Beiträge von Aurora

    Hallo Elri.

    ich kann mich Panamas Beitrag nur anschließen.

    Die Sucht des Angehörigen wird, solange er nicht trocken ist, immer auch was mit dir machen. Selbst wenn der Alkoholiker nicht bösartig wird wird es ihm immer schlechter gehen. Denn Alkohol zerstört nach und nach alles. Organe und Nerven. Im Grunde genommen wirst du wahrscheinlich immer mehr Hilfe leisten weil er dir leidtut.

    Ich hab das ca 20 Jahre lang mitgemacht. Ich wollte ihm helfen, ihn aus der Sucht rausholen. Aber er wollte eigentlich nur in Ruhe trinken und garnichts verändern. Ich bin gegen Mauern gerannt, habe Energie verschwendet an eine Sache, auf die ich keinen Einfluss hatte. Denn ICH wollte, dass er aufhört. ER wollte es nicht. Und das musste ich irgendwann akzeptieren.

    Ich hab dadurch auch meine Gesundheit ruiniert, die Sucht hat uns beide zerbrochen. Ihn weil Alkohol ein Nervengift ist, mich weil ich mich selbst aufgegeben hatte um ihn zu retten.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mausipieps,

    es ist die Trauer, die dich so fühlen lässt. Die Trauer hilft dir dabei es einzuordnen, was passiert ist. Es ist gut wenn du weinen kannst, lass alles raus, das hilft dabei.

    Es gibt Trauergruppen, die dabei unterstützen können, diesen Verlust zu verarbeiten. Auch für deine Mutter. Ihr müsst da nicht alleine durch.

    Guck mal bei

    Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. Oder gib veid.de bei Google ein.

    Auch die Telefonseelsorge kann Entlastung bringen. 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Mausipieps,

    das Schreckliche, was passiert ist, kommt ja nun erstmal Stück für Stück in deinem Kopf an. Das ist auch gut so von der Natur eingerichtet, denn so kannst du es langsam realisieren. Es tut ja so schon genug weh.

    Du kannst deine Gedanken an deinen Bruder aufschreiben und ihm bei der Beisetzung mit in die Erde geben. Oder du bindest den Brief an einen Ballon, den du dann aufsteigen lässt.

    Ich nehm dich mal in den Arm, wenn du magst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Elri,

    du bist jetzt in unserer Selbsthilfegruppe angekommen und kannst dich überall austauschen.

    Bitte schreibe aber in den ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst diesen Bereich daran, dass die Namen dort rot sind.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Elri,

    dein Partner macht gerade das, was eine Trinkpause genannt wird. Denn solange er noch davon redet

    irgendwann ein "normales" Verhältnis zum Alkohol zu haben.

    hat er noch nicht akzeptiert, dass das nicht funktionieren wird. Ein Alkoholiker kann niemals im Leben mehr mal " nur ein Gläschen" trinken. Sucht bedeutet, dass im Gehirn Prozesse stattgefunden haben die es unmöglich machen den Suchtstoff, in dem Fall Alkohol, kontrolliert und in " normaler" Menge zu trinken.

    Das klappt mal für ganz kurze Zeit und dann beginnt das unkontrollierte Konsumieren von vorne. So funktioniert Sucht. Leider.

    Es sei denn, er will aus tiefstem Herzen trocken werden.

    Damit du dich austauschen kannst, klicke auf diesen Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz was dazu und du wirst dann freigeschaltet. Du findest dann dein Thema im Bereich für

    Angehörige und Coabhängige von Alkoholikern.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo undee,

    ich schreib dir mal was von der anderen Seite, als Angehörige.

    Als ich mit meinem Mann zusammenkam, war er 2 Jahre trocken. Und seine Bedingung, dass wir zusammenziehen, war, dass ich meine Sektflaschen, die noch von meinem Geburtstag übrig waren, weggebe. Und unser Haushalt alkoholfrei ist.

    Weil ich selbst nicht abhängig war, weil ich seine Suchterkrankung anerkannte, tolerierte und ihn achtete und das noch immer tu, ist unser Haushalt alkoholfrei. Mittlerweile seit Ende 2008. Er ist seit 18 Jahren und 6 Monaten trocken. Mir hat nie was gefehlt.

    Das ist meine Erfahrung zu diesem Thema.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Esther,

    okay, du hast dir den März als Ziel gesetzt. Das ist schon mal gut. Behalte dein Ziel im Auge.

    Ich hab das auch nicht sofort geschafft. Zwischen meinem Ziel, dass ich nun echt was für mein eigenes Leben tun bzw ändern muss und der Aktion der Trennung lag noch Zeit. Aber in dieser Zeit ist eben auch was in mir passiert. Ich hab mich informiert, rechtliche Dinge für mich geklärt, das hat mir Sicherheit gegeben. Ich hab mir Gedanken gemacht, mich mehr und mehr abgenabelt. Zum Beispiel bin ich immer öfter alleine unterwegs gewesen.

    Irgendwann hab ich nicht mehr für ihn mitgekocht und seine Wäsche nicht mehr gewaschen. DAS ist mir allerdings sehr schwer gefallen und ich musste viele schlimme Gefühle, die ich hatte, aushalten. Als ich hier dann im Forum ankam war ich soweit, es tatsächlich durchziehen zu können.

    Du bist auf einem sehr guten Weg dahin und hier kannst du immer wieder Unterstützung bekommen. Aber aufgeben wäre keine gute Lösung. Es wäre ein "Nein" zu dir und deinem Leben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Esther,

    ich hab solche völlig komischen Situationen auch erlebt. Da war auf der einen Seite sowas wie eine Normalität bei meinem Exmann. So ein Verhalten wodurch ich dachte, er ist auf einem guten Weg, er ist ja ganz " normal" und es fühlte sich dann für mich so friedlich an. Und ich hatte Hoffnung, dass alles gut wird.

    Und kurz danach brach dann alles wieder zusammen. Und die Flasche stand wieder da. Und irgendein Grund wurde genannt warum er trinken musste.

    Ich war dann immer fassungslos, wütend und völlig verdreht. Enttäuscht. Und hilflos.

    Ich weiß bis heute nicht genau, warum ich solche ( und so viele andere) Situationen immer und immer mitgemacht habe und immer und immer wieder Hoffnung hatte, dass JETZT der Wendepunkt wäre. Ich kann das bis heute nicht erklären, was das war. Ich denke, es waren viele verschiedene Aspekte.

    Heute weiß ich zumindest, dass das die Bedeutung von Sucht ist. Egal welchen sozialen Status der Mensch hat oder wie hoch sein Intelligenzquotient ist, die Sucht ist IMMER stärker. Und als Angehörige bist du machtlos. Es hilft da tatsächlich nur, sich fernzuhalten, eigene Wege zu gehen. Oder verzweifelt daneben zu verharren und das Leben zieht an einem vorbei. Der Sucht ist es egal.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Esther,

    ich hoffe, meine Geschichte kann dir Mut machen.

    Erzähl doch mal in deinem Thread, denn da werden dich noch mehr Leute lesen als hier, wie euer Treffen ausgegangen ist. Ich kann's mir schon fast denken, wie... leider.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Alexa,

    danke für deinen ehrlichen Beitrag. Ja, hier wird oft scharf kommentiert. Aber es hat auch Gründe.

    Ich bin eher ruhiger, nicht so kurz und knackig wie andere User hier unterwegs aber trotzdem bestimmt. Mit einem Ziel. Denn es geht ja schon um eine ernsthafte Sache. Und jede/ r bringt eben auch ihre/seine Geschichte mit. Ich zum Beispiel habe mehr als 20 Jahre lang mit einem Alkoholiker gelebt. Und wurde immer tiefer in meine Coabhängigkeit durch seine Sucht mit reingezogen.

    Das hat mich Lebensfreude gekostet, Energie, Freiheit, Gesundheit. Und wenn ich hier noch immer unterwegs bin dann deshalb, weil ich Menschen davon erzählen möchte, es besser zu machen. Weil es einfach, in meinen Augen, kein freies, lebenswertes Leben an der Seite eines Abhängigen geben kann.

    Ich habe bis heute mit den Folgen dieser ersten Ehe zu tun, bin chronisch depressiv und meine Energiedepots sind immer am Rand von Null.

    Andererseits muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wie sein Leben sein soll. Ich kann und will keinen zu seinem Glück zwingen. Das steht mir nicht zu und auch keinem Anderen.

    Hier ist nun die Frage, was erwarte ich von einer Selbsthilfegruppe. Also ich habe damals erwartet, dass ich hier Wege da raus finden kann. Für mich. Hilfe zur Selbsthilfe. Weil ich nicht mehr so weiterleben konnte und wollte. Und da habe ich hier genau DAS bekommen.

    Was ist deine Erwartung an diese Gruppe?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Bono

    Hallo Aurora,vielen Dank für deinen Thread.Ich bin wirklich viel am lesen und schreiben hier im Forum.Das hilft mir an meinem Thema (lebenslange Abstinenz) dran zu bleiben! Hab da mal eine Frage, ist das ein prozenttual vorwiegend weibliches Thema ( Helfen, Hoffen,nicht loslassen können,)? Vielleicht kannst du mir dazu was sagen, wenn du magst. Lieben Gruß Bono

    Meiner Meinung nach hat das auch viel mit dem weiblichen Rollenbild zu tun, nach dem wir, zumindest meine Generation, geprägt worden sind. Was heißt:

    Frau stellt sich zurück, wichtig sind berufstätigen Ehemann, Kinder. Die haben Vorrang und du musst sie gut versorgen. Eigene Bedürfnisse sind nicht so wichtig. Hoffen, weiß ich nicht. Loslassen... na ja, Frau hält die Familie zusammen. Sorgt für Harmonie und Wohlbefinden. Oft haben Frauen, die Kinder haben, Teilzeitjobs. Das macht oft auch finanziell abhängig. Das mal ganz kurz und knapp.

    Aber es gibt noch viele andere Faktoren. Die in der Persönlichkeit und Kindheit liegen. Egal ob Männlein oder Weiblein.

    Ob das nun prozentual messbar ist, in wieweit es da Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, weiß ich nicht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Franzi,

    fast haargenau so ging es mir damals auch. Nach den Zeiten, in denen ich nur rumüberlegt hatte und meinem Exmann immer wieder gesagt hatte, dass ich ausziehen werde, war es plötzlich konkret.

    Ich hatte Besichtigungstermine. Und mein Blutdruck stieg bis an die Decke...

    Noch komischer wurde mir als ich den Mietvertrag unterschrieben hatte. Denn da war es dann klar und deutlich. Ich war da, zumindest räumlich, schon mal raus. Und Vorfreude und Angst, Übelkeit und Zittern vor dem Neuen wechselten sich gefühlt im Sekundentakt ab.

    Das musste ich einfach aushalten. Hat sich gelohnt.

    Es ist doch normal, aufgeregt zu sein. Denn es ist ja schon ein großer Schritt in was Neues. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Und deinem Nochmann schwimmen die Felle weg weil du dich bewegst. Aber dass sein Verhalten zu wirklich grundsätzlichen Veränderungen führt ist eher unwahrscheinlich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Azalee,

    ich war 26 Jahre lang mit meinem ersten Mann zusammen. In diesen Jahren rutschte er von Missbrauch irgendwann in die Sucht. Und ich rutschte mit und war coabhängig. Die letzten Jahre war es richtig schlimm und irgendwann war ich völlig fertig. Da konnte ich mich trennen.

    Ich hatte mich schon vor meinem endgültigen Schritt von einem Anwalt beraten lassen. Über meine Rechten und Pflichten und über das Finanzielle. Das hat mir Sicherheit gegeben.

    Du kommst sehr entschlossen rüber. Hast du ihm schon von deinen Scheidungsabsichten erzählt? Wichtig ist, dass du nur das mitteilst, was du auch wirklich durchziehen kannst. Ich hatte meinem Exmann so oft mit Trennung gedroht, dass er mich nicht mehr ernst genommen hat.

    Schwach bist du jedenfalls nicht. Du hast dich hier angemeldet und suchst dir Unterstützung. Das ist stark.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Azalee,

    das ging ja jetzt ruckzuck. Du bist jetzt hier in unserer Selbsthilfegruppe und kannst dich überall austauschen.

    Schreibe aber bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, du erkennst das an den orangefarbenen Namen.

    Liebe Grüße Aurora