Hallo Feuersalamander,
Alles hat an Bedeutung verloren, es dreht sich alles nur um seine Krankheit....
Genau DAS ist es, was alle Menschen um ihn rum kaputt macht. Die Sucht, seine Sucht hat Einfluss auf alles. Nicht nur er wird davon zerstört sondern auch seine Angehörigen.
Und da stellt sich die Frage, gibt es eine Grenze die ich als Angehörige ziehen möchte, ziehen kann, ziehen muss. Stelle ich mir so mein Leben vor. Was macht das mit meinen Kindern?
Ich lese aus deinen Beiträgen die große Überlastung, die Angst, die Wut die in dir ist. Über allem steht nur seine Sucht, die dich so belastet, dass du vom Leben an sich nichts mehr siehst. Wo ist Leichtigkeit? Lachen, Lebensfreude? Was oder wo ist eigentlich in der ganzen Situation DEINE Vorstellung von Lebensqualität?
Was bedeutet das für dich? Und was wünschst du dir für deine Kinder, die diese Schwere ja auch mitleben. Und das tun sie. Ich habe genug erfahren von EKAs, hier in unserer Selbsthilfegruppe, in meinem familiären Umfeld kann ich sehen, wie sie selbst als Erwachsene noch davon beeinträchtigt sind.
Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.
Das ist die Frage und das ist die Stelle, an der du ansetzen kannst. Wie lange hältst du das noch aus. Und: musst du das aushalten? Wer zwingt dich dazu?
Ich wär so gerne wieder sorgloser, gelassener und einfach ich selbst. Das Leben genießen und mich über Kleidung aufregen, wie früher. Alles hat an Bedeutung verloren, (...)
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du mit ihm als nassen Alkoholiker an deiner Seite das nicht erreichen kannst.
Dieses Wort " Trennung", schon dieser Gedanke daran, das hat bei mir viel ausgelöst. Das löst viel aus. Veränderung macht auch Angst. Aber für mich war der Schritt die logische Konsequenz für: ich will leben, glücklich sein.
Liebe Grüße Aurora