a stellt sich bei mir die Frage, wenn deine Abstinenz nach dieser langjährigen Nüchternheit in Fleisch und Blut übergegangen ist und du ein zufriedenes Leben ohne Alkohol führst, ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, daß dein Suchtgedächtnis es schafft, dich wieder in die Flasche zu ziehen?
Nein.
Hältst du das tatsächlich noch für möglich??
Ja
Alkoholismus und Rückfall lassen sich nicht in Wahrscheinlichkeiten berechnen. Wer Rückfallrisiken ausschließt , hat die Erkrankung noch nicht wirklich akzeptiert. Ich bin alkoholkrank , das bleibt. Die Krankheit ist gestoppt, nicht geheilt. Punkt.
Rückfällige berichten auch dass gerade das Gefühl „Ich habe es geschafft“ sie wieder zum Saufen gebracht hat. In diesem Moment werden die emotionalen Auslöser oft unterschätzt.
Denn, wie bekannt , beginnt ein Rückfall nicht mit dem ersten Schluck aus dem Glas, sondern viel früher im Kopf. Der Gedanke entsteht, das Glas ist lediglich die sichtbare Vollendung eines schon abgeschlossenen inneren Prozess