Beiträge von Aurora

    Hallo releaseme,

    ich kann mich allen Beiträgen nur anschließen.

    Mir hat er damals auch leid getan, zudem er ja erstmal auch nicht mehr trank. Und er stand oft vor mir wie ein Häufchen Unglück, brechender Stimme, voll das heulende Elend und das war mega schwer auszuhalten. Ich hab mir dann immer wieder gesagt warum ich mich getrennt hatte, dass es ja einen guten Grund hatte dass ich nach all den Jahren, in denen ich immer wieder nachgegeben hatte, dann gegangen bin.

    Und ich hab mir gesagt, dass er doch erwachsen ist und alle Möglichkeiten hat, sein Leben selbst zu gestalten. Genau wie ich das machen musste nach all der schlimmen Zeit, die wir gehabt hatten.

    Es ist schwer das auszuhalten aber das ist machbar. Es ist viel leichter als das, was dich in einer Beziehung mit ihm erwarten würde und was du da schon alles hinter dir hast.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Leonia,

    Ich will ihn gar nicht unterstützen, weder bei dem einen, noch bei dem anderen und trotzdem mache ich es unbewusst. Egal wie ich es mache.

    Im Grunde genommen kannst du machen was du willst. Er ist abhängig und die Sucht bestimmt, was er macht. Nicht du. Klar kommen mal irgendwelche Reaktionen vom Alkoholiker, zum Beispiel dass er seinen Konsum mal kurzzeitig reduziert oder so um dich ruhig zu stellen.

    Im Grunde genommen hast du aber keinen wirklichen Einfluss darauf. Mach dir das bewusst. Es passiert nichts Grundlegendes wegen dir sondern es passiert alles nur, was die Sucht bestimmt.

    Einfluss auf irgendwas hast du nur darauf, was DU machst, was du für dich machst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kaa,

    Diese Woche, als er wieder eine Familienfeier platzen ließ und ich mal wieder alleine dort auftauchte, hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe die Hoffnung verloren und eingesehen, dass ich mir eine Wohnung suchen muss.

    Das hast du im Mai geschrieben und jetzt zitiert, du schreibst dazu, dass sich nix geändert hat.

    So wie ich es lese, sieht dein Partner nicht ein, dass er etwas ändern sollte. Und solange das so ist und du auch stillstehst, solange wird nichts passieren. Außer dass du immer unglücklicher wirst. Und er weitertrinkt.

    Du hast im Mai geschrieben, dass du die Hoffnung verloren hast und dir eine Wohnung suchen möchtest. Hast du denn inzwischen mal deine Fühler ausgestreckt? Irgendwas unternommen um eine Veränderung zu beginnen? Der Weg beginnt mit dem ersten Schritt, trau dich einfach, du musst ja keinen riesigen Sprung machen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Abstinenzler und Boss ,

    Sichtweisen von Alkoholikern können auch mal hilfreich sein. Es geht aber hier nicht um den Alkoholiker bzw in diesem Fall um den Partner von Kaa. Es geht hier um die Coabhängige und darum, wie sie einen Weg aus ihrer Situation herausfinden kann. Nicht, wie sich eventuell der Partner fühlen könnte, den hier ja keiner kennt.

    Ihr seid beide noch nicht so lange dabei und es ist wichtig, dass ihr erstmal bei euch bleibt. Eure eigenen Themen angeht.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Sara,

    er ist süchtig und die Sucht regiert und diktiert ihm sein Leben. Das ist für Außenstehende nicht zu verstehen.

    Ich hab damals oft gedacht oder ihm auch gesagt, warum er nicht aufhört zu trinken. Wir hatten 2 gesunde Kinder, ein schönes Zuhause, ausreichend Geld... Und ich dachte auch, warum er nicht uns zuliebe damit aufhört

    Sucht zerstört nur, mehr nicht. Der Abhängige hängt darin fest. Solange er nicht den starken Wunsch hat aufzuhören, solange er das nicht schafft, solange geht es immer weiter.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    Ich bin gerade einfach leer.

    Und nun kannst du die Leere neu auffüllen, mit Mut und Kraft und der Gewissheit, dass es besser werden wird.

    Auch wenn es gerade nicht so aussieht. Du hast diesen mutigen Schritt jetzt gemacht. Und daraus wird was folgen. Sehr viel Gutes aber natürlich auch Auseinandersetzungen mit dem Mann. Aber du bist nicht alleine. Du hast die Anwältin, du kannst dir Hilfe holen beim Jugendamt usw. Und du hast uns hier, deine Selbsthilfegruppe, eine Co-Fraktion die Gold wert ist.

    Du hast dich und deine Kinder rausgeholt aus diesem System, das alle und alles zerstört. Was Besseres hättest du nicht tun können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo maibisjuni,

    Wie anderen Angehörigen danach wieder ein zufriedenes Leben gelingt, lese ich nicht, da diejenigen wahrscheinlich nicht mehr hier sind, sondern mit einer räumlichen Trennung auch die Beschäftigung mit dem Thema und damit verbundene Hoffnungen beenden konnten.

    Es ist oft so, dass Angehörige den Weg aus der Suchtbeziehung raus finden und dann irgendwann diese Selbsthilfegruppe verlassen. Weil sie den Austausch aus verschiedenen Gründen nicht mehr brauchen.

    Es gibt aber auch Mitglieder, die aktiv noch dabei sind. Und es gibt viele, viele Threads zum Nachlesen bei Cos, die nicht mehr dabei sind aber deren Wege noch nachzulesen sind. Und es gibt viele aktuelle Themen von Cos auf verschiedenen Stadien des Weges.

    Als ich mich getrennt und nach und nach ein neues Leben aufgebaut hatte war und ist es ein stinknormale Leben geworden. Mit Höhen und Tiefen. Im Prinzip brauche ich den Austausch hier nicht mehr weil ich nicht mehr als Coabhängige lebe, mein Mann ist kein Säufer und wir haben unsere "normalen" Problematiken. Ich bin noch hier weil ich Moderatorin bin und weil ich Menschen meinen Weg aus der Coabhängigkeit zeigen möchte.

    Als Beispiel wie mir das gelungen ist und dass man es schaffen kann. Wen interessiert da mein Alltag? Der ist unspektakulär. Meistens. Ich schreib ab und an was in mein Fädchen damit es auf Seite 1 steht und die User sehen können, wenn sie wollen, mit wem sie es hier als Mod zu tun haben.

    Bei Alkoholikern ist es anders. Das Suchtgedächtnis bleibt lebenslänglich und es braucht Aufmerksamkeit und Austausch um zufrieden trocken Leben zu können. So mal meine kurze Erklärung, ich bin ja nicht betroffen und kann es nicht besser schildern.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    es ist ja viel passiert in den letzten Jahren. Nachdem mein Exschwiegersohn eine neue Frau kennengelernt hatte, die sich als böse Narzisstin entpuppt hat. Er war nach und nach von allen abgekoppelt. Sie hat es geschafft dass seine Freunde, seine Urfamilie und schlussendlich auch wir entsorgt wurden.

    Er war dann plötzlich wie ausgewechselt, er wurde immer böser. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu ihm, viel enger als er es zu seiner Familie hatte. Er war fast wie ein Sohn für mich. Und plötzlich trat er mich mehr und mehr in den Dreck. Ich hatte dann den Kontakt weitestgehend eingestellt.

    Er hat sich kurz vor Ostern diesen Jahres endlich trennen können. Unsere Enkelin, die ja inzwischen bei uns eingezogen war, zog wieder zurück. Und an ihrem Geburtstag im Oktober waren wir da eingeladen und ich saß nach Jahren wieder in einem Zimmer mit dem Exschwiegersohn.

    Nun ist das noch in den Sternen, was da wird. Aber wir konnten wieder normal reden, der Exschwiegersohn ist seit der Trennung wie ausgewechselt, wieder so, wie ich ihn seit seiner Teeniezeit kenne.

    Letzte Woche hat er gefragt ob wir uns zusammensetzen können, er würde gerne mit mir reden und den Kontakt wieder aufleben lassen. Ich hab schon überlegt aber da er mir tatsächlich was bedeutet habe ich zugesagt. Dante und ich werden also Sonntag zum Kaffee dort aufschlagen.

    Und am meisten freut sich unsere Enkelin, dass endlich wieder was zusammenfindet. Sie wieder die Familie hat, so wie sie es kannte. Ich mach das aber nicht ihr zuliebe sondern weil ich es mir insgeheim selbst immer gewünscht habe. Ich denke, es wird anders sein als vorher aber es wird gut sein.

    Aurora

    Hallo Leonia,

    wir lange brauchen wir als Angehörige, als Co, bis es uns klar wird, dass es das was wir uns erhofft und erträumt haben genau mit diesem Menschen nie geben wird und aufwachen. 🤔🤷🥰

    Das ist total unterschiedlich.

    Bei mir hat es auf alle Fälle lange gedauert bis ich in die Gänge kam. Ende der 80er Jahre ( Ende 81 hatten wir geheiratet) fing es an, dass mir einerseits das " komische" Trinken immer mehr aufgefallen ist aber auch, dass er wohl doch nicht unbedingt der Traummann war, wie ich die ersten Jahre gedacht hatte.

    Das hat sich dann in den Jahren gesteigert, das mit dem Trinken wurde irgendwie mehr bzw sichtbarer und seine Art wurde auch immer blöder. Um die Jahrtausendwende war ich schon sehr desillusioniert, erschöpft und wusste, dass das, was ich mal erträumt hatte mit ihm zusammen, nie was werden wird. Ab da begann es mehr und mehr in mir zu brodeln und zu arbeiten. 2007 hab ich mich getrennt.

    Heute denke ich, ich hätte mir bestimmt ca 15 Jahre sparen können. In denen ich unglücklich, gestresst war. Und wusste, ich werde mich trennen. Warum ich das nicht eher konnte ist sehr vielschichtig. Ich kann es garnicht mal genau erklären. Da war Angst vor finanziellem Desaster, Angst es nicht alleine zu schaffen, irgendwelche vermeintlichen Verpflichtungen ihm und den Kindern gegenüber, Hoffnung, dass es, wenn nicht gut, doch wenigstens besser wird.

    Das ist nur ein Bruchteil von dem, was da in mir rumging.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Dieimmernochhofft,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen, was bei dir abgeht. Ich habe im Laufe der Ehe mit meinem ersten, alkoholabhängigen Mann, auch viele schlimme Gedanken gehabt. Weil ich so hilflos war und so viel gemacht hatte und nichts hatte was gebracht. Er war abhängig und die Sucht war sein Meister. Und er konnte und wollte nichts daran ändern.

    Wir hatten eine schöne Eigentumswohnung, die ich mit viel Liebe eingerichtet hatte. Ich hatte meine Kinder dort großgezogen. Und hing daran. Ich wusste, dass ich diesen Zustand mit der Ehe nicht mehr aushalten konnte und dachte, ER könne gehen. Lag er doch sowieso nur besoffen im Bett oder hing auf dem Sofa.

    Aber er sah das, logisch, nicht ein. Und irgendwann hab ich für mich gesehen, dass nur ich was an meinem Zustand ändern konnte. Wohnung hin oder her, ich ging dort mehr und mehr kaputt. Und so hab ich den schweren Schritt gemacht und bin ausgezogen. Und das war das Beste, was ich machen konnte. Keine Wohnung kann so schön sein, dass mich das Leben darin zerstört.

    Also ich verstehe deine Gefühle sehr gut. Und möchte dich ermutigen darüber nachzudenken ob der Weg für dich da raus nicht auch machbar sein kann. Es ist möglich und es lohnt sich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luca,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Ich habe dich gerade freigeschaltet, du kannst nun überall schreiben. Nur schreibe bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den roten Nicks.

    . Dieses Wochenende war wieder sehr schlimm und dieses Mal habe ich mich aufgeraft endlich was zu tun.

    Was hast du denn gemacht also wozu hast du dich aufgerafft?

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    okay, das wusste ich nicht, dass ihr mit eurer Schwiegertochter schon geredet hattet und sie im Grunde genommen weiß, wohin sie sich wenden kann. Und sie hat ja, nach eigener Aussage, therapeutische Unterstützung. Das ist tatsächlich eine Menge. Ich verstehe, dass ihr da nicht weiter unterstützen wollt sondern im Grunde genommen in Gefahr lauft, in Coabhängigkeit zu ihr zu geraten. Und das ist das Letzte, was ihr gebrauchen könnt.

    Ihr tragt weder für euren Sohn noch für sie die Verantwortung.

    Sie braucht da eine klare Ansage, dass sie euch nicht mehr kontaktieren soll. Das ist meine Meinung, wenn ich das so lese. Ihr braucht dabei kein schlechtes Gewissen zu haben denn sie sollte wohl in der Lage sein, sich selbst zu helfen.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    eure Schwiegertochter ist genauso hilflos wie ihr. Ich verstehe auf einer Seite auch, dass sie sich an euch wendet. Es ist, finde ich, schwierig, wie ihr darauf reagieren könntet oder solltet. Denn ihr steckt alle irgendwie in diesem Suchtsystem drin. Sie als Partnerin, ihr als Eltern.

    Ich finde die Idee von Rennschnecke , sich mit ihr in Verbindung zu setzen, garnicht mal so schlecht. Eure Schwiegertochter braucht genauso Unterstützung wie ihr aber die könnt ihr ihr nicht geben. Ihr braucht eure Energie für euch selbst. Vielleicht könnt ihr ihr einige Anlaufstellen nennen an die sie sich wenden kann.

    NICHT dieses Forum denn das ist ja DEIN Ort aber sie kann sich an Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden. Diese Info ihr zu geben finde ich nicht schlimm aber in die Gänge kommen muss sie dann selbst. Sie sollte auch wissen, dass ihr selbst mit allem überfordert seid und hilflos und euch durch den Kontaktabbruch schützt.

    Ich verstehe gut, dass es dich wieder total zittrig gemacht hat. Bei solchen Nachrichten wie die von eurer Schwiegertochter steigt der Stresspegel sofort auf höchste Stufe. Darum ist es ja so sinnvoll keinen Kontakt zu haben. Denn auf Dauer macht das kaputt da ihr eurem Sohn ja auch nicht helfen könnt. Sondern das Elend immer wieder vor Augen habt.

    Ich hoffe, dass es dir inzwischen besser geht.

    Liebe Grüße Aurora