Beiträge von Weazle

    Zunächst mal herzlich willkommen auch von mir in deisem Forum. Was mich ein wenig irritiert sind Deine Mengenangaben ("etwas zuviel" oder so ähnlich). Vielleicht solltest Du Dir erst mal selbst darüber klar werden, wie hoch Dein "tatsächlicher" Konsum ist. Man kann sich selbst sehr gut täuschen, indem man mehrere Flaschen gleichzeitig offen hat zum Beispiel. Aber es macht nicht wirklich Sinn.

    Hilfe bekommst Du von jeder Suchtberatung, wenn Du wirklich willst, leider ist es so, dass es bei einigen inzwischen Wartelisten gibt, weil der Andrang zu hoch ist. Aber ein Teil Deiner Ängste kannst Du wahrscheinlich auch hier los werden. Hier sind zwar keine Therapeuten (soweit ich weiß), aber genügend Leute, die Dir aus eigener Erfahrung raten können.

    Mein erster Tip ist eigentlich, das etwas zuviel in Zahlen umzuwandeln, soll heißen, heute 3 Bier (0,5l) oder eine Flasche Wein usw.

    Die eigene Empfindung über den Konsum täuscht einem etwas vor, was nicht real ist.

    Versuchs einfach mal, ich denke mal, hier werden Dir alle helfen.

    LG
    Weazle

    Zitat von der Gordon

    Achso, bin übrigens jetzt seit 3 Tagen trocken und es fällt mir auch nicht sonderlich schwer nicht zu trinken. Habe keine körperlichen Leiden. Habe nur Angst so richtig loszulassen und mich eventuell selbst zu enttäuschen..
    Sollte ich einen Arzt oder SHg aufsuchen, oder denkt Ihr das man es auch alleine schaffen kann?

    Würde mich freuen, wenn Ihr mir antworten gebt.

    Hallo Gordon,

    hier wird oft davor gewarnt. "kalt" zu entziehen und ich hab mich da auch schlau gemacht. Der Arzt der Klinik, in der ich am Montag in die Entgiftung gehe, hat mir sogar geraten, weiter zu trinken, wenn auch nicht die Mengen wie bisher. Und drei Tage trocken ist eigentlich nichts, auch wenn Du darauf vielleicht stolz bist.

    Ich denke mal, wenn man einmal Alkoholiker ist, (ich selbst bin einer), wird es nach einer richtigen Entgiftung und unter ärztlicher Aufsicht möglich sein, "trocken" weiter zu leben. Man muß es wollen, ein Ziel haben und sich eventuell neue Ziele im Leben suchen, die es lohnen.

    Ich hab meine Ziele und vor allem eine Partnerin, die das alles mit mir duchsteht, ich hoffe, Du stehst nicht alleine da, dann geht alles besser.

    Ich wünsch Dir auf jedenfall viel Glück und hoffe, Du bekommst Dein Problem in den Griff.

    LG
    Weazle

    Da hab ich mich wohl ein wenig mißverständlich ausgedrückt. Ich werd ohne ärztliche Kontrolle und Aufsicht keinen kalten Entzug machen, sondern trinke bis zur Entgiftung weiter, wenn auch nicht die Mengen wie früher. Bloß an diesem einen Morgen wollte ich unbedingt nüchtern sein mit dem beschriebenen Effekt.

    In 10 Tagen gehe ich eh in die Entziehung, da mach vorher keinen Kraftakt.

    LG Weazle

    Zitat von sweety15

    Hallo Weazle,
    Kopf hoch! Die Zitterei geht vorbei. Ich konnte auch nichts unterschreiben, wenn ich ohne Alkohol war. Nach der Entgiftung ist das aber vorbei!
    Jetzt geht es nur noch aufwärts!
    Gruß Sweety15

    Hallo, sweety15,

    beruhigt mich zwar nicht wirklich, aber wenn das normal ist, muß ich bis zur Entgiftung wohl damit leben. Ich hab nämlich noch eine Reihe von Terminen, bei denen ich eine Unterschrift leisten muß.

    Ich wünsch Dir und allen anderen ein schönes Wochenende
    Weazle

    Hallo, zusammen,

    ich war nochmal in der Klinik heute nachmittag. Zum Glück stimmt mein Terminplan weiterhin. Ich geh am 23.04. in die Entgiftung, hab aber bereits jetzt recht heftige Beruhgungsmittel bekommen, die mich wohl erstmal schlafen lassen (Im Moment will ich nichts anderes, wer schläft, säuft nicht). Den Namen des Medikaments darf ich hier wohl nicht schreiben.

    Was mir ein wenig Sorge bereitet, ich war heute morgen bei der Bank wegen unserem Haus, natürlich nüchtern. Ich war nicht in der Lage, meinen eigenen Namen zu schreiben. War mir schon peinlich :oops:

    Da ich bereits jetzt anfange zu entgiften, wird hoffentlich mein weiterer Weg etwas leichter werden. Drückt mir die Daumen.

    Ich wünsch Euch allen ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Weazle

    So, alle Formalitäten wie Kostenübernahme und ärztliche Untersuchungen sind erledigt. Ich geh voraussichtlich am 23.04. in die Entgiftung und anschließend hoffentlich nahtlos in Kur. Für die paar Tage bis zur Entgiftung hab ich mir Urlaub genommen, weil meine berufliche Situation derzeit mehr als bescheiden aussieht.

    Welche beruflichen Perspektiven sich mir bieten, wenn ich aus der Kur komme, weiß ich noch nicht, denn ich werd auf jeden Fall meine bisherige Tätigkeit nicht weiter ausüben dürfen. Es wird auf jeden Fall nicht einfach.

    Auf der anderen Seite habe ich zum Glück auch positive Aspekte, die mich beruhigt in die Zukunft schauen lassen. Da ist zum einen unser Haus, bei dem voraussichtlich am Freitag der Kaufvertrag unterschrieben wird. Aber was mir wirklich das Wichtigste ist, ist meine Frau, die mich rückhaltlos unterstützt und mir hilft. Zum anderen habe ich bemerkt, daß Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber den Mitmenschen und der Familie sehr wichtig sind. Zum Beispiel wissen meine Kinder, meine Eltern und die besten Freunde Bescheid.

    Was mich ein wenig belastet, ist die Gleichzeitigkeit der kommenden Ereignisse, Notartermin, Hausübernahme, Umzug und so weiter. Es kommt im Moment alles auf einmal. Ich bin schon froh, dass ich ein paar gute Freunde und meine Jungs habe, die meine Frau nicht im Stich lassen werden, wenn es an den Umzug geht.

    Naja, schauen wir mal. Ich wünsch Euch allen einen frohes Osterfest, geniesst das schöne Wetter.

    Hallo, Annika


    Zitat

    ich begrüße dich und sage herzlich willkommen hier im Forum.

    Danke schön

    Zitat

    Du gehst ja von Anfang an konsequent und richtig an ein trockenes Leben heran. Ich hoffe nur, dass du es einzig und allein für DICH machst und nicht wegen des Jobs und der anschließenden Kontrolle.

    Nein, der Job ist nicht der Hauptgrund für meinen Entschluß, aufzuhören. Meine Frau und ich haben noch viel vor, unter anderem haben wir gerad ein Haus gekauft, und da will ich auch mal leben. Außeedem reisen wir gern. Es gibt halt vieles, was lohnt, ein trockenes Leben zu leben.

    Zitat

    Du mußt dir das wünschen, mehr als alles andere, dann hast du richtig gute Chancen.

    Ich sag mal, wünschen ist gut, aber wollen ist besser und ich will.

    Zitat

    In den 6 Wochen kannst du hier viel lesen und lernen.

    Ich les ja schon ein paar Tage mit und hab gemerkt, welche Unterstützung man hier erlebt. In der Suchtambulanz war es ähnlich, man war untereinander und auch gegenüber den Therapeuten offen und ehrlich. Alles andere würde auch keinen Sinn machen.

    Zitat

    Ich wünsche dir Kraft und Mut für deinen Weg.

    Den Mut hab ich, die Kraft hoffentlich auch.


    LG zurück
    Weazle

    Hallo, zusammen, ich bin 55 Jahre alt, Beamter und Dipl.-Ing. und seit langem alkoholkrank. Da diese Krankheit zu massiven beruflichen Problemen geführt hat, habe ich mich jetzt entschlossen, endlich mit der Sauferei aufzuhören.

    Ich hab mir bereits eine Klinik für die Entgiftung gesucht, wo ich mich heute vorgestellt habe und die Klinik für die Entwöhnung habe ich auch schon. Das einzige Dokument, was mir noch fehlt, ist der Sozialbericht der Suchtambulanz. Wie es jetzt aussieht, gehe ich in 6 Wochen in die Entgiftung und direkt anschließend in die Entwöhnung.

    Meine Frau steht zum Glück voll (nein, nicht besoffen :) hinter mir und unterstützt mich, wo sie kann.

    Mein Ziel ist es, in spätestens 3 Monaten komplett trocken zu sein und vor allem zu bleiben. Da ich im Anschluß an die Entwöhnung ein halbes Jahr lang einem sogenannten screening (regelmäßge Kontrolle der Blutwerte) unterstehe, bleibt mir eigentlich auch nichts anderes übrig, um nicht unehrenhaft aus dem Dienst entlasen zu werden.

    Ich versuche bereits jetzt meinen Konsum zu reduzieren, aber auf einen kalten Entzug will ich eigentlich verzichten, ist mir nach den Informationen, die ich dazu gefunden und gehört hab, einfach zu gefährlich.

    Warum ich eigentlich mit der Sauferei angefangen hab, hab ich mich selbst oft gefragt. Ich hab auch viele Gründe gefunden, vor allem im beruflichen Umfeld, aber ich denke mal, das ich mir die selbst vorschiebe. ICH bin ja derjenige, der trinkt und jetzt endlich aufhören will.

    Soviel erst mal zu mir, wenn jemand mehr wissen will, einfach nachfragen, ich hab in der Suchtberatung gelernt, offen mit meiner Krankheit umzugehen.

    LG Weazle
    der leider noch nicht trocken ist