Beiträge von Aurora

    Hallo Marilyn,

    das liest sich so als hätte sich viel sortiert bei dir.

    Was ich bei dir immer wieder gelesen habe ist die Schuld, die du bei dir siehst. Und warum dadurch alles so gekommen ist.

    Dass er abhängig trinkt ist schonmal nicht deine Schuld. Es sei denn, du hättest ihm mit Gewalt die Flasche vor den Hals gehalten. Und deine psychischen Erkrankungen sind auch nicht schuld. Dafür kannst du ja nichts. Er hätte sich ja, wenn er damit nicht umgehen konnte, trennen können. Zum Beispiel.

    Eher lese ich aus deinen Beiträgen heraus, dass er deine psychischen Dinge dazu benutzt hat, benutzt, sich mächtiger zu fühlen indem er dich klein macht.

    Ich schließe heute damit ab, dass ich euch Berichte, dass ich mich gerade anfange abzunabeln und das ein sehr schönes Gefühl ist🫶🏼

    Darum finde ich das super, dass du dich von diesem Menschen, der dir nicht guttut, trennen willst. Auch für deine Tochter wird das viel besser sein. Sie bekommt ja mit, wie du behandelt wirst und wie er drauf ist. Und nun wird sie sehen dass es möglich ist, etwas dagegen zu tun und Grenzen zu setzen, dass eine Trennung eine gute Lösung sein kann. Und erlaubt ist.

    Das schöne Gefühl, dass du dabei hast, wird noch besser werden wenn du merkst, dass es dir auch nach und nach wieder besser gehen wird. Zu handeln ist immer ein gutes Gefühl, du bist nicht mehr ausgeliefert sondern hast Kontrolle über dein eigenes Leben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    wenn du etwas zitieren möchtest, markiere einfach den Satz bzw das, was als Zitat erscheinen soll.

    Es erscheint ein schwarzer Balken, darauf steht: Zitat speichern/ Zitat einfügen.

    Zuerst klickst du auf " Zitat speichern". Dann gehst du an die Stelle, an der das Zitat stehen soll.

    Rechts unten am Textfeld ist dann ein blauer Balken " ein Zitat". Wenn du da draufklickst öffnet sich ein Fenster in dem steht einmal das, was du zitieren möchtest und " alle Zitate einfügen" . Das klickst du an und dein Zitat steht im Text.

    Aber ich hab dabei eher mehr Angst um mich...als alles andere...

    Wovor hast du Angst? Was erwartest du, was passieren kann?

    Na klar hat meinen Schwiegereltern das nicht gefallen, wie ich geredet habe. Aber sie sind erwachsen gewesen und sollten in der Lage gewesen sein, sowas auszuhalten. Und ich musste aushalten, dass sie mich nicht mehr leiden konnten. Aber das konnte ich, ich war eh nicht so dicke mit denen. Und es war immernoch leichter als das, was in meiner Ehe abging.

    Meine Mutter konnte erst nicht so gut damit umgehen, dass ich mich getrennt hatte. Aber auch das mussten sie und ich aushalten. Mein Leben als " everybody's darling" hat mich ja auch nicht weitergebracht. Im Gegenteil, mich hat ja unter anderem auch festgehalten, dass ich es immer allen Recht machen und niemandem wehtun wollte.

    Und dabei habe ich MIR am meisten damit wehgetan.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Anne, herzlich willkommen.

    Sucht macht einsam und nicht nur den Abhängigen selbst.

    Deine Ängste kennen ganz viele Cos, du kannst das hier immer wieder lesen. Ich hab mich getrennt, da war ich 49. Da dachte ich auch, ich wäre zu alt für einen Neuanfang. Aber nö, es war eine meiner besten Entscheidungen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Mit diesem Link kannst du dich für den Austausch bewerben. Einfach draufklicken, kurz um Freischaltung bitten. Und nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marilyn,

    das ist nicht unbedingt das übliche Verhalten eines Suchtkranken. Der hat ja auch noch eine Persönlichkeit, die dazu kommt. Durch den Alkohol tritt das dann deutlich hervor, Alkohol enthemmt.

    Mein erster Mann war nüchtern genau so ein Ar...loch wie besoffen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    die Familie meines ersten Mannes wollte es auch nicht sehen. Und in meiner Urfamilie war auch eher das Motto: der soll sich mal endlich zusammenreißen. Sie haben es nicht besser gewusst bzw es war zu schmerzlich, es einzugestehen, dass der geliebte Sohn Alkoholiker war. Für meine damaligen Schwiegereltern stellte das wohl eigenes Versagen und etwas unglaublich Schlimmes dar.

    Aber diese Menschen lebten ja auch nicht mein Leben mit ihm. Das, was zuhause abging. Sie sahen ihn nicht zitternd und schwitzend und stinkend im Delirium rumliegen. Sie mussten sich nicht beschimpfen und abwerten lassen.

    Ich hab irgendwann einfach das gesagt, was Fakt war. Er war Alkoholiker und ich coabhängig. Und ich war am Ende, gesundheitlich. Er auch. Ich wollte endlich was für mich tun um nicht zu zerbrechen, er wollte es für sich nicht.

    Es doch so: es geht um DEIN Leben, nicht darum, was die anderen Leute sehen bzw nicht sehen wollen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marilyn,

    wenn du mit ihm reden möchtest macht das nur Sinn, wenn er nüchtern ist. Und wenn er gestern zugeschlagen hat wird er noch Restalkohol haben. Und, so kenne ich es von meinem ersten Mann, erstmal ein Konterbier als Stabilisierung und zur Linderung des Katers trinken. Mindestens eins. Das ist meine Einschätzung und Erfahrung, ich weiß natürlich nicht, ob er es wirklich macht. Aber es ist die häufigd Handlung nasser Alkoholiker.

    Ich hab das ganz lange tatsächlich nicht wahrgenommen, dass es so war. Ich war mit den Kindern, mit Haushalt und so beschäftigt, er lag noch gerne lange im Bett. An den Wochenenden. Erst nach vielen Jahren kam ich mal zufällig in's Schlafzimmer, die Schranktüre stand offen und tja, da hab ich gesehen, was Sache war.

    Heute frage ich mich manchmal ob ich zu blöd war, es zu sehen oder es verdrängt habe. Denn wenn er mir dann vormittags schon komisch vorkam sprach er mir meine Wahrnehmung als : du spinnst, bist wohl bescheuert usw ab. Und es war immer ich, die dann gezweifelt hat. Ich hab es verinnerlich, dass ich blöd wäre, mich nicht so haben solle.

    Du kannst mit ihm reden, na klar. Ob sich dann was ändert, ist unklar. Ich hab es auch oft genug gemacht. Meistens war es dann kurzfristig besser, bis ich wieder in der Spur war. Geholfen hat mir letztendlich nur, dass ich in meinem Sinne gehandelt habe.

    Es ist gut, dass du hier bist, zum Austausch mit uns Cos, die wir ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Du kannst dir auch einen Beratungstermin bei einem Anwalt machen. Um Informationen zu bekommen, welche Rechte und Pflichten du hast. Das erleichtert unglaublich. Hilfe kannst du auch bei der Caritas, beim Diakonischen Werk bekommen, bei ProFamilia.

    Diese Hilfen sind meistens für rechtliche Dinge, Informationen über weitere Hilfen z. B.finanzieller Art geeignet. Aber auch um deine Seele aufzubauen.

    Ich schick dir Mutmacher vorbei und liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Marilyn,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, für die ersten 4 Wochen schreibe bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Teilnehmern, du erkennst sie daran, dass ihre Namen noch in roter Schrift erscheinen.

    Momentan ist es noch sehr ruhig hier, es sitzen bestimmt viele gerade am Osterkaffeetisch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marilyn, herzlich willkommen.

    Das, was dein Mann gerade macht, ist sehr oft so oder ähnlich das Verhalten eines Abhängigen in einer Beziehung. Vor allem wenn er merkt, dass die Partnerin sich verändert und unbequem wird.

    Ich hab es ähnlich erlebt und du kannst du es immer wieder in den Themen der Coabhängigen so lesen.

    Hier kannst du durch den Austausch Hilfe zur Selbsthilfe bekommen, Mut fassen für Veränderungen, Bestärkung darin, dass du an seinem Alkoholkonsum und an der Alkoholkrankheit keine Schuld hast und deine Wahrnehmungen richtig sind.

    Hier kannst du dich für den Austausch bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur auf den Link zu klicken und um Freischaltung zu bitten.

    Dein Thema verschieben wir dann in den Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Becca,

    und hallo maibisjuni du schreibst:

    Ich wünsche dir und anderen in ähnlicher Situation, die Entscheidungskraft , für ein ALKOHOLFREIES Zuhause zu sorgen.

    Wie meinst du das? Im Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker gibt es das nicht. Denn er wird IMMER Nachschub da haben. Es ist für ihn lebenswichtig. Wenn du den Alkohol, den er nicht versteckt hat, wegkippst, wird er sich neuen besorgen.

    Du kannst natürlich auch den nassen Alkoholiker " entsorgen". Aber das ist nicht so leicht. Oder du trennst dich und machst dein neues Zuhause alkoholfrei. Auch das ist ein Prozess, sich zu trennen.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo,

    seit zweieinhalb Jahren lebt ja unsere Enkelin bei uns. Nun hat mein Exschwiegersohn es endlich geschafft, sich von seiner narzisstischen Frau zu trennen. Die hatte unsere Enkelin ja quasi rausgegrault. Durch massive psychische Gewalt.

    Ja, und nun wird die Enkelin über kurz oder lang wieder zu ihrem Vater zurückziehen. Und das macht ja was mit mir. Auf der einen Seite wird mir ihre Lebendigkeit und Lebensfreude sehr fehlen. Ich hab mich gut an das Zusammenleben gewöhnt. Und auf der anderen Seite wird endlich Ruhe einkehren für Dante und mich. Was ich auch gut finde. Wir sind ja Großeltern und haben andere Bedürfnisse als Eltern. Logisch. Wir sind eben schon älter...

    Tja, so kommt immer wieder mal was Neues. Nächste Woche kommt der Exschwiegersohn, zu dem ich den Kontakt weitestgehend abgebrochen hatte aus diversen Gründen meines Selbstschutzes wegen seiner schlimmen Verletzungen mir gegenüber, um Dinge zu besprechen. Ich bin gespannt.

    Und hoffe, er verhält sich jetzt wieder wie ein normaler Mensch.

    Aurora

    Hallo Ella,

    wie gut ich das noch kenne. Ich hatte auch Angst vor den Konsequenzen. Mein Exmann hatte mir auch immer wieder eingeredet, ich würde es alleine nie schaffen, finanziell untergehen und wäre eh zu doof. Und obwohl ich wusste dass er Unrecht hatte, hat mich das schlussendlich ewig festgehalten. Lieber im Schlechten aber Vertrauten bleiben als im Ungewissen Neuen.

    Es ist menschlich, Angst vor Veränderungen zu haben. Das geht ganz vielen Menschen so.

    Du musst ja nicht gleich einen riesigen Sprung nach vorne machen. Es reicht auch ein Schritt. Wie könnte der aussehen. Ich war z. B.bei einem Anwalt zu einem Beratungsgespräch. Da hatte ich Infos, wie es finanziell aussehen wird, welche Dinge ich schon mal erledigen könnte. Wichtige Unterlagen, Dokumente sortieren und bereitlegen bzw für mich weglegen, eventuelle Vermögenswerte sichten und Kopien anfertigen, sowas alles.

    Das war noch nichts Dramatisches aber es war der Anfang. Und hat mir Sicherheit gegeben, daß Gefühl, aktiv sein zu können. Das war wichtig und hat mir Mut gemacht aber es war noch nicht sooo mega anstrengend. Vielleicht gibt es bei dir auch solche Dinge, die du erstmal sortieren kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ella,

    . Ich habe kaum noch Hoffnung für ihn.

    Es ist ja grundsätzlich seine Sache, was er aus Entgiftung und Reha für sein Leben macht.

    Habe ihm zudem gesagt, dass er sich schon während der Reha eine Lösung für seine Wohnung überlegen und die auch umsetzen muss, da ich nicht möchte, dass er danach bei mir einzieht und ich dadurch in Mitverantwortung für seine Abstinenz samt Druck und Abwärtsspirale gerate.

    Es wäre schön wenn du für DICH Hoffnung hättest und daraus dann Mut entsteht, dass du das, was du dir vorgenommen und ihm ja auch mitgeteilt hast, durchzuziehen. Denn wenn du das nicht machst, verlierst du an Glaubwürdigkeit. Egal ob er es schafft, sich ein abstinentes Leben aufzubauen oder nicht.

    Eine Mitverantwortung dafür, dass er abstinent bleibt hast du auf alle Fälle NICHT. Das kann und muss er selbst hinbekommen, wenn es langfristig so werden soll, dass er ein trockenes Leben führen kann. Bitte sei dir dessen ganz bewusst. Es ist SEINE Aufgabe, nicht deine.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Deli,

    ich hab damals mit meinem ersten Mann auch lange mitgetrunken. Aus verschiedenen Gründen. Nach der Trennung hatte ich von einem zum anderen Tag keine Lust mehr auf Alkohol und seit fast 17 Jahren hab ich auch nichts Alkoholisches mehr zu mir genommen.

    Dass du Ängste hast, was jetzt so kommen könnte, ist normal, glaube ich. Ich hatte auch sehr viele und hier kannst du es bei ganz vielen Coabhängigen auch lesen. Der Austausch kann dich da sortieren und dir Wege aufzeigen, das zu bewältigen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    mit diesem link kannst du dich für den Austausch bewerben. Klick einfach drauf und schreib kurz noch etwas dazu. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sonnenschein,

    leider fallen die Angehörigen von Alkoholikern oft noch hinten runter. Alkoholismus ist inzwischen eine anerkannte Erkrankung, was das aber bei Partnern und Kindern auslöst wird noch sehr stiefmütterlich behandelt. Leider. Da ist noch ganz viel Unwissenheit.

    Darum finde ich unser Forum hier so unglaublich wertvoll. Hier sind Erfahrungen gesammelt die unheimlich wertvoll sind und sehr hilfreich sein können. Unsere Co-Gesellschaft hier kann viel bewirken. Jede/r einzelne Co trägt dazu bei, was zu bewirken, kann anderen Cos Wege zeigen, motivieren.

    Ich war damals bei einer Suchtberatungsstelle meines Bezirkes und die Mitarbeiterin hat auch nicht wirklich was geblickt. Da kamen nur Phrasen. Immerhin hat das für mich aber einen anderen Vorteil gehabt. Ich hatte mich bewegt, darüber geredet, war dabei mir Hilfe zu holen. Alleine DAS war schonmal gut.

    Ich finde es klasse, wie du jetzt immer klarer wirst und Grenzen setzt. Da tut sich so viel bei dir.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Zotti,

    Ich habe dann nochmal eine Runde im Karussell gedreht...

    Na okay, manchmal braucht es noch eine letzte Runde. Ich bin ehrlich, ich hab die auch gebraucht. Leider.

    Aber - ab da wurde mir klar, dass ich nun wirklich in die Puschen kommen muss. Sonst würde ich immer weiter Runden drehen bis zum Umfallen.

    Du kannst ihm absolut nicht helfen, egal ob bei seinen Dämonen oder sonstwo bei. Denn er will ja garkeine Hilfe. Was kannst du tun?

    Im Grunde genommen weißt du das. Was hilft sind Grenzen, absolute Blockade seiner social media Seiten. Eben ALLES. Wenn dich der Druck überkommt ihn zu stalken, nur mal bisschen zu gucken, kannst du dir Dinge überlegen, was du machen kannst um diesen Druck zu überwinden. Überlege dir einen Notfallkoffer, ähnlich dem der Alkoholiker, um den Druck zu überstehen durch andere Aktivitäten oder so.

    Denn sei dir bewusst, dass sofort was in dir anspringt wenn du irgendwas von ihm siehst. Wie ein Film. Jeder Kontakt, egal welcher Art, wird dich wieder reinziehen wie ein Sog. Und das Karussell dreht sich wieder. Bis zum Erbrechen.

    Du schreibst du wärst sein Trigger. Mag sein aber was für DICH maßgeblich ist, das ist, dass er DEIN Trigger ist. Nur das zählt. Es geht um DICH, nicht um ihn. Denn es geht doch um DEIN Leben, das du nicht nur im Karussell verbringen willst, wo alles ringsum nur verschwindet wegen der Drehung. Und du da drinnen hockst und das Leben an dir vorbeifliegt.

    Isso.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kaettl,

    du kontrollierst ihn, seinen Konsum. Aber im Grunde genommen hast du keine Kontrolle. Du kannst ihn ja nicht 7 Tage die Woche rund um die Uhr überwachen.

    Das ganze Kontrollieren macht dich nur fertig, beweisen tut es garnichts. Er trinkt weil er eine Abhängigkeit hat und die Sucht das von ihm einfordert. Du verpasst dabei dein Leben denn du hast nur im Kopf, was, wann, wieviel er wohl schon wieder intus hat. Wie lange willst du das durchziehen? Das ist eine Endlosschleife. Denn er wird solange trinken ( müssen), bis er eventuell mal aus eigenem inneren Bedürfnis damit aufhört.

    Aber wann wird das sein?

    Liebe Grüße Aurora