Beiträge von Aurora

    Hallo lenvan,

    ich finde es gut, dass du dich Stück für Stück weiter hier öffnest. Das ist wichtig und mutig und du bekommst Antworten. Denn du wirst hier ernst genommen. Weil du es wert bist.

    Rennschnecke hat dir in ihrem Beitrag viele Dinge geschrieben, die nachdenkenswert sind und hilfreich sein können. Für dich.

    Und diesen Gedanken

    Du bist nicht seine Pressestelle oder Vermittlerin mit den Dorfbewohnern.

    finde ich auch ganz wichtig. Du darfst da ein " Stopp" sagen, sagen, dass du weißt, was mit deinem Vater los ist, dass du diese Infos nicht brauchst weil du nicht verantwortlich bist. Ich weiß, dass das sehr schwer ist zu sagen. Vielleicht kannst du dich auch einfach wegdrehen und weggehen. Auch DAS ist eine Grenze, die du dann setzt.

    Und ganz ehrlich,

    Ganz schlimm ist es für mich, wenn mir die Nachbarn oder Verwandte erzählen, das mein Vater gestern bei ihnen war im Vollrausch.

    warum erzählen sie dir das? Sie müssen ihn doch nicht reinlassen. Dafür bist doch DU nicht verantwortlich sondern diese Leute selbst. Da wird dir was zugeschoben, das weder deine Verantwortung ist noch das du ändern kannst. Das müssen die schon selbst machen.

    Das sind jetzt alles Denkanstöße. Vielleicht machen sie dir Mut, langsam selbstbewusster zu werden.

    Was sagt eigentlich der Vater deiner Kinder zu der ganzen Situation?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo M orgensonne, herzlich willkommen,

    was du schilderst könnte fast 1 zu 1 von mir stammen. Aus meiner ersten Ehe. Und hier kannst du es ähnlich auch immer wieder lesen.

    Es ist die Dynamik die entsteht, im Zusammenleben mit einem Suchtkranken.

    Er kommt nicht gegen seine Sucht an, verstrickt sich in Versprechungen und Lügen, du reagierst darauf mit Aktivitäten um ihn abzuhalten, den Alltag aufrecht zu halten, ihn zu überzeugen es nicht zu tun, irgendwann mit Hilflosigkeit, Vertrauensverlust, Wut.

    Du bist also in unserem Cobereich in guter Gesellschaft.

    Hier ist der Link für den Austausch: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick drauf und schreib kurz was dazu, dann wirst du freigeschaltet und dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cookie,

    ich kann mich Panama da anschließen. Für dich und für deine Töchter kann es eine große Hilfe sein, sich über Alkoholismus zu informieren. Über die Auswirkungen dieser Suchterkrankung auf den Betroffenen aber vor allem auf die Mitbetroffenen.

    Denn es verschieben sich da ganz gewaltig die Ebenen. Kinder fühlen sich verantwortlich für den hilflosen, betrunkenen Menschen, immerhin ist es Vater oder Mutter. Und sie übernehmen Erwachsenenrollen, die sie garnicht ausfüllen können und die verstörend sind.

    Daher ist eine Suchtberatungsstelle ein guter Anlaufpunkt oder eben die bekannten Selbsthilfeorganisationen. Du holst dir hier Hilfe, soetwas gibt es auch für Kinder bzw Erwachsene Kinder von Alkoholikern - EKA. Dein Mann ist für sich selbst zuständig, wenn er das ernst nimmt hat er jetzt viel mit sich selbst zu tun.

    Und genau das ist jetzt auch wichtig für dich und eure Töchter. Lasst ihn sich um seinen Part kümmern und kümmert euch um euren.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lenvan,

    das alles liest sich sehr bedrückend. Zumal auch deine Kinder da stark mit reingezogen sind.

    Ich finde es schwierig, dir etwas mitzuteilen, ich habe das Gefühl, dass du erstarrt bist in deiner Situation und du schreibst ja auch von deiner großen Schüchternheit.

    Hast du denn eine winzige Vorstellung, wie ein weiterer Schritt einer Erleichterung aussehen kann? Den ersten Schritt hast du doch schon getan indem du dich hier angemeldet hast und dich langsam öffnest. Du kannst das also, gut so.

    Es ist ganz wichtig, dass du in Bewegung kommst, für deine Kinder.

    Du schreibst, dass du keinen eigenen Aufgang zu deiner Wohnung hast. Was bedeutet das genau? Magst du das erzählen?

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Elara,

    Ich drück die Daumen für die Wohnung ✊️.

    Ich bin jetzt fast 61 Jahre alt und habe vielleicht noch ein paar schöne Jahre vor mir, die ich noch mit meinen Kindern und meiner Enkelin genießen möchte. Darauf konzentriere ich mich, der Rest ist traurig, aber ich werde auch das überwinden. Zweite Ehe gescheitert, aber so ist es eben manchmal.

    Das finde ich eine sehr gute Entscheidung.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cookie,

    dein Mann hat nun die ersten Schritte getan, ist aber noch ganz am Anfang. Was er nun daraus macht wird sich zeigen. Er hat, wenn er es richtig ernst meint, eine Menge Arbeit vor sich. Die er selbst bewältigen muss.

    In dieser Zeit ist es für dich und deine Töchter wichtig, dass auch ihr lernt, den Fokus weg von ihm auf euch zu richten. Also nicht mehr ständig um ihn kreist, ihn beobachtet, alles abnehmt. Für euch bedeutet es genauso viel Neues zu lernen wie für ihn.

    Es gibt auch für Kinder Selbsthilfegruppen. Das bieten alle Organisationen wie AA, Kreuzbund, Guttempler, Blaues Kreuz an. Nur bitte hier, das ist jetzt deine Selbsthilfegruppe, hier sollten sie nicht herkommen. Dieser Raum ist für dich, das ist wichtig.

    Bitte habt Geduld mit euch. Und ob dein Mann es schafft, trocken zu bleiben, bleibt abzuwarten. Ich kenne auch Paare, da hat das geklappt. Aber die Rückfallquote ist sehr hoch, das ist leider so. Wie das bei euch wird - mal sehen.

    28 Jahre wegzugeben ist schwer, ich weiß das. Ich habe mich vor 19 Jahren nach 26jährigem Zusammensein getrennt weil es einfach nicht mehr ging. Mein erster Mann ist zur Entgiftung gegangen und wurde nüchtern. Ich habe aber meine Trennung und Wohnung behalten, wir hatten aber noch sehr viel Kontakt. Weil wir nur " umme Ecke" gewohnt haben.

    Ich hab schnell bemerkt dass er anders drauf war als die Alkoholiker hier im Forum. In dem ich damals schon war. Das hat mich abwarten lassen. Außerdem war in der Ehe so viel passiert, dass ich eigentlich wusste, dass ich eher nicht zurückgehe.

    Ich hab auch bald gemerkt dass mein erster Mann nüchtern geworden war weil er mich zurück haben wollte. Aber ich hatte das Gefühl dass es eher so laufen würde wie all die vielen Jahre. Und es keine Beziehung sein würde, wie ich sie mir wünschte und wie sie nur die ersten Jahre war.

    Als klar war, dass ich mich endgültig trennen würde, ich hatte dann meinen 2. Mann kennengelernt, ging es mit dem 1.noch einige Jahre gut. Wir hatten, auch wegen der ( damals schon erwachsenen) Kinder, noch immer Kontakt. Insgesamt war er gut 4 Jahre nüchtern. Dann hat er wieder zu trinken angefangen, mit seiner neuen Partnerin.

    Das habe ich so erlebt.

    Ich wünsche dir jetzt einen guten Tag, liebe Grüße

    Aurora

    Hallo,

    am Donnerstag ist es soweit, mein Sohn wird heiraten.

    Ich freu mich sehr, dass er eine so liebe Frau gefunden hat. Das wird eine schöne Feier werden.

    Als meine Tochter damals, vor fast 20 Jahren, geheiratet hat war ich schon mehr oder weniger beim Abspringen. Hatte mich schon informiert über alles Mögliche und eine Ahnung davon, was Coabhängigkeit bedeutet. Und Trennung.

    Mein erster Mann hat sich auch gut volllaufen lassen auf der Hochzeit, davor hatte ich vorher schon große Angst gehabt.

    Diesmal brauch ich mich nicht zu sorgen. Mein zweiter Mann ist ja staubtrocken. Und das ist echt ein Gewinn. Ich werde also dieses Ereignis vom ersten Moment an ungezwungen genießen können. Und mein Mann auch.

    Aurora

    Hallo Cookie,

    kann ich verstehen, dass deine Gedanken gerade nur um ihn kreisen. Ob er sich da was organisiert und so. Es ist wichtig, dass du das Kreisen versuchst zu stoppen denn er sollte all solche Dinge ganz alleine organisieren. Das ist wichtig. Und wenn er es nicht tut dann kannst du auch nichts dagegen tun.

    Das ist schwer auszuhalten. Du hast ja aber mit dir und deiner Reha für dich genug zu tun. Und seine Dinge sind nicht deine Aufgabe.

    Die Sorge um deine Töchter kann ich auch nachvollziehen. Aber sieh es doch mal so : es ist gut dass sie schon in einem Alter sind, in dem sie selbst handeln können. Sie sind nicht mehr ausgeliefert. Die jüngere Tochter hat Angst, hat sie denn eine Freundin, einen Freund zu dem sie gehen kann? Wenn dein Mann betrunken wäre?

    Sie muss ja nicht die ganze Zeit dann aushalten. Oder die Mädels gehen zusammen dann raus, Eisessen oder so. Das kannst du ihr doch so sagen. Ihr Mut machen, dass sie gehen darf wenn es sie belastet.

    Es gibt schon Möglichkeiten, weder du noch deine Töchter sind für ihn verantwortlich oder müssen auf ihn aufpassen, ihn bewachen oder so. Im Gegenteil.

    Ich hab hier bei den Alkoholikern schon oft über Scham gelesen. Das ist ein schlimmes Gefühl und belastet etliche eine Zeit lang. Mein Exmann hat auch nie darüber reden wollen. Er war, nachdem ich mich getrennt hatte, einige Jahre abstinent.

    Aber reden - niemals. " Ich trinke jetzt doch nicht mehr, das wolltest du doch." Und: " da können wir ein Tuch drübermachen". So in etwa. Das war das Einzige, was er gesagt hat. Aber irgendwann war mir das egal, am Anfang hätte ich ihm gerne gesagt, wie schlimm es für mich gewesen war. Ich hatte mir davon erhofft, dass er das anerkennen würde.

    Irgendwann hab ich gemerkt, dass es mir egal geworden war. Ich war nicht in der Lage gewesen, mich eher zu trennen. Aus vielen Gründen. Grundsätzlich hätte ich aber schon viel eher gehen können, ich hätte es nicht so lange aushalten müssen.

    Ich konnte meinen Frieden mit mir schließen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lenvan,

    Was soll ich da sagen

    Du kannst einfach sagen, wie es dir damit geht, dass er trinkt. Dass es dich beeinträchtigt, wütend macht, dir Stress macht usw.

    Also dass du von dir und deinen Gefühlen redest und keine Anschuldigungen machst. Du kannst das auch als Brief schreiben.

    Aber ganz ehrlich, bei mir war es der erste Ehemann, der Alkoholiker war. Und ich hab ihm immer und immer wieder gesagt, was in mir vorgeht. Es hat mich in dem Moment erleichtert aber nichts verändert. Er hat fröhlich weitergetrunken und ich hab fröhlich weitergelitten.

    Ausziehen weis ich nicht wie das finanziell möglich ist.

    Vielleicht kannst du deine Wohneinheit vermieten und damit eine Wohnung für dich und deine Kinder an einem anderen Ort finanzieren. Nur mal als Idee.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo StillerKompass,

    in den nüchternen Momenten oder Trinkpausen, die mein erster Mann gemacht hatte, hat er auch gesagt dass er wüsste, dass er ein Problem hätte. Und dann kamen auch Versprechen etwas zu ändern.

    Aber das hat nie geklappt. Heute weiß ich, dass die Sucht da stärker war als der Wille zum Aufhören. Damals habe ich, weil er es auch oft so zu mir gesagt hat, gedacht, ich wäre Schuld. Aus verschiedenen Gründen, die er dann angeführt hatte.

    Und ich war auch oft dann sehr wütend weil ich dachte, er müsste doch sehen, wie mich seine Sauferei belastete und sich endlich mal zusammenreißen und uns zuliebe endlich aufhören.

    Ich hab alles Mögliche versucht ihn zu überzeugen von dem Zeug wegzukommen. Es hat nichts gewirkt. Weil er es nicht wirklich wollte. Daran hab ich mich viele Jahre lang abgearbeitet. Ich kann keinen Menschen verändern außer mich selbst. Irgendwann war mir das klar und ich hab mich verändert. Indem ich mich getrennt habe.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo StillerKompass,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Einen Menschen zu unterstützen der missbräuchlich oder abhängig trinkt, ist ein eher sinnloses Unterfangen. Wenn der Mensch nicht selbst was verändern möchte, wird da nicht viel passieren.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, klicke auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz etwas dazu und du wirst freigeschaltet. Dein Thema wird dann in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben. Dort kannst du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo kati,

    Warum habe ich das nicht am Anfang der Beziehung gemerkt, verstanden oder gesehen.

    Irgendwann hab ich mir diese Frage auch gestellt. Warum - einfach weil ich es nicht wusste, nicht damit gerechnet hatte. Weil ich erstmal meine rosarote Brille aufgesetzt hatte. Weil ich es ein Stück weit nicht wahrhaben wollte... Weil ich dachte dass es okay so war, wie es war.

    Es ist irgendwie mühselig, darüber lange rumzugrübeln. Denn es war so und ist nicht mehr zu ändern.

    Es kommen immer wieder Gedanken hoch an die schönen Zeiten die wir hatten. Das vermisse ich so sehr.

    Nach einer Trennung gehört auch das dazu. Es ist ein Zeichen von Trauer und du hast ja auch etwas verloren. Schöne Zeiten, die es gab. Wünsche, Gedanken an eine gute, gemeinsame Zukunft. Das darf traurig machen. Für eine gewisse Zeit.

    Ich hatte keine Ahnung was der Alkohol alles anrichtet.

    Alkohol ist eine Droge, ein Nervengift. Das ist noch immer vielen Menschen garnicht so bewusst. Alkohol greift alles im Körper an. Und wenn die Sucht nicht gestoppt wird ist die Lebenserwartung schon verkürzt.

    Mein erster Mann war irgendwann, da waren wir schon lange getrennt, nur noch ein Wrack. Gelb, aufgedunsen, zitternd. Als ich ihn mal so getroffen habe tat es mir in der Seele weh aber ich wusste, dass es seine Entscheidung war. Und nix und niemand außer er selbst das ändern konnte.

    Er ist dann auch 3 Monate oder so später verstorben. Und ehrlich, ich bin froh, dass ich mich getrennt hatte und diesem langsamen Verfall nicht länger zugeschaut hatte. Nicht mehr diese Hilflosigkeit, Machtlosigkeit hatte spüren müssen und diese Bösartigkeit, die er irgendwann an sich gehabt hatte.

    Denn auch das direkte Umfeld ist ja mitbetroffen. Wie du selbst merkst. Seine Sucht beeinflusst dich sehr, hat dich beeinflusst.

    Ich habe auch lange auf die Sucht meines ersten Mannes reagiert weil ich dachte, dadurch etwas bei ihm bewirken zu können. Dass er aufhört mit dem Trinken. Und gleichzeitig habe ich krampfhaft versucht, ein normales Familienleben aufrecht zu halten.

    Dass ich meine Kinder und mich damit auch schädigte, wusste ich da noch nicht. Es entstehen sehr ungesunde Dynamiken in Suchtbeziehungen.

    Es ist gut, dass du da rausgehen konntest, er hoffentlich bald ausgezogen ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo kati, herzlich willkommen.

    Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe nur die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Erkennbar sind sie an den roten Nicknamen.

    Hinter jedem nassen Alkoholiker steckt ja auch noch der Mensch, das ist klar. Aber die Sucht hat immer das Kommando und viele Seiten des Menschen verschwinden im betrunkenen Zustand dahinter.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es irgendwann so ist, dass der Mensch, in dem Fall war es mein erster Mann, irgendwann garnicht mehr wirklich nüchtern war. Er hat fast rund um die Uhr getrunken, morgens hatte er noch immer viel Restalkohol im Blut.

    Ein vernünftiges Gespräch war kaum noch möglich.

    Ich weiß eigentlich wie es weiter gehen soll für mich. Aber ich bin mittlerweile so emotional angegriffen.

    Eine Trennung tut erstmal weh. Das ist doch normal. Aber der Schmerz wird weniger werden. Die Trennung ist der Weg dafür. Ein Zusammenbleiben würde den Schmerz auf andere Art nur noch verlängern.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kicky,

    du hast dich getraut, dich hier anzumelden. Um dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen zu können. Das ist ein sehr guter Schritt, dass du dazu den Mut hattest. Als ich anfing über meine Situation mit Außenstehenden zu reden, war ich erstmal richtig aufgeregt.

    Das zu wagen, denn ich habe mich auch dafür geschämt, dass ich in solcher Lage war und das schon so lange mitgemacht hatte. Für mich hat es sich erstmal angefühlt als wäre ich gescheitert. Was meine erste Ehe betraf. Mein Selbstwert war gegen Null.

    Und alles wirbelte in meinem Kopf und ich musste erstmal den roten Faden finden.

    Jetzt ist vielleicht auch in deinem Kopf ein großes Durcheinander. Wo kannst du anfangen? Suchtberatungsstellen, Lebenshilfe, das sind schon mal gute Ansprechpartner. Die auch rechtliche Seiten kennen. Weitere Ansprechpartner vor Ort.

    Und hier, dieser Austausch ist so wertvoll weil sich hier ganz viele Erfahrungen bündeln. Also atme mal tief durch, du bist nicht ( mehr) alleine.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo D.S.,

    Er ist ein guter Mensch

    Das spricht ihm auch niemand ab, dass er ein guter Mensch ist. Aber - er ist abhängig, süchtig. Und darunter verschwindet alles. Die Sucht hat das Kommando und er funktioniert auf Befehl. Gewissermaßen. Er kann Vieles einfach nicht mehr adäquat machen.

    Aber er bekommt dieses Laster einfach nicht los und es macht mich fertig,es macht mich kaputt,

    Es ist ja kein Laster, es ist eine Suchterkrankung und nur er kann sie zum Stillstand bringen.

    Ich fühle mich so verantwortlich für Ihn und kann ihn nicht einfach hängen lassen.Ich habe Angst das er dann völlig abstürzt und meine Kids dies erleben müssen.

    Trotz dieser Suchterkrankung ist er ein erwachsener, für sich selbst verantwortlicher Mensch. Verantwortung hast du für dich und auch für deine Kids, die sind noch nicht in der Lage, selbst für sich bestimmte Entscheidungen treffen zu können.

    Die Kinder erleben ja jetzt schon ein schräges Bild. Sie erleben ihren Vater, der betrunken ist oder sich seltsam verhält. Sie erleben dich, wie unglücklich und überfordert du bist.

    Ich hab mich nach 26 Jahren getrennt, meine Kinder waren schon erwachsen. Aber beide haben damals zu mir gesagt wie froh sie darüber wären. Sie haben ja mein Unglücklichsein lange miterleben müssen.

    Es heißt ja jetzt für dich auch nicht, dass du dich morgen trennen musst. Das kann dir sowieso niemand bestimmen, was du im Endeffekt für dich entscheidest. Aber du kannst dich vielleicht konkreter mit diesem Gedanken auseinandersetzen.

    Hier zum Beispiel, durch den Austausch und die vielen, vielen Erfahrungen von uns Mitbetroffenen. Es ist ja auch nicht einfach, alles aufzugeben. Das Haus, der Wunsch nach einer intakten Familie usw.

    Nur, ich hab für mich die Erfahrung gemacht, dass ich viel zu lange im Suchtsystem hängen geblieben bin. Und als ich endlich da rausgehen konnte war das mit vielen Verletzungen. Vor allem psychischer Art. Und die sind mir geblieben. Deshalb bin ich noch immer hier um das mitzuteilen, zu zeigen, dass es besser ist, es nicht so weit kommen zu lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kicky, herzlich willkommen,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.

    Du schreibst

    übertreib ich vielleicht doch?

    Und:

    Es ist schon viel vorgefallen… vom Polizeieinsatz, Treppensturz usw.

    Also wenn sowas schon vorgefallen ist, glaube ich nicht, dass du übertreibst.

    Mein Exmann hat mir auch immer alles Mögliche eingeredet. Er hat geleugnet dass er betrunken wäre obwohl er schon nicht mehr gerade stehen konnte. Und oft genug kam der Vorwurf ich wäre Schuld, dass er trinken müsste. Weil ich eine so schlimme Frau wäre.

    Das hat mich sehr verunsichert und ich hab meinen Wahrnehmungen nicht mehr vertraut.

    Jetzt steht erstmal alles wie ein Berg vor dir. Der Entschluss, dich hier anzumelden, war sehr gut. Denn hier kannst du dich austauschen und sortieren. Und sehen, dass du nicht die Einzige bist, in solcher Situation. Und dass es Frauen gibt, die es geschafft haben, auszusteigen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Sternenfee,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Nur bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Das erkennst du an den noch roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora