Beiträge von Aurora

    Hallo PeanyPie,

    na klar darfst du hier sein, Angehörige sind herzlich willkommen. Das Hilfeangebot für Angehörige, Coabhängige ist oft noch dürftig. Selbsthilfegruppen haben zwar auch alle Angehörigengruppen aber bei Suchthilfestellen gibt es oft wenig Selbstbetroffene.

    Wir sind hier eine große Gruppe Angehöriger und Coabhängiger. Ich selbst war lange mit einem nassen Alkoholiker verheiratet und coabhängig. Deine Probleme können hier also von ganz vielen Leuten verstanden, weil selbst erlebt, werden.

    Das Ziel hier im Austausch ist die Selbsthilfe. Das heißt, du kannst hier Wege erkennen lernen, wie du für dich ein gutes Leben haben kannst. Dass du dem Abhängigen nicht helfen kannst, solange er es selbst nicht will.

    Aber jetzt bewerbe dich erstmal unter diesem Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach darauf, schreibe ganz kurz nochmal was und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema hier befindet sich dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Mausipieps,

    das berührt mich sehr, was deine Kleine gemacht hat. Ich bin nicht gläubig oder so aber ich habe sowas auch gehört.

    Nachdem meine Tochter und das Baby gestorben waren, hatte meine Enkelin, die damals 3 war, zwei Erlebnisse.

    Sie erzählte, dass sie nachts von Mama geträumt hätte, sie wäre gekommen, den kleinen Bruder in der Kinderwippe, und hätte sie in den Arm genommen. Das wäre soooo schön gewesen...

    Und einige Tage darauf erzählte sie ihrem Vater, ihr Bruder hätte sie besucht, die ganze Nacht. Und sie hätte ihm ihre Spielsachen gezeigt und Bilderbücher mit ihm angesehen.

    Mag man drüber denken, was man will, mich persönlich tröstet das heute noch, dass meine inzwischen 16 jährige Enkelin das erleben durfte. Und ich denke auch, es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir denken.

    Und nach wie vor bin ich der Meinung, alles was uns tröstet ist gut und richtig.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo wieweiter,

    ich kann es mir auch nicht vorstellen, dass alles nur gespielt war. Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an.

    Die Sucht verändert schon viel in einem Menschen. Aber grundsätzlich ist da unter allem auch noch eine Persönlichkeit mit eigenen Prägungen, Mustern, Lebenserfahrungen.

    Mein erster Mann war auch ohne Alkohol im Blut anders, als ich ihn die ersten paar Jahre sehen wollte. Da hat die Sucht das noch deutlicher rausgebracht, dass da was für mich nicht gepasst hat.

    Ich hoffe, dass du diese schöne Eigenschaft von ihm in lieber Erinnerung behältst. Und auch andere schöne Dinge, die ihr hattet.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    das ist eine schwierige Sache. Du liebst ihn - das ist garnicht blöd. Es ist dein Gefühl und völlig in Ordnung.

    Das Schwierige ist halt die Sache, dass seine Alkoholerkrankung schon sehr viel in ihm zerstört hat. Da zuzusehen, wie er immer weniger wird, ist schrecklich. Ich war schon viele Jahre von meinem ersten Mann getrennt und längst wieder verheiratet, als ich meinem ersten Mann nach längerer Zeit mal wieder begegnet bin.

    Er hatte ja 4 Jahre lang nicht getrunken und dann wieder angefangen. Und nur schon durch die kurze Begegnung mit ihm fand ich es schlimm. Er zitterte, war aufgeschwemmt, roch unangenehm. Es tat mir echt weh, ihn so zu sehen. Er ist dann auch 2 oder 3 Monate danach verstorben. Tagtäglich hätte ich das nicht mitansehen können und wollen.

    Ich bin gespannt, was dir bei der Angehörigen Beratung gesagt wird. Denn du brauchst einfach auch einen gewissen Abstand, das schreibst du ja selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sebi,

    Was ich möchte ? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Ich will sie loswerden, auf der anderen Seite ist es aber auch total spannend, das zu erleben. Klingt pervers oder ?

    Was ist daran spannend, einem Suchtkranken zuzusehen bzw ihn zu erleben? Ist dir eigentlich klar, was du da schreibst? Coabhängige haben einen riesigen Leidensdruck. Abhängige irgendwann auch. Das Verhalten, das abhängige Menschen haben und die Reaktionen des oder der Angehörigen darauf ist ein krankes System in dem es nur Verlierer gibt. Die abhängige Person geht durch den Alkohol kaputt und der, die Angehörige gleich mit. Wenn sie sich nicht lösen kann.

    Ich war viele Jahre in solcher Beziehung als Angehörige und bin mit Depressionen, Erschöpfungszuständen da glücklicherweise irgendwann rausgekommen.

    Da war NIX spannend. Wenn du weiterhin hier an einem sinnvollen Austausch teilnehmen möchtest, solltest du überlegen, was du eigentlich willst. Und das ernst nehmen, worum es hier geht. Auch der abhängige Mensch ist ein Mensch.

    Ich versuche einfach nur, das Ganze zu verstehen, wie es dazu kommt und wie man da tickt. Aber ich glaube, das kann ich nicht verstehen...

    So sieht es aus. Sucht kann nur der verstehen, der sie erlebt ( hat). Als nicht Süchtiger kannst du theoretisch verstehen, welche Vorgänge im Gehirn passiert sind und passieren. Nachempfinden wirst du es aber nicht können.

    Gruß Aurora

    Hallo Sebi882,

    herzlich willkommen in unserer Online-SHG.

    Und nö, du bist nicht verrückt. Ganz viel von dem, was du beschreibst, also heimlich trinken im Keller, leugnen, Gründe, warum getrunken werden muste, kenne ich auch von meinem ersten Mann. Der übrigens seine Bierflaschen mit Wasser aufgefüllt hatte damit ich nichts merken sollte, wieviel er schon wieder getrunken hatte.

    Und ich hatte als "Hobby" auch unter anderem das Kontrollieren. Das ist nämlich in Beziehungen mit einem Abhängigen ein Merkmal der Coabhängigkeit, die entsteht.

    Du kannst dich hier für den Austausch bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach auf den Link, schreib nochmal kurz was dazu und dann kannst du freigeschaltet werden.

    Dein Thema wird dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben, dort ist dann der Austausch.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Tiger,

    Mein Schwager hat angeboten mal mit ihm zu reden, aber ich hab Angst, dass mein Mann ihn dann meidet, dass wäre schade für meinen Mann, wenn er sich noch die letzten paar Freunde vergrault.

    Ja, wäre schade, wenn dein Mann Freunde verlieren würde. Aber damit muss er selbst klarkommen.

    Aktuell überlege ich, ob ich seine Mutter ins Boot hole, sie selbst hat sich auch von einem alkoholiker scheiden lassen. Vielleicht könnte sie ihn auch erst einmal aufnehmen, dann hätte ich eine Sorge weniger wenn ich endlich schaffe DEN Schritt zu machen.

    Dazu haben dir ja Whitewolf und Lebenskuenstler schon was geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann.

    Du möchtest die Verantwortung, die du für deinen Mann zu haben meinst, seiner Mutter übergeben. Und sie somit in die Co-Abhängigkeit mit reinziehen. Wenn sie das für sich überhaupt zulassen würde.

    Aber dein Mann ist doch erwachsen. Er braucht keine Muddis. Er darf selbst für sich entscheiden. Und ja, es fällt sauschwer, da loszulassen. Kenn ich, hab es selbst erlebt, mein erster Mann war auch in vielen Dingen sehr unselbstständig. Und das mit Mitte 50 noch. Denn er hatte zuerst seine Muddi und dann mich.

    Und das war soooo bequem, konnte er doch in Ruhe trinken, er war ja bestens umsorgt.

    Mach dich von dem Gedanken der Verantwortung für ihn frei. Verantwortung hast du für deine Kinder, denn die können noch nicht selbst entscheiden und handeln. Und du hast Verantwortung für dich, denn da kannst du verändern. An deinem Leben und dem deiner Kinder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    ich verstehe, dass du gerade jetzt nicht gehen bzw dich trennen kannst. Aber du kannst vielleicht trotzdem auch was Gutes für dich tun. Zum Beispiel rausgehen, wenn bei dir genauso schönes Wetter ist wie bei mir. Einfach bisschen Sonne tanken, durchatmen. Ein Eis essen oder einen guten Kaffee trinken. Das kannst du doch.

    Für ihn kannst nichts tun aber DU bist ja auch noch da und du hast auch das Recht dazu, dass es dir, im Rahmen des Möglichen gerade, gut geht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    du bist jetzt freigeschaltet und kannst dich hier überall am Austausch beteiligen.

    Bitte schreibe aber in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, das ist der Bereich den du daran erkennst, dass die Namen noch alle rot erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Laura,

    ich habe auch lange ähnliche Gedanken gehabt bzw mich so verhalten. Mich entschuldigt für etwas, wofür ich garnichts konnte oder so. Ich hab mich dann immer ganz merkwürdig dabei gefühlt. Ich kann garnicht erklären, wie. Ich hab mich damit selbst klein gemacht, mich selbst verleugnet oder so. Wahrscheinlich war da aber ein Teil in mir, was mich aufmerksam machen wollte, was ich da eigentlich tat. Ich hab's gemerkt und ignoriert...

    Es ist schon krass, wie Cos sich teilweise verhalten. Fast wie ferngesteuert.

    Es ist gut, dass du den Weg da heraus gegangen bist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    So wie du den Zustand deines Mannes beschreibst, sieht es echt schlimm um ihn aus. Das ist leider der Gang der Sucht, die nicht gestoppt werden konnte.

    Es ist schwer, das mit anzusehen. Das kann ich mir gut vorstellen. Und es ist dann nochmal schwieriger sich zu trennen, wenn der Zustand schon so schlimm ist. Denn es geht ja noch immer um den Menschen.

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    Lieber Gruß Aurora

    Hallo,

    momentan bin ich meistens nur lesend hier unterwegs. In meiner Mod-Funktion.

    Ende Februar wäre mein erster Mann 71 geworden. Natürlich habe ich daran gedacht, nach so vielen gemeinsamen Jahren ist das so. Jedenfalls bei mir.

    Und dann sind mir wieder so einige Geburtstage kurz eingefallen, an denen er vom Stuhl gekippt ist oder als Gastgeber der erste war, der bis obenhin abgefüllt war. Meene Jüte, was bin ich um mein langweiliges Leben jetzt froh. Sowas brauchte schon damals kein Mensch, heute erst recht nicht mehr.

    Wenn ich hier die vielen Lebensgeschichten der Cos lese, erkenne ich immer wieder auch mich, wie ich damals war, ein Stück weit darin. Ich weiß selbst noch, dass ich für mich immer wieder Argumente gefunden habe, warum ich mich nicht trennen konnte. Heute denke ich, hätte ich bloß... Hätte, hätte...

    Wie dem auch sei, ich habe es schlussendlich geschafft und das war eine meiner besten Entscheidungen.

    Aurora

    Hallo zurück, jeany,

    du schreibst:

    Ich komme mir wie in einem

    Hamsterrand vor.

    Du kommst dir nicht nur so vor sondern du bist da wirklich drin. Denn im Grunde genommen hat sich doch nichts geändert. Er rennt in seinem Sucht - Hamsterrad und du in deinem Co-Hamsterrad. Da keiner von euch bisher angehalten hat, dreht es sich immer weiter.

    Dass du völlig fertig bist ist da kein Wunder. Aber solange du nicht aus diesem Hamsterrad rausspringst, solange wird es eben nicht anhalten.

    Dein Hund lebt wahrscheinlich nicht mehr. Was hält dich also jetzt noch an diesem Menschen fest?

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo KaDett ,

    es ist okay, dass du deine Gefühle , die du als nasse Alkoholikerin hattest, hier aufgeschrieben hast. Da braucht nix verschoben zu werden. Du bist ja noch nicht soooo lange trocken darum kann es für dich besser sein, erstmal nicht bei uns Cos zu lesen. Das habe ich hier schon von einigen Alkoholikern gelesen, die das erstmal nicht konnten.

    Muss auch nicht sein, wichtig bist ja du und deine weitere Stabilisierung auf dem Weg in ein dauerhaft trockenes Leben.

    Hallo Snowman,

    wie geht es dir denn inzwischen?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Snowman,

    und KaDett ,

    Vielleicht kannst du auch versuchen ein Gespräch mit ihr zu führen. Ohne Angriffe und Vorhaltungen. Vielleicht bekommt sich ja Einsicht und findet den Weg in die Abstinenz. Ich drücke euch die Daumen.

    Gespräche führen Cos ständig mit ihren abhängigen Partnern. Dass dadurch eine Einsicht entsteht und ein Weg in die Abstinenz gefunden wird, ist nach meiner eigenen Erfahrung und auch durch meine Erfahrung aus fast 18 Jahren Selbsthilfe sehr, sehr selten. Ich hab damals öfter solche gutgemeinten Tipps bekommen, dadurch bekam ich wieder Hoffnung, hab wieder Zeit und Energie reingesteckt, ohne Erfolg, und hab noch länger in der Beziehung drinnen gehangen...

    Hallo Snowman,

    mit Trennung habe ich meinem ersten Mann auch oft gedroht. Konsequenzen daraus gab es für ihn nicht, ich hab es nie gemacht. Bis zu dem Tag, wo ich wusste, ich kann und will so nicht weiterleben. Ich hatte körperliche und seelische Probleme, war dauererschöpft. Als ich meinem ersten Mann dann sagte, ich trenne mich, hat er mich ausgelacht. Und zu unserem Sohn gesagt: " das hat sie schon oft gesagt, macht sie eh nicht."

    Tja, ich hab's gemacht, da war er baff.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mausipieps,

    ich hab die letzten 3 Beiträge aus dem Thread von c.o.ma mal in dein Thema verschoben.

    Heute ist ein schwerer Tag. Da wird nochmal ganz deutlich, was passiert ist. Es ist ein Abschied. Und es tut weh, wie noch nie etwas wehgetan hat. Aber es ist wichtig für die Verarbeitung, für die Trauer.

    Das " Warum", jede Frage, die dir einfällt wird eine neue Frage ergeben. Es gibt keine Antwort die irgendetwas erklärt oder dich zufrieden machen kann. Aber eines ist sicher. Dein Bruder wird immer ein Teil von dir sein, ganz sicher in deinem Herzen sein.

    Ich umarme dich und wünsche dir viel Kraft

    Aurora

    Hallo Laura,

    Wenn ich einen gesunden Mann kennen lerne der MIR gut tut, wo alles perfekt läuft , dann habe ich Angst das zu verlieren,

    Wow, da hast du was ganz Wichtiges erkannt und das ist gut.

    Damit kannst du etwas anfangen, etwas gegen diese Verlustangst tun. Erkennen, woher sie kommt. Es ist gut, dass du ehrlich zu dir selbst sein konntest und das herausgefunden hast.

    Liebe Grüße Aurora