Beiträge von Hartmut

    An alle „ Alkoholiker“ ( finde das Wort nicht schön )

    Ich finde das Wort "Avocado" nicht schön, beschreibt jedoch das, was es ist.

    Also bei mir ist es so oder so vorbei ob er in Therapie geht oder nicht, sind ja noch viele andere Faktoren.

    Wenn es vorbei ist, warum interessiert es dich noch? Eine versteckte Hoffnung, ihn doch noch auf den Pfad der Trockenheit zu bewegen?;)

    Aber ich kann dir aus meinen Erfahrungen sagen, dass jeder Alkoholiker weiß, dass er Alkoholiker ist und jeder weiß, dass Abstinenz die beste Lösung ist. Doch nicht jeder schafft es, diese Erkenntnis dann in Abstinenz umzusetzen.

    Entweder fehlt ein ausreichender Tiefpunkt oder er hat sich bereits so weit weggesoffen, dass er keinen Sinn darin sieht. Dann gibt es diejenigen, die sich nicht als Alkoholiker sehen, sondern nur von außen so gesehen werden. Da braucht es auch keinen Handlungsbedarf.

    Vielleicht rede ich ja zu wenig darüber?

    Solange sie noch trinkt, kannst du sagen, was du willst. Schau dich mal bei CO um. Deine Abstinenz hält ihr einen Spiegel vor, und jeder Satz in diese Richtung wird als Angriff gewertet.

    Es sind die gleichen Argumente, die sie als Antwort gibt wie in meiner nassen Zeit. Damals musste ich auch aus allen möglichen Anlässen trinken, um mein Trinken zu rechtfertigen. Nicht nur rechtfertigen, sondern auch sicherstellen, dass ich in Zukunft lange weiter trinken kann, ohne wieder Gründe anzubringen.

    Aber schau doch mal auf dich selbst zurück, als dir jemand gesagt hat, du trinkst zu viel, du bist Alkoholiker? Oder denk mal darüber nach, was du selbst gedacht hast, als du in deiner nassen Zeit auf einen Alkoholiker getroffen bist? Da wirst du das Verhalten deiner Frau nachvollziehen können.

    Woher willst du wissen, wann mein Quartal endet! Dieses Quartal endet nicht! Das ist beschlossene Sache und naklar muss ich aufpassen! Mein Entschluss, hab ich unterschrieben, als ich hier im Forum gesagt habe: ich bin ALKOHOL!KER! I

    Es ist jedoch auch nicht unüblich, dass Alkoholiker rückfällig werden können, und wenn Bedenken angebracht sind, wenn nicht hier wo dann? Keiner, der sich hier angemeldet hat und den Weg in die lebenslange Abstinenz eingeschlagen hat, hatte einen Rückfall im Kopf.

    Ich beobachte dieses Forum jedoch schon seit 18 Jahren und die Quote der Rückfälligen ist zwar gefühlt geringer als die Statistik angibt, aber dennoch trinken Hunderte wieder.

    Bei uns gibt es das Sprichwort "du glaubst doch im Traum nicht daran", wenn man etwas nicht glaubt.

    Aber wer träumt da, ich oder meine Suchtstimme? Welche Bedeutungen kann es haben?

    "Du glaubst im Traum nicht daran, Alkoholiker zu sein."

    Da braucht es eben immer wieder eine Auseinandersetzung, solange ich es so einordne, wie es ist. Es ist nur ein Traum. Wenn es mich beunruhigt, dann ist eventuell noch ein Stück Wahrheit dran?

    Also am Ball bleiben und sich immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen stellen.

    Und siehe da, nicht nur das. Auch : Müdigkeit, Schwäche, Benommenheit, Stimmungsschwankungen, selten auch Depressionen.

    Habe ich zurzeit auch. Vielleicht etwas wetterfühlig und der Kreislauf muss sich langsamer anpassen als sonst.

    Übrigens ist es nicht unüblich, Symptome auf das Absetzen des Saufens zu deuten, jedoch bleibt es hypothetisch, sonst könnte ja der Eindruck entstehen, Saufen hilft und hat gute Eugenschaften.

    Die Einrichtung bietet nur Doppelzimmer an.

    Nun ist mir bekannt das die Wunsch Klinik nachweislich für die Erkrankung geeignet sein muss. Zwischen dem Kostenträger und der Einrichtung muss ein Versorgungs- oder Belegungsvertrag bestehen, und die Klinik muss nach den geltenden Qualitätsstandards zertifiziert sein.

    Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, darf die Wunschklinik nach Gesetz nicht abgelehnt werden. Dies gilt ab dem 1. Juli 2023.

    Aber was nicht ist ist eben nicht . Nun gehöre ich auch zu den Menschen, und so schätze ich dich auch ein, die mit den drei H ausgestattet sind. ;)

    Höfliche Härte Hilft Und das letzte Wort ist nicht gesprochen. Eventuell Schlafapnoe?


    Dass ich trockener Alkoholiker bin, teile ich in jedem Fall mit.

    Gerade bei Ärzten ist das wichtig.

    Die Reha, die mir jetzt genehmigt wurde, läuft auf Veranlassung des Arbeitsamts, weil ich offizielll nicht arbeitsfähig bin und die mich gerne los wären. Leider habe ich da wohl keine Wahlmöglichkeit bei der Reha-Einrichtung.

    Ich habe das bislang positiv gesehen, ich gehe nächstes Jahr sowieso offiziell in Rente und mein Gedanke war, ich kann mich da ja noch mal fitmachen lassen.
    Jetzt steht da aber drin, nur Doppelzimmer.

    Nun besteht Wahlrecht des Krankenhauses oder Reha-Hauses, wenn die Indikation dieselbe ist, auch bei Reha. Das aus meinen Erfahrungen von zwei REHA- und Krankenhausaufenthalten wegen einer anderen Geschichte. Zudem habe ich hier zuvor dann angerufen und ein Einzelzimmer klargemacht, was ich bei REHA immer hatte. Bei Krankenhausaufenthalt ist das etwas anderes.

    Anrufen, sich erkundigen und gut ist. Entweder direkt den Rentenversicherungsträger oder die Klinik. Ich habe auch keinen Widerspruch eingelegt, wenn es mir nicht passte, das dauerte immer so lange, sondern dort angerufen und gefragt, welche Möglichkeiten bestehen.

    Einen Satz dafür danke ich dir, das wird hin und wieder vergessen, die Betäubung Darmspiegelung

    Und wegen der Betäubung auch schon angemeldet, dass ich früher viel vertragen habe.

    Es ist nicht nur für den Darm, sondern auch bei allen Kurzzeitbetäubungen wichtig. Ich hatte es das erste Mal beim Zahnarzt nicht auf dem Schirm, umso mehr war er überrascht, als er nachspritzen musste.

    Hallo Blendi,

    aus der Sucht auszusteigen oder besser gesagt, sie zu stoppen, ist erstmal keine Wissenschaft. Als ich hier ankam, hatte ich keinerlei Ahnung, wie das funktionieren kann, nur irgendwelche Informationen, die nicht einzuordnen waren. Ich war schon überfordert mit dem Gedanken, nie wieder saufen zu können.;)

    Deswegen habe ich, um es mal abzukürzen, einen Weg gesucht, der mich erst einmal stabilisiert. Da war es mir egal, wie oder was im Kopf abging, welche Synapsen mit welchen Neurotransmittern sich zusammentun und Party feiern wollten.

    Einfach jeden Tag etwas tun. Ein alkoholfreies Umfeld schaffen, Sauffreunde meiden, Feste und Feiern wie Geburtstage, bei denen der Alkoholkonsum im Vordergrund steht, sowie Urlaube im ersten Jahr vermeiden und die Zeit sinnvoll nutzen. Nicht auf den Alkohl zulaufen aber sich vorbereiten was zu tun ist wenn man drauf trifft.

    Und vor allem schreibe dir die Finger wund, wenn irgendetwas nicht passt, so wund, dass es schon weh tut, eine Flasche in die Hand zu nehmen.:mrgreen: Da wächst du ganz einfach Tag für Tag ins trockene Leben hinein.

    Und vor allem, nicht jedes Zipperlein, jede Verstimmung oder sonstiges Wehwehchen mit dem Saufen in Verbindung bringen. Das hat rein gar nichts damit zu tun. Denn diese Zipperlein hat jeder andere auch, der kein Alkoholiker ist.

    Und schlage dir ruhig als Motivation mal auf die Schulter, denn du hast etwas geschafft, was Millionen nicht schaffen. Du bist ausgestiegen.

    Ich schrieb ja von der nassen Nachbarin. Nun ist Sonntag ihr Lebensgefährte verstorben. Sie klingelte bei mir weil sie natürlich Trost brauchte. Ich ahnte natürlich dass sie betrunken ist, was sie auch war, liess sie aber trotzdem rein. Ich weiss von hier ich solle mich sehr lange Zeit erst mal von alkoholisierten Menschen fern halten soll, weil es mich triggern könnte. Aber hätte ich das Häuchen Elend vor der Tür stehen lassen sollen?

    Meine Nüchternheit zuerst, das ist ein Grundsatz, den ich unabhängig von den Umständen einhalte. Wenn jemand betrunken vor mir sitzt, bitte ich ihn, seinen Rausch auszuschlafen und mich danach wieder zu kontaktieren.

    Ich mache mich keinesfalls zum CO n eines Alkoholikers und fahre nicht in den Laden, damit er sich Alkohol kaufen kann.

    Dann kannst du ja wieder Alkohol trinken,wenn er keine Rolle mehr spielt.

    Das ist ja nur ein Hinweis.

    Wenn Alkohol keine Rolle mehr in der Sucht spielt, kann ich wieder saufen; wenn er eine Rolle spielt, eben nicht. So war das gemeint.

    Nun gehöre ich zu den Alkoholikern, die sehr akribisch vorgegangen sind, und das mache ich heute noch so. Nicht verkrampft, sondern mehr darüber entspannt nachgedacht. Normalerweise bräuchte ich keine Austausch mehr in diesem Sinne, aber es ist immer gut, sich an die Anfänge zurückzuerinnern.

    Ich weiß nicht,wie ihr das definiert

    Ich weiß nicht wen du mit Ihr meinst. ;)

    Für mich bedeutet das Folgendes: Ich habe durch Alkohol eine Sucht entwickelt, und jedes Mal, wenn ich wieder Alkohol trinke, aktiviere ich die Sucht. Selbst wenn ich keinen Alkohol konsumiere, er gedanklich gerade keine Rolle spielt oder ich ihn nicht vermisse, ist er fest in meinem Leben verankert. Der Austausch über meine Sucht dreht sich deshalb immer um den Alkohol.

    Selbst im Schlaf laufen viele lebenswichtige Funktionen unseres Körpers unbemerkt weiter, genau wie eine Sucht, die im Hintergrund schlummert und jederzeit wieder aufleben kann. Aber das nur mal philosophisch am Rande.

    Ich bin der Letzte, der sich in Beziehungen einmischt und meine Lösung als die Lösung anpreist. Ich komme aus der Alkoholiker-Ecke und bin in einem EKA-Haushalt aufgewachsen. Jedoch erlebte ich keine Gewalt, nur gewisse Peinlichkeiten.

    Nun habe ich deine Geschichte mal durchgelesen, und da kommt die Frage auf: Was würde sich ändern, wenn du nichts änderst?

    Plane nicht zu weit voraus. Du willst gehen, weil es nicht mehr funktioniert. Also geh. Du hast Bedenken, dass die Kinder ihren Vater verlieren, was Unsinn ist. Er hat es doch selbst in der Hand, ein Vater zu sein. Er ist doch nicht so doof, um nicht zu wissen, dass sein Saufen der Grund ist. Auch nicht so doof, um zu wissen, dass er, wenn er nicht mehr aufhören kann, Alkoholiker ist.

    Und ich halte dich nicht für so naiv, dass du nach Gründen suchst, etwas nicht zu tun, was notwendig ist, denn dann würdest du nichts anderes tun als er selbst. Du hast dich ja schon einmal hier angemeldet.

    Ein Richtig gibt es nicht, es gibt ein Tun, und ab da entwickelt es sich weiter.

    Echt? Inwiefern?

    Ich denke überhaupt nicht an Alkohol im Alltag. Deswegen bin ich hier im Forum, damit ich eben nicht vergesse, dass ich süchtig bin. Damit nicht die Sucht plötzlich von hinten reinschleicht, ohne dass ich es bemerke.

    Auch wenn ich nicht ständig an Alkohol denke, spielt er trotzdem eine Rolle in meinem Leben. Andernfalls wäre ich nicht süchtig und müsste mich nicht über die Sucht austauschen.

    Nur schreibe ich nicht mehr so viel, weil Alkohol in meinem Alltag keine Rolle mehr spielt.

    Dann kannst du ja wieder Alkohol trinken, wenn er keine Rolle mehr spielt. Oder?;)

    Wenn du mir verrätst, wie du das machst, wäre ich dankbar. In meinen fast 18 Jahren spielt der Alkohol jeden Tag eine Rolle. Die Sucht vergisst den nicht.

    Ich habe das Tief ohne zu trinken verlassen können.

    Und beim nächsten Tief greifst du dann zur Flasche? Rhetorische Frage.;)

    Mein Tipp , Hau dir das mal aus dem Kopf.

    Versuche mal die Verbindung zwischen deinem eigenen Zustand und dem Saufen zu kappen. Schaffe dir Ersatz . Sonst landest du immer wieder an diesem Punkt. Ich kann ja meinen emotionalen Ausnahmezustand nicht mit Alkohol zuschütten. Bringt ja nichts. Danach ist das Jammern noch größer.

    Und die gern genommene Ausrede, du musstest ja saufen, weil dich keiner erhört hat, fällt dann auch weg.

    Übrigens, ich schreibe meist nicht um den heißen Brei herum. Nie bös gemeint, nur der Sucht geschuldet.;)

    Ich bin kein Freund davon, in einer Beziehung Ratschläge zu geben, denn jede Beziehung verläuft anders. Wenn ich das auf mich beziehe, bin ich auch nicht das Standardmodell. Zudem ist hier nicht der Raum dafür, weil viele selbst beziehungsunfähig sind, sei es durch Co-Abhängigkeit oder Alkoholismus. Dazu sind Profis notwendig.

    Zum Thema hier: Für mich ist es essentiell wichtig, dass meine Trockenheit nicht gefährdet wird, egal was um mich herum passiert. Wenn das der Fall ist, hat es keinen Platz mehr in meinem Leben.

    Aus dem einfachen Grund, dass ich mich schon einmal fast zu Tode gesoffen habe.

    Nun habe ich bei mir Regeln aufgestellt, die ich für mich richtig erachte, und die Partnerin musste da mitziehen, da sie kein Problem mit Alkohol hatte und auch gar nicht verstand, warum und wieso überhaupt Alkohol im Haus sein müsste.

    Wenn eine Beziehung beidseitig Probleme mit Alkohol hat, wird es sicherlich schwieriger, da erfahrungsgemäß einer auf der Strecke bleibt. Und bei aller Liebe ist ein notwendiger Egoismus eben bei dem, der aus der Suchtspirale rausgeht, Programm.

    Vielen Dank für Eure Einschätzung, die ich prinzipiell teile. Darf ich hier weiter bleiben, auch wenn ich den Trip nicht storniere?

    Solange du nicht säufst , kannst du dich hier austauschen.

    Du kannst auch tun, was du willst, aber es ist nicht sinnvoll, dem Alkohol nachzulaufen, auf Konfrontation zu gehen und mit Willenskraft zu versuchen, nichts zu saufen. Das hat in der Vergangenheit nicht funktioniert, sonst wärst du kein Alkoholiker, oder?

    Wenn ich mich zwischen einem Rückfall oder einer Stornierung entscheiden müsste, würde ich stornieren.

    Den Partner einzuweihen ist grundsätzlich gut, aber der Weg, trocken zu bleiben, ist ganz allein deine Sache. Verantwortung übernehmen, ein alkoholfreies Umfeld schaffen und vieles mehr.

    Steht in den Grundbausteinen, die dir Elly verlinkt hat.

    Und ja, ich sehe jeden Tag schönes.

    Ist das so? Wenn ich deinen Thread von Anfang bis Ende lese, könnte man meinen, du quälst dich durch das trockene Leben. Schnippisch unzufrieden und wirkst einfach nur genervt.

    Es könnte auch der falsche Eindruck sein, aber fehlt dir das Saufen? Warst du da nicht genervt? Wolltest du gar nicht aufhören? Würdest du wieder saufen, wenn du es unter Kontrolle hättest? Rhetorische Fragen.

    Für mich liest sich das alles nach Verzicht.