Hallo Honighummel,
Aber sobald ich bei ihm bin, merke ich, wie alle meine Vorhaben und Überzeugungen wieder schwammig werden.
Wahrscheinlich auch, weil ich Angst davor habe, bei ihm Angst und Trauer zu sehen. Das halte ich so gar nicht aus - also bei allen Menschen, die mir etwas bedeuten. ... und eigentlich auch bei sonst fast allen Menschen. Aber bei denen, die mit etwas bedeuten, ist es besonders schlimm.
Das ist schon ein Problem, dass ich zum Beispiel auch hatte. Und was mich immer wieder hat zögern lassen. Es ist das Gefühl, dass da ein Mensch ist, dem ich Unrecht tun könnte, ihm wehtun könnte. Da ist der Mensch, der irgendwie hilflos wirkt. Einsam.
Und dadurch wurden Seiten in mir aktiv. Mitleid zum Beispiel, Angst einen Fehler, eine falsche Entscheidung zu treffen. Angst, dass ich die Böse sein könnte.
Und diese Seite, diese Gefühle, ihn nicht verletzen zu wollen haben aber MICH verletzt. Ich habe Schmerz hingenommen damit er ihn nicht hat.
Wie paradox und unsinnig das war habe ich lange garnicht gemerkt. Wieviel Verantwortung für seine Gefühle ich übernommen hatte dadurch auch nicht. Und wie wenig ich im Grunde mir selbst wert war. Ich habe mich selbst verletzt mit meinem Mitleid, das hat mich echt geschockt als ich das verstanden habe. Und auch wie wenig ich mir nur wert war, wie wenig meine Gesundheit, meine Seele, mein eigenes Leben was doch glücklich sein sollte mir wert war.
Ich bin wütend und enttäuscht. Ich fühle mich hilflos, weil mir niemand anderes helfen kann, als ich mir selbst.
So ist es. Du hast es in der Hand, dein Leben zu gestalten. Er gestaltet ja seins auch nach seinem Geschmack. Wut ist gut, sie kann ein sehr guter Motor sein in die Puschen zu kommen.
Liebe Grüße Aurora