Beiträge von Hartmut

    Hallo Martina

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    Ich würde bei mir den Beginn eines Rückalls darin sehen, wenn ich Gedanken an Alkohol hätte, vor allem in einer "geschönten" Form.

    So sehe ich es auch . Ein Rückfall fangt im Kopf an. Was auch nicht zu unterschätzen ist ein Verhaltensrückfall. Also "nasses" Verhalten wieder aufleben zu lassen . (Altes Umfeld, alte Kneipen , nasse Freunde, Sauffeste aller Art)

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    Ich bin (unter anderem) Lebensmittelallergikerin und finde es ist einfacher auf den nicht enthaltenen Alkohol,als auf bestimmte Allergene zu schauen.

    Dann bist du ja schon "vorbelastet" und weißt was zu tun ist . Hast eben eine "Alkoholallergie" dazu bekommen. Da aktiver Alkoholismus tödlich endet ist es sicherlich eine weitere Triebfeder genauer hinzuschauen .

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    Ja. Erstmal geht es um sich selbst, was nicht bedeutet, das andere egal sind.

    Klar, aber in der Sucht bleibst du immer Alleine. Ich kann zwar anderen durch meine Erfahrungen helfen ihren Weg zu finden aber nicht trocken halten.


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    Umgekehrt ist das schon eher der Fall, wenn ich anderen (bis zur Selbstaufgabe) " geholfen" hätte oder einfach ausgenutzt wurde und seh'n darf, wie ich mich selbst wieder aufrichte.

    Wenn ich meine Erwartungshaltung für mein "Helfen" nicht in Verbindung einer Gegenhilfe sehe, dann erspare ich mir schon im Vorfeld den Frust, wenn es mir mal dreckig geht.

    Gruß Hartmut

    Hallo Martina,

    theoretisch ist noch keiner rückfällig geworden aber beim austesten. Natürlich ist es gerade am Anfang des Weges wichtig sich über alles auszutauschen was mir hilft nicht rückfällig zu werden. Solange ich nicht bei dem Austausch eine Lücke finden möchte etwas auszutesten. Leider ist die Sucht so gestrickt Möglichkeiten zu finden.

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    Bei den anderen Sachen gehts darum inwieweit die Triggern können. Bzw find ich den alkoholischen Geruch in mancher Naturkosmetik seit meiner Abstinenz gelegentlich unangenehm.

    Was bei mir triggern könnte macht dir eventuell gar nichts aus oder umgekehrt .

    Ich hatte mich mal mit jemanden unterhalten der eine Lebensmittelallergie hat und er achtet sehr penibel darauf die Stoffe, die ihn in Gefahr bringen können, wegzulassen. Komischerweise ist das bei vielen Alkoholiker nicht so, obwohl der Ausgang bei jedem tödlich enden kann. Für mich ist das eine Zeichen das die Sucht eben irreparablen Schäden im Hirn hinterlassen hat, das gewisse Gefahren versucht auszublenden.

    Was mich mal interessieren würde. Ab wann würdest du dich rückfällig sehen? Nach eine Rotwein soße . Einer Praline, nach dem ersten Glas ? Wo ziehst du für dich die Grenzen ? Denn es geht hier ja nur um Dich. Und für jeden anderen Alkoholiker nur für Sich.

    Gruß Hartmut

    Hallo Martina,

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    das ist ein direkter, vorsätzlicher Schritt in einen Rückfall.

    Kann ich zwar auch so interpretieren aber da würde ich doch gleich wieder Saufen.
    Da brauche ich keine Aromen oder Pralinen, Rotweinsoße oder was noch Alkohol enthalte in mich rein stopfen . Auch Essig, Senf , Ketschup ,Medikamente ,Mundwasser, Zahnpasta und vieles mehr wird bewusst getestet.

    Gruß Hartmut

    Hallo Martina,

    wenn ich bewusst etwas zu mir nehme was Alkohol /Alkoholaroma beinhaltet ist das unbewusst der erste Schritt zum Rückfall. Passiert mir das aus Unwissenheit kann ich nochmal dagegen steuern. Dazu gehört jedoch auch ein Stabilität und eine vollständige Kapitulation das ich nun mal Alkoholiker bin .

    Solange ich mir Gedanken mache das ich ein Leben auf Alkohol verzichten muss und es mir ein Unwohlsein verursacht, ist der Prozess Kapitulation noch nicht abgeschlossen. Wenn ich es verstanden habe das ich es aus Krankheitsgründen eben nicht mehr kann, dann bin ich auf den richtigen Weg .

    Gruß Hartmut

    Hallo Epic

    werde erst mal Trocken, dann eröffnen sich Perspektiven. Im nassen Zustand darüber zu sinnieren ist nicht sinnvoll. Vertraue mal darauf und gehe einfach Schritt für Schritt. Es liegt an dir Hilfe zu holen, sie anzunehmen und wenn du möchtest, begleiten wir dich hier ein Stück . Das geht jedoch nur Nüchtern.

    Melde dich mal nach der Entgiftung .


    Gruß Hartmut

    Hallo Marie,

    Ja, es ist ein langer Weg und es auch dauert auch bis einige nasse Verhaltensmuster überschrieben werden. Aber eines bleibt dir immer , die liebe Sucht. Deswegen ist , wie du es auch schon teilweise machst, ein alkoholfreies Umfeld sehr wichtig. Auch mal im ersten Jahr auf gewisse Veranstaltungen , Partys oder nasse Freunde verzichten, um sich selbst die Chance zu geben, etwas Anderes , etwas Nüchternes kennen zu lernen . Die Welt ist voll davon. Du wirst es erkennen.

    Hier hast du noch ein Link der dir beim zitieren hilft :)
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks….de/tour80.html

    Gruß Hartmut

    Hallo Marie,

    Zitat

    Voraussetzung, Alkohol oder anderes nicht als Ersatz für etwas ganz anderes zu suchen. "

    Den "Ersatz " Alkohol wird dir als Alkoholiker immer wieder krankheitsbedingt begegnen, solange du noch Gründe findest das Alkohol ein Lösungsmittel für deine Probleme sind.

    Die Sucht konnte ich auch erst stoppen, als ich erkannte , das es keine Gründe, außer das ich wieder saufen wollte (musste), gibt. War ein langer Prozess und es konnte auch erst funktionieren, als ich die Regularien der Sucht verstanden hatte. Sucht will ja bedient werden und ist in den nassen Jahren hat sich dahingehend auch mein Hirn verändert. Ist ja krankheitsbedingt eingeprägt. Ich soff ja nicht nur bei Frust sondern auch bei allen anderen Anlässen.

    Mit der Zeit musste also mein Belohnungssystem umgeschrieben werden . Ich musste einen anderen "Ersatz" finden um mit der Zeit mein Hirn umzuschreiben.

    Die Zeit die ich gesoffen hatte musste anderes belegt werden. Denke mal darüber nach, was du früher alles, anstelle Saufen, gemacht hast , um dich zu belohnen , um Frust abzubauen usw....

    Gruß Hartmut

    Hallo Marie,

    willkommen auch von mir im Forum. Du schreibst das sich dein "Rückfall" angebahnt hatte. Wie meinst du das und warum hast du dich nicht vorher hier gemeldet ? Woher hattest du den Alkohol ? Wie sieht denn dein alkoholfreies Umfeld aus?

    Nun ist es gut das du wieder aufgestanden bist und einen neuen Anfang startest .

    Gruß Hartmut

    Hallo Frank

    es geht nicht darum das du Gedanken an Alkohol hattest, sondern das du die Option Saufen für dich abgewägt hast. Das ist ja nicht schlimm aber eben ein Indiz, das die Kapitulation noch nicht ganz abgeschlossen ist.

    Ich gehe ja von meinen Erfahrungen aus und egal was passierte(und das war ne Menge) gab es diese Option nur in den Anfangsjahren .

    Gruß Hartmut

    Hallo Frank

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    Mit der Zeit habe ich ja gelernt, mit den Launen meiner Frau zu leben.

    Sie auch mit deinen Launen ?

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    Wir haben uns heute mal wieder in die Wolle bekommen wegen ihren Erziehungsmethoden.

    Wenn etwas stur auf beiden Seiten eingefahren ist, hilft eventuell auch eine professionelle Hilfe von Außen. So bringt man(N) und Frau einiges in den Einklang.

    Wir sind jedoch kein Beziehungsforum aber es scheint immer noch eine Option zum Saufen sein . Wäre es keine Option würdest du dir dann solche Gedanken machen ? Ein "Nicht Süchtiger" hat sowas nicht.

    Zitat

    Nicht zum Saufen, sondern zum Frische Luft schnappen.

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    Was würde ich denn ändern, wenn ich saufen würde?!!!!?

    Zitat

    Mich aber würde ich verändern, wenn ich wieder saufen würde

    Zitat

    Und wenn ich jetzt aus dem ganzen Negativen das Posititive ziehe ist es das: ich kann heute auch mit unangenehmen Situationen umgehen ohne das mit Alkohol ''lösen'' zu wollen.

    Das ist gut und bleibe dabei.

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    Ich habe kapituliert und das ist ein gutes, ein schönes Gefühl.

    Naja, so ganz hast du das wohl noch nicht.

    Gruß Hartmut

    ps. detaillierte Alltags- Probleme sind wegen der Erkennungswert besser im erweiterten Bereich aufgehoben .

    Hallo Frank,

    vor zwei, drei Jahren hätte ich deine heutige Post als Wunschdenken abgetan . Ich denke heute jedoch , das du dich diesbezüglich weiterentwickelt hast und glaube es dir . Es ist jedoch nicht wichtig was ich glaube, sondern das du es weiter umsetzt. Weiter so.


    Gruß Hartmut

    Hallo Frank,

    hin und wieder schaue ich noch in den offen Bereich und auch an deine Anfänge zurück. Heut lese ich das du immer noch Trocken bist und das freut mich. :)

    Alkohol ist für nichts eine Lösung und würde alle andere Probleme ,gesundheitlich wie privat, nur verschärfen .

    Bleibe am Ball und ein gutes neues Jahr noch .

    Gruß Hartmut

    Hallo Rattenschwanz,

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    Da geht mir "der Hut hoch".

    Du trägst Hut :shock: ?

    Nun ist Spenden für mich eine Charaktereigenschaft und ich entscheide für was. Aufforderungen zu spenden gibt es ja in vielen Bereichen und das geht mir dann soweit am Arsch vorbei, wenn es für mich keinen Sinn macht .

    Was mich jedoch bei manchen Menschen erschreckt ist , das ,kostenfrei "Nehmen" ok ist, aber das "Geben " verpönt. Sowas sind mich Schmarotzer die keinerlei Ehrgefühl besitzen .

    Gruß Hartmut