Beiträge von Aurora

    Hallo lumen,

    er tut dir leid, okay, ich hatte damals auch solche Gefühle. Bis ich endlich dahinter gekommen bin, dass diese Gefühle da garnicht passen.

    Wenn Menschen so wie dein, was isser eigentlich, dein Ex? oder meiner damals sich nicht bewegen, jammern und ihr Leid beklagen ohne selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen, dann muss du, musste ich da nicht mitleiden. Denn sie machen es sich bequem und lassen andere für sich arbeiten. In dem Falle Ex? dich und mein Ex damals mich. Das ist ein Benutzen von Menschen um selbst keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Wenn was nicht nach Wunsch klappt kriegst du vielleicht noch die Schuld in die Schuhe geschoben...

    Dein Ex? ist ein erwachsener Mann und wir leben in einer Gesellschaft, in der es Hilfen gibt. Die er sich holen kann. Da er volljährig ist braucht er keine Muddi, die das für ihn macht.

    Ich bin auch ein hilfsbereiter Mensch. Aber ausnutzen, benutzen lasse ich mich nicht mehr. Und auch du brauchst dich nicht ausnutzen lassen. Es gibt Grenzen und die zu sehen und zu setzen ist dein gutes Recht. Du hast genug mit dir selbst zu tun. Mit deinem Leben, denn nur darauf hast du Einfluss. Auf nichts anderes.

    Also sag dem Mitleid adieu und guck einfach auf das, was wichtig ist. Nämlich dein Leben und wie du es für dich schön machen kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Halbmond,

    so wie ich es hier schon ganz oft gelesen habe, macht eine psychiatrische Behandlung erst Sinn, wenn derjenige nicht mehr trinkt.

    Deswegen ist das komisch, dass er nicht erstmal eine Entgiftung macht und dann seine psychischen Probleme angeht. Wer weiß, was er der Ärztin erzählt hat...

    Mein erster Mann war auch in psychiatrischer Behandlung wegen Depressionen. Als ich dann mal selbst bei diesem Arzt war weil ich für mich Hilfe gesucht habe wegen meiner Probleme aufgrund des Zusammenlebens mit meinem trinkenden Ex, da wollte dieser Arzt mir nicht glauben, dass mein Exmann Alkoholiker war. DAS hatte der nämlich diesem Arzt NICHT erzählt.

    Ich habe viele Versprechungen und Heulattacken erlebt aber was draus geworden, also das Trinken aufzuhören, ist nicht. Was ich aber auch kenne ist "komm kuscheln" und sein Unverständnis, wenn ich nicht wollte. Und daraus resultierten dann irgendwann die gemeinsten Dinge von ihm. Schlimme Beschimpfungen. Irgendwann hab ich dann gedacht, dem geht es echt nur darum, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

    Es ist gut, dass du Unterstützung hast. Dass du dir Hilfe suchst. Dass du auch für dich Grenzen setzen kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nafets, herzlichen willkommen,

    du bist jetzt für den Austausch freigeschaltet. Bitte schreibe aber in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst sie an den noch roten Nicknamen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lumen,

    wir reden hier von einem erwachsenen Mann. Der jetzt weitergereicht werden soll, zurück an dich, damit du Dinge für ihn erledigst die mit dir nicht im geringsten was zu tun haben.

    So mal ganz einfach ausgedrückt.

    Lass dir diese Verantwortung nicht aufdrücken. Es hält dich nur noch länger an allem fest. Er ist schon groß und mit Sicherheit kann er sich auch alleine kümmern. Wenn er aber Muddis um sich hat, die ihn bedienen als wäre er ein Kleinkind, dann ist das wunderbar bequem für ihm. Und warum sollte er denn dann an seiner Situation was ändern, da wäre er ja schön blöd.

    Klar, es ist schwer auszuhalten. Nichts zu tun. Aber manchmal ist es einfach das Beste, was du tun kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo hiiumaa,

    klar bist du traurig, die gemeinsame Zeit hat Hoffnung in dir geweckt. Und dann kam der Absturz.

    Mein Exmann hatte gegen Ende der Beziehung, als er merkte, dass ich immer stärker wurde mich zu trennen, eine lange Trinkpause gemacht. Im September hörte er auf. Ich war voller Hoffnung, wir haben sogar noch unsere Silberhochzeit gefeiert. Im November. Ich glaube es war Januar als es wieder losging, schlimmer als je zuvor.

    Ab da wusste ich, dass es nix mehr werden kann mit uns. Er wollte einfach nicht aufhören und ich hab es akzeptieren können und Nägel mit Köpfen gemacht.

    Was hast du jetzt vor?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Somadi,

    Ich sehe es aber als kleinen Schritt, dass ich nicht mehr zu diskutieren versucht habe, sondern mich sofort aus der Situation rausgenommen habe.

    Das ist doch aber immerhin ein guter Anfang. Ein Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt.

    Du hast nicht versagt. Gegen seine Sucht kommst du nicht an, das ist klar. Du beginnst jetzt, dir eigene Wege zu suchen. Das ist Aktion und das ist gut. Du hast nicht versagt. Du hast angefangen zu handeln, in dem Rahmen, der jetzt möglich ist. Du hast einen Stein in's Rollen gebracht, daraus kann schon dann eine Lawine werden...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich finde es so stark, dass du das hier mit-teilst und nicht zu ihm zurückrennst. Das Aufschreiben und Teilen kann dabei wirklich eine große Hilfe sein.

    Als ich mich getrennt hatte, wurde mein Exmann ja nüchtern. Aber er hat mich auch ständig bearbeitet um mich wieder in die Spur zu bringen. Auch nüchtern war er halt nicht mehr der tolle Prinz vom Anfang. Die rosa Brille war schon längst zerbrochen bei mir.

    Und ich hatte auch ab und an diesen Druck in mir, dass ich alles hinschmeißen wollte. Weil ich es nicht mehr spüren wollte, diese Schuldgefühle, dieses Gerede von " Du zerstörst alles, machst mich kaputt, ruinierst mich" usw . Selbst unsere Kinder hat er in's Spiel gebracht obwohl die schon erwachsen waren. Und heilfroh, dass ich mich endlich getrennt hatte.

    Es war manchmal einfach so, dass ich mich dann in mein Schicksal ergeben wollte, so, wie ich es auch viele Jahre in der Ehe gemacht hatte. Einfach um meine Ruhe zu haben und nicht diese scheiß Gefühle spüren zu müssen.

    Aber dann hab ich das einfach ausgehalten, es ging ja irgendwann immer vorbei. Denn was hätte ich davon gehabt, zurückzugehen? Ja klar, die scheiß Gefühle hätte ich dann nicht mehr gehabt aber um welchen Preis. Dann wären nämlich noch viel schlimmere scheiß Gefühle gekommen. Das wäre echt ein schlechter Tausch gewesen.

    Also halte das aus, hol dir Informationen von einem Anwalt, das kann schon viel bewirken. Und mach schöne Dinge, die dich ablenken. Oder sing laut, wenn es zu laut in deinem Kopf wird. Eine Teilnehmerin hier hat vor langer Zeit mal geschrieben, dass sie dann immer laut singt. Denn wenn man das tut, kann man nicht grübeln.

    Liebe Grüße Aurora

    Hey Sternie,

    das ging jetzt ja ratzfatz. Du kannst dich jetzt hier überall austauschen, mit einer Einschränkung. Bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst das daran, dass die Nicks noch in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich hab mir damals auf Anraten meiner Therapeutin eine Art Feindbild aufgebaut. Das mir bewusst machte dass es viele, viele Gründe gegeben hatte, warum ich mich getrennt habe. Das hat mir sehr geholfen, mich immer wieder in mein neues Leben zu bringen. Und meine Schuldgefühle ihm gegenüber zu beruhigen und abzuschalten.

    Ein Anwalt ist wirklich sehr wichtig. Ob auch das Einschalten des Jugendamtes hilfreich sein kann, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich hatte das damals nicht gebraucht weil meine Kinder schon erwachsen waren. Aber es gibt hier viele Cos, die damit Erfahrungen gesammelt haben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    ein neues Jahr hat angefangen. Ich hab gerade mal in meinem Fädchen bisschen bei meinen Anfängen hier gelesen und es ist wie immer erstaunlich und gut, was sich da für mich alles geändert hat. Positiv geändert hat.

    Das habe ich am 29. Dezember 2009 geschrieben, 2 Jahre nach der Trennung vom ersten Mann...

    Ich habe immer Rückschauen gehalten, all die vielen Jahre. Immer um diese Jahreszeit, ist ja klar. Immer waren es Rückschauen mit Schmerz, mit dem Gedanken, es war soooo schlimm, es muss doch mal besser werden. Ich muss mich halt noch mehr anstrengen...

    Es wurde endlich besser, nämlich ab dann, als ich dachte, es wird jetzt besser werden, weil ich es anders nicht mehr will. Weil ich jetzt endlich leben möchte, leben will. Und lachen und lieben. Ich habe einmal diese wunderbare Chance bekommen, zu leben, ein Mensch, eine Frau zu sein, hier auf dieser Welt. Und ich will, verdammt noch mal, auch was davon haben! Und zwar was Angenehmes, nicht immer nur Kummer und Rumgeheule. Und Zwang und Angst. Und Druck und Ärger. Und Suff.

    Mein Leben nach meiner ersten Ehe war und ist auch nicht immer nur reine Glückseligkeit. Aber es ist selbstbestimmt, frei und offen. Es war und ist auch voller Hürden, Schmerz und Verlust. Aber es ist auch voller Liebe, Lachen, Lebenslust. Trotz allem. Leben eben.

    Ich kann's nur empfehlen. Entscheidungen zu treffen und zu handeln.

    Ich wünsche allen, die hier vorbeischneien ein gutes neues Jahr.

    Aurora

    Hallo releaseme,

    release me - lass mich frei, das macht er nicht. Er versucht immer wieder, dich festzuhalten. Du bist dabei in der passiven Rolle.

    I free myself - ich befrei mich selbst. Da bist du gerade dabei. Das ist aktiv. Das ist ein Unterschied und das wird dich weiterbringen. Ich wünsche dir dafür weiterhin viel Mut. Du schaffst das, hast es schon ein ganzes Stück geschafft, du hast schon ganz viele Schritte gemacht.

    Und die einen Anwalt zu suchen ist ein nächster wichtiger Schritt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lumen,

    darüber nachgedacht hat mein erster Mann auch oft. Immer, wenn er gemerkt hat, dass ich entschlossener wurde für mich was zu ändern aber auch, wenn es ihm gesundheitlich schlecht ging. Und weil ich ja immer sehr hilfsbereit bin dachte ich, jetzt ergreife ich die Gelegenheit und mache für ihn damit er es auch wirklich angeht. Und er saß da...Wie bequem für ihn, " lass die Alte mal machen, dann hat sie was zu tun und ich hab meine Ruhe".

    Ich hab geredet und geredet, mich informiert oder ihm Flyer etc hingelegt. Adressen rausgesucht. Dann hatte er wieder Ausreden, warum es jetzt gerade für ihn doch nicht ging und er hat weitergetrunken.

    So wie ich es hier immer wieder bei den Alkoholikern lese ist die größte Erfolgschance, was zu ändern, gewesen, dass sie von sich aus alleine die Verantwortung für sich übernommen haben, alle Schritte von sich aus gemacht haben. Selbstbestimmt ihre Krankheit ernstgenommen haben und sich Hilfe gesucht haben.

    Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Tja, ob das richtig ist... Ich hab die meine eigenen Erfahrungen dazu geschrieben. Die Entscheidung darüber, was du nun für dich selbst machst, kann ich dir nicht abnehmen. Genauso wie er kannst nur du alleine die Verantwortung für dein eigenes Lebensglück übernehmen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und herzlich willkommen matze,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. ( erkennbar an den noch roten Nicknamen)

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Findus,

    eine Trennung, etwas Loslassen, das macht Angst. Na klar, denn es können halt Dinge passieren, die nicht angenehm sind.

    Aber es stellt sich doch die Frage, was unangenehmer ist. Denn die jetzige Situation ist ja auch nicht schön. Was können denn für Konsequenzen passieren? Oft reicht es schon, einfach mal zu überlegen, was schlimmstenfalls passieren könnte. Und oft ist es dann garnicht mehr so bedrohlich.

    Ich hab auch Angst gehabt. Davor, dass ich finanziell nicht über die Runden kommen würde, dass ich ihn zurücklasse und er einsam wäre, was die Leute von mir denken könnten. Und ich war traurig, dass ich meine schöne Wohnung verlassen würde.

    Aber alles hat besser geklappt als ich dachte, nach und nach. Und das Gefühl von Ruhe und Frieden in mir wurde immer größer. Und ja, es gab Auseinandersetzungen wegen aller möglichen Dinge aber das ging auch vorbei.

    Das Zusammenleben mit einem Abhängigen war unglaublich anstrengender und unangenehmer als das, was ich an Gefühlen bei der Trennung hatte.

    Hab mich in mein Zimmer verkrümelt. Wie so oft.

    Ist dir bewusst, wie stark du dich einschränkst damit?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    Hartmut ,

    Co-Abhängigkeit ist nicht einmal als eigenständige Krankheit in den Diagnosesystemen anerkannt. Sie gilt eher als Beziehungsstörung oder als Verhaltensmuster. Aber hilft mir dieses Wissen wirklich dabei, mein Leid zu lindern? Oder erklärt es einfach nur, warum es da ist.

    Ja, mir hilft das denn ich habe mich nie als krank oder cosüchtig empfunden. Dieses Wissen hilft mir zu erkennen, dass ich mit meinen Gefühlen immer richtig gelegen habe.

    Ich hab mich schon längst aus der damaligen Coabhängigkeit lösen können. Trotzdem geben mir diese neuen Erkenntnisse nochmal ein gutes Gefühl, eine Erklärung. Weil ich jetzt noch besser verstehe, was da eigentlich passiert ist und welche Dynamik dahinter stand.

    Ich weiß aber auch nicht, warum es so abwegig sein soll, dass es bei Co-Abhängigen auch Wahrnehmungsverzerrungen gibt.

    Natürlich gab es in meine aktiven Zeit Wahrnehmungsverzerrungen. Meine Wahrnehmungen wurden ja ständig verdreht. Und da ich eher ein äußerst unsicherer Mensch war ( zum Glück ist das besser geworden und ich bin sicherer geworden), hat mich das völlig verdreht, mich völlig verunsichert und irgendwann auch geängstigt.

    Nach der Trennung hatte ich mir einen kleinen Fotoapparat gekauft. Und viele Fotos gemacht. Unbewusst habe ich damit meine Wahrnehmungen wieder mehr und mehr gestärkt, damit es gute Bilder wurden. Und ich hab sie Menschen gezeigt und die haben meine Bilder als sehr gut empfunden und dass ich ein gutes Auge hätte.

    Das hat mir geholfen, meinen Wahrnehmungen wieder mehr und mehr zu vertrauen.

    Lieber Gruß Aurora