Beiträge von Aurora

    Hallo Tami,

    super, wie du das machst, so wird aus den ersten Schritten ein Weg.

    Ich war damals übrigens beim Psychiater meines Exmannes und hab um Hilfe für mich gebeten. Der konnte mir auch nichts Gescheites sagen und drehte sich nur um meinen Ex und dass er , also der Arzt, das nicht bemerkt hatte mit der Sucht...

    Du findest zum Glück andere Anlaufstellen. Die Caritas, Diakonie, Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen ( hier bei uns bist du ja schon in einer :) ).

    Hilfe zur Selbsthilfe ist ein sehr, sehr gutes Mittel um neue Wege zu finden. Denn in der Selbsthilfe findest du Menschen, die ähnliche Dinge durchleben, durchlebt haben. Und mitfühlen können.

    Schön, dass du hier bist und deine Schritte mit uns teilst :) .

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Schmetterling,

    oh nein, gefühlskalt war und bin ich überhaupt nicht. Im Gegenteil.

    Als meine Enkelin noch viel kleiner war hab ich ihr mal aus einem Gespräch heraus aufgezählt, wen ich alles liebe. Und da meinte die damals Kleine :"Oma, dein Herz ist so groß, da passen alle rein!" Das erinnere ich mich immer so gerne, in ihrer kindlichen Weisheit hatte sie mich genau durchschaut.

    Ich konnte aber keine Nähe zu meinem ersten Mann mehr ertragen. Alkgeruch, zunehmende Ungepflegtheit, diese ganzen psychischen Verletzungen stießen mich total ab. Ich sehnte mich sehr nach Liebe, Berührung all das. Aber nicht auf diese Weise mit ihm.

    Vieles, was von einem Abhängigen kommt, soll verletzen oder Schuldgefühle machen. Denn damit hält er/ sie seine/n Co bei der Stange und mildert anscheinend seine/ihre eigenen Schuldgefühle ab. Denn die existieren ja auch. Bei fast allen Alkis, die ich kenne, gelesen und gehört habe war schon das Bewusstsein da, dass sie keine Kontrolle mehr über ihren Konsum hatten, ihnen alles immer mehr entglitt.

    Es wird oft als Egoismus hingestellt, wenn Menschen auf Distanz gehen und auf sich selbst schauen. Aber in solchen Beziehungen, die nicht mehr wirklich funktionieren, ist das einfach Selbsterhaltung, Selbstschutz und gesund!

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo,

    heute ist der 3. Todestag meines Exmannes.

    Es wäre auch unser 40ter Hochzeitstag...

    Wie anders sich alles entwickelt hat als ich damals, jung und blauäugig, erhofft hatte. Ich schwebte im 7. Himmel. Alles schien perfekt. Mit seinem Trinkverhalten passte er wunderbar in meine Urfamilie, da ging es ja auch immer hoch her. Und dadurch ist mir lange gar nicht bewusst gewesen, dass er anders trank als ich das zum Beispiel damals tat oder meine Eltern.

    Ich hatte ja auch viele abhängige Onkel und Tanten, er trank eher so wie sie. Für mich war das erst mal "normal"... Und er trank exzessiv auch nicht jeden Tag sondern nur zu Feiern und auch da nicht immer.

    Im Laufe der Jahre änderte sich da was und ich wurde unzufrieden. Oft gab es Streit wegen seines Alkoholkonsums. Ende der 80ger Jahre bekam er epileptische Anfälle, aber aufgrund eines geplatzten Aneurysma. Damals meinte er aber selbst schon, er dächte es käme vom Alkohol. Er trank dann ein paar Monate garnichts mehr und hatte zudem Glück, dass er einmal dieses Gehirnbluten überlebt hatte und dann auch noch ohne weitere Beeinträchtigungen.

    Am Silvester 89/90 trank er wieder Sekt und das war es dann. Ab da wurde es schon mehr und mehr. Sowas geht nicht abrupt, es war ein schleichender Prozess. Auch meine Coabhängigkeit kam nicht auf einen Schlag sondern entwickelte sich irgendwie gemeinsam mit seiner Abhängigkeit.

    So gingen die Jahre in's Land, die Kinder wuchsen heran und ich fühlte mich quasi als alleinerziehende Mutter. Er kümmerte sich immer weniger, hatte sich eh nie sooo viel gekümmert. Für ihn galt noch das alte Modell: er, als Herr im Hause und Geldbringer, sie (also ich) als Hausfrau, Mutter und allzeit bereitwillige Geliebte. Das dann immer weniger klappte (also das Geliebte sein). Denn durch seinen Suff hatte ich echt keinen Bock mehr auf S.ex, ich wurde immer zorniger, verwirrter, erschöpfter.

    Auch innerhalb seiner Urfamilie war für mich irgendwie nix in Ordnung. Die Schwiegermutter manipulativ, der Schwager massiv übergriffig... ich hatte an allen Fronten zu tun. Denn immernoch sah ich mich als verantwortlich, zuständig, schuldig. Und dachte, ich müsse ihn doch retten können und immer zu allen lieb Kind sein um anerkannt zu werden. Ich fühlte mich immer wertloser und mein Exmann machte mir das auch sehr deutlich.

    Meine Verzweiflung und Angst wurde immer größer, mein Vertrauen zu ihm immer weniger, ich fühlte mich missbraucht, verraten und nutzlos. Landete in einer regelrechten Opferhaltung, alles schien mir aussichtslos. Bis ich mich eines Tages im Spiegel ansah und mir sagte, "hör auf zu heulen! Mach was! Es kommt keiner und holt dich hier raus, das musst du schon selbst tun!"

    Und ich kaufte mir ein Notebook und googlte so rum, nach Alkoholiker und so, und dann stieß ich auf das Forum hier. Das war im April 2007. Im Mai meldete ich mich an, ich war damals schon zur Trennung entschlossen und zog das dann auch durch. Nach 26 gemeinsamen Jahren. Im Zuge der Trennung wurde mein Exmann nüchtern.

    Da stand ich vor einem Dilemma, denn er war ja nun nüchtern und eigentlich sollte ich doch nun froh sein. War ich aber nicht, ich war hin- und hergerissen zwischen neuer Lebenslust und Schuldgefühlen. Ich habe deshalb meinen Ex noch viel zu sehr in mein Leben gelassen. Das hat mir garnicht gut getan. Um gemeinsam was aufzuarbeiten war er nicht bereit, ich entwickelte mich aber, mit Hilfe dieses Forums und meiner Auseinandersetzung mit mir und meiner Thematik und dann auch mit therapeutischer Hilfe, immer weiter. Ich lernte hier neue Menschen kennen, fand Freunde. Und sah, wie hier die Alkoholiker mit ihrem neuen Leben umgingen. Das war beim Ex so gar nicht, er trank nur nicht, änderte aber null an seinem Leben.

    Aus einem guten Freund, den ich hier kennen lernte, wurde dann mein zweiter Ehemann <3 und endlich hatte und habe ich eine Beziehung, die normal ist, auf Augenhöhe, mit Liebe, Toleranz, Rücksichtnahme... es ist wunderbar. Jeden Tag auf's Neue.

    Fast ein Jahr lang sollte es noch dauern, bis ich endlich einen richtigen Schlussstrich ziehen konnte. Und mit noch immer schlechtem Gewissen, Schuldgefühlen, dem Ex eine Absage erteilen konnte. Innerhalb dieser Zeit war mir immer bewusster geworden, dass mein Exmann noch immer nach seinen alten Mustern lebte, mich unterdrücken wollte, mich weiterhin als S.exspielzeug missbrauchen wollte. Dass also seine Bedürfnisse noch immer an erster Stelle standen und ich selbst erst irgendwo nach allen anderen kam.

    Ca 4 1/2 Jahre trank er nichts, dann lernte er seine neue Freundin kennen. Und da die sehr gerne einen soff trank er doch gleich mit. Ab da ging es rapide bergab mit ihm. Körperlich und im Kopf dann auch. Nun ist er also seit 3 Jahren tot... totgesoffen. Irgendwie tut es mir noch immer leid, dass es für ihn so gekommen ist aber er hat es so gewollte. Ganz klar. Denn mein zweiter Mann hatte ihm Hilfe angeboten. Er hat sie nicht angenommen.

    Ich habe durch diese ganze schlimme erste Ehe viel an Energie verloren, die auch nicht mehr zurück kommt, ich habe daher eine chronische Depression. Durch den Tod meiner Tochter und meines kleinen Enkels ist das viel schlimmer geworden. Im letzten und diesem Jahr kamen noch Angstzustände und Panikattacken dazu. Das kam aufgrund meiner eh eher desolaten seelischen Verfassung und Dingen zwischen meinem Exschwiegersohn und seiner neuen Frau. Ganz fiese Sachen sind da gelaufen.

    Mit meinem Mann jetzt habe ich sehr viel Schmerz und Leid, Enttäuschungen zusammen durchlebt. Er stand und steht mir zur Seite, mit klarem Kopf und viel Liebe. Wir haben gemeinsam gemeistert, was uns das Leben als dicke Brocken hingeworfen hat. Mit einem abhängigen Mann an meiner Seite hätte ich das alles nicht geschafft, ich wäre, glaube ich, längst drauf gegangen. Meine Depression habe ich jetzt gut im Griff, ich habe einen wunderbaren Therapeuten, der mir zusätzlich durch diese ganze schwere Zeit geholfen hat. Auch Angst und Panik sind für mich händelbar.

    Ich hoffe, ich kann diesen Zustand jetzt so halten. Für lange, lange Zeit. Ich möchte nur noch in Ruhe und Frieden leben. Das geht logischerweise nicht immer, irgend etwas wird immer sein. Aber ich weiß, es kommt nicht mehr sooo dicke wie in den Jahren meiner ersten Ehe (weil ich das nie nochmal mitmachen würde und meinem Mann vertraue, dass seine Trockenheit immer oberste Priorität hat ) und vor allem in den letzten 9 Jahren.

    Heute geht es mir gut.

    Aurora

    Liebe Fee,

    ich hab gerade in einem anderen Fädchen gelesen, dass du dir ein paar Möbel gekauft hast. Wie toll ist DAS denn :) , suuuper.

    Dein Mann will zur Entgiftung gehen? Na dann mal los. Das war bei meinem damals auch so. Ich hatte meine eigene Wohnung und er ging zur Entgiftung. Ich konnte aber kein Vertrauen mehr aufbauen, von Liebe ganz zu schweigen.

    Wichtig für dich ist, dass du deine ersten Schritte getan hast und nun auf dem Weg in ein zufriedenes Leben bist.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Schmetterling,

    genau diese Vorwürfe habe ich damals auch zu hören bekommen.

    Die Phase: du zerstörst die Familie, lässt die Kinder (die damals schon über 20 Jahre alt waren) im Stich...

    Dann kam die Phase: du bist an allem Schuld und machst alles kaputt.

    Es gab noch die Phase: es geht mir so dreckig, ich bin am Boden zerstört, du lässt mich im Stich, ich hab schon Herzschmerzen...

    Dann: du wirfst das Geld zum Fenster raus, ruinierst mich durch die Trennung, bist gefühlskalt, ich hab alles für dich gemacht...

    Möbel angucken ist spannend und macht Spaß. Ich hoffe, du hast was Tolles gefunden.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Ratlos,

    du bist nun freigeschaltet für den "richtigen" Austausch. Wir brauchen nur noch dein Okay, damit dein Thema hier in den richtigen Bereich verschoben werden kann.

    Ich möchte dir aber auf alle Fälle mein tiefstes Mitgefühl zum Tod deines Sohnes aussprechen. Ein Kind zu verlieren ist das schlimmste, was einer Mutter passieren kann. Und es stimmt, die Zeit heilt diese Wunde nicht aber man lernt, damit zu leben. Ich weiß das, meine Tochter ist bei der Geburt ihres zweiten Kindes zusammen mit dem Kleinen verstorben. Das war im März 2012 aber für mich ist es noch immer als wär's gestern gewesen. Ich habe inzwischen gelernt, trotzdem ein gutes Leben zu leben, denn anderes macht keinen Sinn!

    Und auch du hast die Erfahrung gemacht, wie schnell alles vorbei sein kann. Das Leben ist endlich und du hast die Wahl, es dir gut gehen zu lassen damit. Für die Jahre, die du hast. Denn das ist dein Recht!

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Ratlos,

    mir ging es damals mit meinem Exmann genauso wie dir. Meine Wahrnehmungen waren total verdreht. Denn selbst wenn er vor Trunkenheit kaum noch stehen konnte bestand er darauf, völlig nüchtern zu sein. Ich wäre blöd, würde alles falsch sehen und er wäre nur müde, sowas erzählte er mir dann. Und obwohl ich es besser wusste war ich völlig verdreht. Und unsicher, ob ICH nicht vielleicht wirklich überreagieren würde.

    Das geht den meisten Coabhängigen so. Das ergibt sich aus dem Verhalten des Abhängigen und dem Verhalten des Coabhängigen. Das ist ein irres Zusammenspiel. Denn Cos sind oft ängstliche Persönlichkeiten mit wenig Selbstwert und Selbstvertrauen und glauben den verrücktesten Argumenten anderer Menschen eher als ihrer eigenen Meinung. Und oft wollen sie es auch glauben, was der Abhängige erzählt weil sonst ihr Traum von einer guten Beziehung zerstört wäre. Das ist jetzt sehr oberflächlich mal kurz erklärt, denn es ist ein sehr komplexes System, was da abgeht zwischen Abhängigem und Co.

    Hier kannst du gerne mal nachlesen, was wir hier zusammengetragen haben. Alles eigene Erfahrungen von diversen Mitgliedern.

    Das Forenteam
    15. Mai 2021 um 17:15

    Hilfe kannst du hier erfahren, in unserer Online-Selbsthilfegruppe. Hier kannst du Hilfe zur Selbsthilfe bekommen. Du kannst dich auch an Suchtberatungsstellen wenden.

    Wenn du an unserer Gruppe teilnehmen möchtest kannst du sehr gerne freigeschaltet werden. Geh einfach auf diesen Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur das Formular auszufüllen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Lanananana,

    Gefühlsmäßig stresst und triggert mich sein Klagen und Flehen aber so unbeschreiblich. Ich will niemanden im Stich lassen!!!

    Genau DAS ist der Schalter, den Abhängige bei ihren Cos immer wieder drücken. Denn dieser Schalter funktioniert ja wunderbar. Das merkst du ja gerade, wie sehr dich dieses Verhalten von ihm dich unter Druck setzt und dir Schuldgefühle macht. Ich kenne das auch und weiß, dass es kaum auszuhalten ist.

    Aber - das Aushalten kannst du trainieren. Gut, dass du dir hier Hilfe dafür suchst, das ist klasse! Ich halte das gerne mit dir zusammen aus, geteiltes Leid ist halbes Leid, da ist was dran. Wenn du das hier lässt ist der Druck hoffentlich ein wenig aus dir draußen.

    Wie auch schon meine Vorschreiberinnen es geschrieben haben, mach dir Bilder in den Kopf, schalte den Verstand ein und das Herz aus. Auch wenn es schwer ist.

    Er muss ja nicht alleine durch den Entzug, er kann sich Fachleute zur Hilfe holen, die ihn begleiten. Das ist nicht deine Aufgabe es zu tun. Er ist ja schon groß. Er hat dich zu oft getäuscht und enttäuscht, blicke auf diese Erfahrung. Abstand ist das beste dabei. Abstand, zur Ruhe kommen. Wenn er einen Weg beginnt, wenn er wirklich und ernsthaft zu trinken aufhört, KANN es ja irgendwann ein Zusammentreffen mit ihm geben. Aber so zieht er dich immer und immer wieder in seinen Suchtstrudel rein.

    Um mal beim Rummelplatz zu bleiben: Du fährst Achterbahn, es geht bergauf und das ist ein kribbelig gutes Gefühl. Aber oben dann kommt der Abfall und wumms, du schreist dir die Seele aus dem Leib, hast das Gefühl du fällst in's Bodenlose, wirst in der nächsten Kurve hin- und hergeschleudert. Na super. Wenn sowas nach EINER Fahrt endet ist es okay. Aber wenn du festgenagelt in der Gondel sitzt und es gleich weitergeht, ist es nicht mehr lustig und irgendwann wird dir schwindelig, übel, es tut langsam schon alles weh und du willst nur raus da. Du verfluchst den Betreiber weil er das Ding nicht anhält und dich aussteigen lässt. Aber du hast die Möglichkeit laut "Stopp" zu rufen und er hält an. Was machst du da... Beine in die Hand nehmen und schnellstens abhauen. Noch in ein bisschen in's Gebüsch kotzen, heulen, wütend sein.

    Und du wirst dir gut überlegen, ob du da nochmal mitfährst...

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo fee,

    wie geht es dir heute? Konntest du irgend etwas für dich erreichen?

    es tut mir leid und auch weh, zu sehen wie er stück für stück immer tiefer fällt. Wenn man den Menschen kennt, wie er ist, wenn er nüchtern ist, tut mir sehr leid um ihn.

    Und mir tut es sehr leid, dass du Mitleid für deinen Mann hast, der dir Morddrohungen an den Kopf schmeißt, deinen Sohn verbal zerstört und immer und immer wieder dein Leben und das deiner Kinder zerstört. Sie werden ihr Leben lang dadurch beeinträchtigt sein!

    Also weg mit dem Mitleid!

    Es hilft weder dir noch den Kindern.

    Es gibt eine Telefonnummer, versuche es doch mal da:

    08000 116 016

    http://www.hilfetelefon.de

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Nico,

    ich bin da sehr zwiespältig, ob du das Thema "Rentenversicherung" hier ausbreiten solltest. Ehrlich gesagt, mach's lieber nicht.

    Es ist klar und bekannt, dass man nicht mehr so einfach eine Rente bekommen kann. Ich meine jetzt eine Erwerbsminderungsrente. Ich habe auch dafür kämpfen müssen. Ich habe beim ersten Antrag eine Ablehnung bekommen obwohl ich hieb- und stichfeste Diagnosen hatte/habe. Ich habe mir damals, ich bin seit 5 Jahren berentet, eine Anwältin genommen, die sich mit diesen Themen auskennt. Ich habe Widerspruch eingelegt, sie hat das ganze Prozedere erledigt, wusste, welche Formulierungen, Anmerkungen, Fristen und was weiß ich notwendig sind.

    Hast du das schon mal überlegt? Also dir da professionelle Hilfe zu nehmen? Da wirst du mehr von haben als wenn du dich hier über das Thema auslässt.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Nico,

    erst mal herzlich willkommen hier in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Und ganz herzilchen Glückwunsch zu 979 Tagen ohne Alkohol! Das ist ja schon ganz schön was :) .

    Hier kannst du Austausch finden mit "alten Hasen" und "Frischlingen", kannst neue Erfahrungen kennen lernen und deine weitergeben.

    Hier ist der Link für die Freischaltung für die offenen Bereiche. Einfach draufklicken, ausfüllen und loslegen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Meg,

    Wie seid ihr mit den Gefühlen „schlechtes Gewissen“ und „das hin und her gerissen sein“ umgegangen?

    Das hattest du mich gefragt.

    Ich habe es ausgehalten. So gut es ging. Ich habe mir gesagt dass es ja einen guten Grund gab, weswegen ich mich getrennt hatte. Habe mir in's Gedächtnis gerufen, wie schlimm es die letzten Jahre gewesen war. Ich habe mir ein Feindbild aufgebaut.

    Ich habe bewusst genossen, meine Ruhe zu haben. Ich habe viel hier im Forum gelesen, geschrieben und auch einige Freunde gefunden.

    Dadurch, dass mein Exmann nach der Trennung nüchtern wurde und auch im gleichen Wohnkomplex wie ich wohnte, hatten wir noch immer auch Kontakt. Das war nicht wirklich gut... damals hat es mich immer wieder hin- und her gerissen. Ich habe dann versucht mein schlechtes Gewissen auch mit Freundlichkeit ihm gegenüber zu beruhigen, ich habe mit ihm Dinge zusammen unternommen usw. Obwohl ich es im Grunde genommen gar nicht wirklich wollte hat mich da irgendwas festgehalten. Unter anderem eben das schlechte Gewissen.

    Ich würde es heute anders machen! Es hat mich viel Energie gekostet und alles sehr erschwert. Mein Exmann hatte dann auch Hoffnung, dass wir wieder zusammen kommen. Und mich dann sehr unter Druck gesetzt.

    Ich empfehle das echt keinem! Das war auch Zeitverschwendung und hat weder mir noch ihm was gebracht. Irgendwann, ca 1 Jahr nach meinem Auszug, konnte ich dann endgültig einen Schlussstrich ziehen. Da hatte ich natürlich auch Schuldgefühle, habe die ausgehalten, eine Therapie begonnen und dann wurde das immer besser und besser.

    Lieber Gruß

    Aurora