil zuschauen kann. Unter V findet man im Duden ein Wort das .erantwortung heisst.

    Wie heisst es hier oft so schön = "kopfschüttel"

    gruss schreck

  • Mein Gott , Sweety was macht Ihr da eigentlich?

    Warum hat er nich normal weitergesoffen wenn er sowiso noch trinkt.
    Ob regelmässig oder nicht, er darf garkeinen Alkohol mehr zu sich nehmen.

    Nie wieder.

    Du musst nicht alleine die Kraft haben das alles durchzuziehen. Das stimmt doch garnicht. Wo hast Du das gelesen, wer hat Dir sowas erzählt?

    Kann es sein das Du nur das liest was Du lesen willst?

    Überall bekommst Du Hilfe für Dich. Das einzige was Du tun musst ist eine feste Entscheidung fällen und danach handeln. Ich bezweifle das wir Dir geholfen haben.
    Deine Abhängigkeit geht soweit das Du sogar Tabletten nimmst um es zu ertragen. Du bist ja wie gelähmt, gefangen. Wo habt Ihr eigentlich die ganzen Tabletten her? Sowohl Deine als auch seine sind rezeptpflichtig. Und wenn da ein Arzt hintersteht würde mich echt interessieren was der dazu sagt.

    Und das ist ja wohl der Gipfel:

    Zitat

    Aber erstmal muss ich für ihn da sein.

    Schau mal in den Spiegel, dann siehst Du jemanden für den Du da sein musst.

    Verdrängen, Tabletten nehmen und auf ein Wunder hoffen....
    ...und Du schreibst wir haben Dir geholfen.

    Wenn dem so wäre könnten wir das Forum wohl zumachen.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • was hälst du davon, anstatt Tabletten zu nehmen, wenn er trinkt, dass du konkret etwas für dich tust? Sprich das Haus verlassen, etwas unternehmen,etc.?
    Ich denke nicht, dass es dir allein so schlecht geht, weil ER trinkt. Ich denke, du bist nicht unbeteiligt.
    Das er trinkt, ist seine Sache. Was es in dir auslöst, kannst du beeinflussen.
    Warum gehst du nicht in eine SHG oder in eine Therapie? Fahr in Kur, aber um Gottes willen tu nicht so, als wärest du ein Lamm das zur Schlachtbank geführt wird und das mit einem Dackelblick als gegeben annimmt!!!
    Wach auf und tu was für dich - oder fühlst du dich in der ewigen Opferrolle zu wohl?!

    Gruß
    Heike

  • Zitat

    Seine zwei Suizid Versuche mit ansehen zumüssen, ansehen zu müssen wie er trinkt, wie er betrunken neben mir einschläft usw. das ertrage ich nicht. Habe aber auch nicht die Kraft mich zu trennen. Ich weiß das das ewig so weiter gehen wird... dies ist ein ewiger Kreislauf


    Wenn du das wirklich einsiehst, dann tu endlich was!!! Und zwar ganz alleine für dich!!! Ihr dreht euch im Kreis, und die einzige Möglichkeit sehe ich darin, dass du dich von ihm abschottest und dein eigenes Ding durchziehst!

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