Beiträge von Hartmut

    Öfter gehört, dass sich welche outen, weil sie hoffen, dass ihre Umwelt dann auf sie aufpasst. Also sich gerade outen, um Verantwortung abzugeben.

    Das kann natürlich sein, aber 'aufpassen' heißt ja nicht wirklich aufpassen. Stattdessen stellt man sich selbst unter den Scheffel als Sicherheit: Wer will denn schon wieder saufen, wenn die Öffentlichkeit es weiß?

    Wenn ich das so mache, wie du es beschreibst, tausche ich nur die Flasche gegen Menschen aus. Dann bin ich nicht mehr nur von der Sucht abhängig, sondern auch von den Aufpassern. Es steht dann eher "Kümmere dich um mich oder ich saufe wieder" im Vordergrund.

    40 Jahre und ja das kam vor

    Ein unausgesprochenes Gesetz besagt, dass man erst dann wirklich trocken ist, wenn die Anzahl der Jahre, die man gesoffen hat, von der Zeit der Trockenheit überschritten wird.:mrgreen:

    Also, wenn du 20 Jahre lang wie ein Fisch im Wasser gelebt hast, dann brauchst du auch 20 Jahre der Trockenheit, bevor du das Prädikat 'trocken' überhaupt in Erwägung ziehen kannst.

    Das war jedoch nur scherzhaft gemeint und ich wünsche dir ein zufriedenes und langes Leben, damit du es erreichst.:whistling:;)

    Warum, jetzt sind es schon 27 Tage, was nichts ist das ist mir aber schon bewusst.

    Wie viele Jahre hast du getrunken und in welchem Verhältnis stehen 27 Tage dazu? Und Hand aufs Herz: Wär's da und dort nicht verlockend, einen Schluck zu nehmen? Schleicht sich dieser Gedanke nicht in deinen Kopf?

    Wenn das nicht so ist, Gratulation. Wenn doch, dann ist es eben nur eine Zeit, der standgehalten werden kann.

    Ich möchte nicht so rüberkommen als wüsste ich es besser und finde einen besseren Weg für mich, so ist das nicht.

    Also, mal Tacheles: Es geht hier nicht darum, das du verkehrt denkst oder was du machst, das ist nicht unser Bier. Wir sind trocken, und wenn jemand in der Kneipe zufrieden trocken bleiben kann, dann ist alles in Butter.

    Mir sind Alkoholiker auf dem Weg zur Trockenheit, die ehrlich und ungeschönt ihre Gedanken hier niederschreiben lieber , anstatt sie für sich zu behalten, weil sie Angst haben, eins auf den Deckel zu bekommen.

    Es geht hier nicht um persönliche Angelegenheiten, da stecke ich nicht drin. Es geht nur um die Sucht, die keine Emotionen hat und froh ist, die Lücken zu nutzen, die der Alkoholiker bietet, um endlich wieder saufen zu können

    Nun, du kannst es schaffen, wie jeder es auch kann, aber nur für sich allein.

    Meine Familie leidet stark darunter und an Silvester musste mir mein Sohn nach einem Sturz auf die Beine helfen, da ich seit ein paar Monaten motorische Probleme habe besonders nach dem Konsum denke ich das ich Alkoholische Polyneuropathie habe.

    Dein Eingangspost: Das ist die Alternative, wenn es zum Rückfall kommt. Auch nicht gerade entspannend, oder?

    Unweigerlich bewegst du dich darauf zu, wenn du deiner Sucht eine vermeintliche Entspanntheit unterordnest.

    Das Argument des Missionierens, ohne etwas aufzuzwingen, kannst du getrost vergessen – das zieht nicht. Vorgeschobene Gründe sind schließlich die Grundausstattung jedes Alkoholikers.

    Wenn du nicht bereit bist, etwas einzufordern, ist das in Ordnung. Aber bitte, belüge dich doch nicht selbst. Täusche dich nicht mit einer falsch verstandenen Rücksichtsnahme

    Also ich hoffe wir hören uns in 10-14 Tagen wieder.

    Bin gespannt.

    Übrigens habe ich das genau deswegen nicht bei Dir geschrieben, weil ich es NICHT als Empfehlung für Andere geschrieben habe, sondern als meins.
    Es ist ein bisschen Gratwanderung für mich, was ich hier schreibe, da vieles so ähnlich ist, dass ich es mühelos verstehe, und manches aber doch anders.

    Nun, es gibt hier einige Langzeittrockene die Abweichungen in ihren Weg zu den Grundbausteine aufweisen. Das ist jedoch nicht weiter schlimm. Selbsthilfe bedeutet, dass der Alkoholiker sich das herauszieht, was er für sich braucht.

    Dass wir hier die Grundbausteine etabliert haben, hat den Sinn, dass sie funktionieren und das Aushängeschild des Forums von Anbeginn sind. So wie in anderen Gruppen andere Regularien gelten, gilt auch hier.

    Mache dir aber nicht soviel Kopf, sollte etwas abweichen. Wenn ich/wir es als bedenklich betrachten, stellen ich/ wir auch klar, warum wir es für bedenklich halten. Erfahrungen die du gemacht hast, lassen sich ja nicht wegzudiskutieren; sie wurden gemacht.

    Sie können jedoch immer hinterfragt werden, ob sie zu jedem passen. Ich hoffe, ich konnte da etwas klarstellen.

    Ja, es war ein Kompromiss. Aber sonst hätte ich einfach weitergesoffen.

    Würdest du heute auch noch so denken?

    Ich komme aus einer Branche, in der es zum guten Ton gehört, nach Meetings und Erfolgen anzustoßen. Ich habe mich jedoch bewusst daraus zurückgezogen und mich im selben Berufsfeld als "Alleinunterhalter" weiter gemacht.

    Mein Senf zum Thema Rausschleichen

    den hättest du auch im besagten Thread schreiben können.;)

    Es gibt sowohl Alkoholiker , die sich mit dem Entzug auskennen, als auch solche, die weniger informiert sind. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Unwissende versuchen, Stärke zu demonstrieren, so wie du es geschrieben hast: 'Wer trinken kann, kann auch arbeiten.' und Kalt entziehen. Zudem war es in den Trinkpausen gang und gäbe.

    In diesem Forum achten wir darauf, dass solche Aussagen vermieden werden. Jeder, der aufhören möchte, kann einen Arzt aufsuchen, um Risiken auszuschließen. Das steht im Einklang mit unseren Prinzipien hier. Es ist ein Unterschied, ob man in einer Gruppe von 5-10 Personen spricht oder in einem öffentlichen Internetforum, das täglich von zahlreichen Menschen gelesen wird.

    Und jemand, der noch pitschnasses Denken hat, saugt solche Informationen auf und denkt er könne das auch machen . Alles schon erlebt. Auch jemand, der in einem Bus auf einer Ferienfahrt einen Krampfanfall bekommen hat, und die Frau, die verzweifelt versucht hat, ihm Sekt einzuflößen, um das Übel zu beseitigen. Dann kam der RTW.

    Ich kann nachvollziehen, dass du dich in deiner Gruppe nicht wohlgefühlt hast. Vieles von dem, was du geschrieben hast, entspricht zwar unseren Grundprinzipien /Grundbausteine und auch dem gesunden Menschenverstand.

    Dennoch gibt es Phänomene wie Suchtdruck oder Ähnliches, die dir unbekannt sind weil du sie nie erlebt hast. Man kann sich als jemand, der solche Erfahrungen nicht gemacht hat, manchmal ziemlich isoliert fühlen.

    Was ich nicht selbst erlebt habe , bleibt mir auch fremd.

    Diese spezifischen Eigenschaften sind fast Alleinstellungsmerkmale unter Alkoholiker und die Mehrheit der ehemaligen Säufer hat eben nicht das Glück und müssen dann da durch.

    Und Risiken musste ich eingehen, weil in den letzten Jahren der Job und Feierabend meine grössten Saufrisiken waren

    Ich musste nie ein Risiko eingehen, da ich meine Nüchternheit an erste Stelle gesetzt habe. Niemand hat mich dazu gezwungen, Risiken einzugehen. Das, was du beschreibst, sind Kompromisse, die du für dich aus materiellen Gründen eingegangen bist.

    Ich denke, dass es für die meisten Menschen bei Weitem nicht so interessant ist, wie jetzt für mich selbst.

    Das Schöne an mir ist, dass ich für mich trocken bin und mir wenig Gedanken darüber mache, wie es andere handhaben. Es ist eben mühsam, wenn jemand denkt, dass die Erde eine Scheibe ist und das Runde nicht wahrnimmt, ihn davon zu überzeugen. Soll er am Rand runterfallen und gut ist.

    Für mich gehört es auch zur Ehrlichkeit dazu, sich mal über die eigene Opferrolle Gedanken zu machen

    Mich ehrlich zu machen, begleitet mich bei der Sucht schon immer.

    Aber nicht jeder kommt jedoch mit gestärktem Selbstbewusstsein oder unbeschadetem Selbstwertgefühl aus der Sucht heraus. Für mich bedeutet Ehrlichkeit auch nicht, es öffentlich kundzutun, um anderen zu zeigen, wozu man bereit ist.

    Es ist eine intime, persönliche Angelegenheit, die ich sorgfältig abwäge. Doch wenn ich auch nur eine minimale Chance habe, trocken zu bleiben, nutze ich sie.

    . Neulich hab ich bemerkt das meine Frau Wein getrunken hat,

    Am Anfang dachte ich, mir würde es nichts ausmachen, wenn andere in meiner Nähe trinken. Aber das war natürlich Quatsch. Cravings können nach ein paar Tagen plötzlich aus dem Nichts kommen und dann stehe ich da und frage mich, wie das passiert ist.

    Jede Situation, die ich nicht meiden will oder denke, dass ich sie nicht umgehen kann, birgt Risiken. Wenn ich aber wirklich dieses nüchterne Leben will, dann lasse ich den ganzen Unsinn einfach bleiben.

    Bücher oder Fernsehsendungen zur Sucht? Nein, danke. Die sind meistens nur aus kommerzieller Natur . Ich sehe das grundsätzlich skeptisch, weil sie oft verfälscht oder unvollständig sind, nur um die Einschaltquoten oder Verkaufszahlen zu pushen.

    Manche Bücher können hilfreich sein, ein Beiwerk vielleicht. Aber wenn sie nicht von einem trockenen Alkoholiker geschrieben wurden, dann ist das für mich nur Geschwätz. Erfahrungen durch Bücher zu ersetzen? Finde ich nicht machbar.

    Wenn diese Erfahrungen offen und ehrlich in einer Selbsthilfegruppe geteilt werden, erspart man sich viele Fehlversuche.

    Meistens wird das Rad in Büchern und Sendungen neu erfunden und dann aus Marketinggründen als ultimative Lösung verkauft. Und ich kenne keinen Alkoholiker, der nur durch ein Buch trocken wurde.

    ch hoffe, ich darf in diesem Bereich auch schreiben.

    Natürlich da ist es auch egal, ob kritisch oder ähnlich, denn das macht den Austausch aus.

    Ich unterscheide dabei von Meinungen und Erfahrungen, was aber meins ist. Was ich da und da auch sehr driekt zum Ausdruck bringe.

    Zudem bin ich nicht der Trockenpapst und erlaube mir auch hier und da falsch zu liegen. Trockenarbeit hört nie auf.

    Vorgeschobene Gründe und das Rausschleichen aus der Sucht sind keine Seltenheit.

    Viele Alkoholiker schieben Gründe vor und haben Angst, erkannt und abgestempelt zu werden. Schließlich möchte man aus Eigeninteresse keine Angriffsfläche bieten. Doch das kann sich als Bumerang herausstellen und in einem Rückfall enden.

    Ich schließe mich da nicht aus. Bei meinen Versuchen, trocken zu werden, habe ich das selbst so gehandhabt und dachte, ich müsse es auch weiterhin so machen. Endete in einem fast tödlichen Rückfall.

    Wenn mir das Ausmaß meiner Handlungen nicht klar ist, ich die Alkoholerkrankung auf die leichte Schulter nehme und denke, ich kann mit Rückfällen leben, weil sie dazugehören, und ich bereit bin, mit dieser Ansicht auch daran zu sterben, dann kann ich das machen. Aber ist das wirklich das Ziel?

    Dieser Thread soll nicht dazu dienen, zu diskutieren, warum ich mich hinter der Sucht verstecke, sondern die Ernsthaftigkeit dieser Krankheit zu unterstreichen. In aller Regelmäßigkeit verrecken Alkoholiker an der Sucht.

    Rausschleichen beginnt bei mir damit, nicht zum Arzt zu gehen, den kalten Entzug zu machen, Wege zu suchen, um nicht aufzufallen. Im stillen Kämmerlein mit mir selbst auszumachen, da ich nicht den Anschein geben will, alkoholkrank zu sein. Außerdem suche ich nach Gründen, warum ich nichts trinke, halte mich weiterhin in gefährlichen Bereichen auf und rechtfertige mich mit der viel umschrieben "Individualität"

    Ich denke, Ehrlichkeit ist der Weg, der am meisten hilft. Natürlich treffe ich auch auf Menschen, die nicht den geistigen Horizont haben, um zu verstehen, was Sucht bedeutet. Da halte ich mich zurück oder ignoriere die Stammtischparolen von denen, die zu allem eine Meinung haben, aber deren IQ unter der Grasnarbe liegt.

    Ich bin schon seit ein paar Tagen trocken, aber gerade am Anfang halte ich es für besser, sich nicht hinter eigenen Ausreden zu verstecken, sondern offen und ehrlich mit mir selbst umzugehen. Alkohol endet tödlich und das ist keine Diskussionsgrundlage.

    Und hier, wenn ich mich mal öffne, gibt es auch "gefühlt" was auf die Mütze, wenn Wege eingeschlagen werden, die aus den Erfahrungen heraus in Rückfälle führen. Ich muss mich nicht rechtfertigen, wenn ich das Gefühl habe, es wäre gut, ohne Fallschirm aus dem Flugzeug zu springen . Das brauche ich nicht, aber ich muss mir doch in irgendeiner Form sagen lassen, dass das nicht gerade von Erfolg gekrönt ist.

    Deswegen habe ich mich hier angemeldet und meine Einsichten am Stammtisch gelassen, weil sie nie erfolgreich waren. Und wenn ich eine Blaupause habe, die grob, aber zielführend einen Weg aufzeigt, umso besser. Grundbausteine sind doch hier klar zu lesen. Nicht dogmatisch , sondern pragmatisch.

    ch kann ganz beruhigt unter Menschen gehen, da sich meine Sucht im Verbogenen abgespielt hat, Stressabbau, sich die Welt schön trinken, Einsamkeit, dass sind die Anlässe.

    Nun ist die Sucht zu komplex, um bereits am Anfang und im Voraus sagen zu können, was mir schadet und was nicht. Besonders dann, wenn schon mehrere Versuche unternommen wurden, die nicht erfolgreich waren. Viermal aufgehört zu haben und rückfällig geworden zu sein, unterstützt deine These nicht.

    Hier mal der Link zu den Grundbausteine die von Langzeitabstinenten zusammengetragen wurden und sich als erfolgreich erwiesen haben. Kennst du Sie schon?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Heute ist ein guter Tag, es ist Sonntag, ich habe nicht getrunken und gehe gleich zu einem Konzert.

    Nun weiß ich nicht, was das für ein Konzert ist. Wir empfehlen, zumindest im ersten Jahr, wo vordergründig gesoffen wird, das zu meiden.

    ich arbeite im medizinischen Bereich und konnte mir Medikamente besorgen. Ich war mir der Gefahren sehr bewusst. J

    Bist du dir wirklich sicher, dass du die Risiken kennst? Wenn du im medizinischen Bereich arbeitest, müsstest du doch wissen, dass Entzugserscheinungen gefährlich werden können. Bei einem Anfall kannst du dich schließlich schlecht selbst überwachen. Oder hattest du etwa jemanden, der auf dich aufgepasst hat?

    Aus all den Erfahrungsberichten hier weiß ich, dass viele denken, sie könnten sich einfach heimlich aus der Sucht schleichen und mit einem kalten Entzug anfangen.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Matcha.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet. Und Du kannst überall schreiben

    Jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.