EllaDrei - Dauer-Dilemma

  • Das mit der Einsamkeit zu zweit schwankt hier, nimmt aber zu, Morgenrot . Es gibt auch noch Tage, an denen wir ein Paar sind, uns gut verstehen, miteinander liebevoll umgehen, lachen können. Aber die werden weniger. Ich merke, dass xy immer weniger da ist, selbst wenn er hier ist. Dass er immer weniger teilnimmt, mitmachen kann, auch weil er noch andere gesundheitliche Gebrechen hat, die durch die Trinkerei natürlich schlimmer werden. Die Couch ist sein hauptsächlicher Aufenthaltsort, ein Mixgetränk immer griffbereit, döst vor sich hin. Eigentlich ein Alptraum. Trotzdem fehlt mir der Mensch, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin. Vor allem der Mensch, der er ohne den Alk ist. War. Wäre. 😢 Ich weiß, auf Wunder braucht man nicht hoffen.

  • Das mit der Einsamkeit zu zweit schwankt hier, nimmt aber zu, Morgenrot . Es gibt auch noch Tage, an denen wir ein Paar sind, uns gut verstehen, miteinander liebevoll umgehen, lachen können. Aber die werden weniger

    Ja das kenne ich. Ich stand auch alleine, war quasi alleinerziehend, Haushalt und Vollzeit gearbeitet. Hätte ich zu dieser Zeit meine Eltern nicht gehabt, hätte ich es nicht geschafft. Mein Vater hatte schon früh den Verdacht, dass er zuviel säuft, nur konnte ich es damals vor ihm noch nicht zugeben. Ich wollte etwas erhalten, was es schon nicht mehr gab. Mein Vater war damals für meinen Sohn die männl. Bezugsperson, da ja der Vater ein Komplettausfall war.

    Ich finde es schon erstaunlich, dass du noch liebevoll mit ihm umgehen kannst, aber irgendwo ist es auch nicht erstaunlich, weil es ja immer wieder Hoffnung aufkommen ließ. Irgendwann konnte ich es aber nicht mehr. Diese Zeiten wurden dann wirklich immer weniger.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Vor allem der Mensch, der er ohne den Alk ist. War. Wäre. 😢

    Und selbst wenn er plötzlich aufhören würde zu trinken und über Nacht trocken wäre....es ist dann ja trotzdem nicht plötzlich alles wieder gut, weder bei deinem Mann, noch bei dir, noch in eurer Paarbeziehung. Die richtige Arbeit beginnt dann erst und dass ist anstrengend und kann auch schmerzhaft werden.

  • Hallo 123 , nein, es ist nicht gut. Da gibt's ja noch mehr in Sachen Sucht und suchtbedingtem Verhalten. Ich verliere das oft aus dem Blick, weil er so häufig abtaucht. Da verfliegen Frust und Ärger und das Bewusstsein, dass ich für mich was ändern muss und will und machen Sorgen und auch Trauer Platz. Aber auch das ist auf gewisse Weise Manipulation. Wegbleiben, bis man vermisst wird....

  • Hallo Morgenrot ,

    Du hast Recht, ich bin vermutlich zu schnell bereit, ein Verhalten als "liebevoll" zu begreifen. Danke, dass Du mir das verdeutlichst. Ich muss da besser hinschauen und klären: Was ist echt, was nur Maske, um persönliche Vorteile zu erreichen. Das ist ein jahrzehntelang erlerntes Verhalten bei ihm, mit dem er sich durchs Leben geschlagen hat.

    Auch ich hatte die Zeiten mit Vollzeitarbeit, Haushalt und alleinerziehend, mein Sohn (ist kein geminsames Kind) ist schon aus dem Haus. Als mein Sohn noch bei mir lebte, gab es noch keinen regelmäßigen Suff bei meinem Freund, vor allem nicht in meinem Haushalt. Aber einen Mann, der permanente Stimmungsschwankungen hatte, zu wenig zu gebrauchen und stattdessen eher selbst bedürftig und auf sich fixiert war. Liebevoll ist anders, das stimmt. Meine eigenen Wahrnehmungen haben sich genau wie die Grenzen verschoben. Ich habe mich an so viel schwieriges Verhalten gewöhnt, oft nach Strohhalmen gegriffen. Im Tunnel wirkt ein kleines Licht dann heller als draußen an einem sonnigen Tag, um es mal so auszudrücken...

    Einmal editiert, zuletzt von EllaDrei (1. April 2025 um 19:52)

  • Aber einen Mann, der permanente Stimmungsschwankungen hatte, zu wenig zu gebrauchen und stattdessen eher selbst bedürftig und auf sich fixiert war. Liebevoll ist anders, das stimmt.

    Mein XY war auch sehr bedürftig und auf sich fixiert. Jeder Satz fing mit Ich an. Wie es ihm ging, was er brauchte, was er wollte.

    Ich wünschte mir oft, dass er mich mal fragte wie es mir ging, was ich wollte.

    Seine Gedanken kreisten nur noch um sich selbst.

    Das mit dem Strohhalm und dem Licht im Tunnel kenne ich nur zu gut.

    Ich wünsche Dir viel Kraft.

  • Liebe wieweiter,

    vielen lieben Dank. Ich habe hier von Deinem Verlust gelesen und bin sehr berührt, finde aber auch beeindruckend, wie Du die herausfordernden vergangenen Wochen gemeistert hast. Ich kann mir vorstellen, dass das ein echter Kraftakt für Dich war und ist. Wünsche Dir sehr, dass Du gute Wege findest, zur Ruhe zu kommen, aufzutanken und auch wieder nach vorn zu blicken. Hast Du Unterstützung durch nahe Menschen?

    Ich wünschte mir oft, dass er mich mal fragte wie es mir ging, was ich wollte.

    Genau so geht es mir so oft. Manchmal kommt so eine Frage ansatzweise, doch die Antwort wird nicht wahrgenommen oder genervt abgebügelt, falls ich sage, dass es mir wegen unserer Situation nicht gut geht.

    Heute ist er seit einer Woche weg. Kein Lebenszeichen seit Samstag, da war mein "jährlich wiederkehrendes Ereignis". Er hat denkbar knapp per WhatsApp gratuliert, sonst nix. Für mich keine Katastrophe, aber dennoch lieb- und achtlos. Dieses Mal bleibe auch ich stumm, frage nicht nach, reiche nicht die Hand. Es bringt ja nichts.

    Anfangs hatte ich solche Angst in so Situationen, dass ihm wirklich was passiert ist oder er sich etwas angetan hat. Wir hatten uns ja jeweils nur kurz zuvor noch wie ein verliebtes Paar verabschiedet, also kann er doch jetzt nicht grundlos verschwinden ohne jedes Lebenszeichen, war immer meine Auffassung. Doch, konnte er, um in Ruhe konsumieren zu können. Manchmal dachte ich auch, er sonnt sich noch in meiner Aufmerksamkeit und krassen Sorge, mit der ich nachts mit klopfendem Herz wach gelegen und gegrübelt habe, was mit ihm ist . Vielleicht war es ihm auch einfach völlig egal.

    Es hat sich etwas verändert. Ich warte nicht auf seine Rückkehr, und ich "arbeite" hier mit und dank Euch, und das tut gut.

    LG EllaDrei

    Einmal editiert, zuletzt von EllaDrei (2. April 2025 um 23:33)

  • Hallo, ein kurzes Update: XY will in wenigen Tagen seine Entgiftung antreten, danach soll es direkt in Reha gehen. Mit Blick auf Vermeiden des kalten Entzugs wird bis dahin weitergetrunken. Er hat nicht genug Geld für den Alkohol, sodass er ihn sich durch Pfandsammeln finanziert, weil ich ihn nicht kaufen will, was aber auch nur eine Art Selbstvera... meinerseits ist. Denn er ist momentan fast durchgängig hier bei mir, lebt also zu großen Teilen auf meine Kosten, schafft sich so eigenen finanziellen Spielraum fürs Trinken. Eine schwierige Situation für mich: ich ermögliche ihm, sich selbst zu schaden, was er damit rechtfertigt, dass es ihm bei Entzug schlecht gehen würde und er sterben könnte...

    Ich will das so nicht stehen lassen, habe ihm gesagt, dass er künftig auf keine Unterstützung mehr hoffen kann, falls er nach Entgiftung und Reha weitermacht. Dass er sein komplettes Leben umstellen muss, ich bisher aber keinen ernsthaften Plan sehe. Habe ihm zudem gesagt, dass er sich schon während der Reha eine Lösung für seine Wohnung überlegen und die auch umsetzen muss, da ich nicht möchte, dass er danach bei mir einzieht und ich dadurch in Mitverantwortung für seine Abstinenz samt Druck und Abwärtsspirale gerate.

    Er nimmt das alles kurz, knapp, auch unterdrückt wütend zur Kenntnis, wie eigentlich alles, was ich zur derzeitigen Situation sage. Bügelt üblicherweise jedes Gespräch ab, wird laut und hektisch, verlässt den Raum. Ich gaube nicht, dass er eine Idee hat, wie er seine vielen Baustellen in den Griff kriegen könnte. Er hat eine riesen Angst davor, dass er weiter ins Nichts fällt. Gerade hat er mir erzählt, dass er trinkt, um Zeit rumbringen, um zwischendurch tagsüber immer mal ein, zwei Stunden schlafen zu können, und keine Ahnung hat, wie er künftig seine Tage positiv füllen soll.

    Ich selbst bin vor allem erschöpft, fühle mich emotional abgestumpft. Ich habe kaum noch Hoffnung für ihn. Ich weiß noch nicht, wie ich schaffen werde, stark zu bleiben. Aber muss es irgendwie packen.

    Einmal editiert, zuletzt von EllaDrei (19. April 2025 um 17:51)

  • Hallo Ella,

    . Ich habe kaum noch Hoffnung für ihn.

    Es ist ja grundsätzlich seine Sache, was er aus Entgiftung und Reha für sein Leben macht.

    Habe ihm zudem gesagt, dass er sich schon während der Reha eine Lösung für seine Wohnung überlegen und die auch umsetzen muss, da ich nicht möchte, dass er danach bei mir einzieht und ich dadurch in Mitverantwortung für seine Abstinenz samt Druck und Abwärtsspirale gerate.

    Es wäre schön wenn du für DICH Hoffnung hättest und daraus dann Mut entsteht, dass du das, was du dir vorgenommen und ihm ja auch mitgeteilt hast, durchzuziehen. Denn wenn du das nicht machst, verlierst du an Glaubwürdigkeit. Egal ob er es schafft, sich ein abstinentes Leben aufzubauen oder nicht.

    Eine Mitverantwortung dafür, dass er abstinent bleibt hast du auf alle Fälle NICHT. Das kann und muss er selbst hinbekommen, wenn es langfristig so werden soll, dass er ein trockenes Leben führen kann. Bitte sei dir dessen ganz bewusst. Es ist SEINE Aufgabe, nicht deine.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Aurora, danke für Deine Antwort. Mit dem Verstand ist mir das bewusst, und ich versuche, mich für die Situation zu wappnen, in der ich konsequent umsetzen muss, was ich ihm gesagt habe. Und ja, Du hast Recht, es gehört Mut dazu. Es geht um endgültige Entscheidungen, das macht mir auch Angst.

    Ich hbe mir in den vergangenen Jahren immer Hintertürchen offen gelassen, durch die ich wieder in die Beziehung reinschlüpfen konnte, wenn Frust, Ärger, Enttäuschung über irgendwelche Eskapaden wieder verraucht waren. Es ist halt das Vertraute, Naheliegende, und wir hatten ja auch immer wieder vermeintlich ganz gute Zeiten. Obwohl es mir nicht wirklich gut mit ihm ging, habe ich das erschreckend bereitwillig ausgeblendet. Ich muss für mich einen Plan nach vorne entwickeln und fühle mich zu erschöpft dafür.

  • Hallo Ella,

    wie gut ich das noch kenne. Ich hatte auch Angst vor den Konsequenzen. Mein Exmann hatte mir auch immer wieder eingeredet, ich würde es alleine nie schaffen, finanziell untergehen und wäre eh zu doof. Und obwohl ich wusste dass er Unrecht hatte, hat mich das schlussendlich ewig festgehalten. Lieber im Schlechten aber Vertrauten bleiben als im Ungewissen Neuen.

    Es ist menschlich, Angst vor Veränderungen zu haben. Das geht ganz vielen Menschen so.

    Du musst ja nicht gleich einen riesigen Sprung nach vorne machen. Es reicht auch ein Schritt. Wie könnte der aussehen. Ich war z. B.bei einem Anwalt zu einem Beratungsgespräch. Da hatte ich Infos, wie es finanziell aussehen wird, welche Dinge ich schon mal erledigen könnte. Wichtige Unterlagen, Dokumente sortieren und bereitlegen bzw für mich weglegen, eventuelle Vermögenswerte sichten und Kopien anfertigen, sowas alles.

    Das war noch nichts Dramatisches aber es war der Anfang. Und hat mir Sicherheit gegeben, daß Gefühl, aktiv sein zu können. Das war wichtig und hat mir Mut gemacht aber es war noch nicht sooo mega anstrengend. Vielleicht gibt es bei dir auch solche Dinge, die du erstmal sortieren kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • XY ist nun in der Entgiftung. Uff und nocmals uff. Die letzten Tage waren ein einziges Zähnezusammenbeißen. Konsum und Betrunkensein miterleben, schlechte Stimmungen aushalten. Hab viel versucht, zu überhören und zu übersehen, oft auf Durchzug geschaltet. Das wurde aber immer schwerer. In was für einer miesen Realität wir inzwischen doch angelangt sind. Schnaps ständig griffbereit. Kein liebevolles Wort mehr, keine gemeinsamen Unternehmungen oder Erlebnisse,immer weniger, was noch verbindet. Er will das jetzt wettmachen, meldet sich mehrmals täglich, jetzt bin ich ihm wichtig. Redet von Paargesprächen. Was für ein Wechselbad. Ich kann meine eigenen Gefühle gar nicht mehr zuordnen. Bin nicht sicher, ob da noch mehr ist, als freundschaftliche Sympathie. Selbst die hat arg geltten die vergngenen Jahre. Es ist viel kaputt. Ich brauche Abstand, um für mich zu sortieren, Aber selbst mit Abstand bin ich so ausgelaugt, dass ich nicht weiß, was ich will.

    Aurora, Du hattest so gute Anregungen gegeben, danke Dir dafür. Da wir ja nicht verheiratet sind und nicht zusammen leben, muss ich zwar nichts spezielles regeln. Aber ich will mich um meine Gesundheit kümmern, wieder fitter werden und mein soziales Netz stärken, neue Bekanntschaften knüpfen, ein paar positive Erlebnisse sammeln. Ich glaube, das gehe ich jetzt mal an. Gedanken an ihn halte ich zurzit nicht gut aus, deshalb versuche ich mal, den Blick neu auszurichten

  • Hallo Ella,

    Redet von Paargesprächen.

    Das macht mich jetzt stutzig, denn Paargespräche in der Entgiftung sind normalerweise nicht vorgesehen. Ich habe in diesem Bereich gearbeitet, und auch bei meinem xy war das kein Thema. Da sollte er sich ganz auf sich konzentrieren und alles mitnehmen was die Klinik anbietet. Vielleicht will er dir zeigen, was er alles wegen dir unternimmt. Dann hat er aber immer noch nichts verstanden. Ich würde mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf einlassen.

    Wie sieht es denn mit anderen Drogen aus, die er konsumiert, hat er die auch angesprochen?

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Ella,

    Da wir ja nicht verheiratet sind und nicht zusammen leben, muss ich zwar nichts spezielles regeln. Aber ich will mich um meine Gesundheit kümmern, wieder fitter werden und mein soziales Netz stärken, neue Bekanntschaften knüpfen, ein paar positive Erlebnisse sammeln. Ich glaube, das gehe ich jetzt mal an. Gedanken an ihn halte ich zurzit nicht gut aus, deshalb versuche ich mal, den Blick neu auszurichten

    Das ist super denn das ist DEIN Weg. Du bist ihm zu nichts verpflichtet.

    Er kann und sollte jetzt seinen Weg alleine gehen.

    Jeder ist für sich selbst verantwortlich.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Morgenrot,

    Das macht mich jetzt stutzig, denn Paargespräche in der Entgiftung sind normalerweise nicht vorgesehen.

    glaube, da ging es ihm nicht direkt um die Entgiftung. War eher so vage dahingesagt, um guten Willen zu demonstrieren - und das Thema direkt danach dann wieder fallenzulassen. Wirklich relevant sind ja ohnehin nur seine Probleme.

    Vielleicht will er dir zeigen, was er alles wegen dir unternimmt. Dann hat er aber immer noch nichts verstanden. Ich würde mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf einlassen.

    Das denke ich auch. Es geht ihm glaube generell darum, mich immer schön warmzuhalten. Sein ganzes Verhalten mir gegenüber ist darauf ausgelegt. Er hangelt sich an einer Grenze entlang, bis zu der er gehen kann , um mich nicht endgültig zu vergraulen, ist meist vordergründig freundlich, entschuldigt sich häufig usw. Das macht es mir auch echt schwer, die Beziehung klipp und klar zu beenden. Denn er ist ja dann plötzlich auch immer wieder so bemüht, etc. Dabei kann ich immer weniger unterscheiden, was davon aus ehrlicher Zuneigung geschieht und was einfach aus dem Grund, dass er niemand anderen mehr hat und er sich im Prinzip bei mir versorgen lassen möchte.

    Ich denke auch, dass er wenig bis nichts verstanden hat. Seine Motivation rührt aus Trennungsangst plus seiner gesundheitlichen Situation und daraus, dass er sich draußen nicht genug Alkohol beschaffen kann für das wenige Geld, das ihm zur Verfügung steht, denke ich mittlerweile. Unter diesem Druck muss er irgendwas unternehmen - also ab in die Reha. Wenn wir über die Beweggründe für die Reha sprechen,kommt von ihm sehr vage, dass es "so nicht weitergehen kann". Keine sehr klare Aussage...

    Wie sieht es denn mit anderen Drogen aus, die er konsumiert, hat er die auch angesprochen?

    Eine sehr gute Frage. Er verkauft das so, dass der Alkohol für ihn jetzt im Vordergrund steht. Ich weiß aber, dass das nicht vom Tisch und einfach erledigt ist. Und er weiß auch, dass mir das klar ist. Ich stelle mich definitiv drauf ein, dass der Punkt kommt, an dem ich meine Konsequenzen ziehen muss, da ich ihm ja auch gesagt habe, wenn er wieder anfängt - mit was auch immer - ist Schluss.

    Einmal editiert, zuletzt von EllaDrei (25. April 2025 um 18:01)

  • Hallo Hera,

    Ich würd den Kontakt blocken, solange er weg ist. Wie lang ist er weg? Ich könnte mich da gar nicht auf mich konzentrieren, weil mich das zurückwerfen würde.

    Das schaffe ich bisher aus unerfindlichen Gründen nicht. Irgendwie fühle ich mich manchmal wie gefangen in dieser schwierigen Bindung. Diese Wechselbäder aus Nähe, Distanz, Sorgen, Abtauchen, dann wieder Bedürftigkeit, freundlich- charmantem Auftreten, Manipulation, seiner zur Schau gestellter Verzweiflung und Hilflosigkeit, Selbstmitleid, ich kann gar nicht alles aufzählen... Ihn zu blockieren, hieße für mich, der Katastrophe seines Lebens ihren Lauf zu lassen, sage ich mal etwas theatralisch. Ich weiß, dass er erwachsen und für sich selbst verantwortlich ist. Trotzdem pack ich das nicht ganz. Mir wird immer klarer, wie sehr ich verstrickt bin.

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