Es gibt viele von diesen Threads.
Das ist ein relativ neuer und durch die Post letzter Zeit hole ich ihn mal hervor.
Grundvoraussetzung, ich bin Alkoholiker. Ich stelle auch mal die provokante Frage. Jeder soll sich einfach nochmal überprüfen, ob er überhaupt einer ist.
Wenn ich dann hier aufschlage, habe ich sehr viele Gedanken im Kopf, wie ich ohne Rückfall trocken werden kann. Angefangen bei Wege hinüber zum Verständnis, was ist ein Rückfall. Dass ich dann versucht bin mir es so angenehm wie möglich zu machen ist menschlich.
Da wird dann schon mal das irreparable erkranke Hirn, was jahrelang nur zum Saufen antrainiert wurde, ausgeblendet. Das die grobe Umschreibung für das nasse Denken.
Diskussionen, was ein Rückfall ist, sind dann immer wieder an der Tagesordnung.
Rückfall fängt im Kopf an und wird mit dem bewussten Aufnehmen von Alkohol vollzogen. Egal welcher Menge.
Verhaltensrückfall, da trotz besseren Wissens ich mir Gedanken mache alkoholisches zu mir zu nehmen. Kontrollverlust, weil ich es dann vollziehe. Wenn dabei der Wunsch besteht, danach wieder aufzuhören, ist das kontrolliertes Trinken.
Sich danach zu erklären, ich habe ja wieder aufgehört, das ist übertrieben, macht nichts aus oder ähnliches ist Nasses Denken. Ich taste mich ja an, wie weit ich gehen kann.
Es gibt sogar eine für mich erweiterte und einfache Regel. Es sieht aus wie Alkohol, es riecht wie Alkohol, es erinnert mich sehr stark an Alkohol, dann lasse ich es weg. Selbst wenn kein Alkohol drinnen ist.
Rückfall bedeutet für die meisten ein weiteres Leiden. Für sich selbst, für sein Umfeld.
Und hier ist nicht der Ort, sich wegen eines Rückfalls schämen zu müssen. Oder wenn anders gedacht wird, als Angriff zu sehen. Es ist der Ort sich über das auszutauschen.