lumen - Partner trinkt

  • Was möchtest Du denn selbst, lumen , abseits des Gedankens zu helfen, hast Du das für Dich schon entschieden? Damit zöge er ja bei Dir mit einem Fuß ein. Dann musst Du ihm mindestens seine Post zugänglich machen - möchtest Du das?

    Im Internet kann man lesen, dass karitative Einrichtungen ihm einen Wohnsitz bzw Meldeadresse stellen könnten. Dazu müsste er vermutlich zu Beratung gehen. Ist er denn stationär in Entgiftung? Falls ja, gibt es dort normalerweise einen Sozialdienst, mit dem er all sowas besprechen könnte - falls die Geschichte von der Entgiftung denn stimmt und es der Bekannten nicht nur darum geht, ihn an Dich "weiterzureichen".

    Lass Dich doch vielleicht selbst einmal beraten, was die Konsequenzen für Dich wären. Entgiftung und Langzeit wären Schritte in die richtige Richtung, ja, aber eben keine Garantie, und wenn Du ihm nicht nur Meldeadresse gibst, sondern ihn auch quasi aufnimmst, bist Du an allem, was passiert, ziemlich nah dran.

    Mein Ex zB ging davon aus, dass er nach seiner Entgiftung und Langzeit vorerst zu mir kommen kann. Ich hab damit gehadert und ihm schließlich gesagt, dass ich es nicht möchte, weil ich mir nicht jeden Tag nen Kopf drüber machen wollte, ob er zB nüchtern bleibt. Er hat wie Deiner keinen Job, so dass Struktur fehlte.. Bei ihm ist mittlerweile wieder alles beim Alten. Er hat allerdings (noch) eine Wohnung.

    Wenn Du künftig die einzige Anlaufstelle wirst, könnte es schwierig werden.

    Einmal editiert, zuletzt von EllaDrei (11. Januar 2026 um 22:31)

  • Ich meine erst vor Kurzem hier im Co-Bereich gelesen zu haben, weiß leider nicht wo und von wem, dass es für die geforderte Meldeadresse auch sichere Pro-Forma-Lösungen gibt.

    Das muss keine "natürliche Person" wie Du sein. Dazu kann ER sich bei der Krankenkasse oder beim Sozialamt oder der Wohnungslosenhilfe beraten lassen, er ist ja nicht der erste in der Situation.

    Außerdem könnte es nachteilig für Dich sein, wenn Du Deine Adresse hergibst. Möchtest Du ihn dann regelmäßig seine Post bringen? Und was sagt Dein Vermieter dazu? Du hängst dann wieder voll drin....

  • Ich werde ihm mit einer Adresse nicht helfen, jetzt packt er lauter Drohungen aus will mich verklagen weil ich damals den Krankenwagen gerufen hab und die die Polizei da er gedroht hat . Daran kann er sich aber nicht erinnern!

    Gehe mal davon aus das er mit einer Klage nicht durch kommt aber beängstigend ist es irgendwie schon

  • Na dann wäre das ja geklärt. Meldeadresse - bloß nicht ... Nimm Abstand und reagiere nicht mehr, auch nicht auf die Bekannte. Du siehst ja, dass sich sonst die Spirale immer weiter dreht. Anfangs schriebst Du, Du hast den Krankenwagen wegen mehrerer Stürze gerufen, natürlich hat er da mit einer Klage keine Chance.

  • jetzt packt er lauter Drohungen aus will mich verklagen

    Da würde ich ja jetzt mal nen riesen Abstand von nehmen, ihm eine Meldeadresse möglich zu machen, wenn er so drauf ist.

    Abgesehen davon, um zu klagen benötigt man Geld. Er hat noch nicht mal eine Wohnung ... Lass dich nicht einschüchtern. Das sind nur hohle Worte.

  • Wie schafft ihr das , auf der einen Seite bin ich völlig klar und weiß der Rauswurf war richtig

    Dann wieder kommen Zweifel , denn ich habe es ja nur einmal erlebt , in meiner Anwrsenheit war er nur einmal so betrunken .

    Habe ich überreagiert, hätte ich ihn wieder aufnehmen sollen und ihn besser unterstützen?

    Ware er dann überhaupt bereit zu Entzug …

    Fragen über Fragen

  • Nein, du hast nicht überreagiert.

    Der Mann hat seinen Job und seine Wohnung verloren wegen Alkohol. Im Wohnheim ist er nicht geblieben, weil es ihm nicht so gut gefallen hat und weil er jemanden gefunden hat, der ihn wieder aufnimmt.

    Der Mann ist erwachsen, wird Zeit, dass er für sich und sein Leben die Verantwortung übernimmt und mit den Konsequenzen seines Handels leben lernt und selbst was verändert und sich nicht dauernd an andere hängt.

  • Jeder geht anders damit um, der eine leidet, der andere macht 3 Kreuze. Das ist sehr verschieden und auch gut so, sonst wären wir ja alle gleichgeschaltete Roboter.

    Seinen Job hat er vermutlich ( aber nicht sicher ) aufgrund Alkohol verloren, folge dessen seine Wohnung. Das sind ganz normale Entwicklungen im Laufe der Sucht. Hinzu kommt, der Alkoholiker hält sich für schlauer und smarter als alle anderen, glaubt alles sei gut und easy. Dann kommen solche Ereignisse und er versteht die Welt nicht mehr, dann sind alle auf einmal gegen ihn.

    Jetzt braucht er dich als Verbündete und als Gönner eines Schlafplatzes, welche dann relativ schnell zu seiner Kompfortzone wird. Dann hast du verloren, und dein Faden hier wird sich weiter füllen.
    Du bist offensichtlich mit einem Helfersyndron ausgestattet, was eine sehr positive Eigenschaft ist. Aber pass auf, dass du nicht ausgenutzt wirst.

    Ein Sprichwort:

    Ärger den du nicht gehabt hast, hast du nicht gehabt.

    Wenn du Unterstützung anbietest für Dinge und Gefälligkeiten, die er nicht im Stande ist, selbstständig zu erbringen, dann ist es „Helfen“.
    Wenn du das machst obwohl er es selber könnte ist es „Ausnutzen“.

    Jetzt musst du deine Gedanken kreisen lassen und das für dich einordnen.

    PS: viele hier wünschen sich deine Situation, der Alkoholiker ist endlich weg. Ich eingeschlossen.

  • Hallo Lumen,

    Du stellst die gleichen Fragen in Variationen immer wieder, und Viele haben darauf ja auch schon geantwortet, was jetzt ratsame Schritte wären - vor allem mal Abstand, um Dir selbst eine Ruhepause zu verschaffen. Hören möchtest Du die Antworten aber wohl momentan eher nicht,. Wenn Du wissen möchtest, wie andere mit ähnlichen Situationen umgehen, könntest Du Dich ja auch bei andern Cos mal einlesen. Ich zB hatte Dir gestern auch etwas dazu geschrieben, wie es hier lief, darauf bist Du nicht eingegangen.

    Wichtig ist doch: Was willst Du, was spricht für Dich dafür, mit ihm in der derzeitigen Lage - und nach einem Rauswurf - zusammenzubleiben bzw wieder zusammen zukommen? Er bedroht Dich, will Dich verklagen, aber auch unbedingt durchsetzen, bei Dir eine Meldeadresse zu haben. Da Du fragst: Ich würde das nicht machen, so wie er sich verhält, und Du hast ja selbst schon gesagt, dass Du es nicht willst - nun ruderst Du wieder zurück. Letztlich kann Dir keine/r hier die Entscheidung abnehmen. Und ob er bereit wäre zu Entzug kann auch keiner beantworten.

    Bist Du denn überhaupt sicher, dass er gerade im Entzug ist? Sei Dir bewusst, ob er eine Entgiftung antritt bzw abstinent werden will, ist alleine seine Entscheidung, Du hast darauf keinen Einfluss, weder mit Rauswurf noch einer Rolle rückwärts, sprich: Wiederaufnahme.

  • Hallo Lumen,

    von der Geschichte mit der Meldeadresse kann ich dir nur dringend abraten. Ich hatte eine Menge Probleme, weil mein Noch-Mann sich über Monate nicht abgemeldet hat. Und das kann nur er, nicht du. Meinst du das würde er in seinem Zustand tun, wenn es notwendig wird? Du holst dir nur Probleme ins Haus.

    LG ☀️

  • danke für deine Anteilnahme . Nein ich werde ihm meine Meldeadresse nicht geben, genau aus deinen Gründen. Wir haben vorher auch nicht zusammen gewohnt, warum sollte ich das jetzt tun. Bei mir springt immer noch das helfersyndrom an und er tut mir trotz allem irgendwie leid.

    Aber ich bin die falsche …

  • Hallo Lumen,

    wenn du deine Adresse deinem Partner als Meldeadresse zur Verfügung stellst, obwohl er nicht die überwiegende Zeit des Jahres dort wohnt, könnte es sich um eine sog. Scheinwohnung, bei der Anmeldung um eine Scheinanmeldung handeln. Ihr würdet beide dann eine Ordnungswidrigkeit begehen, die mit einem sehr hohen Bußgeld (bis zu 50.000 €) geahndet werden kann. Auch dein Vermieter könnte dann, wenn er die erforderliche Wohnungsgeberbescheinigung ausstellt, obwohl dein Partner nicht mindestens 183 Tage im Jahr bei dir wohnt, ebenfalls ein hohes Bußgeld riskieren.

    Wärst du bereit, dieses Risiko auf dich zu nehmen? Zumal dir hier ja bereits mehrmals geschrieben wurde, dass dein Partner andere Möglichkeiten hat, also gar nicht auf eine Anmeldung unter deiner Adresse angewiesen ist.

    So stellen karitative Einrichtungen häufig eine offizielle Meldeadresse zur Verfügung, obwohl die Person dort nicht physisch wohnt. Dein Partner kann sich dann beim Einwohnermeldeamt als “ofW” registrieren lassen, was bedeutet, dass er offiziell keinen festen Wohnsitz hat, aber dennoch postalisch erreichbar ist.

    Wenn du weiterhin überlegst, ihm eine Anmeldung unter deiner Adresse zu ermöglichen, dann lasse dich bitte vorher rechtlich beraten (beim Einwohnermeldeamt?), unter welchen Voraussetzungen das erlaubt ist.

    LG Kyra

  • Danke für deine Hinweise! Nein, er darf sich hier nicht anmelden.
    Nur springt das helfersybdrom an weil er mig leid tut . Aber ich werde lernen es zu ignorieren. Ich denke die Sozialarbeiter könnfn ihn da beraten und helfen !
    Ich NICHT !

  • Hallo lumen,

    er tut dir leid, okay, ich hatte damals auch solche Gefühle. Bis ich endlich dahinter gekommen bin, dass diese Gefühle da garnicht passen.

    Wenn Menschen so wie dein, was isser eigentlich, dein Ex? oder meiner damals sich nicht bewegen, jammern und ihr Leid beklagen ohne selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen, dann muss du, musste ich da nicht mitleiden. Denn sie machen es sich bequem und lassen andere für sich arbeiten. In dem Falle Ex? dich und mein Ex damals mich. Das ist ein Benutzen von Menschen um selbst keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Wenn was nicht nach Wunsch klappt kriegst du vielleicht noch die Schuld in die Schuhe geschoben...

    Dein Ex? ist ein erwachsener Mann und wir leben in einer Gesellschaft, in der es Hilfen gibt. Die er sich holen kann. Da er volljährig ist braucht er keine Muddi, die das für ihn macht.

    Ich bin auch ein hilfsbereiter Mensch. Aber ausnutzen, benutzen lasse ich mich nicht mehr. Und auch du brauchst dich nicht ausnutzen lassen. Es gibt Grenzen und die zu sehen und zu setzen ist dein gutes Recht. Du hast genug mit dir selbst zu tun. Mit deinem Leben, denn nur darauf hast du Einfluss. Auf nichts anderes.

    Also sag dem Mitleid adieu und guck einfach auf das, was wichtig ist. Nämlich dein Leben und wie du es für dich schön machen kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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