Hallo Pamela,
.darauf bin ich schon mega stolz 🙂
Das kannst du auch sein!
Lieber Gruß
Aurora
Hallo Pamela,
.darauf bin ich schon mega stolz 🙂
Das kannst du auch sein!
Lieber Gruß
Aurora
Hallo LoA,
du kannst dich gerne hier weiter austauschen.
Hier ist der Link für die Bewerbung:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Anklicken, ausfüllen und los geht's.
Dein Thema verschieben wir nach der Freischaltung in den Bereich für Alkoholiker.
Lieber Gruß
Aurora
Hallo,
liebe Pamela,
.habe mich zwar erst vor ein paar Tagen hier angemeldet und es auch meinem Mann gesagt - aber er lacht nur blöd…….und droht mir auch mit Sprüchen du wirst dich umgucken ohne mich🙈
Genau so passiert das in ganz vielen Fällen.
Damals hat es mich stark verunsichert. Ich hatte eh schon Angst vor meiner eigenen Courage und er schürte das noch.
Na klar! Wie oft hatte ich schon gedroht, mit Trennung und was weiß ich. Und es nie durchgezogen. Ich habe gedroht, geweint und er hat praktisch "buh" gemacht und ich war wieder in der Spur. Vor Angst, vor Feigheit, es wirklich zu machen. Vor Verantwortungsgefühl. Weil - es würde ihm wehtun, ihn untergehen lassen, ihn kaputt machen.
Das Ergebnis war dann, dass er mich einfach nicht mehr ernst genommen hat. Er wusste, wenn er so und so reagierte dann würde ich wieder einlenken.
Welche Überraschung als ich dann wirklich ernst machte...
Aurora
Hallo Pamela,
am Anfang liegt ganz klar der Blick noch auf dem Alkoholiker. Es ist viel passiert und als Partnerin hast du eine Menge eingesteckt. Mir ging es so dass ich dachte, es würde an mir liegen. Jedenfalls zu einem großen Teil, dass er so trank. Es hat gedauert bis ich wusste, dass es an der Krankheit Alkoholismus lag, das er trinken musste. Und ich war stinkewütend auf ihn, dass er meine Lebensträume versaute. Durch seine Sauferei. Nach seinen Lebensvorstellungen habe ich dabei nicht gefragt.
Bei dem Weg raus aus der Coabhängigkeit geht es anfänglich auch immer um den trinkenden Partner, zuerst bist du noch stark mit ihm verbandelt. Die Wut kommt raus und wenn du auf Menschen mit ähnlichen Erfahrungen triffst, ist das erstmal eine große Erleichterung. Da muss mal alles abgelassen werden. Das ist auch okay so.
Aber es darf halt nicht so sein, dass ausschließlich der Alkoholiker beschimpft wird oder so. Denn es ist sehr wichtig zu erkennen, dass auch ich meine Anteile an dieser Beziehung hatte. Von Opfer oder Täter dabei zu reden finde ich persönlich nicht so gut. Aber es gehören immer zwei dazu.
Ich finde es gut, dass du inzwischen mehr und mehr auf dich selbst schaust. Dir dein Leben zurückeroberst. Denn ihm wirst du nicht helfen können, solange er es nicht will. Also hau weiter in die Tasten. Das kann nur gut sein. Für dich.
Diese Grenze zu erkennen, zu sehen, wir als Coabhängige haben nicht die Macht, das Leben anderer ( in dem Falle unserer Alkoholiker) zu beeinflussen sondern können nur für uns was ändern, das verändert alles. So meine Erfahrung.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
So war das:
Am Anfang meiner ersten Ehe schwebte ich im 7. Himmel. Wir passten sooo gut zusammen. Es war einfach alles wie im Traum.
Die Kinder wurden geboren, wir waren finanziell super aufgestellt, hatten eine schöne Wohnung und alles war wie im Hollywoodfilm.
Es gab auch Probleme, zum Beispiel mit seiner Urfamilie. Die waren einfach total grenzüberschreitend. Ich habe versucht mich zu wehren... Und gemerkt, ich stehe alleine da. Keine Rückendeckung vom Mann. Mehr und mehr merkte ich, dass er sich nicht wirklich abgenabelt hatte von seiner Mutter und dem Bruder.
Und er trank. Da ich aus einer trinkfreudigen Familie komme, hab ich mir erstmal nichts dabei gedacht. Ich trank ja auch gerne auf Feiern oder so, ich kannte es ja so. Aber er trank jeden Tag. Nach Feierabend. Für mich offensichtlich 2 Bier und 1 Schnaps.
Das hat mich schon gestört und nach einigen Ehejahren kam es mir immer komischer vor. Manchmal saß er dann völlig apathisch da und ich machte mir Sorgen und dachte, er wäre so erschöpft. Er sagte es auch immer so. Er wäre so müde.
Ich weiß nicht warum aber ich habe dabei nie daran gedacht, dass er völlig besinnungslos betrunken war in solchen Momenten. Ich hatte ein Brett vorm Kopp oder so. Verdrängung, was weiß ich.
Denn ich wollte doch nicht glauben, dass da was völlig daneben lief. Zumal mein erster Mann auch Ende der 80ger Jahre eine Gehirnblutung hatte, die er schadlos überlebt hat. Er musste dann auch Medikamente nehmen. Vieles an seinen Aussetzern schob ich dann darauf. Und er bestätigte das auch.
Ich wurde immer unruhiger, es wurde komischer. Auf Feiern trank er viel, einmal ist er einfach vom Stuhl gekippt. Völlig besinnungslos. Es wurde mir immer peinlicher und ich wurde immer überforderten, wütender, ängstlicher. Kinder, Haushalt, fast alles lastete mehr und mehr auf mir. Außer das Finanzielle. Da lag für mich vieles im Dunkeln. Ich wurde mehr und mehr abhängig von ihm, auf allen Ebenen.
Er wurde immer gehässiger, manipulativ, oft war ich wie Luft für ihn. Vor allem, wenn wir mit seiner Urfamilie zusammen waren. Vor allem mit dem Bruder und seiner Frau. Er missachtet mich auf allen Ebenen, stellte mich manchmal in der Öffentlichkeit bloß. Erklärte mir, wie blöd ich wäre usw.
Ich schmiss das ganze Leben inzwischen. Er trank immer mehr und ich hab endlich hingesehen. Nicht mehr verdrängt. Er war abhängig. Wahrscheinlich viel länger als mir bewusst war. Ich klammerte trotzdem. Ließ mich kleinmachen, erniedrigen, benutzen. Wollte die Familie zusammenhalten. Meine Wohnung nicht verlieren.
Ich hatte Ängste vor der Zukunft. Dachte, ich hätte nix Besseres verdient. Wollte nicht aufgeben, nicht zeigen, wie schlecht es mir ging, dass ich gescheitert war mit meinen Lebensträumen, dass ich nichts kontrollieren konnte. Ich schämte mich, für meinen Mann, für meine Unfähigkeit. Für mein Scheitern. Ich fühlte mich schuldig, verantwortlich. Als letzter Dreck.
So bestätigte und behandelte mich auch mein Mann. Ich trank immer häufiger und mehr mit, wenn wir auf Feiern waren sollte er auch fahren, damit er nicht trinken konnte. Dass das nicht geklappt hat ist klar.
Ich war dann irgendwann völlig energielos, mir tat alles weh und ich hatte zu nichts mehr Lust. Das Nachhausekommen machte mir Angst. Sein Zustand löste große Wut in mir aus, Hilflosigkeit, dann Hass. Er wurde immer übergriffiger.
Die Kinder waren groß inzwischen, hatten für ihren Vater keinen Respekt mehr übrig. Nur Wut und Traurigkeit. Oft waren sie auch auf mich wütend, weil ich so rumjammerte und geschehen ließ. Bis ich eines Tages vor dem Spiegel stand und dachte, hör auf zu heulen und mach jetzt was.
Da fing der Weg an. Es ging nicht von jetzt auf gleich. Aber es ging. Ich holte mir Informationen, probierte eine Selbsthilfegruppe, ging zu einem Anwalt. Das mit dem Mann und mir eskalierte immer mehr, er steigerte sich teilweise in einen regelrechten Wahn. Ich wollte, dass er auszieht, er lag nur noch besoffen im Bett.
Also ging ich. Schweren Herzens, voller Angst, Schuld und Scham. Aber auch voller Erwartung. Es war einer der schwersten Wege da raus. Aber auch einer der besten. Denn das Leben kam zurück. Ich wurde immer freier und wieder offener. Ich machte Therapie, meldete mich hier im Forum an. Ich machte Schritte zurück aber dann viel mehr nach vorne.
Mein Exmann wurde nüchtern und ich habe überlegt, zurück zu gehen. Die Option gab es ja. Aber ich merkte bald, dass er auch ohne Suff nicht der war, für den ich ihn am Anfang gehalten hatte. Er war genauso manipulativ, egoistisch und herablassend zu mir wie vorher.
Da war dann meine Entwicklung schon so weit, dass ich endgültig loslassen konnte. Und dann hatte ich die Hände frei für was Neues...
Das wollte ich einfach mal loswerden.
Aurora
Alles anzeigenSeptember 2008....
Bei mir hat sich Einiges getan! Ich habe mich endgültig von Männe getrennt! Die Klarheit kam vor einigen Wochen, irgendwann Juli/August. Da konnte ich endlich sehen, dass mir ein gemeinsames Leben mit ihm nicht mehr möglich sein wird. Es ist einfach zu viel zerstört worden. Ich kann z.B. keine Vertrauensbasis zu ihm mehr aufbauen. Ich habe mich zu sehr verändert, er trinkt nur einfach nichts...
.
Tja, und als mir das alles klar wurde, als ich endlich loslassen konnte und es auch begann, dass ich die Vergangenheit mehr und mehr loslassen und verzeihen kann, da kam so ein Pfeil von Amor angebraust und hat mich mitten ins Herz getroffen
.
Ja, die olle Muddi ist schrecklich verliebt
, weia, ich hätt garnicht gedacht, dass ich das noch jemals wieder empfinden könnte. Dass ich den Mut habe, mich wieder einzulassen auf jemanden. Meine Mauern sind mächtig geschrumpft und ich kann Gefühle wieder zulassen!
Und nun schweb ich hier so rum, wie'n Teenie... aber is jut...
, richtich jut
Aurora
Hallo mal wieder,
das habe ich im September 2008 geschrieben. Wo ist nur die Zeit geblieben?
Nachdem ich es endlich geschafft hatte, mich aus den ganzen Schuldgefühlen, Verantwortungsgefühlen usw rauszuarbeiten, war plötzlich wieder viel Platz für Lebensfreude in mir.
Im September 2008 habe ich mich neu verlieben können. Mich wieder einlassen können und Gefühle zulassen können. Also positive Gefühle.
Diese Beziehung ist immernoch der Wahnsinn, also sowas von unwahrscheinlich gut. Seit 2011 sind wir auch verheiratet.
Ich war 50 Jahre alt, als das alles geschah, also das Verlieben und wieder Lebenkönnen. Kein Vergleich zu dem Leben vorher. Mit dem Mann, der abhängig getrunken hatte, bei der Trennung nüchtern wurde, trotzdem noch genauso gemein und manipulativ war und keinen Grund sah, damit aufzuhören. Nach 4 Jahren fing er wieder an zu trinken.
Es sind dann in meinem Leben einige ganz schreckliche Schicksalsschläge passiert. Die konnte ich aushalten, durchleben und meistern mit meinem zweiten Mann an meiner Seite. Alkohol spielt in unserem Leben keine Rolle. Da geht sowas. Mein zweiter Mann ist Alkoholiker, trocken seit 16 Jahren. Wir wollen niemals mehr da hin, wo wir mal waren, ich nicht in eine Co-Beziehung, er nicht in ein nasses Leben. Denn das, was wir haben, das ist zu schön um es wegzuwerfen.
Aurora
Liebe Mel,
ich denke, du kannst ihm das durchaus so sagen. Denn es ist ja eine Tatsache. So lange er nicht in eine Handlung kommt, so lange kann sich auch nichts ändern für ihn. Und um dich zu schützen kannst du ihm sagen, dass du den Kontakt abbrichst.
Er ist erwachsen und kann nicht alles an Eigenverantwortung auf andere, in dem Fall auf dich, abschieben. Du bist weder seine Muddi noch sein Vormund...
Wenn du immer wieder auf seine Jammereien eingehst, belastest du nur dich damit. Und das ist unnötig denn du kannst damit nichts ändern.
Also mach es dir für dich schön, damit du auf andere Gedanken kommen kannst. Denn das ist etwas, was du selbst in der Hand hast.
Hört sich hart an und ist schwer, ich weiß das, ich hab es hinter mir. Aber es ist der Weg, der aus solchen Abhängigkeiten, Druck und Manipulation herausführt.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
da mag ich mal kurz meinen Senf dazu geben.
Die 3 K, die Zierde der guten Frau: Küche, Kinder, Kirche.
Das schwirrt, glaube ich, noch häufig in den Köpfen der Menschen rum...leider.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Anna,
herzlich willkommen, du bist jetzt Mitglied in unserer Selbsthilfegruppe.
Ich wünsche dir einen guten Austausch.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Pamela,
mein Exmann hat sich schlicht und ergreifend totgesoffen. Kaputtes Herz, kaputte Leber... Er wurde 64 Jahre alt.
Mein Exmann hat sich ähnlich wie dein Mann verhalten. Er hat mich einfach nicht ernst genommen. Ich hatte einfach zu viele Drohungen nicht wahr gemacht und er fühlte sich sicher, dass es weiterhin so wäre. Als ich dann aber plötzlich doch eine Wohnung suchte und auszog war er baff.
Trotzdem hat er mich weiterhin oft nicht ernst genommen. Auch in der Zeit seiner Nüchternheit. Ich war einfach immer zu wankelmütig gewesen, hatte in meiner Wut vieles ausgesprochen und nie eingehalten. Grenzen gesetzt und diese sofort wieder eingerissen. Wenn er dann wieder freundlich zu mir war. Das ist eben Teil auch der Verbindung Co/Alkoholiker (nass). Aus Angst, Schuldgefühlen, Verantwortlichkeiten und Sorge geben wir Cos nach und schöpfen Hoffnung. Der Alkoholiker weiß das und reagiert dementsprechend. Er verspricht Besserung, wird plötzlich freundlich und aktiv, so, als wäre alles in bester Ordnung.
Wir Cos zweifeln dann an unseren Wahrnehmungen, aus lauter Hoffnung, dass nun doch alles besser wird und ja alles nicht so schlimm wäre und wir nur zu empfindlich. Und weil er auch so tut als wäre nie was gewesen, verwirrt uns das noch mehr. Bis wir wieder in der Spur sind. Dann geht es mit der Trinkerei langsam wieder los und das Karussell dreht sich wieder weiter.
Das alles passiert nicht immer ganz bewusst, glaube ich. Es sind Verhaltensmuster, die da ablaufen. Da es für den Alkoholioker lange Zeit so funktioniert, wendet er es immer wieder an. Und wir Cos reagieren gewohnt darauf.
Da hilft tatsächlich nur, dass Karussell anzuhalten und auszusteigen.
Lieber Gruß
Aurora
Liebe Mamienchen,
ich habe dich freigeschaltet und hier geht es nun weiter.
Liebe Grüße
Aurora
Liebe Anneliese,
solche Heultage gehören dazu, leider. Wie gut, dass du sie annehmen kannst und rauslässt, was weh tut.
Ich umarme dich einfach mal aus der Ferne.
Hab Mut, das wird besser.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Anneliese,
ich habe mich damals für die Option Trennung entschieden.
Das war auch richtig und gut so für mich.
Mein Exmann hat dann aufgehört zu trinken und war gut 4 Jahre lang nüchtern.
Trotzdem habe ich noch öfter an ihn gedacht und er tat mir auch leid weil er alleine, also ohne Partnerin, war.
Das verging aber immer schneller im Laufe der Zeit. Denn mir wurde bewusst dass er ja erwachsen war und ihm alle Möglichkeiten offenstanden.
Dann lernte er eine Frau kennen, die hat gerne einen getrunken und somit fing er auch wieder an. Das tat mir auch leid denn ich wusste ja, wie diese Scheiß Krankheit enden konnte. Ohne dass sie gestoppt wird. Die Hilfe von meinem 2. Mann und mir hat er aber abgelehnt.
Also habe ich im Laufe der Zeit immer wieder mitbekommen, wie der physische und psychische Abbau fortschritt. Wir hatten wegen der (erwachsenen) Kinder und unserer Enkelin noch ab und an Kontakt, außerdem wohnte er direkt um die Ecke.
Ich habe mir da Sorgen gemacht. Obwohl ich meinen Exmann nicht mehr liebte war er ja ein vertrauter Mensch. Wir kannten uns seit 1981, waren 26 Jahre zusammen und wurden nach 29 Ehejahren geschieden. Aber diese Sorgen überschatteten nicht mehr meinen Alltag, mein Leben. Denn ich wusste, es ist einzig seine Entscheidung und nur er hat es in der Hand. Ich fand das trotzdem sooo schade... Er starb dann am 6.11.2018. Das wäre unser 37. Hochzeitstag gewesen...
Ich habe ihn nicht fallen gelassen sondern losgelassen. Das war meine Rettung. Er selbst hatte es für sich auch in der Hand aber er hat sich gegen das Leben entschieden.
Fallenlassen ist ein Wort, das wird im Zusammenhang mit Co/Alkoholiker gerne benutzt. Um es klar zu machen, dass dem Abhängigen niemand helfen kann als der Alkoholiker selbst und dass er an einen Tiefpunkt ankommen muss, um das zu verstehen und zu können.
Loslassen finde ich eher besser für uns Cos, denn es bedeutet das loszulassen, was uns in den Abgrund zieht.
Lieber Gruß
Aurora
Hallo Mollyfisch,
eines der Probleme, die wir Cos haben ist, bei uns die Schuld und Verantwortung zu sehen.
Dabei haben wir ja alles immer nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, mit unseren Möglichkeiten.
Mich hat damals sehr entlastet zu erkennen, dass ich keine Schuld an was hatte, was mit seiner Sucht zu tun gehabt hat.
Es war immer seine eigene Entscheidung, Probleme oder sonstwas mit Alkohol zu bearbeiten. Bzw er hat ja nichts bearbeiten wollen sondern betäubt und verdrängt.
Keine von uns hat ihrem Partner den Alkohol unter Zwang eingeflößt. Irgendwann war es Sucht und die hat das getan.
Und klar haben wir auch Fehler gemacht in unseren Beziehungen. Aber Fehler gehören dazu! Es ist menschlich welche zu machen. Aber nur deshalb bringt niemand den Partner in die Sucht. Das einzige was wir hätten machen können, wir hätten eher aussteigen können. Auch uns hat niemand gezwungen, dazubleiben. Aber ob wir damit für ihn was geändert hätten, steht in den Sternen. Und genauso hätte er ja auch die Beziehung beenden können wenn er gemeint hätte, sie tut ihm nicht gut.
All diese Gedanken haben mir sehr geholfen, aus meinen Schuld- und Verantwortungsgefühlen heraus zu finden.
Liebe Grüße
Aurora
Liebe Mollyfisch,
klasse, klopf dir mal auf die Schulter. Was du bewältigt hast und in die Wege leitest, ist echt spitze.
Liebe Grüße
Aurora
Liebe Seepferdchen,
Frauen unserer Generation ( ich bin Jahrgang 1958) wurden meistens noch so erzogen. Also dass die Familie oberste Priorität hat und wir als Frau und wenn Kinder da sind als Mutter immer erst zum Schluss kommen. Zum Wohle des Mannes und der Kinder. In dieser Reihenfolge.
Haushalt, Berufstätigkeit und Familienarbeit lassen oft kaum Spielraum für eigene Interessen. Und wenn dazu ein abhängiger Mann kommt, wird es noch drastischer.
Das Leben dreht sich mehr und mehr darum, den Partner zu unterstützen. Ihm Aufgaben abzunehmen, die er immer weniger selbst wahrnehmen kann. Da bleibt dann immer mehr an dir hängen und du machst und tust, steckst eigene Wünsche, Bedürfnisse und Verabredungen zurück. Bis nichts mehr da ist von dir.
Mich hat damals nach der Trennung meine Therapeutin gefragt, was ich denn für Hobbies hätte, gerne machen würde. Ich war mit dieser Frage völlig überfordert. Ich wusste es einfach nicht mehr.
Am besten ist es bestimmt, wenn du erstmal langsam zu dir kommst. Den Kontakt mit deiner Schwester wieder aufbaust, das macht bestimmt viel Arbeit und Schmerz aber es ist sicher auch sehr gut und wichtig.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Kitcat und herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,
so hat es bei meionem Exmann auch angefangen. Im Laufe der Jahre wurde es dann schleichend immer mehr und immer kürzere Abstände.
Für den Austausch mit anderen Angehörigen haben wir diesen Bewerbungslink:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Du kannst ihn anklicken und ganz kurz was dazu schreiben.
Dann wird dein Thema in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben und du kannst dich weiter austauschen.
Liebe Grüße
Aurora
Alles anzeigenHallo Schratte,
deine Angst kann ich verstehen, du hast die Wahl zwischen dem „kleineren Übel“, dem jetzigen Zustand und dem „totalen Krieg“ (wenn`s ganz schlimm kommt)… nachdem du es angesprochen hast, ist nichts mehr wie es war, es eskaliert und wird zu täglichen Kampf/ Krampf.
Das Risiko ist zu groß, du hast weder Lust alles zu riskieren, noch dir die letzte Zeit völlig zu verderben.
Da helfen kluge Ratschläge und die Erfahrungen der Anderen wenig – Du bist du, und eben nicht mehr 40 oder 50.
Ich würde mich auch fragen, was nützt es, wenn ich Recht habe (oder die anderen) und alles sooo vernünftig ist und am Ende/ unterm Strich, ich alles verliere und mein Leben zur Hölle wird?
Frage deine Frau, was du tun sollst, ob du dir zu unrecht Gedanken machst und alles nur übertreibst, sage ihr, wie wichtig sie dir ist und daß du sie auf keinen Fall verlieren willst. Vermeide jeden Vorwurf, jede Verurteilung, jede Forderung, alles was sie verärgern/ trotzig machen könnte.
Du hast (bestimmt ?) ein Ziel, eure Beziehung zu erhalten. Das hat oberste Priorität.
Hallo achelias,
schräg ist, dass du Schratte rätst, das " kleinere Übel" dem "totalen Krieg" vorzuziehen. Schon die Wortwahl empfinde ich grotesk. Es geht nicht um eine Schlacht, die geschlagen werden muss.
Es geht um Emotionen, Ängsten und psychischen Druck. Um Lebensqualität und um eine gemeinsame Vergangenheit. Unter anderem.
Alle, die Schratte dazu etwas geschrieben haben, sind darauf eingegangen. "Kluge Ratschläge" und "Erfahrungen" können da sehr wohl helfen. Darum gehe ich ja in eine Selbsthilfegruppe, um Lösungen für mich zu finden. Um zu erfahren, was Menschen in ähnlichen Situationen geholfen hat. Das kann mir und ich hoffe, Schratte auch, eine große Unterstützung sein.
Was ich persönlich aber für nicht sinnvoll bzw ehrlich gesagt für Unsinn halte ist jemandem zu raten, halte still, halte durch damit sich bloß nichts ändert, du könntest ja alles verlieren. Und die Angst noch anstachel mit : du endest sonst wohl im "totalen Krieg". Meene Jüte.
Und dann der Ratschlag : frage deine Frau, was du tun sollst...
Mein erster Mann hätte darauf geantwortet: lass mich einfach in Ruhe weitermachen.
Und ja, fasse sie mit Samthandschuhen an, stelle keine Forderungen, keine Vorwürfe etc. Nicht, dass sie noch trotzig wird...
Dass ein Gespräch in der Form Sinn macht, von seinen eigenen Empfindungen, Ängsten etc zu reden, wurde ja von einigen empfohlen. Und das macht Sinn.
Natürlich ist erst einmal ein Ziel in einer Ehe, diese zu erhalten. Wenn es sinnvoll ist und beide daran arbeiten. Aber " oberste Priorität " ...
DAS einem Menschen in einer Beziehung mit einem Abhängigen zu raten, der Hilfe sucht und Wege auch für sich selbst, meene Jüte. Es geht um den Menschen der Hilfe sucht um für sich Klarheit zu finden. Der unglücklich ist Leidensdruck hat.
Genau sowas, was du schreibst hat mein Leid verlängert. Solche prima Rat- Schläge.
Sowas hat mich nur noch mehr verunsichert und mich zum Durchhalten gebracht.
Ich geh jetzt lieber schlafen...
Aurora
Hallo Schratte,
ich antworte achelias hier in deinem Thema weil es ja um deine Problematik geht. Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel. Ich respektiere dich und deinen Weg, nehme deine Ängste sehr ernst. Ich habe es ja ähnlich erlebt und weiß, wie schwer das alles ist. Es ist gut, dass du hier deine Fragen stellst und dir aus den Beiträgen mitnimmst was dir hilft, selbst mit deinen Problemen, Sorgen und Ängsten in Bezug auf deine Zukunft, der Zukunft eurer Ehe und dem Zusammenleben mit deiner Frau fertig zu werden. Und Lösungen zu finden.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Penny,
du hast das Gefühl, dass dir Verantwortung aufgedrückt wurde, die du nicht hast. Stimmt ja auch.
Dein Mann hat sich entschieden, einfach so aufzuhören. Das ist gefährlich, das weißt du ja inzwischen. Weiß er es auch?
Liebe Grüße
Aurora