Liebe helianthus,
mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.
Es sind sehr viele Gefühle gerade, das gehört dazu und darf sein. Alle haben ihre Berechtigung. Trauer ist so.
Ich drück dich einfach mal, wenn du magst.
Liebe Grüße Aurora
Liebe helianthus,
mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.
Es sind sehr viele Gefühle gerade, das gehört dazu und darf sein. Alle haben ihre Berechtigung. Trauer ist so.
Ich drück dich einfach mal, wenn du magst.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Meike,
ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst sie daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.
Du bist nicht zu empfindlich. Es macht dir ja verschieden ungute Gefühle. Er hat kein Problem, alle trinken ja - wie gut ich diese Argumente kenne. Damit spielt er sein Trinkverhalten herunter und du bist verunsichert.
Lies dich ein bisschen hier ein, du wirst dich in vielen Threads wiederfinden. Es ähnelt sich immer wieder, dieses Zusammenspiel Alkoholiker/ Coabhängige.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Meike,
herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.
Dein Mann trinkt wieder, er war vielleicht nie richtig trocken sondern hat eine Trinkpause gemacht. Das ist mein Verdacht ob es wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht. Ich habe sowas aber auch mit meinem ersten Mann erlebt. Irgendwann ist der Druck, den die Sucht verursacht, so groß, dass das Trinken wieder losgeht.
Deine Angst kann ich gut verstehen und sie ist leider nicht unbegründet.
Um dich austauschen zu können klick auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Schreib kurz was dazu, dann wirst du freigeschaltet und dein Thema findest du im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.
Liebe Grüße Aurora
Guten Morgen Frieden, herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,
nach 27 Jahren Zusammenleben mit einem Abhängigen kann ich gut nachvollziehen, dass du nicht mehr kannst. Im Grunde genommen hast du wahrscheinlich schon viele Jahre lang oft über deinen Grenzen gelebt.
Ich war selbst 26 Jahre lang mit einem Alkoholiker verheiratet, wobei er anfänglich noch nicht abhängig war aber schon gerne und missbräuchlich getrunken hat.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Klicke den Link an, schreib kurz etwas, damit wir dich für den Austausch freischalten können. Du findest dein Thema dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Schmetterling,
Nun weiß ich allerdings auch nicht, ob ich „übertreibe“, denn so viel wie manch anderer trinkt er ja auch nicht.
Warum denkst du, dass du übertreibst? Die Situation und das Trinkverhalten deines Mannes triggern dich, lösen was in dir aus, tun dir nicht gut. Und genau DAS ist doch das Maß für dich. Es geht dir nicht gut damit. Punkt. Daran ist nichts übertrieben.
Ich weiß noch von meinem ersten Mann, da dachte ich auch, er würde doch nicht so viel trinken wie andere. Zumal er das auch mir gegenüber immer wieder lautstark betont hat. Und ich hab mich immer wieder gewundert warum er immer wieder gewissermaßen von einer Minute zur anderen dermaßen weggetreten war.
Ich hab das auf seine Medikamente gegen Epilepsie geschoben, er hatte ja eine Gehirnblutung gehabt. Und darauf, dass er eben dadurch noch immer gesundheitlich stark angeschlagen wäre, erschöpft wäre. Oh man, ich war so blö.... äh blind.
Es hat echt lange gedauert bis ich dahinter kam, dass er seine Verstecke hatte, seine Tricks zum heimlichen Trinken. Seine Zustände hatten nichts mit seiner Gesundheit an sich zu tun sondern damit, dass er fast besinnungslos besoffen war.
Ich frage mich heute noch, warum ich das nicht sehen konnte oder einfach verdrängt habe oder was auch immer.
Was ich eigentlich sagen will ist, vertrau auf dein Bauchgefühl, auf deine Wahrnehmungen, die sind richtig.
Liebe Grüße Aurora
Liebe iwona,
Mein Verstand sagt das ist gut , aber Mein Herz sagt was anderes.
Das ist doch ganz klar, das Herz braucht immer bisschen länger. Aber deine Enkelin ist bestimmt eine tolle Frau und du und deine Tochter ihr seid ja da, wenn sie Hilfe braucht.
Ich drück die Daumen, dass du die Nacht im Krankenhaus gut überstehst.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Elara,
das, was du über euer Gespräch schreibst, kenne ich auch von meinem ersten Mann. Nachdem ich mich getrennt hatte.
Er war das Opfer, es ging immer nur um ihn, um seine Bedürfnisse, all sowas. Wie es mir ging war ihm nicht so wichtig. Zu der Zeit war er nüchtern also bei ihm lag es nicht am Trinken. Er war einfach so. Und da ich nach der Trennung noch sehr oft Kontakt hatte, hab ich im Grunde genommen unter Dauerbeschallung seines Selbstmitleides gestanden.
Das war nicht gut für mich. Es hat ja trotz der Trennung und meiner immer größeren Gewissheit, dass ich nicht wieder mit ihm zusammenkommen wollte, was mit mir gemacht. Es hat sehr den Lösungsprozess verlängert. Mir auch Schuldgefühle und Mitleid gemacht.
Wirklich besser ging das erst als ich ihn immer seltener getroffen habe und dann nur noch im Zusammenhang mit unseren ( erwachsenen) Kindern.
Für ihn war das aber lange so dass er immernoch Hoffnung hatte, dass ich doch zurückkomme. Eben weil ich keine klare Grenze gezogen hatte.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Issi,
Heute 17.00 hat er sein erstes Gespräch, ca 6-8 Leute, Psychologe und Experte ( AA Ungarn). Habe etwas Angst, daß die Unterstützung hier wg nicht vorhandenem Geld evt weniger gut als in Deutschland ist🤔 Den Link hatte ich ihm ja ins KH geschickt und da hat et sich beschwert, warum ich ihm das sende.
Du hängst dich da voll in Dinge rein, die dich eigentlich nichts angehen. Du machst dir Gedanken um die Qualität der Selbsthilfegruppe, schickst ihm den Link... Das sind Dinge, die in SEINER Verantwortung liegen und es ist wichtig, dass er seine Verantwortung wieder übernimmt und selbst dafür sorgt, seine Abstinenz zu stabilisieren.
Habe die ganze Zeit Kontakt zu seiner Tochter (26) und er hat sich gestern auch bei ihr geoutet, habe ihm gesagt, es wäre gut, wenn er seine Familie informiert.
Auch solche Sachen wie das Outen ist ganz alleine seine Aufgabe und Verantwortung.
...ich werde ihn unterstützen ...
Wie sieht denn diese Unterstützung für dich aus?
Und ganz wichtig, was machst du für dich selbst?
Liebe Grüße Aurora
Hallo Issi,
die Sucht steht an erster Stelle, wenn sie nicht gestoppt ist. Und nach ihr kommt erstmal 'ne ganze Weile garnix. Das ist Fakt.
Steht auch drinnen, es muss mit weiteren Anfällen gerechnet werden. Er sagt, es kommt von einem Virus.
Aha, ein Virus. Mein Exmann hatte auch immer so merkwürdige angebliche Diagnosen auf Lager. Es lag nie am Alkohol...
Finale Antwort von ihm: er hätte jetzt gerne einen Herzinfarkt, dann wäre alles vorbei. Er geht seinen Weg.....
Auch DAS kenne ich. So Sprüche, super.
Und das nicht drüber weiter reden wollen kenne ich auch. Es ähnelt sich sehr oft, wie solche Gespräche ablaufen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Kati,
ich bin gerade auch erschrocken über deinen Fund. Das ist echt krass und ich denke, wer weiß, was er da vorhatte. Wie gut, dass du ihn nicht mehr in deine Wohnung gelassen hast.
Pass gut auf dich auf.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Issi,
ich drück dir die Daumen, dass es ein Gespräch auf Augenhöhe wird und Klarheit bringen kann.
Ich bin gespannt, was du berichten wirst.
Liebe Grüße Aurora
Hallo und willkommen Issi,
ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, du erkennst sie an den roten Nicks.
Wer alkoholabhängig ist und dann plötzlich und ohne ärztliche Begleitung keinen Alkohol trinkt, hat einen sogenannten kalten Entzug. Anscheinend war das bei deinem Freund der Fall. Ein kalter Entzug ist sehr gefährlich, es kann sein, dass außer starkes Schwitzen, Zittern, Kreislaufproblemen nichts weiter passiert. Aber es kann auch zu schlimmen Zuständen kommen und zum Tod führen.
Es ist also gut, dass er im Krankenhaus ist und medikamentös behandelt werden kann und unter ärztlicher Aufsicht ist.
Dass du zwischen den Stühlen bist kann ich mir vorstellen. Er ist dir ja einerseits eine große Hilfe, wie du schreibst. Aber Alkoholiker sind immer suchtgesteuert und das bedeutet, die Sucht kommt immer zuerst. Das ist ein sehr starker Drang konsumieren zu müssen. Und das macht Abhängige unberechenbar und mehr und mehr unzuverlässig.
Bin momentan noch "zwischen den Stühlen", obwohl ich ihm heute geschrieben habe, dass er in Zukunft gerne weiter trinken kann, aber ohne mich....
Solche Androhungen sind sehr mit Vorsicht zu genießen. Aus eigener Erfahrung. Ich habe meinem ersten Mann immer wieder mit Trennung gedroht, es aber nie umgesetzt. Er hat mich irgendwann ausgelacht und nicht mehr ernstgenommen. Und das kannst du hier auch bei anderen Angehörigen immer wieder lesen.
Deswegen ist es gut nur solche Ansagen zu machen, die du auch einhalten kannst. Alles andere macht dich irgendwann unglaubwürdig.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Coco,
Meine Freundin sagte vor zwei Jahren mal zu mir „ich denke ich muss jetzt einfach funktionieren sonst lastet am Ende alles auf mir und ich lasse mir durch den Alkohol meine Ehe nicht kaputt machen“.
Das war auch bei mir ein Aspekt, zum Beispiel, dass ich mich nicht eher getrennt hatte. Ich wollte nicht aufgeben. Das Groteske daran ist, dass der Alkohol trotzdem die Ehe kaputt gemacht hat, meinen Exmann ( er ist inzwischen an der Sucht verstorben) und mich auch. Denn ich bin aus der Ehe rausgegangen mit Erschöpfungszuständen, Depressionen und Angst.
Als ich ihr letztes Jahr, nachdem sie bei mir übernachtet hatten, sagte dass eine Dose Secco leer ist und einer meiner Schnapsflasche fast leer…da war sie sehr sauer auf mich.
Ja, kann ich verstehen. Es ist soooo beschämend. Mein Exmann hat sich, wenn wir bei meinen Eltern im Garten zu Besuch waren, heimlich an deren Vorräte bedient. Als meine Mutter mir das erzählt hat bin ich vor Scham fast versunken und hab versucht, dass durch irgendwelches Gerede FÜR MICH erträglich zu machen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Cocotac,
das Gefühlsleben einer Angehörigen ist schwer zu verstehen. Wenn du von außen draufguckst scheint doch alles ganz logisch. Genauso wenig wie ich als Nichtsüchtige nicht verstehen kann, was Suchtdruck bedeutet und das Saufen wider aller Vernunft, genausowenig kann jemand, der nicht coabhängig war, die Gründe, Gefühle, Zwänge des Mitbetroffenen verstehen.
Ich war selbst sehr lange mitbetroffen und coabhängig. Was da in mir vorging ist sehr schwer zu beschreiben.
Zum einen war ich nach dem " alten" Frauenbild sozialisiert. Also " man hält zusammen, die Frau hält alles zusammen, stellt sich selbst immer hinten an". Das wird verstärkt durch das Gefühl, eine Normalität erhalten zu wollen. Zu versuchen, einen normalen Alltag zu erhalten. Nicht aufzugeben.
Den Schaden zu begrenzen. Scham ist ein große Faktor, warum mir das passiert ist. Das Selbstwertgefühl war bei mir gering und ich fühlte mich immer abgewerteter, wertloser. Ich hatte Angst vor Veränderungen. Die Schuld, die er mir einredete nahm ich an. Hilflosigkeit. Ich kann ihn doch nicht im Stich lassen. Was soll er ohne mich machen, er hat doch niemanden.
Das sind nur ein paar wenige der Dinge, die mich bewegt und gelähmt haben. Ich kann diese ganzen Gefühle nicht in Worte fassen.
Ich habe eine sehr gute Freundin. Als sie damals zu mir gesagt hatte ob ich mal an Trennung gedacht hätte, war ich sehr böse. SIE hatte es doch gut, einen tollen Mann und alles tutti. SIE hatte nicht die Ängste, Zwänge, all das, was in mir vorging.
SIE konnte gut reden und mir " tolle Tipps" geben, SIE hatte ja keine Not. SIE konnte doch nicht über MEIN Leben bestimmen.
Heute bin ich ihr sehr dankbar für die Gespräche, in denen sie immer mal wieder ernst mit mir geredet hatte. Es hat gedauert, bis ich das annehmen konnte, was sie mir gesagt hatte.
Ich hoffe, dass deine Freundin auch an diesen Punkt kommen kann.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Nebelglas,
dieser Freund verhält sich so, wie es sehr, sehr viele nasse Alkoholiker machen.
Opferrolle, Schuldumkehr, Versprechungen, Druck... Du siehst es klarer als dein Mann, er lässt sich da noch beeinflussen, hat Hoffnung, möchte es glauben, kann diese Freundschaft - noch - nicht aufgeben. Dieses Verhalten von Angehörigen, Freunden etc mit Abhängigen passiert immer wieder, es ist eine typische Reaktion.
Und hält die Mitbetroffenen im Suchtstrudel fest.
Und ich selbst damals und eigentlich so gut wie alle, die im Suchtstrudel mit drinnenstecken oder gesteckt haben, verhalten sich so bis sie selbst merken, dass es nichts bewirkt, nichts nutzt sondern dass sie damit nur sich selbst verletzen.
Er ist der beste Freund meines Mannes, deshalb habe ich mich viel zurück gehalten. Mein Mann möchte ihm gerne noch eine Chance geben.
Ich versteh schon, dass du da nicht mehr auf den Putz hauen wolltest weil du keinen Konflikt mit deinem Mann möchtest weil du verstehst, dass es ja sein bester Freund ist. Also spekuliere ich jetzt mal einfach. Aber mal ehrlich, aus eigener Erfahrung bringt Verständnis in solchen Fällen nichts. Es geht um einen der schönsten Tage deines/eures Lebens... Und die Wahrscheinlichkeit, dass der Freund das ruiniert ist sehr, sehr, sehr hoch.
Es geht ja auch um dich. Vielleicht kannst du in einem Gespräch mit deinem Mann deine Wut erklären, deine Vorstellungen und dass du das nicht möchtest. Klare, deutliche Worte ohne Anklage, überlege gut ob so ein Gespräch mit deinem Mann nicht eine Option sein kann.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Nebelglas,
hast du denn inzwischen eine Lösung gefunden und mit dem Trauzeugen reden können?
Mein zweiter Mann, trockener Alkoholiker seit demnächst 20 Jahren, und ich haben auch eine " Dry Hochzeit" gefeiert. Wir haben das auch mit dem Veranstalter besprochen, dass natürlich das Essen alkfrei ist und die Getränkeauswahl sich auf Alkoholfreies beschränkt.
Das hat gut geklappt und die Gäste haben sich daran gehalten. Sogar der Mann meiner langjährigen Freundin, der saß nämlich plötzlich da, schweißgebadet, zitternd ... voll auf Entzug. Er hatte das wohl selbst anders eingeschätzt. Meine Freundin und er sind dann nach Hause gegangen weil es nicht anders ging. Er ist tatsächlich dann einige Zeit später zur Entgiftung gegangen und seither trocken.
Ich finde es sehr respektlos, was da bei eurer Feier passiert ist. Ich glaube, ich hätte den Kontakt abgebrochen. Denn da ist eine Grenze überschritten worden, da wurdest du, wurdet ihr nicht ernst genommen. Unter echten Freunden geht sowas garnicht.
Wie geht es dir also inzwischen?
Liebe Grüße Aurora
Hallo JEB,
du kannst dich in der Apotheke oder in einem Reformhaus informieren. Es gibt auch pflanzliche Alternativen bei Hormonschwankungen. Ich möchte hier bloß nichts posten, besser ist es, sich direkt mal beraten zu lassen.
Wichtig ist bloß darauf zu achten, dass viele pflanzliche Präparate in Alkohol gelöst werden. Das ist klar, dass das nicht geht, da hilft es offen zu kommunizieren, dass du Alkoholikerin bist. Es gibt aber Alternativen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo,
soooo, die Hochzeit ist nun auch schon vorbei, die Zeit rast. Es war eine sehr schöne ruhige Feier.
Sohn hat im gleichen Standesamt geheiratet wie meine Tochter damals und dann 2011 Dante und ich. Und es kamen so viele Erinnerungen hoch und ich hab schrecklich geweint. Um vergangene Zeiten in denen ich langsam wieder glücklich wurde. Weil ich endlich aus dieser Ehe ausgestiegen war.
Ich hab um meine Tochter geweint, die nicht dabei sein konnte bei der Hochzeit ihres Bruders. Weil sie viel zu jung gestorben war. Sie war damals so glücklich gewesen, so strahlend und voller Zuversicht. Und die Ehe war so glücklich...
Ich habe an mein Glück zu meiner zweiten Hochzeit gedacht. Wie glücklich ich da war, wie wunderbar dieser Mann ist, wie anders, wie erfüllend diese Beziehung ist. Und die Enkelin war geboren, es war alles perfekt.
Es kam dann ganz vieles anders als gedacht. Sehr viel schlimme Dinge. Aber mit meinem Mann an meiner Seite konnte ich das meistern. Wir sind gemeinsam da durchgegangen. Das konnte so gehen weil er trocken ist, mit meinem ersten Mann wäre das nicht möglich gewesen.
Ich hab da getrauert um Träume und Wünsche, Lebensvorstellungen, die sich nicht erfüllt haben. Aber dann konnte ich mich freuen, über das Glück meines Sohnes, über das, was ich habe, über das Glück mit meinem Mann, über die schöne Feier und die Menschen, die mit dabei waren.
Ich hab es hier schon oft geschrieben, mich zu lösen aus der ersten Ehe, mich selbst wieder wahrzunehmen und wichtig zu nehmen und mich von dieser selbstauferlegten Verantwortung, die ich meinte für meinen ersten Mann zu haben, befreit zu haben, das war das beste, was ich hatte für mich tun können.
Aurora
Hallo lenvan,
ich hab die letzten 3 Beiträge aus dem " Fragen an Alkoholiker" Thread in dein eigenes Thema verschoben. Es gehört in deinen eigenen Austausch.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Lizzy,
alles, was du dir wünschst in einer Beziehung, alles, was du da beschrieben hast, wirst du mit einem abhängig trinkenden Mann nicht haben können. Einfach weil er von seiner Sucht dazu gezwungen wird, sie zu befriedigten.
Wie ich es ändern soll weiß ich noch nicht so recht. Bin eigentlich völlig planlos.
Darum ist es gut, dass du dir Hilfe suchst, hier gelandet bist. Hier sind wir viele, die entweder wie ich aus der Coabhängigkeit rausgehen konnten, die gerade, so wie du, die ersten Schritte machen und Wege suchen, die, die schon gut unterwegs sind.
Du wirst verstanden weil es immer wieder ähnlich abläuft. Du weißt noch nicht so recht, wie oder was du verändern kannst. Zuerst mal ist klar, dass Veränderungen nur für dich passieren können. Denn wenn dein Mann nichts verändern möchte, kannst du nichts machen. Du läufst, merkst es ja, immer gegen eine Mauer.
Das kostet sehr viel Energie die du für umsonst reingibst.
Und ja, wie kann jetzt ein Anfang zur Veränderung aussehen?
Bei mir war es so, dass ich zu einer Suchtberatungsstelle gegangen bin. Da wurde mir zumindest zugehört, das war gut. Ich hab mich mehr und mehr informiert, was Sucht bedeutet.
Ich hab an einem AA Meeting teilgenommen, da hab ich aber festgestellt, dass war nix für mich. Ich war bei einem Anwalt um mich, im Fall einer Trennung, über meine Rechte und Pflichten zu informieren. Ich hab angefangen, alleine irgendwo hinzugehen, ihn nicht mehr rundum zu versorgen.
Ich bin auf dieses Forum gestoßen und habe hier viel Unterstützung und Verständnis bekommen.
Vielleicht kannst du dir aus diesem Weg Denkanstöße mitnehmen, wie es für dich gehen könnte. Überlegungen, wie du dir dein weiteres Leben vorstellst, wie du leben möchtest.
Liebe Grüße Aurora