Beiträge von Aurora

    Hallo Tisha,

    solange ihr noch Kontakt habt, du ihn immernoch ziemlich nahe an dich ranlässt, solange wird er versuchen, dich weichzuklopfen.

    Es dreht sich hier Beitrag um Beitrag nur darum, was er gerade macht, wo er schläft, wann er wieder trinken wird usw. Wie er jammert und bettelt. Wie lange soll das so weitergehen? Und wie geht es dir dabei, das macht doch auch was mit dir.

    Darum sollte es gehen. Um DICH und wie du dieses unwürdige Spiel beenden kannst. Damit du zur Ruhe kommst und er endlich seinen eigenen Weg geht. Wenn alle Stricke reißen kannst du zur Polizei gehen. Das ist Stalking, was er da macht.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Frankenstein,

    Solange muss ich das Spiel wohl mitspielen und alles am Laufen halten.

    Nein, das musst du nicht. Es ist deine Entscheidung es zu machen. Ich kann das auf eine Art verstehen, denn wenn du da drinnen hängst ist es sehr schwer. Da spielen ganz viele Emotionen und Gefühle der Verpflichtung mit. Aber ich habe sowas selbst durchlebt und weiß eben auch, wie es auf der anderen Seite aussieht. Wie es auch die Angehörige, den Angehörigen mitreißt und kaputt macht.

    Ich hoffe so irgendwie zu erreichen das Sie ihre Alkohol Abhängigkeit erkennt , ... und sich im besten Fall helfen lässt.

    Diese Hoffnung hält einen fest, hat mich ja auch festgehalten. Aber es ist eben nicht abzuschätzen, wann oder ob sie sich jemals helfen lassen möchte, sich helfen lassen wird. Darüber bin ich zum Beispiel selbst krank geworden.

    Was die Anderen sagen ist so eine Sache. Sie leben ja nicht in deiner Situation und urteilen über Dinge, die sie garnicht abschätzen und wissen können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    gut gemacht 🙂.

    Na klar geht es dir erstmal schlecht damit. Du hast ein ganz altes und tief eingeprägtes Muster übersprungen und was Neues gemacht. Jetzt musst du das aushalten aber das schaffst du. Das ist machbar.

    Ich hoffe, dass du jetzt nicht noch mit Vorwürfen oder so bombardiert wirst.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Butterblume,

    meine Kinder haben auch mit ihrem Vater geredet, oft auch geschimpft und sie waren wütend. Sie waren da junge Erwachsene. Er hat sich dazu nie wirklich geäußert. Höchstens mal " Jaja" gesagt. Passiert ist nichts.

    Hoffnung ist in vielen Lebenslagen gut. Aber in manchen eher nicht. Denn dein Mann liegt nun im Bett. Das kenne ich auch so. Meiner hat sich irgendwie dann totgestellt bis der Sturm vorbei war. Passiert ist nichts bei ihm. Er hat nahtlos weitergetrunken. Ich hab immer wieder gehofft. Und immerwieder hat sich nichts geändert.

    Glaubst du wirklich, dass bei deinem Mann jetzt was passiert, er sich aufrafft?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Butterblume,

    Wir können nicht wirklich helfen . Ich will auch nicht mehr für ihn lügen

    Das ist eine wichtige Erkenntnis. Du kannst ihm nicht helfen weil er keine Hilfe haben möchte.

    Und dass du nicht mehr für ihn lügen möchtest ist auch gut.

    So habe ich es damals irgendwann auch gemacht. Mein Exmann hatte Geburtstag und es rief eine Verwandte an um ihm zu gratulieren. Ich hab zu ihr gesagt, dass sie ihn nicht sprechen könne da er völlig betrunken und schlafend auf dem Sofa liegen würde. Da war es Vormittag... am anderen Ende war betroffenes Schweigen und nach ein paar kurzen Worten war das Gespräch zuende.

    Ich hab gezittert dabei aber mich dann auch irgendwie erleichtert gefühlt.

    Habe dann den für den Besuch gebackenen Kuchen genommen und zu meiner Tochter gegangen.

    Das finde ich gut, du bist rausgegangen und hast was für dich gemacht.

    Das Gefühl dass andere denken, er würde nicht umsonst saufen sondern wegen mir kenne ich nur im Zusammenhang mit seiner Mutter. Ansonsten hat mein Exmann das zu mir mehr als einmal gesagt. Dass ich daran schuld wäre, er müsste ja trinken weil ich so böse, frigide, bescheuert und was sonst noch alles wäre.

    Dadurch habe ich mich irgendwann wirklich schuldig und minderwertig gefühlt und hab mich unglaublich angestrengt, ein besserer Mensch zu werden. Hat natürlich nichts gebracht.

    Hier versteht dich übrigens jeder gut, wir Coabhängigen erleben oder haben leider immer wieder ähnliche Dinge im Zusammenleben mit einem Abhängigen erlebt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Butterblume,

    ich bin gespannt von dir zu lesen, ob er sich bewegt. Dass er den Hund mitnehmen will obwohl er sich nicht kümmern kann, ist ja schon auch eine Drohung. Er weiß genau, dass er dich damit verletzt und denkt, dass er dich damit wieder in die Spur bringen kann.

    Es wurde ja hier schon angesprochen, hast du schon mal überlegt, zu einen Anwalt zu gehen? Mich hat das damals sehr entlastet Infos zu haben im Falle einer Trennung. Da ich ein eher kleines Einkommen hatte, zu der Zeit hab ich, wie die Jahre vorher schon wegen der Kinder, Teilzeit gearbeitet, musste mir mein erster Mann Trennungsunterhalt zahlen.

    Mein erster Mann ist damals nicht aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Trotz meiner Bitte. Also hab schlussendlich ich mir eine Wohnung gesucht.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe wieweiter,

    Langsam komme ich dazu mich mit mir selber auseinanderzusetzen. Das braucht Zeit.

    Das finde ich echt schön, dass du langsam zu dir selbst findest. Na klar braucht das Zeit. Es ist gut, dass du aktiv bist, Dinge machst, die dir guttun. Das ist so hilfreich auf diesem Weg.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Franzi,

    So lange habe ich gehofft, dass er seine Abhängigkeit mit ärztlicher Hilfe angeht. Aber es ist zu spät. Ich kann ihm da jetzt nicht die Unterstützung geben, die er sich wünschen würde. Ich merke, in diese Richtung habe ich einfach keine Kraft

    Es ist gut, dass du das erkennst. Für mich war es damals auch zu spät. Zumal ich immer mehr gemerkt habe, dass er eigentlich nichts bei sich verändert hatte und auch garnichts verändern wollte. Er hatte bloß zu trinken aufgehört. Und ich hab gemerkt, dass ich das nicht mehr so wollte. Dass dieser Mann nichts mehr für mich war weil er mich nach wie vor respektlos behandelte, nur auf seine eigenen Bedürfnisse Rücksicht nahm, im Grunde genommen nur sein bequemes Leben mit mir weiterführen wollte. Es ging ihm nicht um " uns" sondern nur um ihn.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Rosa,

    willkommen zurück, es ist gut, dass du dich wieder austauschen möchtest.

    ...denn ich habe das große Problem, dass mein Mann und ich keine Kommunikationsebene finden. Wir haben uns nach seiner Therapie niemals richtig ausgetauscht. Ich würde so gerne über meine Gefühle reden, er zieht sich immer und immer wieder zurück.

    Als ich mich damals getrennt hatte, wurde mein Exmann nüchtern. Und wir sind noch lange Zeit umeinander rumgeeiert. Ich habe auch immer wieder versucht mit ihm zu reden. Ihm zu sagen, wie schlimm es all die Jahre für mich gewesen war. Er wollte das nicht hören, " ist ja vorbei, ich trinke ja jetzt nicht mehr, das wolltest du doch immer" war seine Aussage.

    Das war für mich schlimm, ich wollte doch so viel loswerden, ihm klarmachen, was ich alles ertragen hatte. Wie ich mich gefühlt hatte.

    Nach und nach veränderte sich mein Denken. Mir wurde was klar. Ich wollte im Grunde genommen Anerkennung von ihm, wollte, dass er sich entschuldigt. Aber was hätte das gebracht? Zudem ich ja freiwillig all die Jahre bei ihm geblieben war. Ich hätte ja jederzeit gehen können. Er hatte ja immer wieder gezeigt dass er nicht aufhören wollte mit dem Trinken.

    Und - im Grunde genommen war er nüchtern geworden weil ich mich getrennt hatte. Er wollte, dass ich zurückkomme. Er ist nicht nüchtern geworden weil er es aus tiefstem Wunsch selber wollte. Irgendwann hat er dann auch mit dem Trinken wieder angefangen.

    Ich hab das jetzt aufgeschrieben, wie ich es erfahren habe. Vielleicht kannst du für dich da was rausziehen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Bergdohle,

    Hallo, ich möchte gleich vorwegschicken, dass ich weiß, dass ich in dem Forum keine Hilfe für alle anderen bin,

    Du bist ja nicht hier um anderen zu helfen sondern du bist für DICH hier. Es heißt ja nicht für umsonst Selbsthilfegruppe.

    Andererseits können zum Beispiel deine Fragen und die Antworten darauf und auch dein Lagebericht durchaus hilfreich für andere sein.

    Mein Mann hat seit Anfang Mai mit Trinken aufgehört. Von einem Tag auf den anderen.

    Sowas hat mein erster Mann auch immermal gemacht. Aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel um mich ruhig zu stellen. Ob das nun dauerhaft so bleibt weiß nur dein Mann.

    Ich habe ein solches Bedürfniss nach einem Leben ohne Psychostress.

    Das verstehe ich sehr gut. Ob nun sein Verhalten jetzt was mit seiner Sucht zu tun hat, weiß ich nicht. Dieses Zuckerbrot und Peitsche Verhalten haben nicht nur Alkoholiker. Es ist ein Verhalten, das mürbe macht weil es alles verdreht und du nie weißt, woran du bist. Darum ist die Idee der Trennung garnicht mal verkehrt. Auch wenn es schwerfällt. Aber "Psychospielchen" sind Gewalt. Ich hab das früher nicht gewusst. Als es mir bewusst wurde war ich ganz schön erschrocken, welcher Gewalt ich all die Jahre ausgesetzt gewesen war und was ich mir hab gefallen lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    vor 2 1/2 Jahren ist ja unsere Enkelin bei uns eingezogen. Nach dem Tod meiner Tochter und ihrem neugeborenen Sohn hatte nach einigen Jahren der Exschwiegersohn eine neue Frau kennengelernt und alles schien paletti. Komisch kam uns im Laufe der Jahre vieles vor, wir hatten zum Exschwiegersohn auch irgendwann dann keinen Kontakt mehr. Er hatte böse Eigenschaften an den Tag gelegt und ich hab den Kontakt zu meinem Schutz auf ein Minimum ( wegen der Enkelin) reduziert.

    Unsere Enkelin kam dann zu uns und erzählte, was da abging all die Jahre, die Frau stellte sich als böse Stiefmutter heraus. Die Enkelin zog dann bei uns ein.

    Vor einiger Zeit hat der Exschwiegersohn sich endlich trennen können aus dieser toxischen Ehe. Und unsere Enkelin ist inzwischen wieder zu ihrem Vater gezogen.

    Und nun kehrt hier nach und nach Ruhe ein. Also Rentnerruhe. Wir sind wieder kinderlos. Es war schon komisch am Anfang aber inzwischen ist es okay so. Irgendwie ist das Leben wieder " richtig". Ich bin wieder " Nur"- Oma und die Wäscheberge sind viel kleiner geworden, der Platz in den Schränken dafür mehr, kein Teenie fegt mehr durch die Wohnung...

    Na jaaaa, sie hat mich auch irgendwie jung gehalten, am Zahn der Zeit gewissermaßen. Aber sie ist nicht aus der Welt. Sie wird eh immer mehr flügge, gerade ist das ganz deutlich. Und das ist auch gut so.

    Es war eine Bereicherung, sie hier zu haben. Und wieder habe ich gemerkt wie gut es war, dass ich mich damals getrennt habe. Ich bin eh schon psychisch sehr angeschlagen damals da rausgegangen. Wäre ich geblieben, hätte ich so viele schöne Erfahrungen nicht machen können, hätte ich die schlimmen Dinge nicht ertragen können.

    Also, Ruhe im Hause Aurora, die demnächst mal in Ruhe und nur für sich shoppen gehen wird.

    Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Eva,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich überall austauschen. Bitte nur die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern schreiben. Du erkennst sie daran, dass ihre Nicknamen in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Pony,

    Wie oft denn noch, es gibt Frauen die kreisen Jahrzehnte um ihren Alkoholiker, ich bin so eine. Am Anfang hat er sich ja nur ab und zu betrunken, ich habs mir schöngeredet. Später hat er immer öfters getrunken, ich habs mir wieder schöngeredet. Ich könnte mich heute noch ärgern daß ich nicht früher gegangen bin, aber leider kann ich es nicht mehr ändern.

    Ich bin auch " so eine" wie Marie. Und hab selbst durch mein Bleiben und um ihn Kreisen ziemlichen gesundheitlichen, teilweise nicht mehr rückgängig zu machenden Schaden genommen.

    Liebe Grüße Aurora