Beiträge von Hartmut

    Mir geht gerade das Thema Krankheit durch den Kopf und wahrscheinlich wird man sagen das wäre Wortkosmetik...

    Ich richte mich nicht nach dem, was andere denken oder wie sie etwas bezeichnen. Entscheidend ist nur, was ich selbst denke – nicht, was andere vielleicht meinen könnten. Ich bin mir selbst näher und muss nicht aus Freundlichkeit ständig prüfen, ob irgendwo ein Fuß steht, auf den ich treten könnte.

    Wenn eine Krankheit in mir gestoppt ist – egal welche – bleibt sie trotzdem eine Krankheit. Das gilt für alle chronische Erkrankungen . Ich habe mir nie den Kopf darüber zerbrochen, ob ich nun „krank “ bin oder nicht.

    Wenn ich mit anderen rede, erzähle ich nicht aus heiterem Himmel, dass ich Alkoholiker bin. Warum sollte ich? Wenn es im Gespräch Sinn ergibt, sage ich es aber ich spiele garantiert nicht danach den Erklärbären für jemanden, der es sowieso nicht checkt.

    Ich muss niemanden überzeugen, warum ich Alkoholiker bin oder wie irgendetwas in mir funktioniert. Ein nasses Umfeld verlasse ich, wenn es triggert, und bei nassen Gedanken suche ich meinen Rückzugsraum , ich erkläre mich nicht dauernd.

    Wenn jemand neben mir unbedingt saufen muss, obwohl ich einmal freundlich sage „bitte nicht direkt neben mir“, dann ist das sein Thema. Dann darf er sich erklären, warum er meinem Wunsch nicht folgt und mich in Gefahr bringt , nicht ich.

    Ich muss mich dafür nicht rechtfertigen. Alles andere ist einfach Leben.

    Aus den vielen Fäden, die ich hier schon gelesen habe, die oft mit dem bitteren Ende ausgehen und eine tiefe Trauer, aber auch Selbstvorwürfe bei den Angehörigen hinterlassen, würde ich mich freuen, wenn ihr nicht nur im Form „Alkoholiker“ lest, sondern auch mal querlest und auch mal die Sicht der Angehörigen seht.

    Fühlst du dich nicht gesehen? Was hat dein Zustand mit den Alkoholikern hier im Forum zu tun? Hier säuft keiner mehr.

    Oder soll das eine innere Abrechnung sein, weil das Saufen Negatives verursacht? Das ist bekannt. Und zwar auf beiden Seiten: Der eine lässt es laufen und versucht, den Säufer trocken zu legen, der Säufer hört zu und säuft weiter, weil er es anders sieht.

    Der Alkoholiker trägt seinen Teil. Der Co-Abhängige trägt seinen Teil. Das sind zwei völlig verschiedene Verantwortungsbereiche, die sich nicht vermischen lassen. Es gibt kein „Zusammen“ im Sinne einer gemeinsamen Diagnose oder einer geteilten Schuld.

    Am Ende bleibt es immer ein „Ich“. Und jeder muss seinen eigenen Anteil sehen und damit klarkommen.Forum 

    Ja, etwas unglücklich formuliert.:saint:

    Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.

    Damit meine ich nicht die materiellen oder persönlichen Schäden, die Familienzerstörung oder sonstige Folgen, die die Sucht hinterlassen hat. Das ist bei jedem anders. Ich habe auch genug in den Sand gesetzt, und im Rückblick lässt sich oft nicht einmal sauber trennen, ob das schon Sucht war oder einfach nur besoffene Fehlentscheidungen. Für die Frage hier spielt das keine Rolle.

    Es geht um etwas anderes: Bin ich wirklich trocken oder nur abstinent? Hänge ich gedanklich noch irgendwo fest, weil ich das Saufen innerlich nicht abgeschlossen habe? Diese Frage richtet sich nicht an die Vergangenheit, sondern an meinen Kopf im Jetzt.

    Ein „Ja“ zeigt nicht, wie schlimm es früher war, sondern dass in mir noch etwas offen ist, das an die Sucht gebunden bleibt. Genau darum geht es. Hoffe, es ist nun verständlicher ?

    Dann kann ich auch zum Bäcker gehen und mit ihm über Wurstherstellung diskutieren und mich wundern, warum er kein Fleisch verkauft – oder ich gehe gleich zum Metzger. Genau so läuft es hier auch. Wer sich an die Eingangsschilder hält, kommt rein. Wer nicht, geht ein Haus weiter. Hier gibt es keine Betreuungspflicht und kein „Wir biegen das schon irgendwie passend“.

    Es ist aber eine Herabwürdigung und Reduzierung auf die Krankheit.

    Echt jetzt? Selbst hier, in einer Selbsthilfegruppe, in der es genau um diese Krankheit geht, wird das Stigma im eigenen Kopf festgehalten? „Alkoholiker“ ist keine Herabwürdigung und keine Stigmatisierung. Es ist die Bezeichnung einer Krankheit , nicht des Menschen dahinter.

    Und ja: Eine klare Benennung muss es geben. Ohne eindeutige Einordnung gibt es keine passende Hilfe.

    Wenn man damit Leute, die guten Willens sind abschreckt, hilft das niemandem.

    Guter Wille reicht nicht. Den haben alle Alkoholiker –,die am Stammtisch, die morgen „ganz sicher“ aufhören wollen, und die, die ihren Familien etwas vormachen, alles versprechen und trotzdem weitersaufen, bis alles kaputtgeht. Das ist Fakt. Wer glaubt, dass guter Wille eine Sucht stoppt, ist hier falsch. Sonst sitzen wir wie auf einem Säufer‑Stammtisch und drehen uns im Kreis.

    Das hier ist eine Selbsthilfegruppe, kein Ort für Wunschdenken. Guter Wille hilft niemandem.

    Was hilft, ist die klare Benennung der Krankheit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Hier wird niemand trocken gestreichelt, niemand mit falschem Helferverständnis an der Hand geführt und schon gar nicht bemuttert.

    Ich weiß nicht, wie du zu so einer Erkenntnis kommst. Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Ich habe deinen Thread nicht gelesen, da ich Alkoholiker bin, aber mit gutem Willen versuche dich zu verstehen

    Ich weiß jetzt nicht, wer es gelöscht hat, aber das ist vollkommen berechtigt, denn ich habe den Text auch gelesen.

    So, öfter mal was neues. Wer eine andere Meinung hat zur Wortklauberei, wird gelöscht.

    Weil es nicht Meinungen geht, sondern um Erfahrungen. Wir sind hier kein Auffangbecken für alle, die sich nicht sicher sind, nur herumdrucksen oder denken, sie könnten uns mit ihrem nassen Stammtischgeschwätz beeindrucken.

    Die Betroffenen wissen sehr genau, was ihr Problem ist, egal wie sie sich nennen. Das muss ich sagen dürfen, sonst bin ich hier falsch.

    Ich weiß nicht, woher du das nimmst oder welche Erfahrungen du selbst damit gemacht hast, aber das stimmt so nicht. Die meisten wissen es eben nicht – sonst würden sie sich nicht nach Hilfe umschauen.

    Und nur zur Einordnung: Das hier ist ein Forum für Alkoholiker. Steht oben drüber und wer lesen kann, sieht das auch. Und es ist nicht für „ich hätte gerne“ oder „ich wünsche mir eine andere Bezeichnung“.

    Und natürlich kannst du auch deine Meinung sagen, auch wenn sie nicht stimmt, aber bitte dann in einem Thread und nicht im Vorstellungsbereich, vor allem nicht bei Alkoholikern, die am Anfang stehen. Du bist ja keiner.

    Aber wenn du denkst, dass du jetzt immer noch hier falsch bist, sag einfach Bescheid, dann deaktivieren wir deinen Account.

    Hallo zusammen,

    ab wann gilt man eigentlich als trocken? Ab wann als abstinent? Ab wann ist man gefährdet? Und woran erkennt man das?


    Diese Frage habe ich mir oft gestellt, und nach vielen Jahren Hin-und-Her bin ich für mich zu einem klaren Schluss gekommen.

    Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.

    Dann würde irgendwo in mir noch der Wunsch leben, mein altes Leben zurückzuholen. Für mich ist das keine Akzeptanz, das wäre nasses Denken im Tarnmodus. Solange dieser Gedanke im Kopf sitzt, bin ich nicht wirklich im Prozess. Dann kämpfe ich noch dagegen an, statt es anzunehmen. Und ohne echte Akzeptanz wäre ich vielleicht abstinent, aber nicht trocken.

    Es kommt ja immer wieder zu Zweifeln und dem Gedanken, der eingeflüstert wird: „Eventuell kann ich dich noch …“. Diese Suchtgedanken scheinen öfter bei denen aufzutauchen, als bei denen, die sich damit abgefunden haben.

    Wie seht ihr das für Euch ?

    Willkommen bei uns

    Ich habe das Verlangen früher immer über einen Trigger erhalten.

    Ich habe hier auch meinen Trigger, weil immer wieder User auftauchen, die das Rad neu erfinden wollen. Keine Abstinenzerfahrung, aber im Kopf schon das komplette Programm, wie es angeblich laufen müsste: „Wie nenne ich mich, damit ich nicht das sein muss, was ich bin – ein Alkoholiker?“;)

    Da wird Energie darauf verwendet, etwas umzubiegen, abzuschwächen oder schönzureden. Das ist nasses Denken – genau das, was einen überhaupt erst in die Sucht getrieben hat. Statt sich dem Problem zu stellen und es nüchtern zu betrachten, wird Wortkosmetik betrieben. Das ist nichts Neues und nicht einmal böse gemeint – wir lesen das hier ständig.

    Genauso wie wir sehen, dass viele Alkoholiker das Ausmaß nicht begreifen oder einfach nur reden, um ihre Maske zu halten.

    Damit keine Missverständnisse entstehen: Das hier ist keine Social‑Media‑Spielwiese, auf der man seine Krankheitsgeschichte nach Tageslaune anpasst. Das hier ist eine Selbsthilfegruppe – ein Ort für existenzielle Entscheidungen, mit schweren Konsequenzen und manchmal sogar mit Todesfolge.

    Da reicht ein philosophierendes „Blabla“ nicht. Trocken werden heißt, sich den Regeln der Sucht zu stellen, statt weiter den eigenen zu folgen , denn genau nach den eigenen Regeln ist man ja erst in die Sucht gerutscht.;) Oder nicht ?

    Ich schließe mich dem Hinweis von Nayouk24 . Schau mal, ob das hier wirklich zu dir passt. Wenn ja, bist du hier willkommen. Es sollte aber jedem klar sein, wo er steht und was er wirklich will. Für Smalltalk‑Geplänkel ist dieses Forum der falsche Ort.

    Alles andere ist ja schon mitgeteilt worden.

    So schnell kann es gehen , ich habe dich freigeschaltet und in den richtigen Bereich verschoben.

    Du kannst dich jetzt im gesamten Forum austauschen. Bitte vermeide jedoch in den nächsten vier Wochen den Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch

    Uii, das ging ja schneller als gedacht!

    Du bist jetzt freigeschaltet und kannst dich überall austauschen, aber bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Einfach hier weiterschreiben. Ich wünsche dir und uns einen hilfreichen Austausch!

    Es gibt immer eine Lösung für sich, wenn nicht im eigenen Kopf, dann über Beratungsstellen, Anwälte oder andere professionelle Wege.

    Sich materiell über das eigene Leiden zu stellen und ständig darauf zu achten, was der Ex-Partner denken könnte, ist schon, sagen wir, eine sehr fragwürdige Methode;) . Vor allem, weil sie nichts verändert, außer dem schönen Schein nach außen.

    Ist denn hier jemand, der immer wieder exzessiv getrunken hat und es ohne Therapie geschafft hat?

    In der Sucht gibt es keine Kopien, nur Originale. Jeder reagiert anders und hat seinen eigenen Verlauf. Geschichten von Alkoholikern können Co‑Abhängige höchstens hoffen lassen oder die Illusion wecken, man könne jemanden mitziehen oder beeinflussen.
    Genau das führt aber dazu, sich immer tiefer zu verstricken und das eigene Leben unbemerkt der Krankheit eines anderen unterzuordnen.

    Deshalb empfehle ich dir, dich zuerst bei den Co‑Abhängigen einzulesen. Dann erkennst du schnell. Das funktioniert nicht. Du kannst dich nur um dich kümmern, und er muss sich um sich kümmern.

    Exzessiver Säufer? Ich kenne nur süchtig oder nicht. Rausgekommen bin ich nur, weil ich selbst begriffen habe, wie tief ich drinstecke. Mein Umfeld war mir mitten in der nassen Sucht egal , es hat mich nur genervt. Erst als ich selbst verstanden habe, was los ist, hatte irgendetwas davon überhaupt Bedeutung. Am Ende zählt nur eins: Der eigene Kopf muss sagen, jetzt reichts, erst ab diesem Moment interessieren Wege nach draußen. Davor ist alles von außen Gerede, Vorschläge, Appelle komplett wertlos.

    Heute nachmittag ist mein Termin bei der Suchtärztin. Ich bin ein wenig nervös, denn ich habe die (unsinnige) Angst, sie zu enttäuschen.

    Solche Gedanken sind Unsinn. Hast du jemals jemanden wegen einer Krankheit enttäuscht? Nein? Also hau dir das aus dem Kopf.

    Schreib uns, wie es war, und wenn sie sagt, dass körperlich alles gut ist wegen der Entgiftung, kannst du dich hier austauschen , ohne Angst, ohne das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, und ohne Selbstvorwürfe.

    Für solche Gedanken ist in der Sucht kein Platz.

    Er hat direkt angefangen, seinen Konsum zu rechtfertigen und meinte, er trinke ja nur aus „Genuss“.

    Wenn du jemandem erzählst, dass du Alkoholiker bist, und er sofort sein Trinkverhalten rechtfertigt, dann fühlt er sich ertappt , sonst würde er es nicht tun.

    Gesunde rechtfertigen sich nicht, und Menschen ohne Problem mit ihrem Konsum auch nicht. Aber das ist nicht meine oder unsere Baustelle, sondern ihre. Wer versucht, dich wieder ins Boot zu holen, zeigt das deutlich, indem er dein Trinkverhalten abschwächt. Und wenn es die Runde macht, dass du Alkoholiker bist, dann macht es auch die Runde in Beziehungen.

    Dort werden dann auch Gespräche geführt, in denen Partner dich als Vorbild hinstellen: "Siehst du, der hat aufgehört , aber du trinkst noch. Das will sich niemand antun, der dem Alkohol näher steht als dem eigenen Willen, aufzuhören

    Am Anfang war mir nur eines wichtig: bei mir zu bleiben. Störfeuer aus dem Weg gehen. Ich habe konsequent alle feuchtfröhlichen Feste und Feiern gemieden, egal ob mit Freunden, Familie oder Bekannten , nicht nur wegen des Risikos, wieder zu saufen , sondern auch wegen der Unstabilität in der Anfangszeit.

    Ich wollte nicht das Gefühl haben, mich rechtfertigen zu müssen oder fehl am Platz zu sein. Gerade dieses Geschwätz der Sauf‑Freunde wollte ich mir nicht antun. Denn selbst wenn ich noch so "cool‘" geblieben wäre, hätte ich versucht, etwas zu rechtfertigen.

    Es liegt in meiner Natur, auch mal, sagen wir, „dezent“ bestimmender zu werden . Hier fällt das ja nicht auf.:saint::whistling::mrgreen:

    aber ich wiederhole es gern nochmal: ich bin alkoholkrank.

    Genau, das habe ich auch gelesen. Was ich jedoch nicht gelesen habe, war: „Ich bin Alkoholiker.“ „Alkoholkrank“ beschreibt die Krankheit.
    „Alkoholiker“ ist das persönliche Eingeständnis dazu.

    Da es nur Sinn macht hier absolut ehrlich unterwegs zu sein, möchte ich dann die 7 Tage abwarten

    Das finde ich gut, das ist konsequent. Melde dich einfach wieder, wenn zwischendurch Fragen auftauchen, ich lasse den Thread dafür offen.

    Also mal allgemein.

    Wir verlagern keinen Thread von jemandem, der gehen möchte, in einen anderen. Wenn er weiter schreiben möchte, öffnen wir seinen alten. Wenn nicht, wird der User zurückgestuft. Schreiben kann er dann auch nicht mehr, weil wir den User zurücksetzen.

    Grundvoraussetzung hier für den Austausch ist ein eigener, offener Thread.

    R/no , Entscheide mal, sonst entscheiden wir. Wenn ja, öffne ich deinen Thread. Wenn nein, verfahren wir , wie oben beschrieben.

    Und bevor jemand darüber diskutieren möchte oder auch nur daran denkt, spart es euch einfach. Das sind hier die Regeln.

    Ich hoffe keine "roten Linien" überschritten zu haben, die zum Auschluss hier führen.

    Nein, hast du nicht.

    Zusammengefasst sind die Voraussetzungen: sich als Alkoholiker bekennen (das war noch nichts), ein lebenslanger Wunsch nach Abstinenz (das hast du angedeutet) und nach der Entgiftung geht es weiter.

    Diese dauert etwa 7–10 Tage, danach erfolgt die Freischaltung für den Austausch. Zur Entgiftung ist jedoch bereits alles gesagt.

    Wirst du überwacht oder vom Arzt begleitet, gibt es die sofortige Freischaltung. Wenn nicht, warten wir 7 Tage ab.

    Es ist keine Schikane, aber wir wollen eben schon von Anfang gewisse Diskussionen, die nach einer Frei­schaltung kommen könnten, dadurch vermeiden.

    Klingt irgendwie blöd aber irgendwann muss es ja mal losgehen...

    Dann geradlinig heraus.Ich schicke dir mal unseren Weg, den wir hier vertreten. Lies ihn dir dann mal durch.


    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Aber ich habe es nicht geschafft, ihr zu sagen, dass ich Alkoholiker bin.

    Was treibt dich dazu? Siehst du darin eine Gefahr oder ist es dir wichtig, dass die Mutter es weiß?

    Es gibt allerdings eine Person in meinem „familiären“ Umfeld, der habe ich es gleich nach einer Woche erzählt. Er hatte es abgetan: „Was, du?“ Ich solle mir doch nichts einreden usw

    Solche Reaktionen sind völlig normal. Bei vielen geht sofort der Alarm im Kopf los. Sie vergleichen oder analysieren ihr Trinkverhalten. Am deutlichsten erkenne ich es daran, dass sie sofort ihr eigenes Trinkverhalten erklären müssen. Aber manche haben schlicht keine Ahnung von Alkoholismus, wollen jedoch mit Halbwissen glänzen , das kannst du getrost in die Ecke eines Stammtischgesprächs stellen.


    Aber dieser Drang, sich rechtfertigen zu wollen, ist auch bei Alkoholikern nicht ungewöhnlich, die gerade erst trocken werden. Er zeigt, jedoch auch dass sie im Hinterkopf Alkoholismus noch nicht als Krankheit anerkennen, sondern als persönliche Schwäche einräumen.

    Das andere, was du noch geschrieben hast, lese ich mir später durch, aber es ist gut, dass du dich hier öffentlich für uns analysierst.