Hallo,,
Chaos im Kopf heute. Aber mit jedem Wort das ich schreibe spreche ich es endlich mal aus.
Das kenne ich sehr gut, da ist vieles zu sortieren. Das schreiben war da auch für mich sehr gut, endlich nicht mehr alleine sein damit. Wichtig ist es, dass dieses Schweigen gebrochen wird. Wenn der Angehörige das tut, ist es ein Riesenschritt. Ich war eine von denen, die immer dachten, es muß doch jemand sehen, wie schlecht es dir geht. Keiner hat mich darauf angesprochen. Als ich es in der Familie und im engsten Freundeskreis ausgesprochen habe, bekam ich auch Unterstützung.
Die Dame bei der Seelsorge sagte es ist vielleicht auch wie ein Trauern.
Da hat die Dame recht, es ist ein in gewissem Maße ein Abschied nehmen. Abschied von Wünschen, Hoffnungen, Träumen usw. Das muß bewältigt werden, und es fühlt sich erst einmal sehr traurig an.
Das nächste ist, das ich überall als Ansprechpartnerin eingetragen bin.
Was heißt eingetragen? Gibt er dich als Angehörige an? Das kannst du ändern lassen. Sag ihm, dass du es nicht mehr willst, und gib es gleichzeitig in Kliniken oder so an, dass du dafür nicht mehr zur Verfügung stehst. Lass dir auch nicht von Therapeuten erklären, wie wichtig, du gerade jetzt für ihn bist. In diesem Moment sind es seine Therapeuten, denen es nicht unbedingt um dich geht.
lg Morgenrot