Beiträge von Aurora

    Hallo Honey,

    du fragst dich, warum die Beziehung kaputt gegangen ist? Hm, ich lese da einige wichtige Gründe bei dir raus.

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    Wir reiten eigentlich nur auf den Fehlern der anderen rum

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    Und hab ihn immer kontrolliert. Hatte kein Vertrauen.

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    Er macht mir Vorwürfe über meine Fehler

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    ich rede nur übers Trinken! ...

    Er versteht es nicht, das mich das belastet

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    Ich kann ihn nicht so akzeptieren

    Das sind ja tatsächölich ein paar wichtige Gründe dafür, eine Beziehung zu beenden. Denn du fühlst dich unverstanden, verletzt. Hast kein Vertrauen. Da ist es doch mal einfach richtig, aus solch einer Partnerschaft auszusteigen, in der du dich so sehr unwohl fühlst! Und in der der Andere nichts, aber auch garnichts macht, damit es sich ändern kann! Denn für ihn scheint es doch bequem so zu sein, da schiebt er schnell mal die Schuld an Allem auf dich und jut is.

    Das stimmt, es gibt ja dieses Gefühls-Wirrwarr, das dauert auch, bis es sich beruhigt. Immer langsam und mit kleinen Schritten kannst du was verarbeiten und verändern. Und vor allem : loslassen!

    Ich wünsche dir viel Spaß auf der Geburtstagsfeier heute! Lass es dir einfach gutgehen dort, amüsier dich, lache, fühl dich wohl. Und schalte deine Gedanken daran ab, was er wohl so treibt. Das ist Wurscht, wichtig ist, dass es dir gut geht.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Susanni,

    erstmal "hallo und guten Tag" hier im Forum. Schön, dass du da bist!

    Dass du wütend auf dich bist, kann ich guuuut verstehen, ich war es damals, als ich mich endlich trennen konnte, auch. Da kamen mächtig Gefühle hoch in mir. Diese Wut gehört zu dem Verarbeitungsprozes dazu. Und auch die Traurigkeit.

    Du schreibst, du hattest nie eine Chance... Doch, jetzt hast du sie! Ergreife sie und mach aus deinem Leben wieder etwas, was es verdient, "Leben" zu heißen.

    Ich wünsche dir dabei viel Kraft.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Monty :D , ja, es ist schon erstaunlich, wie durch die Veränderungen, die wir durchlaufen, sich auch das Umfeld ändert. Tatsächlich ist es bei mir so, dass ich schon Freunde aussortiert habe, die im Prinzip keine waren. Hätt ich auch mal nicht gedacht, aber ich konnte irgendwann erkennen, hey, was wollen die eigentlich :roll: ? Die reden immer nur von sich, bzw. eine Freundin, die im Ausland lebt, erinnerte sich bloß immer an mich, wenn sie Berlin besuchen wollte. Da konnte sie ja dann kostenlos bei meinen Eltern wohnen :roll: ... Nöööö, sowas braucht frau nicht!

    Und das Gespräch ist auch gelaufen. Es war nicht ganz so, wie ich es mir dachte. Meine Kollegin versuchte, sich in's rechte Licht zu rücken und mich an die Wand zu spielen. Es sind ähnliche Verhaltensmuster wie bei meinem Exmänne und seiner Sippe.

    Mir ging es dabei teilweise schlecht, aber ich konnte gut gegen halten. Argumentieren, meine Stopp-Schilder setzen. Ich habe leider nicht alle meine Dinge anbringen können, na, was soll's.

    Nach dem Gespräch war ich erstmal traurig und fühlte mich als gescheitert. :roll: ... Dann dachte ich aber nach. Es war das erste Gespräch, was ich hatte, was dieser Art war! Und von mir selbst ja initiiert! Was erwarte ich da von mir? Dafür, das es das erste Mal war, habe ich mich super behaupten können! Und ich habe vieles erreicht, auch wenn es erstmal nicht so aussah. Auf einmal werde ich respektvoller behandelt, wahr genommen. Ich werde der Kollegin weiterhin Grenzen setzen müssen und Stopp-Schilder zeigen, sie wird sich nicht großartig ändern. Aber ich änder mich ja immer mehr, also muss sie schon reagieren.

    Ich fühle mich nun nicht mehr ausgeliefert, kleingemacht. Ich merke, ich habe sehr viel gelernt in der Zeit. Ich habe Selbstvertrauen. Ich lass mich nicht mehr klein machen. Ich kann eine Situation beenden, wenn sie mir nicht gut tut. Ich muss nichts hinnehmen, was schlecht für mich ist. Ich darf und muss klare Ansagen machen. Ich muss aber auch Kritik ertragen können. Es nicht als persönlichen Angriff sehen, sondern als produktiven Anreiz zur Änderung.

    Mir geht es gut! Ich fühle mich so selbstvertraut :roll: , gut bei mir aufgehoben.

    Aurora

    Hallo noemi,

    erstmal von mir herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

    Eine Trennung tut immer weh, es bedeutet ja das Ende eines Lebensabschnittes. Und nicht immer war ja auch alles schlecht. Das ist wahr. Aber es gab ja einen Grund, weswegen es zur Trennung kam!

    Zitat

    ich habe unter seiner grausamen egoistischen art sehr gelitten , er hat mich für alles verantwortlich gemacht ( schulden , scheitern der ehe usw. )...


    und da war ja sicher noch mehr an Wortgefechten, die unter der Gürtellinie waren. Du kannst dir das immer wieder in's Gedächtnis rufen, wenn wieder die Gedanken an "acheswardochsooooschön" hochkommen, denn es gab ja durchaus diese bösen Zeiten auch!

    Und nun... Du hast Angst vor dem Alleinesein. Kann ich verstehen, es ging mir ja nicht anders damals. Diese Angst war eine von denen, die mich hat festhalten lassen an der Ehe, die keine mehr war...

    Und als ich dann endlich den Absprung geschafft hatte, sah ich auf einmal, dass diese Angst auch unbegründet war. Denn es ist nicht so schlimm, auch alleine zu sein. Ich konnte auf einmal schlafen, wie ich wollte ( natürlich angepasst an meine Arbeit :wink: ). Ich konnte kochen und einkaufen, was mir passte. Ich konnte meine Musik hören, laut oder leise. Es war aber auch ruhig um mich rum, weil niemand mich nieder machte, mir Schuld einredete, ich brauchte keine Angst mehr vor dem Nachhausekommen haben. Es war auf einmal Freiheit um mich, Wohlbehagen...

    Lass es langsam angehen. Du wirst immer mehr feststellen, wie gut es tun kann, alleine zu sein. Nicht mehr in einer Beziehung zu sein, die dich kaputt macht. Wo du klein gemacht wirst, schlecht behandelt wirst. Das hast du nicht nötig, niemand hat das nötig! Du hast ein Recht auf Glück! Und du wirst immer mehr erkennen, was für ein Glück es war, auszubrechen aus diesen alten Bahnen.

    Und jetzt mach dir einen schönen Tag heute! Tu dir was Gutes, es gibt doch bestimmt Dinge, die du magst. Es muss ja nichts Spektakuläres sein. Ein guter Tee, ein schönes Buch, einfach schlendern gehen, einen Film ansehen. Ein schaumiges Vollbad, schöne Musik... Hehe, ich komm direkt in's Schwärmen hier :lol: .

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Biene,

    na, das ist ja 'n Ding, schön, mal wieder was von dir zu hören :D . Mach doch mal etwas öfter "piep". Ich erinnere mich ganz gut an dich. Und deshalb ist es schön zu lesen, dass es dir so gut geht inzwischen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Candygirl,

    ich habe auch so 'ne liebe Freundin :D , die mir sehr viel schon geholfen, mich angestubst hat. Mir Denkanstöße gegeben hat.

    Auch sie hat damals, in den letzten 2 oder 3 Jahren meiner Ehe, bevor ich mich getrennt habe, immer gesagt, warum machst du das mit ? Trenn dich doch, es macht dich doch kaputt...

    Ich war manchmal regelrecht sauer auf sie, dachte, menno, sie hat gut reden, warum sagt sie sowas - Trennung... Das konnte ich damals noch nicht, ich hatte 1000 und 1 Ausrede, warum ich es nicht konnte. Die habe ich ihr auch gesagt, die Ausreden. Da sagte sie mal zu mir, weißt du, wenn dein Zeitpunkt gekommen ist, wirst du es können. Und sie hatte Recht!

    Auch bei dir wird es so sein. Ich kenne übrigens sehr viele trockene Alkoholiker, vom Forum hier und auch von meiner realen SHG. Und mein Lebensgefährte ist ja auch trockener Alkoholiker. Niemand von denen sagt, er könne "kontrolliert trinken". Denn das funktioniert nicht, das ist die Sucht. Dadurch gibt es keine Kontrolle, kein Trinken mal nur eines Gläschens zum Genuss. Das geht nicht.

    Mein Exmann konnte schon auch eine Zeit lang weniger oder nichts trinken, aber dafür war es dann hinterher umso mehr. Als ob er was aufholen musste. Aufhören kann ein Alkoholabhängiger, wenn er seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat, der ist bei jedem unterschiedlich. Aber dann ist auch immer eine Einsicht da, Alkoholiker zu sein! Und viele schaffen es leider nie...

    Du wirst auch irgendwann, wenn es für dich Zeit ist, dich trennen können. Nun bist du ja schon hier, im Austausch mit anderen Betroffenen. Das ist schon ein guter Schritt, dass du ja was ändern möchtest. Niemand kann dich zwinngen, dich zu trennen oder so, du kannst nur aus den einzelnen Geschichten hier und aus dem, was dir die anderen Teilnehmer (so wie ich) schreiben, deine Rückschlüsse ziehen, etwas lernen, etwas erkennen. Und hoffentlich eher handeln, als so manch anderer hier, wie ich zum Beispiel.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Hermine,

    das hört sich doch schonmal richtig gut an :D . Die ersten Schritte sind gemacht. Du siehst nun, es ist wichtig, dass du an dich denkst. Denn der wichtigste Mensch in deinem Leben bist ja du. Und wichtigsten Menschen soll es doch gut gehen...

    Und jetzt geh ich mal langsam in's Bett
    gute Nacht
    Aurora

    Liebe Candygirl,

    so, wie du jetzt deine Ehe beschreibst, so hätte ich meine vor ein paar Jahren auch beschrieben, echt. Ich habe Exmänne die Pistole auf die Brust gesetzt, von meinen Problemen mit seinem Alk-Konsum geredet, ihn bekniet, zu einer Therapie zu gehen usw... Er bestritt dann immer vehement, alkoholabhängig zu sein. Das "bewies" er mir dann, indem er eine Zeit lang nichts trank oder nur wenig (jedenfalls sah ich nur wenig, was er trank). Er war dann aufmerksam, machte und tat. Und ich :roll: ... Ließ mich wieder mal einlullen...

    Und dachte dann so bei mir...

    Zitat

    Vielleicht ist er ne Ausnahme

    , na, er ist ja garnicht abhängig, kann ja wohl nicht sein, alles wird gut jetzt.

    Und dann? Dann kam wieder der Tag, an dem ich nachhause kam und er besoffen auf dem Sofa hing :(:cry: . An dem er nicht mehr reden konnte, weil er so voll war :cry: . Was du da schreibst über dich und deine Ehe momentan, das erinnert mich soooo sehr.

    Ich will dir nichts schlecht reden, aber ich sehe auch diesen Satz bei dir:

    Zitat

    Das er nicht zugeben will und nicht einsieht dass er Alkoholiker ist,

    und das sollte dir zu denken geben! Und dich vorsichtig sein lassen. Für dich, für deine Kinder.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    danke liebe Monty :D noch nachträglich, für die guten Wünsche.

    Sie haben gewirkt, die guten Wünsche. Es war eine gute Zeit dort. Wir haben uns, im Rahmen des Möglichen an Zeit, ein paar Sachen angesehen, und dann auch ein wenig Geburtstag gefeiert.

    Und nun hat der Alltag mich wieder... :? . Heute abend findet ein Gespräch statt, ich arbeite ja in einem kleinen Laden, da sind wir zu dritt. Chef, Kollegin und ich. Und mit der Kollegin, da habe ich meine Malesse, zum Teil. Da kommt mein Co ganz schön wieder raus und ich hatte in der letzten Zeit ganz schön was an mir zu tun! Immerhin, ich habe dieses Gespräch heute initiiert, etwas, was ich vor einiger Zeit noch nicht gekonnt hätte! Ich hoffe, ich kann alles klären, was ich klären möchte. Auf alle Fälle habe ich eine Liste, und ich werde noch nachmittags nachdenken, in Ruhe.

    Der Sturm ist vorbei, denn ich hatte mit besagter Kollegin auch schon direkte Gespräche über ihr Verhalten. Sie mischt sich nämlich zuuuu gerne in Kundengespräche, die ich führe, ein... Das geht gaaaaanich!!!!! Es sind auch noch ein paar andere Sachen da im Spiel, die ich zugelassen habe, so wie früher...

    Ich will das nicht. Punkt.

    Ich kann das alleine. Punkt.

    Ich lasse mich nicht mehr klein machen. Punkt.

    Ich übernehme Verantwortung für mich, weil ich das jetzt ändere (bin ja da schon die ganze Zeit dabei, seit ich merke, was da passiert). Punkt.

    Sie hat ein Verhalten, das auch mein Exmänne hatte. Genau die gleiche Art. Unwohl fühle ich mich damit schon, solange sie bei uns arbeitet, das sind 3 1/2 Jahre ca. Aber richtig sehen und in Worte fassen, was da abläuft, das konnte ich vor ca. 1/2 Jahr. Und seitdem mache ich was. Und es wirkt, es geht immer besser. Aber das zeigt mir was...

    Coabhängige Verhaltensweisen erstrecken sich eben nicht nur auf einen bestimmten Partner, in einer Ehe oder in einer Liebesbeziehung. Sondern auch auf das Leben, auf Beziehungen, die nichts mit Ehe oder Liebe zu tun haben, sondern auf zwischenmenschliche Beziehungen auf der Arbeit oder so.

    Und jetzt werde ich mal losdüsen, arbeiten gehen. Der nächste Urlaub kommt bestimmt...

    Aurora

    Liebe Kerstin,

    zuerst mal wünsche ich dir alles Liebe zum Geburtstag! Ein neues Lebensjahr beginnt, du kannst daraus das Beste machen, es ist alles offen für dich!

    Ich bin erstaunt und froh, wie dein Weg ist! Ich kenne dich ja schon ziemlich lange. Du hast deinen Weg gemacht, mit ganz vielen Stolpersteinen und Umwegen, aber du bist immer weiter gegangen. Ich finde das so toll und sehr mutig! Jemand nannte dich mal "Stehauffrauchen", nicht wahr... Und das bist du.

    Nun kommt dein nächster Schritt, der ist längst fällig. Nun bist du bereit dafür, wieder an einer neuen Stelle deines Weges angekommen. Du kannst hinsehen und erkennen, was dir nicht mehr gut tut. Das ist ein schwieriger Schritt, aber auch den hast du getan!

    Liebe Kerstin, es ist alles zu machen und zu schaffen, wenn du es willst. Ich drück dich mal jaaaanz dolle und lass dir eine Menge Kraftpäckchen hier. Und natürlich liebe Grüße

    Aurora

    Hallo BinIchMachtlos,

    das ist ja wirklich totakl eskaliert bei euch. Ich kann es verstehen, denn ich habe auch so manches Ding gemacht, aus Wut, aus Verzweiflung, aus Machtlosigkeit :( . Eimer mit Wasser - kenn ich auch, der ist auch über Exmännes Kopf gelandet... zum Beispiel :( . Geholfen hat das nichts, ich habe mich eher noch schlechter gefühlt hinterher, aber es war ein Zeichen, dass ich keinen Ausweg wusste, dass Frustration in Aggression umgeschlagen war, ich erniedrigte mich damit noch mehr, als ich mir schon erniedrigt vorkam.

    Du musst ja wirklich außer dir gewesen sein, so voller Wut und Verzweiflung und Aggression. Aber im Endeffekt nutzt es doch nichts. Wenn es so ist, hilft doch nur die räumliche Trennung! Denn deine Gesundheit ist doch wichtig! Du bekommst keinen richtigen Schlaf, das geht doch nicht! Du musst arbeiten gehen, da brauchst du Erholung. Du willst doch leben, oder? Lachen, nicht wahr...

    Warte nicht erst, bis zur Kur, sondern nimm gleich was in Angriff. Etwas, was du für dich machst. Zum Beispiel Ausschau halten nach einer eigenen Wohnung. Mir hat das damals sehr geholfen, als ich endlich für mich aktiv wurde, da fühlte ich mich auch nicht mehr so machtlos und ausgeliefert. Es bewegte sich ja endlich etwas, und dadurch konnte ich mich auch besser von meinem Ex abgrenzen.

    Du hast ja schon Erfahrung mit der SHG, gehst du da eigentlich noch hin? Wenn nicht, dann mach das doch! Und schreibe hier im Forum, was das Zeug hält, das tut gut und erleichtert.

    Liebe BinIchMachtlos, du bist ja nicht machtlos. Seiner Sauferei gegenüber schon, das ist ja klar! Aber für dich, für dein Leben, deine Lebensqualität, da hast du die Macht! Nämlich es zu gestalten, dass es dir gut geht!

    Ich wünsch dir viel Kraft, viele Grüße
    Aurora

    Hallo Hermine,

    ich kann mir denken, wie du dich fühlst, ich hab mich damals ja auch so gefühlt.

    Hin- und hergerissen. Ich habe mich immer wieder vor seinen Karren spannen lassen, weil ich dachte, ohne mich scheitert er, ich wäre schuld, wenn er wieder trinkt, ich kann ihn ja nicht im Stich lassen, denn ich habe ihm ja mal versprochen, ihm zu helfen...

    Er versucht, dich wieder für ihn verantwortlich werden zu lassen. Er appeliert an dein Pflichtbewusstsein und macht dir Gewissensbisse, Schuldgefühle. Warum ist das so? Das er das kann, meine ich.

    Du hast ja keine Verantwortung für ihn, bist ja erwachsen und er auch. Und wenn du damals mal was mit ihm gemacht hast, etwas gut fandest, na gut, dann war es so, aber du hast deine Meinung geändert und das ist dein gutes Recht, das zu tun. Er versucht, dich wieder in sein Boot zu ziehen.

    Da hilft echt nur Abstand, Abgrenzung, ein Stopp-Schild nach dem anderen. Und die Einsicht, dass du keinerlei Verantwortung hast für ihn. Sondern für dich, für dein Wohlbefinden und das deiner Tochter.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    so, Urlaub ist zuende :? ...

    Ja, es dauert noch eine Weile, bis die Traurigkeiten vergehen. Dein Leben soll sich ja nun langsam immer mehr ändern, da wird es auch immer Höhen und Tiefen geben, Momente, in denen du dich groß und stark fühlen kannst, genauso wie Momente, in denen alles in dir weint. Oder du wütend bist. Das ist alles normal und gehört dazu!

    Es ist ein Weg der Verarbeitung und Veränderung, viele Dinge müssen losgelassen werden dabei. Und viele Dinge kannst du auf einmal erkennen. Diese Gefühle gehören alle dir, das bist ja du. Die traurigen Gefühle, die schönen Gefühle, die Zufriedenheit, aber auch die Wut, der Ärger, die Angst. Es ist gut, diese ganzen Gefühle annehmen zu können. Ehrlich, mir ist das nicht immer leicht gefallen. Aber es hat funktioniert, und irgendwann bohrt es nicht mehr so, sondern es fühlt sich guuuut an. Denn alle diese Gefühle gehören zu dir, machen dich aus als Menschen. Und du darfst so sein, das ist dein gutes Recht!

    Ich wünsche dir eine schöne Woche, obwohl 's regnet.

    Aurora

    Hallo Monty,

    erstmal vielen Dank für deine lieben Worte in meinem Thread! Es freut mich, wenn ich etwas Positivität ausströmen kann! Auf alle Fälle kann ich was abgeben davon, ich hab 'ne Menge.

    Und dann werde ich mal meinen Urlaub ein wenig unterbrechen und meine Daumen drücken, ist doch klar!Es hört sich gut an, was du schreibst. Egal, was passiert, aber es passiert was!

    Meine eigene Erfahrung ist, wenn ich einen Weg beginne zu gehen, öffnen sich auf einmal lauter Türen. Wenn ich beginne, mich zu verändern, verändert sich auch mein Umfeld. Es ist faszinierend. Mir sind durch meinen Weg und meine Veränderungen so viele gute Dinge passiert, es ist kaum zu glauben.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit
    Aurora

    Huhu,

    der Urlaub nähert sich dem Ende :? , na ja, so ist das Leben. Morgen früh düsen wir los, es steht noch ein Kurztrip an. Wir besuchen meinen Neffen und dessen Lebensgefährtin. Die hat nämlich am Wochenende Geburtstag und uns (und den Rest der Sippe) eingeladen.

    Wir nutzen das gleich mal, um uns dort noch einige Dinge anzusehen. Ich finde, es ist ein schöner Abschluss.

    Es tut gut, alle diese Dinge planen und ausführen zu können. Da ist keine Sorge mehr wie früher mit Ex. Von wegen: wie wird es wieder werden, wird er sich sehr voll laufen lassen, können wir überhaupt fahren usw. Es war sehr viel Stress und Druck damals. Ich fühlte mich immer verantwortlich dafür, was so passierte mit ihm, kontrollierte noch mehr als sonst alles, um alle möglichen Unwägbarkeiten auszuschließen... Meistens ohne viel Erfolg :( . Wie einfach und schön kann das Leben sein, seit solche Zwänge mich nicht mehr beherrschen. Ich kann es einfach genießen, Punkt!

    Bis dann
    Aurora

    Hallo Hermine,

    ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen! Denn ich habe selbst lange Zeit solche Gefühle gehabt!

    Es sind solche Schuldgefühle, Mitleid, Verantwortungsgefühle gewesen, die ich hatte. Zumal mein Ex ja auch mit meinem Auszug trocken wurde. Aber er verstand es weiterhin perfekt, sich meiner zu bedienen, an meinen Co-Knöpfen zu drehen! Weil ich es auch immer wieder zuließ! Ich konnte mich aus eben diesen ganzen Gefühlen nicht abgrenzen, "nein" sagen. Ich sagte immer (fast) "ja", obwohl ich es nicht wollte, dabei habe ich mich aber für mich auch nicht wohl gefühlt. Überhaupt nicht! In mir hat es nach Trennung geschrieen, außerhalb habe ich auf Harmonie gemacht... Dadurch habe ich ihm ja was vorgespiegelt, was garnicht war, ihm falsche Hoffnungen gemacht, ihm Macht über mich gegeben.

    Abgrenzung, nur noch das Wichtige und Nötige besprechen, mehr nicht. Das hat mir geholfen. "Nein" sagen und konsequent dabei bleiben. Das hat geholfen. Endlich mein eigenes Leben in die Hand nehmen, auch das war gut! All die Energie, die ich verpulverte mit meinem "ja", was "nein" war, die habe ich endlich für mich haben können.

    Das ging natürlich nicht von heute auf morgen, aber langsam ging es - und dann immer besser. Denn mit jeder Grenze, mit jedem "nein" bekam ich mein Leben zurück. Und er verlor dadurch seine Macht über mich. Meine Co-Knöpfe funktionierten nicht mehr...

    Die Schuldgefühle, die sind schon gemein, diese Teufelchen. Du kannst dagegen angehen. Indem du dir klar wirst, dass du nicht verantwortlich für sein Leben bist. Du hast ein Recht auf dein selbstbestimmtes Leben, in Ruhe und Zufriedenheit. Du hast ein Recht, "nein" zu sagen, Dinge zu machen, die dir gut tun! Du darfst es dir gut gehen lassen. Er kann das ja auch, wenn er es will. Ihm geht es ja gut so, wie er lebt, sonst kann er es ja ändern. Er hat die gleichen Möglichkeiten wie du, wie jeder Mensch!

    Es ist ein ziemlicher Weg. Aber es funktioniert. Jeden Tag ein wenig mehr.

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Hermine,

    du schreibst:

    Zitat

    Leider machte er das ja lieber mit sich alleine aus,

    ...

    dann ist es seine Entscheidung, es so zu machen! Er weiß, er kann Hilfe erhalten, aber er möchte es eben nicht. Er hat sich entschieden.

    Das musst du akzeptieren! Du hast Angst um ihn, Mitleid. Diese Gefühle kenne ich auch aus meiner Ehe, na, fast ist es schon Ex-Ehe (Scheidung ist bald). Mein Exmann wollte alle diese Gefühle garnicht. Er wollte einfach nur so leben, wie er es sich ausgesucht hatte.

    Das Zauberwort heißt: Loslassen. Ihn sein lassen. Ihm seine Verantwortung überlassen.
    Diese ganzen Gefühlsenergien, die er ja garnicht will, die kannst du prima für dich selbst nutzen und für deine Tochter.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Dakini,

    natürlich bist du traurig, einen Teil gelebtes Leben lässt du nun hinter dir, das war ja nicht immer nur schlecht. Da ist es klar, dass auch eine Menge Traurigkeit, Wehmut bei dir ist.

    Aber heute ist es einfach für dich besser, auf dein eigenes Leben zu schauen. Es nutzt ja nichts, nur ihn anzusehen und zu erkennen, was die Droge Alkohol aus ihm gemacht hat. Es ist gut, dass du nun Abstand nehmen kannst davon.

    Das wird dir auch neue Blickrichtungen öffnen. Dich zur Ruhe kommen lassen. Dann kannst du auch viele Dinge verarbeiten!

    Ich wünsche dir einen guten Tag heute, viel Kraft. Du wirst sehen, für dich wird es nur besser werden! Du hast dich entschieden, zu leben!

    Viele Grüße
    Aurora