Beiträge von Aurora

    Hallo mimoma,

    ich hab mich getrennt, das ist im Juni 19 Jahre her. Das war nach fast 26 gemeinsamen Jahren in denen mein erster Mann immer mehr getrunken hat, dann abhängig war und ich in dieser Ehe festgehangen habe. Es gab viele Gründe, weswegen ich mich nicht trennen wollte bzw konnte.

    Mein Exmann ist dann sogar erstmal nüchtern geworden, 4 Jahre lang hat er nicht getrunken und dann wieder angefangen. Und sich dann totgesoffen.

    Die Erkenntnis, dass seine Sauferei an seiner Suchterkrankung lag und nicht an mir, hat mich sehr erleichtert. Ich hatte viele Jahre lang Schuldgefühle, die er mir auch immer wieder eingeredet hatte

    . Ich hab mich verantwortlich gefühlt und dachte ich müsse mich nur noch mehr anstrengen damit er zu trinken aufhören würde.

    Ich habe durch die lange Zeit in dieser Ehe, in der ich irgendwann nur noch unglücklich und überfordert gewesen war, Erschöpfungszustände und Depressionen bekommen. Aber grundsätzlich ging es mir immer besser ohne den Mann, ohne diesen Alkohol und ohne den immensen Stress.

    Inzwischen bin ich glücklich in 2. Ehe verheiratet, Alkohol spielt da keine Rolle. Und das ist einfach toll.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo mimoma und MoniSi,

    in meiner ersten Ehe mit meinem ersten, abhängigen Mann habe ich auch sowas probiert. Ihm Grenzen zu setzen indem ich zum Beispiel mitgetrunken habe. Damit für ihn weniger übrigbleibt. Oder ich hab mit ihm gezankt und gedroht, dass er sich zurückhalten solle. Wenn wir irgendwo hingingen oder Besuch bekamen. Oder einfach so.

    Was ich damals nicht wusste war, dass nasse Alkoholiker das nicht können. Sucht kennt keine Grenzen sondern will ständig gefüttert werden. Das ist Fakt. Und das bedeutet, weder mein erster Mann konnte noch eure Männer können diese Grenzen einhalten.

    Nicht, solange nicht ein tiefer innerer Entschluss entstanden ist, die Sucht zu stoppen.

    Grenzen zu setzen wieviel sie saufen können nutzen nichts sondern machen nur Stress. Mir damals und euch jetzt. Denn die Enttäuschung ist groß, wenn die Abhängigen betrunken rumsitzen, anscheinend unsere Bitte um weniger Konsum ignoriert wurde.

    Ich hab mich da immer unwert und nicht gesehen gefühlt, mich betrogen gefühlt. Und dann gab es Streit und Stress, Frust und all sowas.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und herzlich willkommen mimoma,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den noch roten Nicknamen.

    Wenn du hier einen Beitrag schreiben möchtest schreibst du einfach in den Kasten unter dem letzten Beitrag, genauso funktioniert das auch in anderen Threads.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marcolito,

    herzlich willkommen.

    Ich habe in meinem Umfeld Menschen erlebt, die zum Beispiel auf Druck des Arbeitgebers in den Entzug gegangen sind. Die Abstinenz hat bei denen nie lange gehalten. Denn sie haben das nicht aus eigener, innerer Überzeugung getan. Und ohne diesen eigenen Willen funktioniert das nicht.

    Du hast keinen Einfluss darauf was sie macht, wenn sie es selbst nicht will. Du hast aber Einfluss darauf, was DU willst und zwar für dich selbst. Und darum geht es hier in der SELBSThilfe. Deswegen heißen Gruppen so.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jen,

    du hattest ein neues Thema eröffnet, ich hab das jetzt hier eingefügt.

    Das ist dein persönlicher Thread hier und du brauchst nur unten, in dem Kästchen unter dem letzten Beitrag, deinen jeweiligen Beitrag reinzuschreiben. Genauso kannst du das bei anderen TeilnehmerInnen machen, wenn du bei ihnen etwas schreiben möchtest.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    am Montag hatten Dante und ich 15. Hochzeitstag. Hui, wie die Zeit vergeht...

    Als ich mich damals getrennt hatte, hatte ich so garkeine Lust auf Beziehung und Mann. Und dann das...Das ging schneller als gedacht. Im Herbst 2008 hatte ich Schmetterlinge im Bauch und im April 2011 wurde geheiratet. Vorher war natürlich noch die Scheidung vom ersten Mann gewesen.

    Ich hab's schon oft geschrieben, diese Ehe ist so ganz anders als die erste. Ohne Alkohol funktioniert es einfach besser. Wir haben unsere Päckchen zu tragen, das Leben ist eben so aber mit einem Partner, der nicht seine Gefühle oder sonstwas wegsäuft, lebt es sich einfach einfacher und besser.

    Aurora

    Hallo Lui,

    Wenn du das bei deinem Mann alles vergeblich über Jahre versucht hast und sich trotzdem nichts verändert hat, cerstehe ich natürlich deinen Frust. Du hast wahrscheinlich endlose Energien in seine Heilung gesetzt, die dann nicht erfolgt ist.

    Ja, ich habe alles versucht, dabei 2 Kinder großgezogen, den Haushalt gemanagt, alles zusammengehalten usw. Das volle Programm, so, wie es viele Angehörige machen. Den Absprung hab ich erst nach fast 26 Jahren geschafft.

    Wenn er allerdings den Weg so weitergeht wie bisher, kann es sein, dass ich mich von ihm distanzieren muss, um mich selbst zu schützen. Das würde ich ihm auch genau so kommunizieren, wenn ich merke, dass ich an meine Grenzen komme.

    Das ist ein guter Plan. Du bist gut unterwegs, lässt dich da nicht so reinziehen, lässt vieles bei ihm. Wo es auch hingehört.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo jen, herzlich willkommen,

    eine Sucht einfach so zu erkennen ist schwierig. Aber was du so schreibst deutet schon darauf hin. Er hat vor 3 Tagen zu trinken aufgehört, liegt im dunklen Zimmer und es geht ihm schlecht, das deutet auf einen kalten Entzug hin, so nennt man das plötzliche Absetzen von Alkohol.

    Du kannst gerne in unserer Selbsthilfegruppe mitmachen, dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen. Deine Probleme im Zusammenhang mit deinem Mann erleben oder haben ganz viele Angehörige auch erlebt.

    Hier kannst du dich bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/, klick einfach auf den Link und schreib kurz, dass du dich für den Austausch bewirbst. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lui,

    Habt ihr einen Rat für mich, was ich tun und wie ich ihn am besten unterstützen kann?

    So kommen viele Angehörige von Alkoholikern hier an, ich habe es schon so oft gelesen. Und als ich selbst noch mit einem Alkoholiker in erster Ehe verheiratet war, hatte ich diese Gedanken auch, viele Jahre lang.

    Ich sag's mal auf die gemeine Art aber wie es für einen Alkoholiker gut wäre. Am besten unterstützt du ihn, indem du sein Trinken unterstützt, immer eine Flasche bereit hast, ihm den Rücken freihältst, ihm hilfst wenn er umgefallen ist, nicht meckerst sondern tolerierst, dass er trinkt...

    Du merkst es selbst, im Grunde genommen gibt es keine sinnvolle Unterstützung. Zumindest nicht, solange der Alkoholiker keine Hilfe möchte, solange er nicht aufhören kann oder will kannst du ihm nicht helfen. Aus der Sucht herauslieben geht nicht, es geht nur vom Abhängigen selbst aus.

    Das ist ja das, was Angehörige so kaputt macht in solchen Suchtbeziehungen. Du als Freundin willst ihn unterstützen und reibst dich auf, organisierst vielleicht noch Termine bei der Suchtberatung, beim Arzt, redest dir den Mund fusselig und richtest dein Verhalten auf ihn aus, dass er nicht wütend oder so wird und eine Ausrede hat, dass er wieder trinken muss.

    Du nimmst seine Fahne beim Küsschen hin, machst dir Sorgen um seine Gesundheit und irgendwann wirst du immer frustrierter. Weil nichts, rein garnichts hilft ihm verständlich zu machen, dass er sich zugrunde richtet. Wobei der Betroffene das eh selbst weiß aber in der Sucht festhängt.

    Einen Rat habe ich für dich, aus eigener Erfahrung. Bedenke deine Rolle in diesem System und was du von deinem Leben erwartest. Du bist nicht verantwortlich für seine Sucht, für ihn und du wirst nichts dagegen machen können, solange er es nicht selbst aus tiefstem Herzen will.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Fritzi,

    Ich habe Angst, dass er irgendwann die Kontrolle über sein Leben verliert

    Im Grunde genommen hat er, so wie du die Situation beschreibst, diese Kontrolle schon zum großen Teil verloren. Denn die Sucht hat jetzt alles übernommen. Und solange er es nicht stoppen kann oder will, solange herrscht sie.

    Er muss dann trinken, die Sucht fordert das. Ansonsten kommt er in einen Entzug, selbst erlebt habe ich diese Gefühle dann nicht aber hier schon oft darüber gelesen. Diese Gefühle sind von extrem unangenehm bis lebensbedrohlich und es muss Alkohol getrunken werden um das zu beruhigen.

    Das ist leider eine Tatsache...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Schnatterente,

    erstmal herzlich willkommen.

    Ob es Sucht ist oder Missbrauch ist im Grunde genommen egal. Wichtig ist doch, was es mit DIR macht. Wie du deine Lebenssituation erlebst und wie es dich verunsichert, belastet und du darunter leidest.

    Dein Mann hat sich verändert, das habe ich auch bei meinem ersten Mann so erlebt. Und nach und nach habe ich mich deshalb auch verändert. Ich habe versucht mich anzupassen, ihm zu helfen aus der Sauferei rauszukommen. Ich habe immer mehr tun müssen um einen " normalen" Lebensstandart zu erhalten.

    Ich wurde dabei immer unglücklicher, unzufriedenen, überfordert und erschöpft. Es hat lange gedauert bis ich mich trennen konnte. Eine Trennung war für mich unvermeidlich und das Beste weil ich endlich wieder Ruhe und Lebensqualität haben wollte.

    Hast du auch schon mal an Trennung gedacht?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Glitzermücke,

    was dein Partner da von sich gibt kannst du hier immer wieder und fast überall in den Threads lesen und ich hab's auch so erlebt. Es ähnelt sich immer wieder auf gespenstische Weise, was ein nasser Alkoholiker sagt. Um die Partnerin zu manipulieren, sich selbst als Opfer zu darzustellen, Co-Knöpfe zu drücken.

    Von meinem ersten Mann kenne ich auch diese Weinerlichkeit, das Selbstmitleid, das " ohne mich bist du besser dran" " ich erhängt mich".

    Das macht was mit einem, rührt Seiten in einem an. Bei mir waren es Mitleid, Angst, Schuldgefühle, ihn im Stich lassen zu wollen.

    Ich will nicht mehr mit Engelszungen auf ihn einreden.
    Es bringt sowieso nichts.

    Genau! Diese Erkenntnis war für mich eine Erlösung damals. Dieses: ich kann nichts ändern und hab keine Verantwortung.

    Ich habe ihn gestern auch spontan und kühn blockiert.

    Ich lasse den Kontakt jetzt erstmal auf blockiert, mal sehen wie es mir damit geht.

    Kühn, ja, das ist es. Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und vor allem Selbstschutz. Meine Erfahrung mit sowas sind, dass es mir immer gut getan hat und es mir besser ging ohne Kontakt. Denn immer wieder konfrontiert zu werden hat immer wieder Seiten in mir geweckt, die mir nicht gut getan haben. Mich unfrei gemacht haben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hey MutinMir,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Einschränkung, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den noch roten Namen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Eloed,

    was da abläuft ist wie eine Art Programm, das sich da abspult. So ähnlich habe ich es erlebt und auch hier schon ganz oft gelesen. Das ist der Versuch dich umzustimmen, das ist Manipulation. Dadurch wird deine eigene Wahrnehmung verdreht, du bist verunsichert:

    Ich weiss nicht was ich glauben soll, obwohl ich kein Vertrauen mehr in ihr habe. Sie macht mir ein schlechtes Gewissen. Sie macht mich fertig......

    Ich selbst bin viele Male dadurch zurückgerudert, habe aufgegeben und war bald wieder im Suchtstrudel.

    . Ich bin mit den Kindern zu meiner Mutter.

    Das ist gut, hoffentlich kannst du dort erstmal noch bleiben. Abstand ist gut um sich zu sortieren und nicht gleich wieder reingezogen zu werden.

    Ich weiß gerade nicht ob ich das richtig verstanden habe, sie will die Kinder zur Langzeittherapie mitnehmen? Geht denn das? Können sie nicht in ihrem Umfeld bleiben bzw hättest du da Hilfe?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo MutinMir,

    erstmal herzlich willkommen.

    Ja, es kostet viel Überwindung, seine ganze Situation mit einem suchtkranken Menschen auszusprechen, aufzuschreiben, anderen davon zu erzählen. Das ging mir genauso.

    Und ich hatte dabei auch diese Gefühle von großer Scham und Versagen.

    Was du beschreibst ähnelt immer wieder den Lebensgeschichten von Mitbetroffenen, die Dynamik zwischen dem Suchtkranken und dem Mitbetroffenen ist sehr ähnlich, das Verhalten, das da entsteht.

    In unserer Online-Selbsthilfegruppe kannst du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen. Dich dadurch sortieren und neuen Mut und Denkanstöße bekommen.

    Das : https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ ist der Link für die Freischaltung. Klick drauf und schreib kurz, dass du um Freischaltung bittest, dein Thema verschieben wir dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Momo,

    ich finde es okay und es ist doch hier deine Selbsthilfegruppe. Also gehört das auch hierher.

    Es ist für mich auch immer wieder irgendwie traurig wenn wieder ein Mensch an der Sucht gestorben ist. Es nicht geschafft hat, das zu stoppen. Und das, wie soll ich sagen, für mich irgendwie Schlimme daran ist, dass ich echt viele kannte, die sich totgesoffen haben...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ohio,

    herzlich willkommen, ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Erkennbar sind sie an den roten Namen.

    Wie kannst du dem Sohn deines Mannes begegnen, ich kann verstehen, dass du ihn nicht sehen möchtest. Aber es unvermeidlich ist.

    Ich würde ihm freundlich begegnen. Keine großen Fragen stellen oder ihm gar Vorhaltungen oder so machen. Er kann ja nur selbst einen Weg finden, muss seine Schritte selbst machen. Also eine Selbsthilfegruppe aufsuchen zum Beispiel oder eventuell eine Entzugstherapie beantragen.

    Das fällt mir gerade spontan ein.

    Liebe Grüße Aurora