Beiträge von Hartmut

    So ganz richtig verstehe ich die Fragen nicht. Ich glaube da vermischen sich verschiedene Themen.

    Hallo Rina

    die eine Frage hast doch für dich beantwortet. Du bist Alkoholikerin. Es geht da nur um dich.

    Ich bin wohl etwas empfindlich, weil mein Geschriebenes nicht so verstanden wird, wie ich es möchte.

    Das wird schon. ;) Warst du immer schon so empfindlich oder erst seit du trocken wirst?

    Meiner Meinung nach funktioniert eine Suchtbewältigung ohne Selbst- und Impulskontrolle nicht.

    Beim Alkoholismus ist Kontrollverlust der Hauptgrund, dass gesoffen oder bei einem möglichen Rückfall wieder gesoffen wird. Deswegen stelle ich mal hinter Selbstkontrolle ein Fragezeichen. Ich weiß nun nicht, was du mit Impulskontrolle meinst.

    Ich müsste ja erst den Gedanken haben ‚jetzt gehe ich in den Keller und mache eine Flasche Wein auf‘, oder ich gehe 150 Meter weiter und einkaufen.

    Im Keller bis du schnell, zum Supermarkt ist eine länger Zeitspanne zum überlegen.

    Wenn du dir fest vorgenommen hast wieder zu saufen ist das egal. Aber wenn ein temporärer Suchdruck aufkommt und du dagegen steuern willst, ist jeder Meter ein Gewinn zum Nachdenken. Griffbereit oder einkaufen macht da schon viel.

    So einen großen Suchtdruck, dass ich jegliche Impulskontrolle verliere, kann ich mir bei mir nicht vorstellen

    Hast du dir vorstellen können, Alkoholiker zu werden? Und wenn ja, warum bist dann Alkoholiker geworden? Alkoholiker und Suchtdruck geht Hand in Hand.

    Ich arbeite an meiner Akzeptanz ein Leben lang Alkoholikerin zu sein, weil ich weiß, wie wichtig die Einsicht ist, um nicht wieder in die Sauffalle zu stolpern.

    Lese ich da ein wenig Hoffnung heraus, doch keine zu sein? Das gute und schlechte zugleich ist, dass Alkoholismus keine Akzeptanz braucht. Es ist ja endgültig. Nur derjenige, der es für sich nicht erkennt, früher oder später eben wieder saufen muss.

    Dir weiterhin alles Gute.

    Vom Keller geht für mich keine Gefahr aus.

    Einer meiner Grundsätze sind , dass gerade von dort die Gefahr ausgeht, wo sie verharmlost wird.

    Nur, weil ich die Krankheit gestoppt habe, unterliegt sie immer noch den gleichen Mechanismen wie in der nassen Zeit.

    Ich hatte in der nassen Zeit da und da auch alkoholische Getränke gesoffen, die nicht unter meinen Lieblingsgetränken standen. Warum sollte ich bei aufkommenden Saufdruck plötzlich so wählerisch sein?

    Ich kenne auch viel trockene Alkoholiker, die sich immer wieder vorsagen. Ich habe doch nur Bier gesoffen, deswegen sind harte Sachen, wenn sie herumstehen kein Problem. Dabei verwechseln sie, dass sie kein Bier, sondern nur Alkohol verdünnt getrunken hatten.

    Aber dass ein Süchtiger es so empfindet, da gibt es viele psychologische Analysen zu

    Wen meinst du mit ein Süchtiger? Dich oder allgemein? Mein Ansatz war nicht nach psychologischen Analysen von anderen zu schauen, sondern was es mit mir macht.

    Aber ich will zumindest schauen, warum ich mal in diese Sucht reingerutscht bin. Waren es Depressionen oder einfach nur Langeweile.

    Oder einfach nur den Absprung nicht geschafft?

    önnen viele Menschen dies nicht einfach wegwerfen als wäre es nie so gewesen. Wenn das bei Dir anders war - respekt - beneide ich

    "Wer sind die viele Menschen" Ein alter Spruch beim trocken werden lautet" Erstmal bei sich bleiben" Dazu ein gutes Gelingen.

    Naja, es wird häufig so beschrieben, dass ein Alkoholiker, der den Alkohol einen Großteil der Zeit nie als Leid entfunden hat, mit der Abstinenz ähnliche Erfahrungen macht wie beim Tod eines Menschen der sehr wichtig war.

    Wer sagt das? Ist es nicht die Sucht, die aus einem spricht? Ein Nichtsüchtiger würde solchen Vergleich gar nicht anstellen. Zeigt doch, dass irgendwelche Hirnrinden noch nicht so richtig auf das trockene Leben eingestellt sind. Daran ist noch zu arbeiten.

    Akzeptieren erkrankt zu sein und dass ein normales Trinken nicht mehr möglich ist. Das ist die Basis und alles andere, was dem Alkohol zugeschrieben wird, ist unnötig darüber nachzudenken. Das geht zwar nicht von heute auf morgen, aber es ist machbar, wenn ich bereit bin schrittweise zu verinnerlichen.

    Ich muss verstehen, was das alles angerichtet hat.

    Natürlich aber auch verstehen, dass sehr vieles aus der Sucht heraus passiert ist. Und verstehen, dass nicht alles, was geschehen ist, wiedergutzumachen ist. Und vor allem wie tief ich auch in eine depressive Phase befinde, dass wieder Saufen nie eine Lösung ist. Denn dadurch ist ja erst alles geschehen.

    Ich kann aber nicht alles so unterschreiben, wie Du es sagst

    Keine Sorge, du musst nichts unterschreiben.;) Mal stehen lassen, läuft ja nicht weg und eventuell zu einem anderen Zeitpunkt darüber sinnieren oder auch nicht. Es sind gesammelte Erfahrungen, die ich hier schreibe.

    Auch, wenn ich paar Tage länger trocken bin, sitzen wir beide nur eine Handbreit vom Glas weg. Der Unterschied ist eventuell nur, dass es bei dir Gründe gibt, die dich angeblich saufen lassen und ich keinen Grund, außer der Sucht, kenne.

    Das eine lässt sich für mich nicht mit dem anderen vereinbaren.

    In der nassen Zeit besteht auch nasses Denken(sucht orientiertes Denken) Da ist ein irrationales Verhalten an der Tagesordnung. Dieses Denken ist ja nicht mit dem Wegstellen des Glases weg.

    Deswegen bietet die Sucht am Anfang des Weges alles, was um mich herum passiert, als Lösung an.

    ich bin momentan intensiv auf der Suche, wie sich die Rückfälle bei mir angekündigt haben. Meisten war es so, dass sich emotionale Situationen gehäuft haben. Und ja, man denkt nicht den ganzen Tag "ich habe eine Alkoholkrankheit".

    Nun braucht es aus meinen Erfahrungen heraus keine Suche, warum es zu dem Rückfall kam, wenn es schon mehre Rückfälle gab, Beim ersten eventuell noch. Wenn ich dieses Tor aufmache, habe ich immer irgendwelche (vorgeschobene) Gründe.

    Die Grund Basic ist verantwortlich für den Verlauf der Trockenheit. Das fängt nun mal mit der Akzeptanz an. Und wenn ich dann den Satz lese "man denkt nicht den ganzen Tag "ich habe eine Alkoholkrankheit", dann ist sie eben noch nicht da.

    Ich muss nicht daran denken erkrankt zu sein, ich weiß, dass der nächste Schluck der Anfang vom Ende ist. Um eine eventuelle Antwort vorwegzunehmen Nein, es ist nicht jeder unterschiedlich. Nicht in der Sucht.

    Du schreibst, sinngemäß, dass du es weißt, dass Saufen keine Lösung ist. Da würde ich mal ansetzen, ob es aus der Sucht heraus passiert oder es einen andern Grund dazu gibt, dass du es umsetzt.

    In der nassen Zeit und aus dem nassen Denken heraus habe ich bewusst gesoffen, wenn mir der Partner auf den Geist ging. Ich mich ungerecht behandelt gefühlt hatte. Hatte den Hintergrund "Seht her, euretwegen saufe ich.

    Ich habe nirgends hier im Thread für den Tot eines Angehörigen plädiert.

    Dann ist gut. Ich habe dich entfernt.

    Wir sollten uns mal besinnen, warum jeder Einzelne hier ist.

    Es geht um die eigene Abhängigkeit, nicht um die Abhängigkeit des Partners, auch wenn verbunden. Ich verfluche ja auch nicht als Alkoholiker den Alkohol, der kann ja nichts dazu, dass ich ihn gesoffen hatte. Er verantwortlich dafür war, dass er mein damaliges Leben ruiniert hatte.

    Das Forum heißt Selbsthilfe. Auch wenn Frust, Leid da mitspielt, ist es kein Ort meinen Shitstorm loszulassen.

    Gibt es denn sonst zu meinem Text gar nichts zu sagen?

    War das an mich gerichtet? Dann würde ich schreiben. Eventuell zu viel Theorie und zu wenig Praxis in der Umsetzung?

    Sucht ist nicht nur Psyche oder Kopfsache. Wurde durch das jahrelange Saufen gestört. Da braucht es auch eine Ewigkeit, um sich selbst wieder vertrauen zu können. Zumindest bei mir.

    Am Anfang bot der Kopf immer das Saufen als Lösung an. Das Unabhängig in welchen emotionalen Zustand ich war.

    Also gehörten viele pragmatischen Sachen dazu, die mich eben schützten. Gerade wenn ich immer wieder zum Glas greife oder das Denken mir es anbietet, dann muss ich doch dafür sorgen, dass das Glas nicht griff bereit ist.

    Alkoholfreies Umfeld zu Hause wie auswärts. Basic Suchtdruck.

    Woher hattest du beim letzten mal den Alkohol?

    Hallo zusammen,

    @all

    mal darauf besinnen, dass wir hier eine Selbsthilfegruppe sind und keine Rechtsberatung. Das machen Profis.

    In eigener Sache. Ich finde es unglaublich und charakterlos, wenn dem Alkoholiker den Tod gewünscht wird. Gehts noch? Jahrelang war er gut genug um zum Lebensunterhalt beizutragen und jetzt wo die Krankheit ihn wahrscheinlich kaum noch eine Chance lässt, wird er ins Grab gewünscht?

    Frau3003

    Es wird kein Mensch von heute auf morgen Alkoholiker und das wurde auch in den meisten Fällen von den Partnern toleriert .Ich verstehe auch den Leidensweg und das Gefühl der Ungerechtigkeit, auch, warum und wieso man es ertragen hat.

    Der Co legt sich Gründe zurecht, um beim Alkoholiker zu bleiben, wie der Alkoholiker sich Gründe zurechtlegt, dass er weiter saufen kann. Bei Beiden spricht die Sucht aus einem. Das so lange, bis der Leidensdruck so groß ist und einer die Reißleine zieht.

    Was die rechtliche Seite ist, wende dich bitte an die zuständigen Stellen. Wenn es um die Co Abhängigkeit geht, dann findest du hier sicherlich alles, was du brauchst .

    Die Sitaution.

    Wenn ich deinen ganzen Thread lese, waren da schon X Situationen, die dich rückfällig werden ließen. Sei mit Therapeut, mit Medikamente oder Therapie. Das ist keine Anklage und auch nicht unüblich bei Alkoholiker.

    Nach meiner Erfahrung greifen jedoch diejenige immer wieder zum Glas, die noch gar nicht so weit sind, aufzuhören, noch gar nicht so richtig sich als Alkoholiker sehen.

    Deswegen mal eine Frage in meiner direkten Art. Wie siehst du dich? Siehst du dich uneingeschränkt als Alkoholiker und strebst eine lebenslange Abstinenz an?

    Halo Holdy

    Natürlich gibt es Scheidung und Co. Dies kostet jedoch auch unendlich Energie und Zeit, auch wenn man sich schon so einiges zusammen aufgebaut hat. Die Theorie ist meist leicht, die praktische Umsetzung aber nicht.

    Was wäre die Alternative, dass es dir besser geht? Ausgenommen der Hoffnung, dass sich am Zustand der Frau etwas ändert. Denn dazu müsst Sie erst bereit sein. Wie viel Energie und erträgst du den jetzigen Zustand noch?

    Zudem, wie du geschrieben hast, habt ihr alles zusammen aufgebaut, also auch es ihr Recht ist zu saufen was und wie viel sie will. Das hat ja beim zusammen Aufbauen auch nicht gestört. Alkoholiker wird man ja nicht von heute auf morgen.

    Alkoholismus ist eben eine schwere Krankheit, was da und da auch gerne mal vergessen wird, wenn es um das materielle geht. Ihr kannst du nicht helfen. Nur sie kann das.

    Welche Ideen habt ihr?

    Ausschütten.

    Diesen Satz und auch ähnliche Sätze, wie "wie nah ist Maron wohl an einem Rückfall"( Hartmut ) klingen für mich oft vorwurfsvol

    Was hätte ich davon, vorwurfsvoll zu sein? Wenn mir einer mal hier eine plausible Begründung dafür geben könnte wäre ich froh.

    Ich war dankbar, dass mir eventuelle Fallstricke, die aus Sorge von Langzeittrockenen um die Ohren gehauen wurden, aufgezeigt wurden. Es geht schließlich, um eine tödliche verlaufende Krankheit, wenn sie nicht gestoppt wird. Da war die Wortwahl, die dafür benutzt worden ist, egal.

    Wenn ich dann eine Post lese, wo ein Alkoholiker seine Sucht infrage stellt, dann ist er eben näher am Saufen, als beim Trocken sein.

    Es geht auch nicht darum das du Fehler machst. Es geht darum, dass du deinen Weg findest, der dich auch zufrieden werden lässt. Stellt sich das nicht ein, dann säufst du erfahrungsgemäß irgendwann wieder. Und nach deiner Post, so interpretiere ich es, warst du nicht zufrieden.


    Vielleicht wird auch vorwurfsvoll mit Klartext verwechselt, dann sollte eventuell die Antennen anders justiert werden. Denn ich habe nichts davon Vorwürfe zu machen. Ich bin ja schon Jahre trocken und mir geht es gut. Das wünsche ich dir auch.