Beiträge von Morgenrot

    Hallo Norma,

    Da dies seine allererste Entzugstherapie ist und diese auch nur 3 Wochen geht,

    Ich möchte dir da keine großen Hoffnungen machen, denn eine Therapiezeit von 3 Wochen gibt es nicht, 3 Wochen dauert ein qualifizierter Entzug, und da geht es erstmal nur um das nüchtern werden. Daran anschließend kann dann eine Langzeittherapie erfolgen, wo du, in Form von Angehörigentagen, auch eingebunden werden kannst.

    Kommen sie auch "nüchtern" und reflektiert im Bezug auf ihr zerstörerisches Verhalten als sie noch nass waren zurück?

    Nein. Bei meinem Mann war es so, dass er sich erst einmal im nüchternen Leben zurechtfinden mußte. Ich hatte ja alles übernommen um ein "normales" Leben und die heile Welt sicherzustellen.

    Reflektion bedeutet ja auch, sich hinterfragen zu wollen. Nach der Therapie beginnt die Arbeit für beide. Ich würde auf mich schauen und mir ganz klar machen, dass du überhaupt keine Schuld hast. Du hast ihm schließlich nicht die Flasche eingeflößt und hast so gehandelt, wie du dachtest es sei hilfreich. Nur eben funktioniert das nicht bei Alkoholismus. Er ist krank und ein nasser Alkoholiker findet immer Gründe.

    Wenn du Depressionen hast, solltest du in jedem Falle an dich denken, und dir wenn nötig auch professionelle Hilfe holen.

    Ich versteh nur nicht, warum er so zerstörerisch mit anderen umgeht und das würde ich gern verstehen. Wenn man einen Menschen liebt, dann tut man ihm doch nicht bewusst weh nur um weiter trinken zu können

    Doch, weil er immer wieder einen Grund für sich sucht trinken zu müssen. Jedesmal wenn ich etwas gesagt hatte, hat er getrunken weil ich ja überhaupt kein Verständnis hatte.

    In der Langzeittherapie haben wir mit den Alkoholikern und Therapeuten zusammen mal über Gründe gesprochen. In der Gruppe führte dann ein Teilnehmer an, er müsse trinken, wenn sein Lieblingsverein verlieren würde. Daraufhin der Therapeut: Was tun sie wenn ihr Verein gewinnt? Dann könnten sie ja ihren Alkohol stehen lassen. Natürlich hätte er auch dann getrunken. Mir hat dieses Bsp. sehr deutlich gemacht, dass immer neue Gründe herhalten müssen und dass sie sehr oft im außen gesucht werden.


    lg Morgenrot

    Sorry, ich kriege das mit dem Zitieren nicht hin

    alles gut, hat doch super geklappt.

    Sei bei deinem Arzt ehrlich, und mach dich auf den Weg. Du solltest vielleicht nicht gleich in lebenslang denken, sondern dir gerade am Anfang immer wieder den heutigen Tag vornehmen. Wenn du morgens aufstehst, kannst du dir vornehmen heute nicht zu trinken. Das sind für den Anfang überschaubare Ziele, an denen dann hoffentlich die lebenslange Absinenz stehen kann. Sicher können dir unsere trockenen Alkoholiker hier im Forum mehr dazu sagen, denn ich bin Angehörige

    Hallo FrauS

    Also meint ihr, dass ich ihn nicht ansprechen soll? Das klingt für mich, als wenn ich es dulde.

    Du kannst ihn ansprechen, aber wenn er süchtig trinkt, wird es keinen Einfluß auf sein Trinkverhalten haben. Ich bin auch Angehörige und weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht bei "mal" ansprechen bleibt. Wie schnell rutschen wir dann in einen Kreislauf rein, der sich nur um den nassen Alkoholiker dreht. Hast du eine Idee, was dir gut tun würde?


    PS: ich muß leider einen Beitrag von dir aus einem anderen Thread herausnehmen. Es ist wichtig, dass du dich jetzt erst einmal nur um dich kümmerst.


    lg Morgenrot

    Hallo Lisey,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Strebst du eine lebenslange Abstinenz an und siehst du dich als Alkoholikerin?

    Das versuche ich mittlerweile zu kontrollieren

    Bei einer Alkoholabhängigkeit kannst du nichts kontrollieren oder etwa kontrolliert trinken. Ich lasse dir mal einen Link da, den kannst du dir anschauen wenn du magst.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Dein nächster Weg sollte dich zu einem Arzt führen, mit dem du offen über deinen Alkoholkonsum sprechen kannst. Wenn du das auf eigene Faust versuchst, kommst du in den kalten Entzug, und der kann lebensgefährlich werden. Beim Arztbesuch wird dann mit dir gemeinsam geklärt, ob du ambulant oder stationär entziehen solltest.


    lg Morgenrot

    Hallo Madicken,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Ich bin auch Angehörige, aber wenn es ein Kind betrifft ist es sicher noch einmal viel schwerer mitanzusehen. Es ist gut, dass du dich hier gemeldet hat.

    Leider ist es so, dass wir als Angehörige nichts machen können, wenn Angehörige süchtig sind und keine Krankheitseinsicht haben. So schlimm es für dich klingen mag, du bist wichtig und du darfst dir Gedanken darüber machen, wie es dir besser gehen kann.

    Ich lasse dir einen Link für den offenen Bereich da, dort beginnt dann der eigentliche Austausch. Du kannst dich mit einem kurzen Satz dafür bewerben und wir schalten dich dann frei.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Hallo Garfield,

    Habe mal 2 Zitate von dir in deinen Thread geholt, denn ich finde sie passen hier gut hin.

    Ich frage mich schon seit langen ; Wer leidet mehr die Alkoholiker oder die (Angehörigen)...

    Das ist doch kein Wettstreit. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, das leiden alle und ganz besonders Kinder.

    Wenn ich das gerade lese frage ich mich wer ist mehr abhängig;

    Auch hier finde ich, dass es die falsche Frage ist, beide sind abhängig, es spielt keine Rolle, wer, wann, wo und wieviel.

    Wir Angehörige sind genauso benebelt wie der nasse Alkoholiker, weil wir nämlich nur um diesen kreisen. Unser Leben bleibt auf der Strecke, weil wir unser denken nur auf den nassen Alkoholiker konzentrieren. Es ist wichtig, dass du aus diesem Kreislauf aussteigst.

    Deine Frage sollte sein: Was kann ich für mich tun, damit es mir besser geht.


    lg Morgenrot

    Hallo Taschi,

    herzlich willkommen bei uns.

    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet, und kannst dich dort überall austauschen. Bitte schreibe aber in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Ich verschiebe dein Thema in den offenen Bereich.


    lg Morgenrot

    Hallo kleines Wunder,

    du hattest dich ja schon für den offenen Bereich beworben, und bist jetzt freigeschaltet. Jetzt kannst du überall schreiben, nur in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Ich wünsche dir einen guten Austausch. Dein Thema habe ich in den offenen Bereich verschoben.


    lg Morgenrot

    Hallo Viholi,

    herzlich willkommen bei uns. Du hast ja schon vieles für dich erkannt. Das finde ich gut, und der Weg in die stationäre Therapie kann dir sicherlich auch nochmal viele Impulse geben.

    Wenn du dich hier weiter austauschen möchtest, klicke bitte unten auf den Link, dann schalten wir dich für die offenen Bereiche frei. Dort beginnt dann der Austausch.

    Für die Bewerbung brauchst du nur noch einen kurzen Satz zu schreiben.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Hallo Biene,

    dein Mann ist süchtig, hat keine Krankheitseinsicht.

    Unter Druck? Wie viel Jahre rede ich davon, dass es so nicht mehr weiter gehen kann, dass ich diese Feiertage und Wochenenden nicht mehr ertrage.

    Ich habe auch sehr, sehr lange geredet, und bekam auch solche Antworten. Heute sehe ich sie als Antworten, um von sich abzulenken und mich zu "beschäftigen". Immer und immer wieder habe ich mich dann erneut hinterfragt, ob ich vielleicht alles doch falsch einschätze usw. Du kennst das sicher auch. Das aber verschafft dem nassen Alkoholiker erst einmal wieder Zeit um in Ruhe weiterzutrinken.

    Es geht um Konsequenz von unserer Seite, nicht nur ankündigen auch Schritte gehen. Durch jahrelange Ankündigungen ohne irgendetwas sichtbares zu unternehmen werden wir unglaubwürdig und das wird brutal ausgenutzt.

    Kannst du Ostern nicht irgendwie deinen Dienst tauschen, hast du vielleicht eine Kollegin mit der du offen über deine Situation reden könntest? Mir hat dass damals sehr gut geholfen. Könnte dir jemand die Tiere abnehmen?

    Sei mutig und versuch es doch mal, es geht um dich und um dein Befinden.


    lg Morgenrot

    Hallo Rosemarie

    Ich sehe ja wie ich immer unsicherer werde. Wie kann ich unsere Kinder unterstützen?

    ich finde es aus eigener Erfahrung sehr wichtig, dass wir den Kindern gegenüber ehrlich sind und ihnen ihre Fragen altersgemäß beantworten. Sie sollten bestärkt werden in ihren Wahrnehmungen, diese sollten von uns nicht irgendwie abgeschwächt, verharmlost oder geleugnet werden.

    Kinder sind meist sowieso schon verunsichert, und ihnen sollte vermittelt werden, dass sie ernst genommen werden.


    lg Morgenrot

    hallo Rosemarie,

    herzlich willkommen bei uns.

    Ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet, und wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.


    lg Morgenrot

    Hallo Skywalker,

    Oder glaubt sie wirklich, ich sei jetzt der "Böse" und "Kritiker", und was mir bloss einfalle, sie als Alki zu bezeichnen (was ich nicht tat).

    dein letzter Beitrag zeigt mir dass sie alles erreicht hat, um in Ruhe weiter trinken zu können. Sie hat alles umgekehrt und du hinterfragst dich jetzt. Also hat sie gut vom Thema abgelenkt. Ich finde es ist ein typisches Verhalten von nassen Alkoholikern, wenn jemand ins Schwarze getroffen hat. Es ist gut, dass du es angesprochen hast.

    Ich habe nie meinen eigenen Alkoholkonsum hinterfragt, denn ich war/ bin mir sicher dass dieser überhaupt nicht problematisch war / ist. Unser Haus ist alkoholfrei.

    Mein Mann war auch funktionierender Trinker, und trotzdem Alkoholiker. Diese Einsicht muß aber erst einmal vorhanden sein. Die Trinkmenge ist da erst einmal egal, obwohl es da auch Einschätzungen gibt. Danach würde ich mich aber nicht richten wollen, weil sie eine falsche Sicherheit vorgaukeln können.


    lg Morgenrot

    Hallo Skywalker,

    von mir auch noch ein herzliches Willkommen bei uns.

    Ich habe dich jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet, und verschiebe dein Thema dorthin. Du kannst jetzt überall schreiben, bitte aber in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot