Beiträge von Hartmut

    Ich hoffe es wird mit der Unterstützung durch die Reha noch besser.

    Ich hatte, was meine Trockenheit betrifft, erstmal gar keine Erwartungen gesetzt oder in gut oder schlecht unterteilt. Ich war froh, nichts mehr saufen zu müssen. Das war das Ziel. Alles andere folgte daraus.

    Sich selbst damit unter Druck setzen erzeugt Gegendruck und die Lösung hat mir die Sucht jahrelang den Alkohol vor die Nase gestellt. Ist ja heute auch nicht anderes, nur weil ich jetzt nichts saufe.

    Deswegen ist es auch wichtig, sich am Anfang fern eines nassen Umfelds aufzuhalten. Auch wenn ich den Geruch oder das Verhalten der Saufenden um mich herum als eklig empfinde, erinnere ich mich selbst immer an die Zeiten, als ich noch Blut und Galle gekotzt hatte und die ersten alkoholische Getränke so richtig herunterwürgen musste, um mich der Illusion hinzugeben es ist doch gar nicht so schlimm.-

    Ich brauche noch Freunde, die nicht konsumieren. Das würde auch schon helfen.

    Ich hatte mir mal die Frage gestellt, was in der nassen Zeit meine Freunde waren und realistisch trocken gesehen war es nur der Alkohol. Ich hatte die angeblichen Freunde meinem Saufverhalten angepasst.

    Ich verteile auch nicht meine Trockenheit auf andere Schultern. Fallen Ärzte, Therapeuten oder die Selbsthilfegruppe weg, sollte ich doch auch in der Lage sein, entspannt und zufrieden trocken zu bleiben.

    Das Beste, was ich für mich tun kann, ist ganz einfach. Heute nichts saufen. Das jeden Tag.

    Ich denke Ärzte und Therapeuten haben nicht die Möglichkeit,

    es ist als Alkoholiker nicht meine Aufgabe, die Ärzte darauf hinzuweisen, es ist meine Aufgabe, als Alkoholiker zu überleben. Ärzte haben eine Fürsorgepflicht, die das Wohlergehen des Patienten betrifft. Und wenn sie das nicht genau abwägen, sollten sie über Ihren Berufsstand mal genauer nachdenken.

    Ich/ wir hier und das Forum ist auch kein Raum für Diskussionen, dass es der eine oder andere eventuell damit schafft. Wir bieten hier die Selbsthilfe an und das in mal in ganz kurzen Worten gefasst. Ganz oder gar nicht.

    Da gibt es doch die berühmte Frage: Wenn du eine Pille nehmen könntest, damit du wieder saufen kannst. Würdest du es tun?

    Diese Frage hatte ich mal mit einer leider schon von uns gegangenem ehemaligen Moderatorin diskutiert. Am Anfang im trockenen Zustand, aber noch nassen Kopf, war ich dafür. Mit der Zeit des Verstehens, worum es bei dieser Frage überhaupt geht, kann die Antwort wie du schreibst eben nur Nein sein.


    Aber vielleicht war das auch eine taktische Frage, vielleicht um zu schauen, wie ich reagiere.

    Wer mit der Sucht spielt, der hat die Sucht nicht verstanden.

    Unabhängig allen neuen fragwürdige Wege, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen, ist es nicht wichtig, was der Therapeut oder andere, die sich dazu berufen fühlen, damit bezwecken wollen. Vielmehr ist es wichtig, was es mit mir macht.

    Denke ich darüber nach, war ich noch nicht so weit, aufzuhören. Dann ist ja noch der Wunsch vorhanden, wieder saufen zu können.

    Mein Partner hatte soeben einen emotionalen Zusammenbruch am Telefon.

    Ich wusste auch immer, an wen ich mich wenden und wen ich emotional auf meiner Ebene ziehen kann, wenn ich den "moralischen" hatte" Ich wusste genau , welche Knöpfe zu drücken sind, um dem gegenüber sein Gewissen zu plagen. Ihm Schuldgefühle so zu vermitteln, dass er selbst mit verzweifelt ist.

    Sage ich was von Klinik bzgl Alkoholentzug fährt er mich an.Und das geht nicht.

    Wenn ich das lese, sehe ich das es noch nicht so schlimm sein kann.

    Auch das alkoholfrei Bier lasse ich sein.

    Ist ein guter Entschluss.

    Bis zu 0,5 Prozent kann so ein alkoholfreies Bier Alkohol enthalten und wenn ich trotz besseren Wissens es zu mir nehme, ist das für mich, unabhängig der Trigger-Gefahr, ein Versuch des kontrollierten Trinkens. Ich muss mir als Alkoholiker auch mal selbst die Frage stellen. Warum trinke ich das, wenn ich es nicht muss?

    Das Gespräche aufkommen, wo ansonst selbst mitgetrunken wurde, ist normal. Das wird auch immer ein Gespräch bleiben, solange ich mich in meinem alten Alkohol- lastigen Umfeld bewege.

    Die Gründe für meinen Konsum sind natürlich alle noch da.

    Der einzige Grund zum Saufen ist die Sucht. Alles andere habe ich zum Anlass genommen, mein Saufen zu rechtfertigen.

    Hinnehmen und arrangieren? Ich kenne das, aber das war eben nur mein eigenes Denken. Wenn ich mich den ganzen Tag mit Müll befasse, kommt am Ende eben auch nur Müll raus. Ich war auch Mitte 40 als ich aufhörte. Da hatte ich nichts mehr. Alles versoffen. Ausweglos war da aber nur mein Denken.

    Zu vieles ist auch mit dem Konsum verknüpft

    wie meinst du das? Die Umstände, dass du ständig mit Alkohol konfrontiert wirst?

    Dennoch bleibt es dabei Alkohol weglassen. Weitermachen Tag für Tag.

    Deswegen sind wir alle hier.

    Die Lebensumstände na ja geht so,

    Habe ich noch viel vor oder vegetiere ich schon? Wie alt bist du, um das Gefühl zu haben, nichts mehr ändern zu können?

    Alkohol hat mich jahrelang gehemmt, langfristig nach vorn zu schauen. Da war das Hauptmerkmal, kurzfristig Alkohol zu beschaffen. Aber trocken, das schon über 16 Jahre, habe ich wieder ein Leben. Natürlich war es am Anfang eine Umstellung, aber ist es das nicht immer, wenn ich was Neues entdecke?

    Ich kann dir nur Mut machen. Das Leben fängt erst richtig mit dem Wegstellen des Glases an. Ich muss es nur tun. Meinen Ar.....bewegen.

    Wie ich am Freitag schon vermutet habe, kam der Suchtdruck tatsächlich mal wieder, sogar auch heute. Aber ich habe ihn überwunden und bin jetzt bei Tag 24.

    Selbsterfüllende Prophezeiung? Hast darauf gewartet?

    Nun geht jeder irgendwie anders mit Suchtdruck um. Ich, für meinen Teil, hatte nie einen Suchtgedanken zu Ende gedacht. Warum auch? Bin ja süchtig, habe es akzeptiert und weiß, wie es endet. Suchtdruck ist temporär und vergeht mit der Zeit. Das reichte mir.

    Bisher half mir dieser Feindgedanke ganz gut.

    Ich vergleiche es mal mit einem Abschreckungsbild auf der Zigarettenschachtel. Hat mich nicht abgehalten, aufzuhören oder wieder anzufangen. Wenn ich das auf Alkohol herunterbreche und ihn personalisiere, hat er immer eine Angriffsfläche. Mein Ziel ist eine zufriedene Trockenheit. Das heißt nicht, dass ich das Suchtmittel vergesse, aber auch nicht, dass ich es verteufle. Co Existenz.

    Wenn es am Anfang dir hilft, ist alles in Ordnung. Weiter so

    l,dass der Alkohol mich „verfolgt“ und sich gemeinerweise als Lösung anbietet.

    Ich glaube auch,das wird er bei mir immer mal wieder tun.

    Er bietet nur der Sucht eine Lösung an. Das ist das einzige, was er vermag. Alles andere sind keine Lösungen, nur leere Versprechungen.

    Aber im Laufe der Zeit nimmt das wirklich ab. Für mich hat Alkohol auch einen neutraleren Stellenwert - er ist einfach keine Option mehr,egal was so um mich herum passiert.

    Das liest sich gut. Es ist keine Option und meine Trockenheit ist auch nicht verhandelbar.

    Hallo Embudo.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet. Ich habe dich gleich an die richtige Stelle verschoben

    Nun kannst du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.

    Hilfreichen Austausch wünsche ich.

    Für mich gibt es keine vollständige Trockenheit, das würde für mich heißen, ich wäre geheilt. Ich bevorzuge da lieber eine stabile Trockenheit. Da Faktoren wie Suchtdruck, Gedanken ans Saufen oder auch die Angst vor Rückfällen mit ausschlaggebend sind. Je nasser ich denke, umso weniger bin ich trocken.