Beiträge von Aurora

    Hallo Lui,

    Wenn du das bei deinem Mann alles vergeblich über Jahre versucht hast und sich trotzdem nichts verändert hat, cerstehe ich natürlich deinen Frust. Du hast wahrscheinlich endlose Energien in seine Heilung gesetzt, die dann nicht erfolgt ist.

    Ja, ich habe alles versucht, dabei 2 Kinder großgezogen, den Haushalt gemanagt, alles zusammengehalten usw. Das volle Programm, so, wie es viele Angehörige machen. Den Absprung hab ich erst nach fast 26 Jahren geschafft.

    Wenn er allerdings den Weg so weitergeht wie bisher, kann es sein, dass ich mich von ihm distanzieren muss, um mich selbst zu schützen. Das würde ich ihm auch genau so kommunizieren, wenn ich merke, dass ich an meine Grenzen komme.

    Das ist ein guter Plan. Du bist gut unterwegs, lässt dich da nicht so reinziehen, lässt vieles bei ihm. Wo es auch hingehört.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo jen, herzlich willkommen,

    eine Sucht einfach so zu erkennen ist schwierig. Aber was du so schreibst deutet schon darauf hin. Er hat vor 3 Tagen zu trinken aufgehört, liegt im dunklen Zimmer und es geht ihm schlecht, das deutet auf einen kalten Entzug hin, so nennt man das plötzliche Absetzen von Alkohol.

    Du kannst gerne in unserer Selbsthilfegruppe mitmachen, dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen. Deine Probleme im Zusammenhang mit deinem Mann erleben oder haben ganz viele Angehörige auch erlebt.

    Hier kannst du dich bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/, klick einfach auf den Link und schreib kurz, dass du dich für den Austausch bewirbst. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lui,

    Habt ihr einen Rat für mich, was ich tun und wie ich ihn am besten unterstützen kann?

    So kommen viele Angehörige von Alkoholikern hier an, ich habe es schon so oft gelesen. Und als ich selbst noch mit einem Alkoholiker in erster Ehe verheiratet war, hatte ich diese Gedanken auch, viele Jahre lang.

    Ich sag's mal auf die gemeine Art aber wie es für einen Alkoholiker gut wäre. Am besten unterstützt du ihn, indem du sein Trinken unterstützt, immer eine Flasche bereit hast, ihm den Rücken freihältst, ihm hilfst wenn er umgefallen ist, nicht meckerst sondern tolerierst, dass er trinkt...

    Du merkst es selbst, im Grunde genommen gibt es keine sinnvolle Unterstützung. Zumindest nicht, solange der Alkoholiker keine Hilfe möchte, solange er nicht aufhören kann oder will kannst du ihm nicht helfen. Aus der Sucht herauslieben geht nicht, es geht nur vom Abhängigen selbst aus.

    Das ist ja das, was Angehörige so kaputt macht in solchen Suchtbeziehungen. Du als Freundin willst ihn unterstützen und reibst dich auf, organisierst vielleicht noch Termine bei der Suchtberatung, beim Arzt, redest dir den Mund fusselig und richtest dein Verhalten auf ihn aus, dass er nicht wütend oder so wird und eine Ausrede hat, dass er wieder trinken muss.

    Du nimmst seine Fahne beim Küsschen hin, machst dir Sorgen um seine Gesundheit und irgendwann wirst du immer frustrierter. Weil nichts, rein garnichts hilft ihm verständlich zu machen, dass er sich zugrunde richtet. Wobei der Betroffene das eh selbst weiß aber in der Sucht festhängt.

    Einen Rat habe ich für dich, aus eigener Erfahrung. Bedenke deine Rolle in diesem System und was du von deinem Leben erwartest. Du bist nicht verantwortlich für seine Sucht, für ihn und du wirst nichts dagegen machen können, solange er es nicht selbst aus tiefstem Herzen will.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Fritzi,

    Ich habe Angst, dass er irgendwann die Kontrolle über sein Leben verliert

    Im Grunde genommen hat er, so wie du die Situation beschreibst, diese Kontrolle schon zum großen Teil verloren. Denn die Sucht hat jetzt alles übernommen. Und solange er es nicht stoppen kann oder will, solange herrscht sie.

    Er muss dann trinken, die Sucht fordert das. Ansonsten kommt er in einen Entzug, selbst erlebt habe ich diese Gefühle dann nicht aber hier schon oft darüber gelesen. Diese Gefühle sind von extrem unangenehm bis lebensbedrohlich und es muss Alkohol getrunken werden um das zu beruhigen.

    Das ist leider eine Tatsache...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Schnatterente,

    erstmal herzlich willkommen.

    Ob es Sucht ist oder Missbrauch ist im Grunde genommen egal. Wichtig ist doch, was es mit DIR macht. Wie du deine Lebenssituation erlebst und wie es dich verunsichert, belastet und du darunter leidest.

    Dein Mann hat sich verändert, das habe ich auch bei meinem ersten Mann so erlebt. Und nach und nach habe ich mich deshalb auch verändert. Ich habe versucht mich anzupassen, ihm zu helfen aus der Sauferei rauszukommen. Ich habe immer mehr tun müssen um einen " normalen" Lebensstandart zu erhalten.

    Ich wurde dabei immer unglücklicher, unzufriedenen, überfordert und erschöpft. Es hat lange gedauert bis ich mich trennen konnte. Eine Trennung war für mich unvermeidlich und das Beste weil ich endlich wieder Ruhe und Lebensqualität haben wollte.

    Hast du auch schon mal an Trennung gedacht?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Glitzermücke,

    was dein Partner da von sich gibt kannst du hier immer wieder und fast überall in den Threads lesen und ich hab's auch so erlebt. Es ähnelt sich immer wieder auf gespenstische Weise, was ein nasser Alkoholiker sagt. Um die Partnerin zu manipulieren, sich selbst als Opfer zu darzustellen, Co-Knöpfe zu drücken.

    Von meinem ersten Mann kenne ich auch diese Weinerlichkeit, das Selbstmitleid, das " ohne mich bist du besser dran" " ich erhängt mich".

    Das macht was mit einem, rührt Seiten in einem an. Bei mir waren es Mitleid, Angst, Schuldgefühle, ihn im Stich lassen zu wollen.

    Ich will nicht mehr mit Engelszungen auf ihn einreden.
    Es bringt sowieso nichts.

    Genau! Diese Erkenntnis war für mich eine Erlösung damals. Dieses: ich kann nichts ändern und hab keine Verantwortung.

    Ich habe ihn gestern auch spontan und kühn blockiert.

    Ich lasse den Kontakt jetzt erstmal auf blockiert, mal sehen wie es mir damit geht.

    Kühn, ja, das ist es. Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und vor allem Selbstschutz. Meine Erfahrung mit sowas sind, dass es mir immer gut getan hat und es mir besser ging ohne Kontakt. Denn immer wieder konfrontiert zu werden hat immer wieder Seiten in mir geweckt, die mir nicht gut getan haben. Mich unfrei gemacht haben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hey MutinMir,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Einschränkung, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den noch roten Namen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Eloed,

    was da abläuft ist wie eine Art Programm, das sich da abspult. So ähnlich habe ich es erlebt und auch hier schon ganz oft gelesen. Das ist der Versuch dich umzustimmen, das ist Manipulation. Dadurch wird deine eigene Wahrnehmung verdreht, du bist verunsichert:

    Ich weiss nicht was ich glauben soll, obwohl ich kein Vertrauen mehr in ihr habe. Sie macht mir ein schlechtes Gewissen. Sie macht mich fertig......

    Ich selbst bin viele Male dadurch zurückgerudert, habe aufgegeben und war bald wieder im Suchtstrudel.

    . Ich bin mit den Kindern zu meiner Mutter.

    Das ist gut, hoffentlich kannst du dort erstmal noch bleiben. Abstand ist gut um sich zu sortieren und nicht gleich wieder reingezogen zu werden.

    Ich weiß gerade nicht ob ich das richtig verstanden habe, sie will die Kinder zur Langzeittherapie mitnehmen? Geht denn das? Können sie nicht in ihrem Umfeld bleiben bzw hättest du da Hilfe?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo MutinMir,

    erstmal herzlich willkommen.

    Ja, es kostet viel Überwindung, seine ganze Situation mit einem suchtkranken Menschen auszusprechen, aufzuschreiben, anderen davon zu erzählen. Das ging mir genauso.

    Und ich hatte dabei auch diese Gefühle von großer Scham und Versagen.

    Was du beschreibst ähnelt immer wieder den Lebensgeschichten von Mitbetroffenen, die Dynamik zwischen dem Suchtkranken und dem Mitbetroffenen ist sehr ähnlich, das Verhalten, das da entsteht.

    In unserer Online-Selbsthilfegruppe kannst du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen. Dich dadurch sortieren und neuen Mut und Denkanstöße bekommen.

    Das : https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ ist der Link für die Freischaltung. Klick drauf und schreib kurz, dass du um Freischaltung bittest, dein Thema verschieben wir dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Momo,

    ich finde es okay und es ist doch hier deine Selbsthilfegruppe. Also gehört das auch hierher.

    Es ist für mich auch immer wieder irgendwie traurig wenn wieder ein Mensch an der Sucht gestorben ist. Es nicht geschafft hat, das zu stoppen. Und das, wie soll ich sagen, für mich irgendwie Schlimme daran ist, dass ich echt viele kannte, die sich totgesoffen haben...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ohio,

    herzlich willkommen, ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Erkennbar sind sie an den roten Namen.

    Wie kannst du dem Sohn deines Mannes begegnen, ich kann verstehen, dass du ihn nicht sehen möchtest. Aber es unvermeidlich ist.

    Ich würde ihm freundlich begegnen. Keine großen Fragen stellen oder ihm gar Vorhaltungen oder so machen. Er kann ja nur selbst einen Weg finden, muss seine Schritte selbst machen. Also eine Selbsthilfegruppe aufsuchen zum Beispiel oder eventuell eine Entzugstherapie beantragen.

    Das fällt mir gerade spontan ein.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Aniva,

    Ich habe Angst das ich wieder die Dumme bin. Ich komme mir auch voll so vor. Klar ich putze wie eine Oma schön brav und geniese nicht meinen Urlaub aber das hätte ich ja noch in Indonesien.

    Du putzt... Das machst du ja freiwillig, niemand zwingt dich dazu.

    Ich weiß natürlich nicht wie es ist mit " unser Hotel" also ob ihr das gemeinsam betreibt.

    Aber du hast deinen Urlaub genauso verdient wie er. Und wenn das Hotel euer gemeinsames Projekt ist hat er die gleichen Verpflichtungen.

    Ist natürlich von außen immer leicht gesagt aber nimm nicht alles auf dich und mach seine Arbeit mit sondern überlege dir ernsthaft ob du nicht doch in den Flieger steigst.

    Damit würdest du diesen Kreislauf durchbrechen und ihm zeigen, dass du nicht ( mehr) seine Marionette bist, die ihm seinen Dreck hinterherräumt.

    Ich hab das damals, in meinem Rahmen, so gemacht. Und ab da hat mein Exmann gemerkt dass er mich lieber ernst nehmen sollte.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Aniva,

    Er ist jetzt unterwegs und schrieb mir das es ihm leid tut aber er das schon oft sagte und alles an ihm liegt aber er mich liebt. Er will nicht das ich daran kaputt gehe das habe ich nicht verdient. Er würde verstehen wenn ich jetzt gehe.

    Solche Aussagen kenne ich von meinem ersten Mann auch. Und die haben immer komische Gefühle bei mir ausgelöst. So: mimimi, ich armes Opfer, lass mich ruhig alleine, ich verstehe das dann schon, heulheul.

    Ich fühlte mich dann plötzlich verantwortlich dafür, dass es ihm besser gehen sollte, er tat mir dann leid und es schien als ob er Verständnis für mich hätte. Aber ich trotzdem die Böse wäre, würde ich gehen und ihn in diesem Zustand des Leidens alleine lassen.

    Ich wurde manipuliert. Weich gekocht, denn er kannte mich ja, meine Art und wusste, dass ich mich dann so fühlen würde. Wieder passend gemacht für die weitere Runde im Suchtstrudel. Er das arme Opfer, ich die Täterin, wenn ich denn gehen würde.

    Das ist meine Erfahrung mit solchen Aussagen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Aniva,

    herzlich willkommen.

    Ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie daran, dass die Namen in roter Schrift erscheinen .

    Nüchtern liebe ich Ihn, da ist er ein absoluter Traummann, darum habe ich auch so lanhe gekämpft. Er wäre kein schlechter Mensch.

    Das ist einer der Punkte, weswegen wir Angehörigen oft so lange an der Beziehung festhalten. Nüchtern ist er okay, der liebenswerte Mensch, betrunken ist er der, den die Sucht steuert. Wobei - nüchtern steuert ja auch die Sucht den Menschen.

    Deshalb sind die nüchternen Zeiten immer kürzer. Und dann ist die Sache ob der Abhängige seine Sucht stoppen will oder kann. Denn das kann nur der Abhängige selbst. Da kannst du dich, wie du selbst merkst, kopfstellen.

    Das mit dem Urlaub ist blöd. Ich stand damals vor dem gleichen Problem aber hatte das Glück, da ohne Kosten rauszukommen. Aber es war auch innerhalb Deutschlands ( weiß ja nicht, wohin es gehen soll) , an der Nordsee und ein privater Vermieter. Der meinte, er kriegt seine FeWo gut wieder vermietet.

    Vielleicht kannst du den Urlaub alleine antreten oder eine Freundin mitnehmen. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass das nicht so einfach ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Eloed,

    erstmal herzlich willkommen.

    Diese ganzen Zweifel kenn ich gut und du kannst davon hier überall lesen. Es ist schwer, sich aus einer Beziehung zu trennen, den Kindern gefühlt das Zuhause, das Familienleben wegzunehmen. Den suchtkranken Partner gefühlt im Stich zu lassen.

    Aber es ist der Weg, der da rausgeht. Je eher desto besser. Ich hab zum Beispiel viel zu lange ausgehalten und alles versucht, meinen ersten Mann aus der Sucht rauszuholen. Natürlich ohne Ergebnis denn das geht nicht. Es muss immer vom Betroffenen selbst ausgehen.

    Deine Kinder sind noch klein, trotzdem bekommen sie mehr mit als du denkst. Darum ist es gut, dass du sie da rausholst, dich trennst. Auch für dich ist das besser. Denn die Suchtkrankheit macht auch die Angehörigen krank. Im Laufe der Jahre.

    Liebe Grüße Aurora