.große Herausforderung wird Mitte Oktober ein "Tambun" in Nordthailand - obwohl religiös inspiriert saufen da hunderte Menschen um mich herum im 3 Tages Turnus....wobei, obwohl Alkoholiker, mich offensichtlich angetrunkene ziemlich nerven...
auch da schlummert schon ein Plan in mir wie ich das ohne Gesichtsverlust zum Großteil meiden kann...
Aus Angst vor Gesichtsverlust mitmachen? Ich verstehe. In nassen Kreisen gilt: Wer mitsäuft, gehört dazu. Wer aufhört, steht außen vor. Eine Alternative wäre, das Umfeld zu wechseln raus aus dem feuchtfröhlichen Kreis, rein in ein trockenes Umfeld. Dort interessiert es niemanden, ob oder warum du nichts trinkst.
Natürlich kämpfte ich auch manchmal innerlich. Es zieht einen hin. Aber das ist bloß eine alte, nasse Gewohnheit, die durch das frühere Mitsaufen schön auszusehen schien. Das Einzige, was ich eigentlich damit verband, kam mir erst in meiner trockenen Zeit: das Saufen, um zu zeigen, was für ein harter gesellschaftlicher Hund ich doch bin.
Heute ist es mir egal, ob mir ein Fest, eine Feier oder irgendeine Situation zusagt – sobald dort Alkohol im Spiel ist, halte ich mich fern. Ich hatte schließlich meinen Grund, mit dem Saufen aufzuhören, und der war einfach: Überleben. Mein Leben war mir schlichtweg wichtiger als der Beifall von Menschen, denen mein Wohl nichts bedeutet.
Wenn mich andere Alkoholiker nerven, hat das nichts mit ihnen zu tun – das ist mein Spiegelbild. Ich urteile insgeheim über mich selbst. Die Ablehnung gilt nicht ihnen, sondern dem Teil in mir, den ich nicht sehen will. Selbsttäuschung statt Selbstannahme.
Mein Tipp: Schaffe dir ein trockenes Umfeld, wenn du es dir wert bist.
Oder bleib in dem nassen. Dann kannst du sicher sein, dass du irgendwann wieder mitsäufst – entweder aus der Sucht heraus oder weil es in einer nassen Welt ohne Alkohol gar nicht gefällt.