Beiträge von Morgenrot

    hallo wieweiter,

    Es ist oft so, dass der "Absturz" Zeit verzögert kommt. Das unfassbare muß erst einmal ankommen, begreifbarer werden. Die Wohnungsauflösung tut ihr übriges. Da sind so viele Erinnerungen, die dabei hochkommen, dass kann niemand leicht verarbeiten. Nimm dir Zeit für alles, vor allem für deine Trauer, denn die ist sehr wichtig.

    lg Morgenrot

    Hallo Tiger,

    vertraust du deinen Wahrnehmungen nicht, oder warum kontrollierst du sein Auto? Ich weiß selbst, dass es sehr schwer ist, seinen Wahrnehmungen zu vertrauen, weil ja immer Beschwichtigungen kommen, wie falsch man liegt usw.

    ich habe versagt. Er vertraut mir scheinbar auch nicht genug um seine Schwäche vor mir zu gestehen, der schwäche dem Alkohol gegenüber. Wie konnte alles nur so weit kommen..

    ich kann dir sagen, dass du nicht versagt hast. Du hast keinerlei Einfluß auf diese Krankheit. Es ist eine Krankheit und keine Schwäche. Du bist machtlos gegen diese Krankheit, und kannst wirklich nur etwas für dich und die Kinder tun. Du hast sonst keine andere Chance. Du kannst nicht seine Trockenheit herbei kämpfen, dabei bleiben du und die Kinder auf der Strecke, und er trinkt weiter.


    lg Morgenrot

    hallo Snowman,


    Kadett, ich denke ähnlich wie Aurora, Gespräche sind meist ünzählige geführt worden. Davon hatte ich bei den meisten das Gefühl, ich rede gegen die Wand. Mit Sicherheit ist dass bei dir auch der Fall.

    Du hast überhaupt keinen Einfluß darauf, wann und ob es bei deiner Frau Klick macht. Ich finde es wichtig, dass wir konsequent sind oder bleiben und nur dass ankündigen, was wir auch durchführen können., ansonsten werden wir nicht ernst genommen.


    lg Morgenrot

    hallo Snowman,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen bei uns.

    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet, und kannst dort überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, dass sind die Teilnehmer mit der orange/roten Farbe.

    Dein Thread verschiebe ich dorthin, und wünsche dir einen hilfreichen Austausch.


    lg Morgenrot

    hallo Zabou,

    ich schließe mich meinen Vorschreibern an, ich kenne es auch so. Ich verabschiede mich regelmäßig von Feiern, wenn es zu Alkohol lastig wird. Ich mag es einfach nicht. Woher es kommt, ist mir erst einmal egal.

    Ich denke aber mal anders herum, ich glaube dass wir Angehörige uns vielleicht unbewusst wieder auf Alkoholiker "einlassen", weil es uns vertrauter ist. Es sind alte Muster, mit denen wir uns auskennen, denn auch ungute Muster können Sicherheit geben.


    lg Morgenrot

    Hallo Bergdohle,

    Mein Mann wirft mir in regelmäßigen Abständen vor, dass ich einen Freund habe (eine der Grenzen war auch, dass ich keinen Sex mehr mit ihm wollte und getrennte Schlafzimmer durchgesetzt habe). Am Anfang habe ich mich heftigst gegen diesen "Freund" Vorwurf verteidigt und das Ganze ist immer in einem riesen Streit eskaliert mit Beleidigungen seitens meines Mannes unter der Gürtellinie. Mittlerweile reagiere ich darauf nicht mehr oder sage nur "wenn Du meinst".

    könnte 1:1 von mir sein. Ichhabe mich auch zuerst verteidigt, nur hat es bei mir nicht lange angehalten. Es war mir irgendwann einfach zu blöd, jedesmal wieder darauf zu antworten. Ich wußte, dass ich keinen Freund habe, also brauche ich mich nicht ständig wiederholen.


    lg Morgenrot

    Hallo Bergdohle,

    ein herzliches Willkommen auch von mir. Gut, dass du dich hier gemeldet hast.

    ich habe das Gefühl es ist meine Schuld.

    Nein, es ist nicht deine Schuld. Du hast keine Schuld am Trinken deines Mannes.

    Du hast im letzten Beitrag den Kreislauf des Coabhängigen sehr gut beschrieben, ich habe mich damals gefühlt, als jonglierte ich auf rohen Eiern. Immer alles recht machen zu wollen, nur keine Gründe fürs Trinken setzen. Das zermürbt, und kann auch bei den Angehörigen zu vielerlei Symptomen führen.

    Und dann habe ich oft das Gefühl ich habe nicht das Recht zu gehen, auch wenn sich meine Gefühle in den letzten Jahren zu ihm sehr verändert haben. Ich fühle mich undankbar und egoistisch.

    Dein Mann trinkt, dir geht es damit schlecht, dass sind gute Gründe um an dich zu denken, und dir darüber klar zu werden, was du für dich willst. Wir als Angehörige wissen dass oft nicht mehr, weil wir es verlernt haben, auf uns zu schauen.


    lg Morgenrot

    Hallo Wifey,

    und ich soll wieder von meinem minigehalt uns beide ernähren.

    du kannst ihm doch nicht noch seine Sucht finanzieren, abgesehen vom Geld, welches dir fehlt, hälst du den ganzen Suchtkreislauf am laufen.

    Du solltest ihm da eine klare Ansage machen, wenn du bereit bist, diese auch konsequent umzusetzen, alles andere würde dazu führen, dass er dich immer weniger ernst nimmt.

    Es ist als wäre ich von ihm abhängig meine Stimmung, mein Selbstwertgefühl.

    Das liegt auf der Hand und das ist auch so. Deine Stimmung wechselt mit seiner Promillezahl. Je höher desto schlechter geht es dir, und wenn er mal nichts getrunken hat, lebst du auf, und die Hoffnung kehrt zurück. Ich weiß es, weil ich es selbst genauso erlebt habe.


    lg Morgenrot

    Hallo Tiger,

    Ich drohe seit 1,5 Jahren mit der Trennung..

    deshalb nimmt er dich nicht ernst. Wer "nur" etwas ankündigt und alles beim alten lässt wird nicht ernst genommen und der Spirale dreht sich weiter. Durch deine Drohungen kann er doch in Ruhe weiter saufen, weil er weiß, dass nicht passiert. Da sschreibe ich aus Erfahrung.

    „jeden Tag nervt du mich mit dieser scheisse“,

    Manipulation vom feinsten. So denkst du wieder über dich nach, und ob du manche Dinge doch falsch siehst, und wieder kann er in aller Ruhe saufen. Du unterstützt quasi sein System.

    Du weißt doch, dass er trinkt, wozu ein Alkotester? Du bist seine Frau, nicht die Polizei. Ich habe auch einiges gemacht, aber auf die Idee wäre ich nicht gekommen.


    lg Morgenrot

    ich habe noch einen Link für dich:

    Das Forenteam
    2. November 2021 um 16:19


    lg Morgenrot