Beiträge von Aurora

    Hallo Snowman,

    dein Beitrag erinnert mich sehr an das Leben mit meinem ersten Mann.

    Die letzten, ganz schlimmen Jahre mit ihm hat er nicht mal vor den Beständen anderer Leute Halt gemacht. Zum Beispiel als er bei seinem Bruder und Schwägerin zum Blumengießen während deren Urlaubs war. Oder bei meinen Eltern, wenn wir bei denen im Garten waren.

    Sei mutig, melde dich für den Austausch hier an, du bekommst den Link, wenn du es hier schreibst, dass du es möchtest.

    Oder gehe in eine Gruppe vor Ort.

    Hier wie dort sind Menschen die wissen, wie es dir geht, was das alles mit dir macht. Und es sind Menschen, die haben Wege da herausgefunden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Elraine,

    es ist bestimmt nicht sinnlos hier zu schreiben, in solchen Momenten. Im Gegenteil!

    Es ist super, dass du gerade jetzt für dich sorgst indem du deine Gedanken und diffusen Gefühle schreibst.

    Kasspatzen kenne ich nur aus Urlauben, ich bin ja Berlinerin, da gibt es sowas nicht.

    Wenn du magst, schreib doch das Rezept mal in deinem Fädchen auf. Ich hab Lust, sowas malo nachzukochen und meine Enkelin, die ja bei uns lebt, liebt neue Rezepte.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Berni,

    du schreibst:

    Ich bin so froh, dass wir keine Kinder haben. Manchmal denke ich aber auch, hätten wir eins gehabt, so wäre ich natürlich schon längst weg, denn ein Kind wird sicher immer dem Partner zugesprochen, der keine Sucht hat. Und ich wäre als Co nicht so lange wie jetzt, schon ca. 20J., im Strudel der Abhängigen.

    Oha, das ist eine angeblich sehr gute Entschuldigung dafür, dass du nicht gehen konntest.

    Fraglich ist, ob es dann nicht so gewesen wäre wie bei vielen Cos mit Kindern. Nämlich, " ich kann doch meinen Kindern den Vater/ die Mutter nicht wegnehmen".

    Wie dem auch sein, du bist aus irgendwelchen Gründen da geblieben ( ich damals ja auch, so ist es nicht).

    Du hättest jederzeit gehen können, ohne Kinder ist das im Grunde genommen einfacher, da muss nicht auch noch wegen Sorgerecht, Unterhalt etc gestritten werden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lotta,

    einer 8jährigen kannst du kindgerecht gut erklären, was da passiert.

    Dass ihr Papa vom zu vielen Trinken von Alkohol krank geworden ist, dass niemand, vor allem sie nichts dafür kann.

    Finde Worte, die zu dir passen und zu deiner Tochter.

    Vielleicht wird sie anfangen zu fragen oder zu erzählen. Sei einfach ehrlich und vor allem, beschönige nichts.

    Es gibt auch Kinderbücher über dieses Thema.

    Ich finde dieses Thema übrigens sehr wichtig und es hat sehr viel hier zu suchen!

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Berni,

    ich schließe mich meinen Vorschreiber*innen an, was die Hochzeit betrifft.

    Ich habe irgendwann auch angefangen, zu Treffen oder Feiern ohne meinen Exmann zu gehen. Es war mir einfach einerseits zu peinlich, wenn er dort besoffen vom Stuhl fiel oder so, zum anderen war er meistens schon ziemlich gut abgefüllt, bevor wir überhaupt losgegangen sind. Und ich habe dann auch alle Gedanken an ihn zuhause unterdrückt und meinen Spaß gehabt, vor allem eben auch Ablenkung .

    Aktuell habe ich jedoch massive Angst, wenn ich von der Arbeit komme. Wo ist sie, wo liegt sie besoffen rum, ist sie wieder gestürzt und kann keine Hilfe holen etc.

    Das hatte ich irgendwann dann auch. Leider. Das war eine enorme Belastung, zumal mein Exmann auch oft drohte, sich zu erhängen oder so.

    An diesem Punkt wurde mir immer bewusster, dass ich was tun muss, eine Trennung immer wahrscheinlicher für mich wurde. Denn es war kaum auszuhalten. Zum einen diese Angst, das schlimme Herzklopfen usw, dann der Anblick und dann sofort diese Wut. Ihn wieder so zu sehen.


    Sie soll aus ‚Ich darf nicht trinken‘, ‚Ich möchte nicht mehr trinken‘ machen, mit einer Langzeittherapie für das Suchtgedächtnis. Denn das Leben ist so schön, auch ohne Alkohol.

    Na ja... deine Frau ist erwachsen. Und ein "sie soll" ist da einfach nicht angebracht. Es ist DEIN intensiver Wunsch weil du hoffst, dass sie dann wieder "normal" ist. SIE sieht das ganz anders...

    Aber mit Zwang haben die allermeisten oder vielleicht sogar alle Coabhängigen nichts erreicht. Solange der Abhängige nicht aus eigenem, tiefen Wunsch trocken werden will, solange kannst du machen, was du willst. Das ist schlicht und ergreifend Fakt. Du hast keine Wahl, entweder du akzeptierst das oder du gehst mit daran zugrunde, dass du deine Energie für eine Sache verschleuderst, über die du keine Kontrolle hast.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo und herzlich willkommen, Berni,

    da hast du ja schon eine beachtliche " Karriere" als Coabhängiger hinter dir.

    Sie ist eigentlich ein ganz lieber und beliebter Mensch, wenn nur dieser Alkohol nicht wäre.

    Das lese ich hier immer wieder und habe selbst mal über meinen ersten Mann so gedacht. Es spricht ihr keiner ab, dass sie hinter all dieser Sucht ein lieber Mensch ist. Aber wann ist sie denn mal ohne Alkohol?

    Gespräche, Entgiftungen, schlimme Verletzungen, Arbeitsunfähigkeit, SHG-Besuche und deine Sorgen und Nöte mit allem, haben nichts an ihrem Zustand geändert. Denn Fakt ist ja, solange sie nicht selbst aus vollem Herzen was ändern will, wird sich da nichts tun. Da kannst du Gift drauf nehmen.

    Und ehrlich, warum sollte sie was ändern? Anscheinend lebt ihr recht gut situiert, sie selbst muss nicht mehr zur Arbeit und kann ihre Sucht voll ausleben. Du sorgst dich, sorgst für sie, also hat sie keinen Grund.

    Ich gebe dir mal den Link für den Austausch in unserer Online-Selbsthilfegruppe :

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du braucht ihn nur anzuklicken und kurz nochmal was zu schreiben. Dein Thema ist dann im Bereich für

    Angehörige und Coabhängige.

    Dort kannst du Hilfe zur Selbsthilfe finden, denn helfen in dem Sinne kannst du ja nur dir selbst.

    Du kannst hier Erfahrungen sammeln im Austausch und Wege für dich finden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frau,

    deine Gefühle momentan gehören irgendwie erstmal dazu. Eine Trennung tut weh, egal warum es dazu kam.

    Diese Gefühle ihn im Stich zu lassen, sich schuldig zu fühlen, die hatte ich auch. Das ist ja ein Teil, der zur Coabhängigkeit dazugehört und die geht ja mal eben nicht sofort weg.

    Das ist ein Prozess, den du aussitzen musst, anders funktioniert das leider nicht.

    Du kannst dich mit Dingen ablenken, die dir und auch den Kindern gut tun.

    Vielleicht was in der Wohnung verändern, Freunde treffen oder was auch immer. Das lenkt davon ab, dass deine Gedanken dauernd um ihn kreisen.

    Und wie Hartmut schon schrieb, ein Abhängiger kann leider seine Prioritäten nicht anders mehr setzen. Nicht, solange er seine Sucht nicht zum Stillstand gebracht hat. Es ist nicht so, dass er euch nicht liebt aber seine Sucht hat mehr Macht über ihn. Er ist für sich jetzt am Zug. Entweder er schafft den Absprung und wird trocken oder er gibt sich weiter der Sucht hin.

    In beiden Fällen ist es gut, dass er für sich ist und sieht ( oder auch nicht), dass ER jetzt handeln sollte ( oder auch nicht) .

    Und du und die Kinder habt Zeit und Ruhe, um euch zu regenerieren.

    Also: noch schööön heulen, das muss sein und tut gut, dann Rotz abwischen und denken, dass du den richtigen Schritt gemacht hast. Dass deine Kinder in Ruhe und Geborgenheit leben können, dass du eine mutige Frau und gute Mutter bist und nun nach vorne schaust.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Klumpatsch,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe und Glückwunsch zu 115 Tagen im neuen Lebensabschnitt.

    Es ist tatsächlich eine gute Sache, den Weg nicht alleine zu gehen sondern in Begleitung von Menschen, die es ähnlich wie du erlebt haben. Selbsthilfegruppen sind echt klasse. Du kannst offen über Schwierigkeiten in bestimmten Situationen reden, Unterstützung bekommen, Wege der anderen ansehen und wertvolle Anregungen für dich mitnehmen.

    Und durch deinen Weg wiederum Menschen bestärken, dass es Auswege gibt.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Das ist der Link zur Bewerbung für den Austausch. Einfach anklicken, kurz nochmal was dazu schreiben und dann geht's auch schon los.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Blumenwolke,

    was du über Ausflüge oder so schreibst, habe ich bei meinem ersten Mann auch so erlebt. Anstatt mal einen Kaffee oder eine Saftschorle oder so zu trinken, musste es immer Bier sein. Als es einmal kein Bier gab, in einem Café, hat er sich Prosecco bestellt.

    Und ich bin, wie immer, fast ausgeflippt. Es ging nie ohne und irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf Ausflüge oder kaffeetrinken gehen.

    Dass du immer wieder an Suchtmenschen hängen bleibst, kann durchaus ein Muster sein.

    Denn Menschen können sich gegenseitig anziehen weil sie etwas an sich haben, was etwas auslöst, bestimmtes Verhalten oder so. Das ist dann vertraut und wirkt anziehend.

    Ich bin zum Beispiel immer eine Frau gewesen mit wenig Selbstwert. Ich habe sehr gerne geholfen, mich darüber wertvoller gefühlt. Ich dachte, ich müsse nehmen, was kommt, was anderes hätte ich eh nicht verdient. Und ich bin in einer großen Familie aufgewachsen in der Alkohol auf allen Feiern dazugehörte, es normal war, sich zu betrinken.

    Ich hatte immer Freunde, die Problemfälle waren. Bei denen ich gut helfen konnte, sie aufbauen konnte. Dadurch fühlte ich mich wichtig und geliebt. Sie waren eher " unter meinem Niveau", sag ich mal. Ohne das als Bewertung zu meinen. Also es waren Männer aus meiner sozialen Schicht aber ich war intelligenter. Somit fühlte ich mich sicherer. Trotzdem machte ich mich immer kleiner als sie.

    Bei meinem ersten Ehemann kam noch Alkohol dazu, für mich " normal" erstmal, ich kannte das ja aus meiner Familie.

    Ich hab das mal aufgeschrieben, grob umrissen, um deutlich zu machen, was ich meine. Meine Kindheitsprägungen, auch das Frauenbild meiner Zeit, hatten viel mit meiner Wahl zu tun.

    Mein zweiter Mann jetzt ist genau das Gegenteil. Wir sind auf einer Ebene, er ist völlig anders als die von damals. Denn ich habe meine Muster erkannt und tue was dagegen.

    Oha, und wiedermal hab ich ganz schön was geschrieben. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen, wenn nicht, leg es ad acta.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frau,

    eine klare Ansage ist super.

    Jetzt ist es aber auch wichtig, dass du das durchziehst. Denn wenn du es nicht machst, wird deine Glaubwürdigkeit immer weniger.

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht und ganz viele andere Mitbetroffene auch.

    Ich bin immer wieder eingeknickt, habe gedroht und keine Konsequenz folgen lassen. Mein erster Mann hat mich nur noch ausgelacht. Ihm ist ja nie was passiert. Und ich habe mich schlecht damit gefühlt.

    Bis zu dem Tag, an dem ich endlich, endlich meine Drohungen durchziehen konnte. Da hat er nicht mehr gelacht...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Grayco,

    um stabil und zufrieden trocken zu sein ist es oft notwendig, einiges zu verändern. Die trockenen Alkoholiker aus unserer Selbsthilfegruppe haben da einiges zusammengetragen, was ihnen wichtig und hilfreich war und ist. Das findest du hier:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Auch der Austausch ist wichtig und dafür kannst du dich hier bewerben:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du wirst dann freigeschaltet und dein Thema findest du im Bereich

    Erste Schritte für Alkoholiker

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Grayco,

    sechs Wochen nüchtern ist schon mal klasse.

    Hast du einfach aufgehört oder Unterstützung von einem Arzt gehabt?

    Hast du seit deinem letzten Schluck Veränderungen in deinem Alltag vorgenommen?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frau, herzlich willkommen,

    dein Mann hat wohl eine Trinkpause eingelegt gehabt. Ohne den wirklichen Willen zum Aufhören klappt nämlich das Trockenwerden nicht.

    Mein Mann macht das Trinken ja nicht aus freiem Willen, sagt er, es ist halt eine Krankhheit, und er möchte ja auch lieber nicht trinken.

    Oha, das ist ja eine Erklärung :rolleyes:. Na klar, Alkoholismus ist eine Krankheit und die Sucht fordert Alkohol für den Körper. Trotzdem trinkt er, weil er es so will denn er könnte jederzeit da aussteigen. Wenn er es ernsthaft wollte. Da hat er quasi eine tolle Entschuldigung für sich selbst gefunden, warum er ja trinken muss.

    Ob er jemals aufhören wird oder nicht kann dir niemand sagen. Es ist allein seine ureigene Entscheidung. Aber alleine im stillen Kämmerlein trocken zu werden ist nicht die Regel. Meistens klappt das wohl nicht, wie ich von trockenen Alkoholikern gehört und gelesen habe. Und es gibt genug Hilfestellen für Abhängige, zur Unterstützung um die Sucht zu stoppen. Er muss nur hingehen.

    Ich weiß nicht wie du es merken kannst ob du für eine Trennung bereit bist. Das ist individuell. Ich hab es lange Zeit gemerkt, dass ich aus der Beziehung rausmuss und will. Geschafft habe ich es als der Druck, der Schmerz, die Wut immer mehr zum Hass wurden. Und ich merkte, dass ich mehr und mehr meine Würde verlor.

    Du kannst dich gerne hier mit anderen Angehörigen austauschen. Klick folgenden Link an, schreib kurz was und du wirst freigeschaltet:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dein Thema ist dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Osiris,

    mir geht es da so wie dir. Ich brauche Ewigkeiten, ehe ich eine Sache abhaken kann. Es kommt unverhofft immer wieder mal hoch und ich grübel dann darauf rum. Das ist ätzend. Denn ich empfinde dann wieder den alten Schmerz, hänge in warum und wieso und hätte, wenn und aber.

    Aber ich kann es nicht immer gleich abstellen. Als müsste ich den alten Schmerz immer nochmal durchleben. Als müsste ich mir sagen, dass ich richtig bin, dass ich es geschafft habe, dass mein Handeln, was daraus gefolgt ist, richtig war. Dass ich es wert bin. Dass ich ein Opfer war, so empfand ich es damals, dass ich aber durch eigenen Mut, eigener Kraft geschafft habe, das zu ändern. Und warum ich damals so war.

    Ich kann es nicht besser erklären.

    Vor ein paar Tagen hatte ich wieder so Gedanken an etwas von damals. Und da sagte mein Mann:" Warum quältst du dich eigentlich so? Es ist doch jetzt vorbei und es geht dir doch jetzt so viel besser".

    Ich denke nun darüber nach, warum ich von den alten Wunden immer wieder den Schorf abkratze, damit es blutet...

    Ich werde diesen Teil meiner Persönlichkeit nicht ändern können. Nicht ganz. Aber ich versuche immer wieder, im Jetzt und Heute zu leben. Denn das von damals hat mich geprägt aber ich komme trotzdem oder gerade deshalb Heute gut zurecht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Paul,

    das ist halt der Weg. Zuerst muss das Gift aus deinem Körper raus. Und dann kommt die Hauptsache. Das Nüchternbleiben.

    Mal ein paar Tage ohne Alkohol auszukommen, das kenne ich von vielen Abhängigen. Aber den Gedanken, die Gewissheit zu haben, dass es jetzt für immer so ist, daß ist die Herausforderung. Und dafür braucht es viele Veränderungen.

    Dafür ist der Austausch da, hier kannst du dich bewerben:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Draufklicken, kurz was schreiben und los geht's. Dein Thema findest du nach der Freischaltung im Bereich

    Erste Schritte für Alkoholiker.

    Lieber Gruß Aurora

    Liebe Osiris,

    leider kann es sein, dass Alkoholabhängige von ihren Partnern ausgenutzt werden.

    Im Grunde genommen greifen Alkohol- und Coabhängigkeit ineinander wie ein Puzzleteil. Denn um coabhängig zu werden braucht man auch eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur.

    Wenig bis kein Selbstwertgefühl, Coabhängige meinen oft, sie müssen sich Liebe und Anerkennung und Gebrauchtwerden von außen verdienen. Sie geben sich selbst auf und wollen bis zum Umfallen andere retten.

    Das ist mal eine ganz grobe Erklärung, es ist sehr viel vielschichtiger.

    Was deinen Mann angetrieben hat, weiß keiner. Aber er wird einen persönlichen Gewinn daraus gezogen haben. Ein Machtgefühl, er hat dich abgewertet um sich großartig zu fühlen. Also das ist mein persönlicher Eindruck.

    Es kann sogar passieren, dass Coabhängige nach dem Trockenwerden des Partners totunglücklich sind. Sie können ihre Anteile nicht mehr an ihm abarbeiten. Denn trockene Alkoholiker sind nicht mehr willenlose Alkis, denen man die Kotze abwischen muss und denen man helfen muss. Trockene haben wieder Eigenverantwortung übernommen, lassen sich nicht mehr rumkommandieren, sehen klar und reden mit.

    Beziehungen können dadurch tatsächlich kaputt gehen, weil der trockene Alkoholiker dieses Verhalten des Cos nicht mehr mitmacht. Also immer wieder die Versuchte des Cos, den alten, hilfebedürftigen Menschen, wiederzubekommen.

    Und mein Gedanke dabei ist, dass dein Exmann genau DAS wollte. Er wollte das Scheinbild der glücklichen Familie nach außen mit einer willenlosen Säuferin, mit der er machen konnte, was er wollte.

    Sein Verhalten hat im Grunde genommen nichts mit dir als Mensch zu tun sondern mit ihm selbst!

    Dass tut trotzdem sehr weh. Das glaube ich dir. Aber du hast es geschafft, dir dein Leben zurück zu erobern. Und DAS zeigt deine Stärke!

    Vielleicht kannst du dir überlegen, wie du einen Abschluss deiner Gedanken um diesen Exmann bekommen kannst. Er kann dir direkt ja nicht mehr wehtun aber indem immer wieder alte Gedanken hochkommen kann er es auch jetzt noch. Und echt, das ist er nicht wert.

    Aber DU bist es wert, dich davon loszumachen. Wozu ihm noch solche Macht über dich geben, über dich, die du so viel stärker, mutiger und liebenswert bist.

    Liebe Grüße Aurora