Beiträge von Aurora

    Hallo Schratte,

    jetzt hast du ja einige Beiträge, sowohl von Cos als auch von Alkoholikern.

    Im Grunde läuft es doch immer ähnlich ab. Solange beim Alkoholiker keine Einsicht, kein tiefer Wunsch ist, aufzuhören, solange passiert nichts. Der bzw die Abhängige wird beschwichtigen, versprechen, Trinkpausen einlegen. Oder schimpfen, beschuldigen, jammern, flehen, leugnen.

    Es ist, nach meiner eigenen Erfahrung, egal, was ich z. B.meinem Exmann alles geboten hatte ( ich habe mich nach 26 Jahren endlich trennen können). Von liebevollen Gesprächen, Angeboten und Versprechen, ihm zu helfen, zu unterstützen, zu fördern und begleiten bis hin zu Drohungen, wildem Geschrei, lautem oder leisem Weinen, Sexentzug, später dann massive Verunglimpfungen, Streit weit unter der Gürtellinie, Missachtung bis hin zu Hass. Nichts ist passiert außer dass er natürlich zurückgeschlagen hat, verbal, nicht körperlich aber doch genauso schmerzhaft und grausam.

    Und er hat weitergetrunken, immer mehr, und mir die Schuld gegeben, da ich ja so zickig, ohne Sinn und Verstand, frigide und überhaupt das Allerletzte wäre.

    Aufgehört hat er als ich auszog. Getrunken hat er da nicht mehr aber sonst war alles gleich geblieben. Nach ca 4 Jahren Nüchternheit hat er wieder angefangen und sich schlussendlich totgesoffen.

    Aus all dem was dir hier geschrieben wurde kannst du sehen, wie es zwischen dir und deiner Frau laufen könnte. Wenn du sie ansprichst. Niemand wird dir ein Rezept geben können, es gibt leider keinen Königsweg. Und keinen Plan dafür, wie du mit ihr reden könntest, damit es klappt und sie sofort alles einsieht. Wenn es sowas gäbe wäre das die Rettung für Cos und Alkoholiker.

    Also hab den Mut und sprich sie an. Auf die Art, wie es auch sonst zwischen euch läuft. Ihr habt da sicher eine gemeinsame Basis. Sowas ist ja doch auch individuell.

    Und dann, und erst dann, zeigt sich, wie SIE darüber denkt. Wie SiE reagiert. Und erst dann kannst du wieder reagieren. Einer von euch muss einfach in Aktion kommen. Sie wird das nicht, für sie läuft es anscheinend doch alles super.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Jenny,

    und herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Das, was du schreibst, liest sich leider so, wie es meistens in Familien mit einem oder mehreren Abhängigen zugeht. Wenn Eltern betroffen sind, macht es alles nochmal schwieriger. Du merkst es ja selbst, wie sehr dich alles verunsichert und wie du nun auch mit verschiedenen Ängsten lebst.

    Ich gebe dir mal den Link zur Freischaltung für den Austausch. Es gibt hier etliche EKAs - Erwachsene Kinder von Alkoholikern .

    Hier ist er:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach drauf und schreib kurz, dass du freigeschaltet werden möchtest. Dein Thema wird dann in den Bereich

    Erste Schritte für EKA

    verschoben. Da kannst du dich dann austauschen.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Sora,

    ob die Kollegen nichts merken, sei mal dahingestellt. Ganz oft ist es nämlich so, dass das Umfeld Bescheid weiß und nur nichts gesagt wird.

    Ich glaube, du kannst deinen Weg auch finden, jeder kann das.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Nachthexe,

    das war von mir auch nicht böse gemeint.

    Ich bin keine Alkoholikern sondern war lange Zeit coabhängig. Eigene Erfahrung habe ich nicht aber hier bei den Alkoholikern schon ganz oft gelesen, dass "Kampf" kein so gutes Wort ist. Denn beim Kampf gibt es immer Gewinner und Verlierer. Und bisher hat ja die Sucht immer den Kampf gewonnen.

    Gefühlsmäßig kann es eher erleichternd sein es als Kapitulation anzusehen. Du hast den Kampf beendet. Du erkennst die Sucht als bleibenden Teil deiner Persönlichkeit an, den du nicht mehr leben möchtest.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Leo,

    ah, jetzt bist du also gut hier gelandet, prima.

    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt und du hast ihn gemacht. Daraus wird nun was entstehen.

    Bei mir war es so, dass sich dann nach und nach alles weiter aufgebaut hat. Das war ein Prozess, der da angefangen hatte. Leider ging das alles nicht so schnell und einfach, wie ich sowas normalerweise will.

    Aber - es ging immer schööön vorwärts und das war gut.

    Also mach dich weiter auf den Weg und gucke, was dir guttut und was du brauchst.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Leo,

    erstmal Hallo in unserer Selbsthilfegruppe :)

    Du schreibst da was ganz Coabhängigen - Typisches.

    ob es tatsächlich bereits eine bedenkliche Richtung bei meinem Partner angenommen hat oder ob ich einfach übertreibe.

    Erstmal will man wissen, wie es um den Partner bestellt ist, in welche Richtung es bei deinem Partner läuft. Das können wir hier ja garnicht wissen. Und im Grunde genommen ist es egal. Denn hier kann es nur um DICH gehen und wie du damit klarkommen kannst. Dein Gedanke " ob ich übertreibe" ist auch ganz typisch in solchen Beziehungen. Ich hab es auch immer wieder gedacht. Denn mein Exmann hat es mir auch immer wieder vorgeworfen und meine Wahrnehmung verdreht und als falsch abgetan.

    Du bist ja mit Saphira schon im Austausch, das ist klasse, dafür bist du und wir ja hier. Um durch den Austausch Wege zu finden, zu erkennen, wo wir hinwollen.

    Hier ist der Bewerbungslink für den Bereich zum Austausch, hier soll ja nur erstmal eine Vorstellung passieren.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst da nur draufzuklicken und kurz um Freischaltung bitten. Dein Thema wird dann in den Bereich

    Erste Schritte für Angehörige und Coabhängige

    verschoben. Da geht es dann richtig zur Sache.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Penny,

    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Du hast die Möglichkeit, bei einem Anwalt für Familienrecht erst mal einen Informationstermin zu buchen. Da kannst du schonmal erfahren, wie es ablaufen kann, welche Rechte und Pflichten du hast, was du tun kannst.

    Ich habe das damals so gemacht, bevor ich mich räumlich getrennt hatte. Um überhaupt erstmal einen Überblick zu bekommen. Diese Informationen, die ich dort bekam haben mir viel Sicherheit gegeben.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Mama,

    ich kenne das Gefühl auch gut. Als wäre ich gescheitert weil ich es nicht geschafft hatte, ihn vom Saufen wegzubringen, ihn verließ und die Ehe nur noch auf dem Papier bestand.

    Es fühlte sich an als wäre ich alleine Schuld an allem. Und unwert, von meinem Exmann, überhaupt von einem Mann, geliebt zu werden. Unwert, eine Ehefrau zu sein. Als hätte ich es nicht besser verdient. Und es war dann offiziell, ich habe mich getrennt und es war für gefühlt die ganze Welt sichtbar.

    Es musste erstmal in mir ankommen, dass ich aus einem letzten Rest Würde und Selbstliebe gehandelt hatte. Weil ich endlich gemerkt hatte wenn ich nicht gehe, gehe ich vollständig kaputt.

    Deinen Kindern gegenüber verhältst du dich gerade sehr verantwortungsvoll. Eine Kindheit mit einem abhängigen Elternteil schädigt nämlich nachhaltig. Du bist sehr mutig auch wenn du es dir selbst nicht glaubst und viel Angst in dir ist. Aber du machst Schritte und dadurch kommst nicht nur du in Bewegung. Alles um dich herum wird sich auch bewegen dadurch und es werden sich Möglichkeiten und Lösungen ergeben.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen SaRaLa,

    du fragst:

    Was soll ich tun?

    Einen guten Schritt hast du gemacht, indem du dich informierst und dir Hilfe suchst. Zum Beispiel hier in unserer Selbsthilfegruppe.

    Dass du machtlos bist gegen die Alkoholabhängigkeit deines Mannes, hast du ja festgestellt. Sucht ist ein gemeines Ding.

    Dein Mann hängt darin fest und kann oder will ( noch) nichts dagegen tun, er ist erstmal der Sucht ausgeliefert. Und du quasi mit, denn es betrifft dich irgendwie natürlich auch.

    Ich hab mir und auch meinem ersten Mann damals auch immer wieder die Frage gestellt. "Warum? Ist dir deine Familie, bin ich , sind die Kinder nicht ein Grund, das Saufen sein zu lassen?" Es hat gedauert, bis ich das verstanden hatte. Genau wie du fing ich an mich zu informieren und zu erfahren, dass nichts in der Welt meinen ersten Mann vom Trinken abhalten konnte, solange er nicht selbst aktiv wurde, Hilfe für sich holte, all das.

    Aber - und das war das Gemeine, er gab meistens MIR die Schuld, dass er trinken musste. Weil ich irgendwas in seinen Augen falsch gemacht hatte, zu viel rummeckerte, zu viel heulte, seinen Schnaps wegschüttete... die Liste ist beliebig lang fortsetzbar.

    Was soll ich tun?

    dachte ich damals auch. Und hab angefangen mich zu informieren, nachzudenken, was ich vom Leben noch erwarte. Ich habe überlegt, dass ich mich trennen will weil es für mich immer unzumutbarer wurde. Und damit begann ein langer Weg.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo traumgeplatzt,

    Ich antworte dir mal hier

    Das Thema "Psychsomatische Krankheiten" interessiert mich. Hat jemand Erfahrungen damit bzw. mag mir sagen, worunter ihr leidet?

    ich denke schon, dass meine Seele und im Zusammenspiel damit mein Körper Schaden genommen haben.

    Ich habe, auch aufgrund weiterer Schicksalsschläge, eine rezidivierende Depression entwickelt, Erschöpfungszustände, hatte starke Nackenverspannungen und Magen- Darmprobleme.

    Natürlich bleibt ein Leben unter solchem Druck, Stress und Angst, Wut, Aggression, Anspannung seelisch und körperlich nicht ohne Folgen.

    Was bedeutet das aber?

    Für mich bedeutet es zuzusehen, dass ich aus solcher Dauerbelastung herauskommen. Die Umstände so verändere, dass ich besser und mit seelischer Gesundheit und daraus oft körperlicher leben kann. Es bedeutet, dass ich - grundlegende - Veränderungen vornehme. Dass ich beginne, Selbstfürsorge zu leben. Dass ich fachärztliche Hilfe in Anspruch nehme.

    Also DAS mache, was im Zusammenleben mit einem Abhängigen auf der Strecke bleibt. Die Sucht zerstört nicht nur den Betroffenen sondern alle um ihn herum, die das mitleben.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Gisa,

    dieses plötzliche Verständnis für mich und meine Situation, das kenne ich auch. Das ging immer einige Zeit gut, bis ich wieder eingelullt war. Dann kam wieder das alte Säufergesicht meines Exmannes zum Vorschein.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass du zur Zeit an oder über deinen Grenzen bist. Die Sorge um den psychischen und physischen Zustand deines Sohnes ist mit Sicherheit sehr zermürbend und kräftezehrend.

    Ist denn dein Mann wieder in der Wohnung? Ich denke, auch DAS kostet Kraft, sollte er wieder da sein. Vielleicht merkst du das garnicht mal bewusst. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass dein Unterbewusstsein im Daueralarm ist.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hey Kalle,

    na EINE SHG hast du doch schon - nämlich diese hier :) .

    Wir sind ja auch eine Selbsthilfegruppe, nur eben online.

    Der Vorteil liegt auf der Hand, du kannst hier jederzeit was schreiben, wenn du was sagen willst oder musst.

    Und außer nachts ist immer wer da. Nachts halt ist es Glücksache, es gibt aber auch paar Nachteulen hier.

    Wenn du dich weiter austauschen möchtest, bewerbe dich hier:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dein Thema wird nach der Freischaltung von hier in den Bereich

    Erste Schritte für Alkoholiker

    verschoben.

    Lieber Gruß

    Aurora