Boah Momo,
ich glaube, diese Freundin wäre jetzt meine Exfreundin.
Liebe Grüße Aurora
Boah Momo,
ich glaube, diese Freundin wäre jetzt meine Exfreundin.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Midnightsun,
du entschuldigst und entschuldigst ihn... das ist typisch Co. " Er kann doch nichts dafür, er ist ein Opfer der Umstände" etc. Er ist aber erwachsen und für sein Verhalten verantwortlich.
Klar, die Sucht übernimmt da mehr und mehr Körper, Geist und Seele in Beschlag. Aber es gibt viele Hilfsangebote. Er muss sie nur annehmen. Solange er das nicht will oder kann ist ihm nicht zu helfen. Und dafür kann niemand was.
Weder das Umfeld noch die Umstände.
Liebe Grüße Aurora
Hallo SouthAfrica,
mein erster Mann hat zwar keine Entzugsreha gemacht aber er war ca 14 Tage im Krankenhaus. Zur Entgiftung.
In dieser Zeit fand ich es für mich beruhigend, dass er weg war und ich viel stressfreien leben konnte. Ich habe die Zeit genutzt um zu mir zu kommen.
Da ich allerdings sowieso in Trennung zu meinem Ex war, fiel mir das nicht schwer, dass er nicht da war. Im Gegenteil.
Du wolltest die Zeit für dich nutzen, hattest du anfänglich geschrieben. Ich finde das eine gute Idee.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Jump,
Ich hab mal vor kurzem eine Freundin gefragt warum um Himmels Willen eigentlich noch NIE jemand aus dem Freundeskreis zu mir gesagt hat: verlass' ihn, du musst da raus! Sie hat lange überlegt und meinte schließlich: weil er so nett ist.
Wie krass ist DAS denn.
Aber ich habe damals, immer wenn ich das Wort " Trennung" oder Ähnliches erwähnt hatte, gehört:
Dann geht er ganz unter
Das verkraftet er nie
Du musst besser auf ihn aufpassen
Damit wurde meine Zeit, die für MICH echt furchtbar war, noch verlängert. Das gab massig Schuldgefühle und Verantwortung bei mir. Toll ![]()
Liebe Grüße Aurora
Ich denke der Frauentag sollte uns Menschen verdeutlichen, welche Rollen Frauen noch immer in unserer Gesellschaft spielen.
Welche Prägungen und Werte wir noch immer aufgedrückt bekommen.
Ich denke zum Beispiel nur an die Frauen, die hier als Coabhängige aufschlagen. Und ja, es sind überwiegend Frauen, die Männer sind an 1 Hand abzuzählen. Wie oft nehmen Frauen noch immer nicht wahr, was in toxischen Beziehungen passiert. Welche psychische Gewalt da ausgeübt wird, körperliche Gewalt.
Wie oft sie noch immer auch finanziell abhängig sind weil sie für ihre Kinder da sein wollen, beruflich zurückstecken. Mütter, die Karriere machen wollen, werden noch immer misstrauisch beäugt. Frauen verdienen immernoch oft weniger für die gleiche Arbeit wie ein Mann.
Wie oft sie sexueller Gewalt ausgesetzt waren und sind, im Berufsleben, Privatleben, überall. Ich weiß das alles aus eigener Erfahrung.
Ich finde, daran sollte uns der Frauentag erinnern. Aber nicht nur 1 Mal im Jahr...
Aurora
Wow, welche tolle Nachrichten am frühen Morgen
.
Ich freue mich sehr, dass ihr das Team verstärkt, Alex auf dem Weg und Sue.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Jump!
dass es einen sekundären Krankheitsgewinn gibt bzw etwas, was dem entspricht, glaube ich hundert pro.
Ich kann es jedenfalls auch von mir selbst behaupten. Das ging so lange, bis das Schlimme immer schlimmer wurde und der Gewinn immer weniger bis null. Da konnte ich Nägel mit Köpfen machen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo wardasalles,
mein erster Mann hat mich anfänglich auch nicht für voll genommen. Ich hatte zu oft leere Drohungen ausgesprochen. Als er merkte dass es diesmal ernst ist, war er baff.
In die Zukunft schauen kann niemand. Das macht schon auch Angst, das gehört dazu. Aber du kannst dir Dinge wünschen, die du dann haben möchtest, dir Ziele setzen. Und Tag für Tag so nehmen, wie er kommt. Kleine Dinge weiter verändern. Wenn du merkst, wie gut sich das anfühlt, wirst du dich freuen und stolz auf dich sein. Das ist dann das " Nebenprodukt".
Trauer gehört dazu, ganz klar.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Liesel,
das mit dem Mutter- Tochter- Urlaub finde ich eine super Idee.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Happy,
Ich kann echt heulen, aus dummen selbstmitleid
Okay, eine Runde heulen muss sein aber dann hilft nur Handeln. Es nutzt alles nix, tun muss man tun.
Lieber Gruß Aurora
Hallo und willkommen Happy,
Scham, Schuld, kein Selbstwert, das sind alles Gefühle, die dir die Sucht macht.
Um das zu ändern ist es wichtig, konsequent Schritte zu machen. Der Kalte Entzug ist noch im Gange aber trotzdem kannst du zu deinem Arzt gehen. Dich durchchecken lassen und mit ihm reden, ehrlich sein.
Du kannst zu einer Suchtberatungsstelle gehen und überlegen, ob du eine Entwöhnungstherapie machen möchtest. Eine Selbsthilfegruppe hast du ja hier gefunden, eventuell auch vor Ort bei den AA.
Der Anfang ist gemacht.
Liebe Grüße Aurora
Hallo und willkommen Kopffuessler,
vielleicht hat deine Ärztin nicht viel Wissen über Alkoholsucht. Leider kommt das immer wieder vor.
Du hast abrupt mit dem Trinken aufgehört und einen Kalten Entzug gemacht. Zum Glück hast du das heil überstanden. Ein Kalter Entzug ist immer ein sehr großes Risiko und kann lebensgefährlich sein.
Vor Ort kannst du Hilfe bei Suchtberatungsstellen bekommen. Bei Google findest du Adressen in deiner Nähe.
Du schreibst, dass du ein Alkoholproblem hast. Was meinst du damit? Bist du Alkoholiker? Möchtest du dein Leben ohne Alkohol weiterführen?
Liebe Grüße Aurora
Hallo Skywalker,
willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Du hast mit deinem Gespräch wohl mitten in's Schlimme getroffen. Ich kenne solche Reaktionen auch von meinem ersten Mann, der Alkoholiker war. Da wird bestritten, verharmlost, du wirst als verrückt oder auch als schuldig erklärt.
Wahrscheinlich weiß sie inzwischen selbst, dass sie ihren Alkoholkonsum nicht mehr wirklich im Griff hat.
Es ist gut, dass du hier den Austausch suchst.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Alexa,
Angst gehört in solchen Lebenslagen dazu, leider. Wichtig ist dann, dass du dich trotzdem nicht von ihr abhalten lässt zu handeln. Versuche einfach, jeden Tag zu leben und zu nehmen und zu tun, was möglich ist. Es nutzt nichts, an übermorgen zu denken, wer weiß schon, was da kommt, reagieren kannst du dann, wenn du die Situation vor Augen hast.
Ich hatte auch sehr viel Angst damals. Ich hab sie ausgehalten, hier im Forum geschrieben und gemacht, was nötig war. Das schaffst du auch. Ich drück dir die Daumen, jetzt ist es 12:13 h, bin gespannt, was du berichtest.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Alki_mz,
zuerst mal herzlich willkommen und super, dass du dich für einen qualifizierten Entzug und ein trockenes Leben entschieden hast. Ich habe selbst keine eigenen Erfahrungen, da ich Angehörige bin und nicht Alkoholikerin.
Dass du Angst hast vor allem kann ich verstehen, Angst vor etwas Unbekanntem zu haben ist ja normal. Es werden dir sicher noch einige Alkoholiker was dazu schreiben, du kannst ja aber auch schon in den Threads ein wenig lesen oder in den Artikeln, die von uns Mitgliedern zusammengestellt wurden. Hier findest du haufenweise Erfahrungen.
Alles Gute für dich.
Liebe Grüße Aurora
Hallo,
jetzt ist es bald 17 Jahre her, dass ich mich auf den Weg gemacht habe. Endlich aus meiner Starre rauskonnte. Meene Jüte, wo ist die Zeit geblieben
.
In diesen Jahren seit der Trennung damals habe ich mich viel mit meiner Coabhängigkeit beschäftigt und konnte ganz viel für mich reflektieren und neu ordnen. Es war gut, dass ich aus dieser ersten Ehe aussteigen konnte, im Grunde genommen war es ja sehr viele Jahre nicht die Erfüllung gewesen. Zum einen wegen der Trinkerei meines ersten Mannes, zum anderen wegen seiner Übergriffigkeit und der seiner Familie.
Ich habe hier sehr viel für mich mitnehmen können. Das Forum war meine Rettung, gewissermaßen, weil ich hier endlich Verständnis gefunden habe, Unterstützung und Wertschätzung. Ich bin ernstgenommen worden, etwas, was ich aus meiner Ehe nicht mehr kannte.
Ich habe hier Freunde gefunden und sogar meinen zweiten Mann, der Alkoholiker ist, seit 2006 ist er trocken. Und gestern ist was Komisches passiert...
Wir waren essen, bei unserem Lieblingsinder. Ich war auf dem Klo, Dante hatte inzwischen für uns bestellt und ging anschließend auf die Toilette. Die Bedienung kam, stellte meinen Ingwer-Minze- Tee hin und für ihn ein Bier...
Echt, ich meinte, mein Mann hätte das mit Sicherheit nicht bestellt, sie meinte aber, doch, hat er. Ich saß am Tisch wie vom Donner gerührt, das hat mich so getriggert. Ich weiß doch, er trinkt nicht aber doch vertraute ich meinem Wissen nicht. Ich war wie in alten Zeiten, starrte das Bier an und war unglücklich und verwirrt. Und erstarrt.
Dante kam dann zurück, sah das Glas stehen und setzte sich garnicht erst hin. Sondern ließ das Glas sofort wegbringen und das richtige, bestellte Getränk bringen.
Ich bin wieder sehr erschrocken gewesen, wie schnell ich in solchen Situationen wieder diese alten Gefühle von Fassungslosigkeit, Wut und Trauer hatte. Das scheint so tief eingegraben zu sein. Ich lebe schon so lange mit meinem Mann abstinent und zufrieden und trotzdem wirft mich sowas noch immer aus der Bahn. Zwar nur ganz kurz aber immerhin.
Diese Trigger, die chronische Depression, die ich habe, chronische Erschöpfung und eine Angststörung sind meine Überbleibsel aus meiner ersten Ehe. Natürlich wurde das durch den Tod meiner Tochter und meines Enkels nochmal schlimmer. Ich war schon während der ersten Ehe mehr und mehr erschöpft aber ich bin trotzdem ständig über meine Grenzen gegangen. Habe sozusagen gegen mich selbst gearbeitet.
Ich bin froh, dass ich nicht mehr in solchem Suchtsystem stecke. Wer weiß, wo ich jetzt dann wäre...
Aurora
Hallo wardasalles,
Angst hab ich trotzdem ... 😬
Das ist doch garnicht schlimm sondern ganz normal, Angst zu haben. Fast alle Menschen haben Angst vor Veränderungen. Wichtig ist doch, dass du nicht starr bist vor Angst sondern dich trotzdem informierst. Denn Informationen lassen die Angst weniger werden. Du bist trotzdem handlungsfähig. Das ist super
.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Liesel,
deine Situation jetzt mit ihm, er trinkt ja gerade nicht, ist im Grunde genommen ähnlich, wie du es ja möchtest. Er ist nüchtern und es beginnt eventuell sich " normal" anzuführen. Szenen, in denen er volltrunken ist, es darum Streit gibt etc gibt es gerade nicht.
Das gaukelt dir schon was vor, denke ich.
Jedenfalls war das meine Erfahrung mit meinem ersten Mann. Nach bzw während der Trennung von ihm ließ er sich entgiften und trank nicht. Das hat mich sehr verunsichert. War ich doch zu voreilig gewesen? Konnten wieder gute Zeiten kommen? War alles wieder so wie früher?
Ich blieb trotzdem in meiner eigenen Wohnung aber da wir " umme Ecke" wohnten, waren wir sehr oft zusammen. Und er schien sich zu bemühen, erledigte bestimmte Dinge für mich um mich zu entlasten, lud mich zum Essen ein, machte mir Geschenke... Aber nach einer gewissen Zeit wurde mir mehr und mehr klar, dass er sich nicht verändert hatte.
Er war nüchtern aber noch genauso fies und übergriffig wie als Betrunkener. Und es war zuviel passiert. Es war Gewohnheit, dass wir so viel zusammen hockten, keine Liebe. Also nicht von meiner Seite. Ich war noch immer in meiner Coabhängigkeit, zwar nicht mehr so total aber losgelöst war ich noch nicht.
Hab Mut, da hinzuschauen, dein Misstrauen ihm gegenüber ist doch berechtigt und beruht auf ganz vielen Erfahrungen, die du mit ihm gemacht hast.
Es ist mir peinlich, aber an manchen Tagen fühle ich mich total verunsichert.
Das ist doch normal, dass du verunsichert bist. Das ging mir haargenau auch so. Aber du weißt doch auch, was alles passiert ist und wie es deiner Tochter damit geht. Halte das Gefühl der Verunsicherung aus und vertraue darauf, dass du es schaffst, neue Wege zu gehen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Marte,
Leider aufgrund dieser Sucht hat sich selbstverständlich eine familiäre Dynamik entwickelt und wir alle gehören dazu. Mein Verhalten und auch das Verhalten unserer Töchter verändert sich natürlich, sobald er nach Hause kommt
Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Denn tatsächlich werden alle davon beeinflusst. Du merkst das ja, wie sich eure Stimmung verändert, wenn ER nach Hause kommt.
Es ist ganz häufig so, dass der Alkoholabhängige ruhig im Mittelpunkt sitzt und trinkt während alle anderen um ihn herumstrudeln.
Du bist dabei, aus diesem Strudel auszubrechen, auch wenn du das WIE noch nicht genau sehen kannst. Aber du hast dein Umfeld informiert, die Kinder wissen Bescheid und du suchst dir hier den Austausch mit Gleichgesinnten. Du gibst ihm seine Eigenverantwortung zurück und machst nichts mehr für ihn. Das ist ein super Anfang.
Denke doch einfach mal ein bisschen in die Zukunft. Wie stellst du dir dein Leben weiterhin vor, wo siehst du dich in einem Jahr, in 5 Jahren. Das hat mir gut geholfen, Denkanstöße zu finden. Denn da wurde mir klar, dass ich nach 26 gemeinsamen Jahren einfach ausgelaugt war. Und das nicht mehr wollte.
Ich wollte noch was vom Leben haben.
Daraus haben sich meine nächsten Überlegungen und Schritte ergeben.
Liebe Grüße Aurora
Hallo und willkommen Marte,
dein Mann trinkt, siehst du dich als coabhängig? Weißt du, was das bedeutet, also wie du sowas an dir erkennen kannst?
Ich habe damals, ca 1 Jahr, bevor ich mich von meinem ersten Mann trennen konnte, davon gehört. Vorher wusste ich nicht, dass es sowas gibt und ich war erstaunt, wie sehr mein Verhalten coabhängig war. Und wie stark mein Leben dadurch und durch die Abhängigkeit meines ersten Mannes Beeinträchtigt wurde.
Das hier ist eine Selbsthilfegruppe, hier kannst du dich mit anderen Coabhängigen austauschen. Es sind hier auch schon Freundschaften entstanden aber der Austausch, wie man Wege aus der Coabhängigkeit finden kann, steht im Mittelpunkt.
Liebe Grüße Aurora