Liebe Eri,
die Trockenheit ist seine eigene Verantwortung. Nach 6 Jahren wird er auch Wege finden, wie er sich bei Saufdruck oder so verhalten kann. Vielleicht hat er ja auch eine Selbsthilfegruppe.
Offenheit, die Bereitschaft miteinander zu reden, ist wichtig und gut.
Mein Mann hat auch schon in manchen Situationen gesagt, er könnte jetzt ein Bier oder so trinken. Er ist 16 Jahre trocken. Ich frag ihn dann schon, wie ernst er es meint. Nervös werde ich aber nicht, ich habe Vertrauen in ihn dass er weiß, wann er wirklich Hilfe braucht. Und sie sich dann auch an entsprechender Stelle holt. Bisher war es bei ihm aber immer nur ein kurzer Gedankenblitz, das Suchtgedächtnis oder so.
Es ist NICHT meine oder deine Verantwortung, das ist ganz wichtig!
Auch trockene Alkoholiker wollen ja in einer guten und liebevollen Beziehung leben. Warum auch nicht. Wir sind alle soziale Wesen und brauchen Liebe. Eine Garantie für lebenslange Trockenheit gibt es nicht aber darauf, also auf solche Angst, wäre es schade zu bauen. Genieße die gute Zeit mit ihm. Sollte jemals der Fall des Rückfalls eintreten kannst du immernoch deine eigenen Schritte gehen.
Liebe Grüße
Aurora