Hallo Momo,
hier ist jammern ausdrücklich erlaubt, denn manchmal geht es einfach nicht anders.
Ich weiß wie schwer es fallen kann, um Hilfe zu bitten. Konnte ich auch nicht, und tue mich bis heute schwer damit. Da mein xy aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Auto fahren darf, brauche ich immer mal wieder Unterstützung, wenn schwere Dinge zu transportieren sind. Fragen wollte ich niemanden, wollte ja niemanden zur Last fallen. Irgendwann habe ich es dann doch getan, und für den anderen war es kein Problem, Termin wurde vereinbart, und dann sind wir los gefahren. Es kann niemand wissen, wie es bei dir aussieht, da hilft aber das reden. Ich bin mir sicher, dass du dann auch Hilfe bekommst.
Eine Geschichte von mir noch aus meiner tiefsten COzeit. Ich war zu einer Reha, mir ging es beschi...en, und der Therapeut hatte mich ins Schwesternzimmer geschickt, um mir ein Medikament zu holen. Dann bin ich freudestrahlend dahin, weil ich mich den Krankenschwestern nicht so mies präsentieren wollte, die konnten ja nichts dafür. Ergebnis war, dass sie sich beim Therapeuten rückversicherten, weil ich eben vordergründig so gut drauf war. Bei mir kam an, dass ich jetzt auch nicht mehr glaubwürdig war. Sie haben mir dann quasi die "Erlaubnis" gegeben, dass ich so sein darf, wie es mir tatsächlich geht. Das würde ich dir auch wünschen, es ist doch nichts schlimmes wenn du bedürftig bist. Versuch es mal, ich glaube, du findest die Hilfe, die du dann in dem Moment brauchst.
lg Morgenrot