Beiträge von Aurora

    Hallo, herzlich willkommen Nordseehexe,

    das Reden bringt es auch nicht, ihr habt das ja oft getan, wie du schreibst. Ich hab es auch oft getan. Mit verschiedenem Ausgang. Mal hatte er Verständnis und wollte was ändern, mal griff er mich an und machte mir Vorwürfe, mal waren andere Leute, das Wetter oder sonstwas Schuld. Es hat nix gebracht.

    Er wurde im Laufe der Jahre bei solchen Gesprächen aggressiver, ich dann auch. Streit war vorprogrammiert. Oder er bekam diesen glasigen Blick von: wozu hab ich zwei Ohren...

    Du kannst gerne an unserer Online-Selbsthilfegruppe teilnehmen, bestimmt hast du schon gesehen, dass wir eine große Gruppe von Coabhängigen hier sind.

    Hier kannst du dich bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick da drauf und schreib kurz was dazu, dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema ist dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Laura,

    über dem Schreiben hier habe ich völlig vergessen, dass dein Opa verstorben ist. Mein herzliches Beileid. Und da ist viel Trauer in dir. Und zusätzlich sind da auch diese ganzen formellen Sachen, die das mit sich bringt. Das ist keine einfache Zeit gerade.

    Und gerade deshalb brauchst du deine Energie jetzt für dich alleine.

    Ich schicke dir eine virtuelle Umarmung

    Aurora

    Hallo Laura,

    jetzt hast du so viele Erfahrungsberichte bekommen, sogar Alkoholiker haben geschrieben, wie ihre Welt im nassen Zustand funktioniert hat. Im Grunde genommen läuft doch alles darauf hinaus, dass eine Trennung der einzige Weg ist. Wenn du wieder unbeschwert und frei leben möchtest.

    Ich kann dir sagen, dass ich in einer Art Ausnahmezustand war als ich endlich gehen konnte. Ich hatte Angst, Zweifel, Schuldgefühle, Trauer um eine Zeit, die es seit vielen Jahren schon nicht mehr gab. Das alles hat weh getan, war sehr unangenehm und schwer auszuhalten. Da musste ich durch. Und mit jedem Tag wurde es aber besser.

    Und die guten Gefühle wurden stärker als die schlechten. Es fühlte sich mehr und mehr wie eine Erlösung an und das war es ja auch.

    Es hat sich gelohnt für mich. Du kannst das auch schaffen...

    Liebe Grüße Aurora

    Hey Laura,

    " Kindermund tut Wahrheit kund" sagt ein Sprichwort. Obwohl dein Sohn ja jetzt nicht mehr sooo klein ist und man damit eher die Kleinen meint.

    Meine Kinder waren damals froh, als ich die Trennung endlich geschafft hab. Sie waren da schon erwachsen, meine Tochter lebte nicht mehr zuhause, nur mein Sohn. Und der hatte die ganz schlimmen Dinge, die da passiert sind, leider miterleben müssen. Sie waren froh, dass sie mich nicht mehr so hilflos, so traurig, so voller Selbstmitleid und oft verheult sehen mussten.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Laura,

    mein erster Mann hat sowas auch gesagt, also dass ja ICH die Süchtige wäre. Süchtig nach irgendwas, was er dann an den Haaren herbeigezogen hatte. Konnte alles sein.

    Ich hasse es… was sollich nur tun ???

    Tja, gute Frage. Im Grunde genommen wiederholt sich ja gerade was, das du schon öfter mit ihm erlebt hast. Und das wird jetzt nicht das letzte Mal so sein. Solange er in seiner Abhängigkeit fest steckt, wird es immer und immer so weitergehen, und es wird immer schlimmer werden. Sucht geht nur abwärts.

    Du hast 2 Möglichkeiten. Entweder du nimmst dieses Spiel in Kauf, bleibst weiter an ihm hängen und gibst damit ein zufriedenes, ruhiges, glückliches Leben auf oder du gehst deine eigenen Wege. Ohne ihn.

    Es ist deine Entscheidung, die kann dir niemand abnehmen. Aber vergiss deinen Sohn nicht dabei. Für ihn trägst du Verantwortung, er ist dein Kind. Und sein Leben wird davon auch schlimm beeinflusst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Silberstreifen,

    mir ging es genauso wie Marie. Ich hab ihm nicht die Liebe entzogen, denn irgendwann hatte ich keine mehr für ihn. Ich fand ihn ekelig, fühlte mich auch benutzt. Ich wollte nichts mit meiner Unlust auf ihn erzwingen sondern ich hatte einfach keine Lust mehr auf ihn.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Minna,

    ich denke, du bist gerade voll beim Umziehen, gutes Gelingen dafür.

    Dein altes Zuhause mit den vielen Fotos aus vergangenen Zeiten ist Geschichte. Diese Fotos haben dich ja die ganze Zeit in einer Erinnerung festgehalten, in einer Zeit, die es schon lange nicht mehr gibt. Das macht das Loslassen um Vieles schwieriger.

    Ich hoffe, in deinem neuen Zuhause werden Bilder mit bunten Farben, schönen Motiven hängen. Die Fotos von damals kannst du ja in eine schöne Schachtel packen und weglegen. Diese Zeit ist Erinnerung, jetzt schaffst du dir neue Zeiten, neue Erinnerungen, weg von den dunklen Tagen seiner Sucht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Narascha,

    das liest sich echt nicht so gut. Ich zwar keine Alkoholikerin sondern war lange mit einem nassen Alkoholiker verheiratet. Ich bin schon sehr lange hier in der Suchtselbsthilfe und weiß, dass Alkoholiker, die abstinent leben, weder Schokolade mit Alkohol essen noch so mal zwischendurch ein Glas Alkohol trinken. Allerdings ist es möglich, auch ohne Therapie trocken zu bleiben.

    Du kannst gerne Mitglied unserer Online-Selbsthilfegruppe werden. Hier kannst du dich bewerben:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib nochmal kurz was dazu und dann schalten wir dich frei. Dein Thema findest du dann bei den Angehörigen und Coabhängigen.

    Wenn Natascha dein richtiger Name ist solltest du dir überlegen, ein Pseudonym zu wählen. Denn das ganze www kann ja mitlesen und du könntest erkannt werden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Minna,

    ich hab dich freigeschaltet und jetzt bist du hier in unserer Online-Selbsthilfegruppe im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Du kannst dich hier überall austauschen, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst diesen Bereich daran, dass die Namen der Mitglieder dort in roter Schrift erscheinen.

    Barthell hat dir schon vieles geschrieben, dem ich nur zustimmen kann. Und vieles von dem, was du schreibst, habe ich auch erlebt. Es ist gut, dass du dir Hilfe hier gesucht hast. Im Austausch mit anderen Mitbetroffenen, Coabhängigen, kannst du viel für dich selbst erfahren und erkennen.

    Und Wege für dich finden, mit deiner Situation umgehen zu können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Bergdohle,

    ich hab's mal geändert.

    Wenn du was zitieren möchtest musst du markieren, was im Zitat stehen soll. Dann erscheint " Zirat speichern/ Zitat einfügen". Du klickst " Zitat speichern" an und unten am rechten Rand siehst du ein blaues Kästchen " Ein Zitat". Wenn du da draufgehst öffnet sich ein neues Fenster mit dem Text, den du zitieren willst.

    Wenn es nur ein Zitat ist dann " alle Zitate einfügen". Hast du mehrere dann machst du an das gewünschte ein Häkchen und " markierte einfügen"..

    Ich hoffe, es ist verständlich, ich bin nicht so gut im Erklären.

    Ja, es war schwer mich zu trennen. Aber das, was ich alles erlebt hatte war noch viel schwerer...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Bergdohle,

    In solchen Momenten verachte ich mich selber und denke mir: Wie erbärmlich ich doch bin.

    Und oft fühle ich mich auch schlecht wegen meiner Gedanken.

    Ich kenne es ja ähnlich, aus meiner ersten Ehe. Aber inzwischen weiß ich, dass Verachtung für einen selbst das falsche Gefühl ist. Na klar, erstmal widerspricht es dem eigenen Wertegefühl. Verachtung ist ja schon eine heftige, starke Emotion. Und dass du, ich damals, sowas für uns selbst fühlen reißt uns nochmal tiefer in die Wertlosigkeit und Hilflosigkeit.

    In deiner Situation hast du Gefühle, die mal so und mal so sind. Das ist " normal" in Suchtbeziehungen. Oft wird es vom Abhängigen auch herausgefordert, da werden Versprechungen gemacht, die aufgrund der Abhängigkeitserkrankung nicht eingehalten werden können. Da werden dir deine Wahrnehmungen abgesprochen. All sowas.

    Irgendwann ist dein Leben an der Seite des Partners nur noch eine Art Verpflichtung, selbst wenn er früher fürsorglich war, immer da war, kann er es nicht mehr sein. Die Sucht verhindert das. Und dass die Sucht das verhindert kann nur der Abhängige selbst stoppen. Das ist ja das Ding. Da ist eine Erkrankung, die stillstehen kann wenn der Betroffene dafür sorgt und bereit ist.

    Das muss aus ihm selbst kommen, niemand kann ihn zwingen. Und dann ist es auch das gute Recht des Partners zu sagen, sooo möchte ich das nicht mehr. Es passt nicht mehr. Wir hatten zusammen gute Zeiten aber es hat sich geändert. Und es besteht erstmal keine Aussicht, dass es besser wird.

    Also ziehe ich als Coabhängige die Konsequenz daraus, mich zu lösen weil ich eine andere Vorstellung davon habe, wie mein Leben weitergeht. Und das ist mein gutes Recht. Er nimmt sich sein Recht auf seinen Rausch, mal so gesagt, ich nehme mir mein Recht, da rauszugehen. Denn das Zusammenleben ist keine Lebensfreude, keine Bereicherung, kein Nehmen und Geben mehr.

    Ich hab mich nach 26 Jahren getrennt. Das war schwer und es ging nicht innerhalb von 2 Wochen. Aber es war das Beste. Denn meine Gesundheit hatte schon ziemlich gelitten. Hab Mut, du darfst das auch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo wifey,

    Das ist es die Hoffnung das er sich endlich ändert.

    Ja, die gute alte Hoffnung, hat mich auch lange gefesselt.

    Aber - wozu sollte er was ändern? Er lebt doch im Paradies.

    Du finanzierst ihm seine Süchte, er hat ein warmes Zuhause und kann dich benutzen, wenn ihm danach ist. Wenn du nicht funktionierst, gibt es eins auf die Mütze, Gewalt, wohin ich sehe in dieser Beziehung.

    ER wird nix ändern, dann wäre er ja blöd.

    Heißt, nur DU kannst das. Ich weiß, das steht jetzt hier schon viele Male geschrieben. Ich schrieb es jetzt auch nochmal, vielleicht rüttelt es dich mehr und mehr auf und zeigt dir, dass du dieses Leben SO nicht verdient hast. Dass du mehr wert bist als das Nichts, was er dir gibt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo knubbelinchen, herzlich willkommen,

    ich hab auch immer wieder gedacht, dass ich übertreibe, zu empfindlich bin, zu pingelig. Was den Konsum meines Exmannes betraf. Der hat mir auch genau das immer wieder vorgeworfen. Ich würde übertreiben, so schlimm wäre es nicht, ich wäre blöd usw.

    Ich hab irgendwann meiner Wahrnehmung nicht mehr getraut.

    Wenn du am Austausch teilnehmen möchtest, bewerbe dich bitte hier:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur auf den Link zu klicken, kurz nochmal was dazu zu schreiben. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige, dort kannst du dich dann austauschen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo dreamless,

    ich hab dich für den Austausch freigeschaltet und du bist nun hier in unserer Online-Selbsthilfegruppe gelandet.

    Du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten vier Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst den Bereich daran, dass die Nicknamen alle in roter Schrift erscheinen.

    Ich wünsche dir nun einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Momo,

    ich verstehe, dass du erstmal erschrocken bist über das Nicht-Gefühl.

    Aber es ist was Gutes.

    Mein Therapeut hat mir mal gesagt : solange sie noch irgendein Gefühl für diesen Menschen ( ging da um meinen massiv übergriffigen ExSchwager) haben, ist da noch eine Verbindung. Wenn sie aber neutral sind, es keine Gefühle mehr auslöst, was mit dem ist, dann haben sie komplett losgelassen.

    Also super, das ist ein großer Schritt, den du gemacht hast.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tea-Time,

    Mir ist die Situation völlig klar. Aber was mache ich jetzt? Eure Meinungen?
    Warten bis zum „Schlüsselerlebnis“?

    Meinst du das Warten bis zu DEINEM Schlüsselerlebnis oder seinem?

    Reingucken kann niemand in diesen Mann. Aber ich habe selbst lange genug mit einem nassen Alkoholiker zusammengelebt und sehr oft ähnliche Ausflüche gehört. Der Alkohol war nie Schuld an etwas, es war IMMER was anderes. Sein Schlüsselerlebnis war als ich mich endlich trennen konnte. Da wurde er nüchtern aber wie ich heute weiß nicht trocken. Denn es folgte keine Veränderung und Achtsamkeit mit seiner Suchtkrankheit daraus. Irgendwann fing er wieder an und hat sich totgesoffen.

    Ich machte den Vorschlag, wenn er kein Problem mit dem Alkohol hat, dann könnte er ja bis Ende März auch ohne. Sagt er, könnte er, aber warum sollte er?Der Alkohol ist ja nicht das Problem.

    Und dierse Aussage von ihm, es wäre der Alkohol nicht das Problem, zeigt doch, dass er nicht mit dem Trinken aufhören will. Für IHN ist das doch kein Problem.

    Aber für DICH ist es das doch. Und darum kannst auch nur DU was verändern für dich. Oder es so lassen und abwarten, ob er irgendwann das Schlüsselerlebnis hat. Und das kann dauern...

    Ich hab auch immer gewartet, gehofft, geduldet usw. Ich würde das niemandem empfehlen, es auch so zu machen. Denn es hat mich kaputt gemacht, mir viele Jahre meines Lebens verdorben. In denen ich nicht wirklich frei war und auch nicht rundum glücklich. In denen ich Ängste hatte, inzwischen hat sich daraus eine Angststörung entwickelt. Und Depressionen. Ich stand ja lange Zeit permanent unter Stress.

    Meine Meinung dazu ist also, überlege dir, was du von deinem Leben noch erwartest. Alkoholismus führt unweigerlich bergab und nimmt die Angehörigen mit. Dein Vater war oder ist auch Alkoholiker, willst du das nun dein Leben lang immer wiederholen mit einem Abhängigen zusammen zu leben?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tea-Time,

    nein, mehr kannst du nicht machen. Was ändern, aufhören, trocken werden kann nur der Abhängige alleine. Wenn der tiefe Wunsch da ist, es zu tun. Nach der Äußerung deines Partners, er wäre kein Alkoholiker, er könne es alleine schaffen, scheint er keinen Willen dazu zu haben, was zu ändern.

    Ich hab solche Äußerungen von meinem ersten Mann immer und immer wieder gehört, immer und immer wieder hat er dann mal eine Trinkpause eingelegt, immer und immer wieder hat er dann weitergemacht. Bis ich verstanden hatte, dass ich ihn zu nix zwingen kann wenn er das nicht will. Ab da hab ich angefangen, für mich was zu ändern. Denn nur darauf hab ich Einfluss. Auf das, was ich möchte bzw nicht mehr möchte.

    Liebe Grüße Aurora