Beiträge von Hartmut

    Hallo,

    Danke, es ist schon sehr tiefgründig, Eure Antworten. Da kann ich was mit anfangen und Ich arbeite mich weiter durch :)

    Als ich mich hier im Forum angemeldet hatte, hatte ich meine Schmerzgrenze, persönlichen Tiefpunkt und meine Leidensfähigkeit erreicht. Denn ich hatte erkannt das mein Suchtverhalten nicht normal war. Also suchte ich Hilfe, durch Selbsthilfe im Forum. Ich hatte also in meinem nassen Denken (suchtorientierten Denken) offensichtlich eine Fehlerquelle , sonst wäre eine Fremd-Hilfe nicht notwendig geworden. Soviel mal zu mir.

    Nun denke ich , das dieses auch die Motivation des Anmeldens hier, bei einigen ähnlich gelagert war. Was ich dann nicht nachvollziehen kann ist die "Verweigerung" von annehmen, der Ratschläge von den Langzeit-CO´S . Die es wissen und vormachten und auch zeigten das es eine Loslösung von der Krankheit gibt.

    da wird lieber seine Leidensfähigkeit weiter strapaziert und in eine Skala der Schmerzen unterteilt. Weil keine oder wenig Bewegung in die Sucht arbeit kommt. Das nenne ich mal. " kontrolliertes Co-Sucht -Verhalten".

    ich habe schon mal geschrieben , das eine Trennung von dem jetzigen Partner genau sowenig ausreicht um zu gesunden , wie das festhalten der nassen Beziehung. Die Co.Krankheit hat ja auch ihren Ursprung , der gefunden werden muss, aber sicherlich nicht gefunden werden kann , wenn ich es täglich auslebe.

    ich denke ja nicht das sich Menschen wohl fühlen, in dem Deckmantel der Liebe , zu den nassen Partner. Da die Co-Krankheit eine nicht stoffliche Sucht ist erschwert auch eventuell mein Verständnis dazu.

    Gruß Hartmut

    Hallo Emma,

    willkommen hier im Forum.


    Zitat

    ich habe anfang des jahres den entschluss gefasst ein neues leben zu beginnen, und endlich mit dem trinken aufzuhören. das hat auch alles ganz gut funktioniert, bis ich mal wieder von aussen so unter druck gesetzt worden bin, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe, mit den ganzen sorgen und gedanken, dass ich doch etwas getrunken habe. es war nicht viel (da hab ich extra drauf geachtet dass ich mich dennoch zusammen reisse), aber es hat mir gezeigt das sich mich danach noch viel schlechter fuehle. aber aufgeben will ich nicht.


    bevor wir in den Erfahrungsaustausch gehen, wollte ich mal wissen wann diu das letzte Glas getrunken hast . Oder trinkst du , wenn aus deiner Sicht auch nicht viel, immer noch?

    Gruß Hartmut

    Hallo Franky,

    eigenverantwortlich erkennen das dir niemand das Glas in die Hand gedrückt hat . Wenn ich bei dir lese suchst du überall Hilfe , ob in Form von Tabletten ,Suchtambulanz ,Selbsthilfegruppe usw. Diese Hilfsmöglichkeiten sind zwar gute Wegbegleiter , aber keine Schutzwand hinter der du dich verstecken kannst. Lasse sie ruhig mitlaufen aber gehe alleine dabei.

    Was machst du aus den ganzen Hilfsangeboten?
    Was meinst du denn, was dabei rauskommt was du noch nicht weißt?
    Du bist doch kein Neuling der sich gerade eben, das erste mal informiert.

    Ich lese sehr vieles in deinem Thread , das du auf dem richtigen Weg warst. Du weißt genau auf was es ankommt . Glaube mal an dich , setze dein Wissen um und du wirst dein Selbstvertrauen schnell wieder finden.

    Aus meiner Erfahrung heraus bringt es nur begrenzt was, sich gegenseitig Mut zu machen, oder auf die Schulter zu klopfen. Es hilft streckenweise. Aber irgendwann stehst du alleine da und musst den Weg gehen. Da kommt es darauf an und es zeigt sich , wie intensiv du selbst an deiner Trockenheit gearbeitet hast , oder nur ein Mitläufer warst.

    Berichte uns mal wie es war und welche Neuigkeiten sie dir offenbart haben .

    Gruß Hartmut

    Hallo,

    ich schreibe ja aus der Sicht des Alkoholikers und da war für mich wichtig zu erkennen das ich kein Orientierungsproblem habe , das mit der Eingabe in einen Navi mit zig verschieden Wegen gelöst wird oder zum Ziel führt .

    Ich habe ein Suchtproblem ,das in kein Navi passt. Das loslösen von der Sucht und dem erreichen einer Zufriedenheit, geht nun mal nicht immer, optimiert oder nach kürzeste Route. Da sind Steine im Weg die weggeräumt werden müssen um gerade ans Ziel zu kommen. Die Rückfallquote zeigt bei einem Alkoholiker ganz deutlich auf , wie sich die Sucht gegenüber , den vielen, unendlichen , selbst ausgedachten Wegen verhält.

    Ich vermiss auch bei manchen das Selbstbewusstsein ,das sie unabhängig leben können, Wenn die ganze Energie, die in den Nassen Alkoholiker verschwendet wird , für sich selbst genutzt würde , dann könnten einige an sich Potenzial entdecken, das tief unter Sucht vergraben ist.

    Klasse finde ich, das sich niemand hier zu schade findet ,um seinen Standpunkt darzulegen. Denn nur daraus ,ist ja zu erkennen , wo es mangelt . Aber es reicht nun mal nicht aus wenn hinter jeden neuerlichen Erfahrung oder Erkenntnis nicht gehandelt wird.

    Tun muss man Tun. Oder wie schrieb ein ehemaliger trockener Alkoholiker. Wer will findet Wege , wer nicht Gründe.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    ich lese seit mehren Tagen etwas intensiver hier im CO- Bereich.

    Was mich etwas verwundert ,ist die weitläufige verbreitete Meinung, das eine Co Krankheit,durch aussitzen und alleinigen Umdenken , zum Stillstand gebracht werden kann. Durch gegenseitiges Schulterklopfen und Aufmunterung, das es besser wird und das man auch nur bei sich bleiben muss , um eine wundersame Heilung zu erfahren.

    Mich erinnert das sehr stark an meine Stammtischgespräche. Denn dabei ist es auch immer geblieben bis der nächste Treffpunkt war um neu , mit der Pulle Bier in der Hand, sinnieren zu können

    Ich denke auch das ich hier wenige Antworten bekommen werden.
    Aber seit mal mit mir gnädig wie zu einem nassen Alkoholiker und lasst mich mal wissen , wo bei einem CO-Kranken die Schmerzgrenzen sind.

    Was muss geschehen das auch Handlungen erfolgen die zur Gesundung beitragen

    Es ist hier niemand persönlich angesprochen und die Frage gilt der Allgemeinheit. Mir ist es nur verstärkt aufgefallen und es war mein gesamter Eindruck in den letzten Tagen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Emma 123 ,

    und wo bleibst du dabei?

    Ich lese nur was von deinem Freund und die Beschönigung seines Trinkverhaltens. Du unterstellst , das er sein Leben , bei einer Trennung oder andere Maßnahmen nicht im Griff hat ,obwohl er geistreich ist. Du übernimmst seine Verantwortung.

    Emma123 , ist es das was du möchtest oder möchtest du aus der Co-Abhängigkeit? Was ist den dein Wunsch.?

    Ich konnte in meiner nassesten Zeit immer noch selbständig denken. Hätte ich eine CO-Abhängige an meiner Seite gehabt , hätte sich meine nasse Zeit verlängert.

    Gruß Hartmut

    Hallo TooShy,

    Zitat

    Gibt es da eigentlich irgendwelche Medikamente die ich vom Arzt verschrieben bekomme, das ich mit der psychischen Belastung besser zurecht komme?

    Frage bei Medikamenten/ Namen /Wirkstoffen , immer deinen Arzt. Alles andere wären Spekulationen .

    Gruß Hartmut

    Hallo uschi,

    gerade weil ich wusste wie lange du schon hier schreibst, wollte ich den Stand mal wissen wie du es heute siehst. :wink: Mir kam es vor wie ein ewiger Kreislauf im Hamsterrad.. Ich wäre ja auch wahrscheinlich gar nicht daruf angesprungen wenn ich nicht selbst die Erfahrungen gemacht hatte mit dem jahrelange herummeiern.

    matthias,

    Zitat

    ich frag mich grade ob ich der einzige bin der uschis beiträge liest / versteht

    ich weis ja nicht ob du alle Beiträge, seit 2008 gelesen hast , oder auf was du es beziehst, dein Verstehen. Aber in einem gebe ich dir recht. Trocken schreiben geht genau so wenig , wie trocken werden ohne Annahme von Hilfe, das nicht immer, das eigenes Denkmuster entspricht.

    Hätte ich immer so gehandelt wie in den nassen Jahren wäre ich nun Tot. So einfach ist die Sucht.

    uschi , ich finde es klasse das du von deiner Selbsthilfe Gebrauch machst. Nutze sie weiterhin .

    Gruß Hartmut

    hallo Uschi,

    wenn das so ist freut es mich für dich. Das heißt das es dir gut geht.
    Wenn das so ist würde mich mal interessieren wie du dich selbst siehst.

    siehst du dich als CO-abhängig oder als begleitende Person eines nassen Alkoholikers und harrst nur noch aus bis der finanzielle Zeitpunkt passt?

    Wenn keine Abhängigkeit besteht dann sind die vorhergehende Post natürlich nicht für dich relevant. ich wünsche dir aus tiefsten Herzen das keine Abhängigkeit besteht.

    das ist ne üble Sache . Glaube mir mal.

    Gruß Hartmut

    Hallo uschi,
    ich schreibe dir mal was mir bei dir durch den Kopf ging . Es muss nicht auf dich zutreffen aber es war plötzlich da. :)

    täglich grüßt das Murmeltier. Es ist nicht leicht die Sucht zu verstehen und noch weniger die daraus zuziehende Schritte , besonders wenn man sie selbst tun müsste. Dann warten man lieber ab und hofft auf einen guten Tag, dann sieht es doch schon besser aus. Gelöst ist zwar nichts aber herausgeschobenen bis zum nächsten tieferen Fall.
    Abwarten, aussitzen, das wird schon wieder. Sich hier mitteilen, das alles beim Alten ist aber das Fortschritte erkennbar wären und sich dabei in der Opfer rolle wohlfühlen. Dann noch dazu schreiben das man bei sich ist und es lernt . Das dieses Schönreden auch Symptome sind wird zweckmäßig wiederum schön geredet.

    liebe Uschi, nun sind das alle Symptome, die ein nasser Alkoholiker an den Tag legt. Wenn die Co-Abhängigkeit eine vergleichbare Sucht ist dann sollten die Alarmglocken läuten.

    Das waren aber nur meine Gedanken und müssen nicht auf dich zutreffen .

    Vielleicht kannst du was damit anfangen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mina,

    das kann dir niemand beantworten.

    Ich würde es nicht trinken . Es kann durch den Geschmack oder dem Restalkohol zu einem Rückfall führen. Ich würde mich nur selbst fragen warum es mir so wichtig wäre, gerade so ein Getränk zu mir zu nehmen.

    Aber das ist sein Problem und er ist für sich selbst verantwortlich. Sonst niemand.

    Gruß Hartmut

    Hallo,

    ich kenne mich nicht aus und wenn das bei mir so ist , dann lasse ich es einfach weg. Ich brauche es nicht zum überleben und habe keinen Verzicht es stehen zu lassen.

    Warum auch, wenn ich zufrieden trocken bin :wink:

    Gruß Hartmut

    Hallo Avalon222

    die Erkenntnis krank zu sein und der Wille was dagegen zu tun ist die Grundvoraussetzung für alles was danach folgt. Ist diese nicht da oder es wurde kein persönlicher Tiefpunkt erreicht, dann ist es schwerlich auch Maßnahmen umzusetzen die zur Gesundung beitragen.

    Das Leid muss tiefer sitzen wie die Liebe zu dem Suchtmittel oder zum Partner. Da aber auch bei der CO-Krankheit die Opfer rolle dazu gehört macht es nicht einfacher.

    Es werden hier Erfahrungen weitergegeben , wie sich der einzelne aus der Sucht löste. Alle Erfahrungen sind auch nicht eins zu eins übertragbar.Es sollte auch keiner zur Trennung raten aber auch nicht darüber schweigen, wenn es ihm geholfen hat. Leider gibt es nicht den Königsweg.Aber es gibt eine Tendenz, die zur Zufriedenheit führt und das ist meistens nicht der Weg, der dem einzelnen oder in seinem Denkschema passt.

    Gruß Hartmut

    Hallo Uschi,

    noch kurz eine Antwort für Avalon222 und ich bin hier weg. :wink:

    Zitat

    Ist aber für einen Co der Alkoholiker das Suchtmittel ?oder liegt diese Sucht oder Abhängigkeit nicht in uns selber?Und projezieren wir diese Abhängigkeit nicht auf den alkoholkranken Partner ? Ich als CO habe gelernt ,das nicht der trinkende Partner des Wurzels Übel ist, sondern meine Denkweise,meine Schuldgefühle.

    In mir steckt die Sucht und das was mich süchtig gemacht hat ist das Suchtmittel. Da ist es unerheblich ob es Wein ,Bier, Schnaps, oder Whiskey war , das mich süchtig machte. Denn das sind nur die Überbegriffe und Verschleierungsversuche für den Alkohol. Nun habe ich auch noch keinen Alkoholiker trocken werden sehen, mit einer Flasche Bier in der Hand, oder in einem nassen Umfeld.

    Wenn ich das auf CO beziehe dann ist es unabhängig ob da nun der Partner X der Auslöser ist oder ob es schon tief in mir verwurzelt ist. Zuerst muss ich mich aus dem Umfeld entfernen um zu gesunden.In einem "nassen CO-Umfeld" geht das in meinen Augen nicht.

    Uschi nun bin ich ganz brav und verzieh mich wieder. :)

    Gruß Hartmut

    Hallo prof_schroeder

    ich gehe mal kurz hier avalon222 ein.

    Zitat

    Und ich persönlich bezweifele das ein Co gesund wird, wenn er sich nur vom alkoholkranken Partner trennt.Er bleibt trotzdem Co und fällt eventuell wieder in die nächste Cobeziehung.
    Ich denke, um aus einer Cobeziehung rauszukommen muss man sich erst einmal mit sich selber befassen.Warum man aushält und wie man sich Schritt für Schritt abgrenzen kann vom Cosein. .

    das ist eine wichtige Erkenntnis. Jedoch kann ich auch nicht gesunden wenn das Suchtmittel (in diesem Falle der Alkoholiker) sich in umtitelbarer Nähe befindet. Da kann ich mich nicht mit m,ir selbst befaseen oder an mich denken. Das ist ähnlich gelagert wie bei einem "nass denkenden" Alkoholiker. Der glaubt auch das es ausreicht nur das Glas wegzustellen und sonst nichts zu ändern.

    Hallo Uschi.

    Trennung löst genauso wenig eine Co-Abhängigkeit wie keine Trennung.
    Es geht aber im Endeffekt erstmal um die Loslösung vom Suchtmittel und das erlernen eines Co-freien Lebens. Das da die verdammten Gefühle, wie Liebe, Zuneigung , Helfen Wollen und Mitleid dagegen stehen macht es nicht einfacher. Nur in der Co-Rolle verharren und aussitzen hat noch niemand gesunden lassen.

    Zudem ist das auslassen über das Verhalten des nassen Partners, ähnlich wie ein Stammtischgespräch eines Alkoholikers. Es wird mehr dem Suchtmittel die Aufmerksamkeit gewidmet als die Loslösung davon.

    Das waren mal meine Gedanken dazu. Mit Erfahrungen kann ich dir leider da nicht dienen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    fast 9 Monate war dieser Thread aus meinem Gesichtsfeld verschwunden. Gut das ich eine Lesebrille habe und mich auf die Schatztruhe , die das Forum bietet, zurückgreifen kann. :)

    Meine gewagte These.
    Zielführend aus der Co-Krankheit geht nur über sich selbst und nicht über den Nassen Alkoholiker. Er ist als Mensch wichtig, jedoch als Kranker weiterhin das Suchtmittel, das den Co-Kranken nicht gesunden lässt. Loslösung vom Suchtmittel und Kapitulation vor der Krankheit ist ausschlaggebend für den Co. Abgrenzung und Trennung sehe ich da als ersten Schritt.

    Somit ist es auch unwichtig was der Alkoholiker als Partner /Freund oder Verwander in seiner Sucht macht oder anstellt. . Es ist ein Suchtverhalten seinerseits , das sich mit der Co Krankheit regelrecht ergänzt, wenn sich davon nicht gelöst wird.

    Was bleibt ist ja noch die Frage, ob ich CO-Krank bin ,oder nur ein Schlupfloch suche ,das es mit meiner Beziehung wieder klappt und den Schuldigen aller Probleme den "Alkohol" ausgemacht habe.

    kann man(N) :) das so stehen lassen? Was meint Ihr dazu?

    Gruß Hartmut

    Hallo Franky,

    es geht ja nicht hier um meine Einschätzung oder die Funktion als Moderator. Wichtig ist das du für dich richtig einschätzen kannst.

    ich habe aber für mich leider erfahren müssen das meine eigene Einschätzungen meist daneben waren.

    Du bist unter ärztlicher Aufsicht und das ist gut so.

    Weiter machen bevor wir aufhören :)

    Gruß Hartmut

    Hallo Franky,

    als ich kapituliert hatte, war mir alles egal, ich wollte nur Hilfe.

    Zitat

    bin ich sofort zu meinem Hausarzt und gleich erzählt, das ich einen brutalen, tagelangen Saufrückfall hatte, er hat mich dann auch sofort in eine Entzugsklinik über weisen wollen, das wollte ich aber nicht,

    es ist echt Klasse ,das du dahin bist, aber du sondierst schon wieder. Doch noch nicht ganz kapituliert? Nach Hause gehen, mit einer Selbstmedikation, bei Entzugserscheinungen, halte ich für mehr, als bedenklich.

    Denke mal darüber nach.

    Gruß Hartmut