Beiträge von Hartmut

    Da wünsche ich mir wirklich, ich könnte das Rad der Zeit zurückdrehen.

    Nun lese ich auch immer wieder, was wäre, wenn ich es andere gemacht hätte. Ich weiß ja gar nicht was ansonst passiert wäre? Wie sehe mein Leben dann heute aus? Ich schaue schon lange nicht mehr mit Wehmut zurück. Ist abgeschlossen ab dem Zeitpunkt als ich aufgehört hatte. Jetzt ist doch die Zeit, die ich für mich nutzen kann und das tun, was ich damals angeblich versäumt habe.

    Hallo Finish

    Was mich mal interessiert. Sind die 5 Sekunden Gedanken auch schon Saufdruck?

    Es gibt keine Werteskala oder ein Zeitschema, wo sich Saufdruck einreihen lässt. Was hättest du gesagt, wenn du nach diesen 5 Sekunden gesoffen hättest?

    Für mich ist Saufdruck ein unweigerliches Gefühl, trotz besseren Wissens, etwas Trinken zu müssen. Da hilft eben nur sofortige Maßnahmen, die wir hier mal zusammen gestellt haben.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Hallo Welch. Dragon

    anhand deiner Zitate mal die größten Rückfall-Gefahren im ersten Jahr. Du hast sie schön aufgelistet :wink:

    Ende des Monats gehe ich für 14 Tage nach Ägypten, um mir die Sonne 🌞

    Was hast du denn immer im Urlaube vorher gemacht? Kein Alkohol gesoffen? Wir raten im ersten Jahr erstmal darauf zu verzichten. Dein Hirn ist jahrelang auf Sucht programmiert und das lässt sich nicht so schnell auf Nüchtern umprogrammieren.

    mich von der Stammkneipe und den Kumpels zu trennen.

    Das ist nicht so prall.

    Ein alkoholfreies Umfeld ist das A und O in der Trockenheit. Das sollte ein No-Go sein. Ein alkoholfreies Umfeld ist ein wichtiger Baustein. Nicht nur zu Hause alles wegräumen (Utensilien) was du mit Saufen in Verbindung bringst.

    Die Bude alkoholfrei machen, sondern auch den Umgang mit den Saufkumpanen, die dich eh "wahrscheinlich" fallen lassen, weil du von Bord gesprungen bist.

    Schaue dir mal den Artikel an, der, die ein nüchternes Leben ermöglicht.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ich weiß einfach nicht, wo ich auf die schnelle neue Leute hernehmen soll

    Wenn du dich im nassen Umfeld weiterhin aufhältst wird das schwierig. E -Bike ist klasse. Eventuelle eine Radgemeinschaft? Für Fitness auch Studios oder andere Freizeitmöglichkeiten. Es steht nicht über all der Alkohol im Vordergrund. Glaube mir mal ;)

    Wie ich schon öfter geschrieben habe, war meine Reha ja auch nicht erfolgreich

    Nun habe ich das nicht gelesen. Deswegen mal eine Nachfrage. Was hast du denn dort für dich erwartet? Wie weit warst du selbst bereit dazu?

    Liegt es denn nicht mehr an der Enttäuschung an sich selbst etwas nicht erreicht zu haben? Ich werde wegen einer anderen chronischen Krankheit (nichts Dramatisches)fast jedes Jahr 2-3 Mal, entweder in REHA oder Krankenhaus, behandelt .

    Habe also mit unserem Gesundheitssystem zwischen 50 und 60 Aufenthalte in meinem Leben hinter mir. Vom Ausland bis alle innerdeutschen Einrichtungen, was meiner Indikation betrifft. Jedes mal habe ich einen anderen Erfolg. Für die größten Misserfolge war ich selbst verantwortlich, obwohl sich bei meiner Krankheit, sich nicht um eine psychische handelt.

    Natürlich war da auch nicht jede Einrichtung einverstanden aber zumindest waren sie bemüht mir Hilfe anzubieten. Vielleicht liegt es auch an meiner positiv denkende Natur. Ein Arzt sagte mal zu mir 20 % heilt der Arzt und 80 % der Mensch selbst.

    Bisher mache ich das doch alles ganz gut, um mich mal selbst zu loben

    Das sehe ich auch so.


    Angus Jung ist mir bekannnt das er gegen Drogen und Alkohol ist. Jedoch James Hetfield (Metallica) ist zeitweise trockener Alkoholiker. ;)

    Hallo, mal meine bescheidene Meinung dazu.

    Wenn mein Tiefpunkt erreicht, mein Leidensdruck hoch genug ist, bin ich froh, dass mir überhaupt geholfen wird. Da ist es mir doch Shit egal ob Kassen oder Privat. Mir geht es manchmal mit diesem "Vollkasko Denken" zu weit.

    Wenn ich im Vorfeld schon Forderungen stelle, wie etwas auszusehen hat, dann bin ich noch nicht so weit.

    Ich habe bisher immer mit solchen Rückfälligen zu tun gehabt, die sich selbst schlichtweg nicht als alkoholkrank akzeptieren können oder wollen. Wobei es egal war, ob sie sich von Alkohol fern gehalten haben oder neben der Flasche saßen.

    Da stimmte eh die innere Einstellung nicht. Auch welche die zur Abstinenz „gedrängt“ wurden obwohl sie wussten das sie Alkoholkrank sind. Es ist ja keine Floskel, dass es von sich aus kommen muss ( nicht soll, es muss)

    Nun sind mir jedoch auch welche bekannt, bei denen Die Grundvoraussetzungen stimmten aber kein alkoholfreies Umfeld zu Hause hatten und nach Jahren die Flasche an den Hals drückten.

    Zur Abhängigkeit ist es ein schleichender Prozess aber auch zum Rückfall. Gerade wenn ich die eigene Selbstsicherheit / Überzeugung das mir nichts passieren kann über die Sucht stelle.

    "Es geht bei Offenheit und Ehrlichkeit nicht darum, bei jeder sich bietenden Gelegenheit anderen seine Alkoholkrankheit zu präsentieren.

    Das seh ich auch so. Ich muss nicht jedem wildfremden es sagen. Wenn es innen nicht stimmt, wird es nach außen auch nichts.

    Nur sollte ich es aus Schutz für mich, da sagen, wo ich ständig mit Alkohol unausweichlich konfrontiert werde oder gefährdet bin. Sei es am Arbeitsplatz oder mein direktes Umfeld. Gerade, wenn ich rückfallgefährdet bin oder mehrere hatte, ist es ein Spiel mit dem Tod. Unabhängig von der inneren Einstellung.

    Wo kommen denn die meisten rückfälligen her? Die dafür sorgen, dass sie ein alkoholfreies Umfeld haben oder sich ständig mit Alkohol konfrontiert sehen?

    Hallo Carl Friedrich,

    es ist doch in Ordnung wie jeder seinen Weg geht. Es freut mich, auch wenn es bei dem einzelnen klappt. Für mich wären jedoch einige Wege, die ich hier lese eben tödlich gewesen. Ich kenne sie ja aus den Trinkpausen. Dass ich auch nicht auf Weichgespültes stehe oder irgendwelche Umschreibungen für mich verwende, ist auch hinreichend bekannt.

    Dieses Forum ist mit den Grundbausteinen voran erschaffen worden. Das Aushängeschild des Forums und weiterhin auch den Weg, den wir hier vermitteln wollen. Was sich eben auch von vielen anderen Foren unterscheidet.

    Nur wird mittlerweile, im Gegensatz von den Anfängen hier, auch andere Wege toleriert. Wer von Anfang an dabei war, wird es bestätigen können.

    Es geht nicht um einen Wettstreit welcher Weg einen trocken hält. Es geht darum eben auch für jeden ob nun laut oder leise in der Wortwahl, jegliche Risiken aufzuzeigen.

    Ich verstehe manchmal nicht, warum diejenigen, die nicht die Grundbausteine gegangen sind, sich darüber" echauffieren".

    Ich erlaube mir nur, gewisse Dinge und seien es schwammige und unpräzise Ausdrücke sowie Ratschläge z.B. für den Umgang mit dem eigenen Umfeld, kritisch zu hinterfragen und mir meine eigene Meinung zu bilden.

    Und das ist auch das , was einen Austausch ausmacht. Mich stört es nicht ;)

    Der Begriff wird in diesem Forum gerne gebraucht, um anderen Leuten die nötige Ernsthaftigkeit abzusprechen, abstinent zu leben.

    Nun hast du es fehlinterpretiert. Wenn du mit den Begriffen nichts anfangen kann, warum interpretierst du sie dann?

    Nun würde ich mir auch die Ernsthaftigkeit absprechen, wenn ich bei mir nasses Denken erkenne. Ist interessant :mrgreen:

    Ist aber OK. Wenn du damit nichts anfangen kannst ist es deins. Alles (unangenehmes) löschen, was mit der Krankheit zu tun hat, ist auch ein Weg. ;)