Beiträge von Morgenrot

    hallo los,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Du hast schwere Dinge im Gepäck, die scheinen sehr schwer zu bewältigen. Alkohol und Borderline sind eine heftige Mischung, die Angehörige zerreissen kann, weil sie oft das Gefühl haben nicht einhaken zu können.

    Zitat: "Wäre ich alleine würde ich nicht mehr auf dieser Welt sein." Zitat Ende

    Das ist Manipulation vom schlimmsten, noch verstärkt durch Borderline. Ich kenne auch diese Androhungen, sie hörten erst auf, als ich ihm sagte , das ich bei der nächsten Ankündigung die Polizei rufen würde und er eingewiesen würde.

    Ich kann dir nur raten, im Familienkreis nichts mehr zu vertuschen. Bei mir kam erst Hilfe, als ich darüber reden konnte, und du brauchst jemanden der dir im Alltag hilft.

    Korrigiert mich, aber eine gewisse Struktut im Leben ist doch gerade bei Suchterkrankungen wichtig.

    Das ist nicht deine Aufgabe, du betreust dein Kind und regelst alles andere. Es ist ihre Verantwortung in ihrem Leben zu ändern. Das kann sie nicht, so lange sie ihr Problem nicht einsieht. Du bist nicht ihr Therapeut.

    Sie sieht aber vielleicht die Notwendigkeit nicht, da ja alles läuft, egal wie sie sich verhält.

    Versorge dein Kind und dich. Ich habe nichts mehr für meinen Mann getan, nur für mich eingekauft, gekocht usw. Nur eingegriffen wenn es mich selbst auch direkt betroffen hat.

    Ab und an fordert sie von mir Motivation ein, ich soll sie ermutigen was zu tun. Das ist dann wieder so ein Punkt den ich nicht erfüllen kann, da ich mich ja selber von Tag zu Tag hangeln muss.

    dafür bist du auch nicht zuständig, es ist ihre Aufgabe. Sie schiebt dir alle Verantwortung zu, nimm sie nicht an.

    Das alles geht nicht von heute auf morgen, gehe Schritt für Schritt im Blick auf dich und dein Kind. Hast du schon mal an eine Vater - Kind - Kur gedacht, damit du mal etwas für dich tun kannst.

    Bitte kündige nur das an, was du auch ausführen kannst, sonst machst du unglaubwürdig und sie wird es gnadenlos ausnutzen.


    lg Morgenrot

    liebe Erna,

    es ist völlig in Ordnung, das du mich zitiert hast.

    mir fällt da noch gerade ein Bsp. ein. Das war irgendwie gruselig für mich.

    Wir hatten eine Grillfeier mit unserer ganzen Abteilung incl. den Familien. Ich hatte einen Nachtisch gemacht. Da kommt ein kleiner Junge auf mich zu, und fragt ob da Alkohol drin sei?

    Ich habe ihm geantwortet, das ich nie Alkohol in Speisen gebe, und er gerne davon essen kann. Da antwortet dieser kleine ca. 5 oder 6 Jahre alte Knirps:

    Jetzt kann meine Mama auch davon essen, kannst du ihr mal sagen das man auch ohne Alkohol kochen kann.

    Ich war so erschüttert, denn hier war verkehrte Welt.

    lg Morgenrot

    Hallo Anneliese,

    Ich brauche ein paar stichhaltige Argumente, warum es nichts bringt, wenn mein Ex nur für mich nichts mehr trinken will.

    es ist genauso wie Hartmut schreibt, er schiebt dir die komplette Verantwortung für seine Trockenheit zu. Das wird nichts, lass dich nicht darauf ein.

    Das wird ein "Gefängnis" wenn du dich darauf einlässt, denn du wirst noch mehr um den nassen Alkoholiker kreisen, denn du hättest ja die Verantwortung, in seinen Augen.

    Er hat schließlichlich wegen dir aufgehört, jetzt bist du dran. ( Ironie aus )

    Nasse Alkoholiker finden immer wieder unsere wundesten Punkte und werden versuchen uns dahin gehend zu manipulieren.

    lg Morgenrot

    liebe mollyfisch,

    Sind meine Gefühle für ihn doch noch stärker als ich dachte oder woran liegt das.

    Es ist die typische Achterbahnfahrt von uns Angehörigen. Eigentlich sollte man wirklich in dieser Phase nur mit dem Kopf arbeiten, aber wer kann das schon. Ich habe mich damit auch sehr schwer getan.

    Es gilt hier genau hinzusehen, ist es ( noch ) Liebe oder ist es "nur" Mitleid, oder Mitgefühl für den nassen Alkoholiker, der ja trotz allem ein Mensch bleibt.

    Als mein xy noch trank, stand der Verdacht einer schweren Erkrankung im Raum. Ich habe hin und her überlegt, was ich mache, ob ich ihn zum Arzt begleite oder nicht.

    Ich bin dann nach langem überlegen mitgegangen, eben weil ich dachte: er ist ein Mensch und kein Mensch soll solch eine eventuell schlimme Diagnose alleine erfahren müssen.


    lg Morgenrot

    Hallo Minchen,

    herzlich willkommen bei uns.

    In der Trinkzeit ist ja viel an Vertrauen verloren gegangen, und das gilt es wieder aufzubauen. Es ist kein einfacher Weg, denn nach der Langzeit bekommst du einen anderen Mann zurück.

    Bei mir war es so, das ihm plötzlich nicht mehr alles egal war, ich nicht mehr einfach so mein Ding machen konnte. Da mußte ich auch umdenken und an mir arbeiten.

    Auch heute nach 5 Jahren Trockenheit, ist nicht alles gut, aber es ist anders und wir bleiben dran.

    lg Morgenrot

    @Yankee,

    Vielleicht läuft alles zum Guten. Jeder Mensch entwickelt sich weiter und dieses ist ja auch in einer Ehe unter normalen Umständen so. Es ist immer ein Prozess. Aber erst einmal sollte der Alkoholiker es einsehen und sich helfen lassen. das ist rein meine Meinung.

    da bin ich doch bei dir, nur auch wir COs sollten wissen, das nach einer z. Bsp. Langzeittherapie der Mensch anders zurückkommt, als er gegangen ist.

    Im günstigsten Fall, hat der Alkoholiker an sich gearbeitet.

    Ich wollte ausdrücken, auch die Angehörigen dürfen dann nicht untätig sein, wenn es eine Chance geben soll.

    lg Morgenrot

    Hallo Mona,

    ich habe deinen Beitrag bei Alex gelesen

    Zitat

    allerdings habe ich leider keinen Zugang in den geschlossenen Bereich (bin "nur" Co

    auch Cos können in den geschlossenen Bereich, wenn du magst darfst du dich gerne bewerben. Einfach PN an einen der Moderatoren/innen


    lg Morgenrot

    Hallo Maria,

    Mich frustriert das natürlich. Jetzt stehe ich da wie die dumme, die Theater für nichts macht.

    dich muß es nicht frustrieren, du hast ein Problem mit seiner Trinkverhalten, du hast deine Wahrnehmungen und die sind richtig. Dumm bist du schon mal gar nicht.

    Was aber auch richtig ist, das nasse Alkoholiker sehr oft Gespräche und andere Dinge völlig anders darstellen, habe ich bei meinem Mann auch erlebt, genau das gleiche Muster. Dr. hat gesagt, er ist kein Alkoholiker.

    Wenn ein Psychiater Psychopharmaka zum Alkohol verordnet, hat dein Partner ihm nicht die Wahrheit gesagt, oder der Arzt hat keine Ahnung, oder selbst ein Problem.

    Mir hat mal ein Therapeut gesagt, er trinke abends gerne mal einen Rotwein, und mein Mann arbeite ja geregelt, usw. usw. Der hatte den Satz ausgesprochen, und damit habe ich meine Therapie beendet. Ich will ernst genommen werden, verharmlost haben wir lange genug.

    Du bist richtig, vertrau dem, was du siehst.

    lg Morgenrot

    Hallo Pamela,

    er merkt, das du jetzt anders tickst, und weiß nicht damit umzugehen, kann es nicht einordnen.

    Ich kenne die ganzen Aussagen, alles versuche um dich wieder "in die Spur" zu bekommen. Du bist an nichts schuld, ich würde es auch sehen wie Sunshine, er sucht Gründe zum saufen.

    Es ist irrwitzig, was da an Gründen aufgefahren wird. Ich war sogar schuld, das Deutschland bei der WM im eigenen Land gegen Italien verloren hat, weil ich mir das Spiel nicht mit ihm angesehen habe. :shock:

    Das ist völlig irrational was da manchmal geäußert wird.

    lg Morgenrot

    Hallo Maria,

    ich kann mich Cadda nur anschließen.

    Entweder lügt er, oder der Psychiater hat wenig Erfahrung mit Sucht, oder er hat ihm nicht die Wahrheit erzählt.

    Eine Depressionsbehandlung kann nur dann gelingen, wenn vorher das Alkoholproblem angegangen wird.

    Der meinte, dass er eine Depression hat und deshalb trinkt und kein Alkoholproblem.

    In meinen Augen ist es die Aussage eines nassen Alkoholikers der nichts oder noch nichts ändern will.


    lg Morgenrot

    Hallo Mel,

    Das ist so typisch Narzist, oder? Ich bin so verwirrt, was macht der da? Ich glaub mir selbst schon nicht mehr...

    Egal ob Narzisst oder nicht, das ist das Verhalten nasser Alkoholiker. Immer hat der andere den "schwarzen Peter". Der Co überlegt sich dann, was an ihm wohl falsch sein könnte, verliert das Vertrauen an seinen Wahrnehmungen und überlegt, was er noch besser machen kann, und gibt somit dem nassen Alkoholiker Zeit in Ruhe weiter zu trinken.

    Steig aus Kreislauf aus, sonst werden deine Selbstzweifel immer größer.

    lg Morgenrot

    Hallo Yuna,

    Auch von mir noch ein herzliches willkommen bei uns.

    Du mußt dich hier nicht schämen, ich habe bei deinem ersten Beitrag sehr oft genickt, und ich hatte auch 3 Kinder.

    Wenn ich es mir im nachhinein überlege hat er schon sehr lange mehr getrunken, als es ihm gut getan hat. Diese Erkenntnis war für mich hart, denn ich wollte es ja eigentlich "weg lieben" das Saufen. Im Prinzip wußte ich, das es nicht machbar ist, aber ich wollte es schaffen.

    Als ich mich hier anmeldete sah ich mich auf ganzer Linie gescheitert, ich habe es nicht geschafft mich zu trennen, warum weiß ich eigentlich bis heute nicht.

    Das ist interessant, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht...

    War das sehr schwer?

    Oder war das vlt auch was schönes?

    Das war eigentlich alles, ich wußte nicht, was auf mich zu kommt. Ich wußte nur eines, ich will nicht auch noch zur CO eines trockenen Alkoholikers werden.

    Zu Trinkzeiten war er ja froh, wenn er in Ruhe trinken konnte und nach der Langzeit fing er plötzlich an, sich einzubringen. Ich konnte nicht mehr so wie ich wollte und es war so anders als vorher. ;)

    Zuerst einmal fiel mir nur auf, das es wesentlich entspannter zuging, seit dieser Zeit können wir mit einander lachen, was unwahrscheinlich wichtig ist.

    Nicht alles so ernst nehmen, aber im Thema eben ernst bleiben.

    Wir gehen beide in reale Gruppen, die beide die gleichen Grundlagen haben, es weiß also jeder, wovon der andere spricht. Es ist nicht so dass wir ständig um das Thema kreisen, aber ich kann Dinge besser einordnen und deshalb besser damit umgehen.

    Er hat aber seine Ecken und Kanten behalten, die waren mit der Trockenheit nicht weg. Es ist eine große Aufgabe wieder vertrauen zu lernen, denn das war ja gänzlich weg, und auch nach fast 5 Jahren Trockenheit falle ich noch öfter in alte Muster zurück.


    lg Morgenrot

    Hallo,

    Ich fürchte, solang dein Mann keine Therapie und Entzug und so macht, kommt der Mann, den du kennengelernt hast, nicht zurück.

    danach bekommt ihr immer einen anderen Menschen zurück. Da beginnt das arbeiten für beide.

    Mein xy wollte plötzlich mitreden, dem war nichts mehr egal, er nahm wieder am Leben teil. Interessen kamen zurück.

    Das dauert bis man sich wieder angenähert hat.


    lg Morgenrot

    Hallo Traumtrude,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Wenn dein Freund eine so lange trockene Phase hatte, dann weiß er auch, wie er aus dem Rückfall herauskommt.

    Professionell helfen zu lassen, wehrt er sich vehement.

    warum wehrt er ab? Das zeugt ( noch ) nicht von einer Einsicht in sein Problem, auch nach 10 Jahren Trockenheit.

    Alkohol und Depressionen gehen oft Hand in Hand, und wenn er trinkt um gut drauf zu sein, trinkt er zurGefühlsregulation.

    Um eine vorliegende Depression zu behandeln, muß er aber nüchtern sein.

    Hier wird es um dich gehen, und darum wie es dir besser gehen kann.

    Leider kannst du ihm nicht helfen, so lange er glaubt, das es im besoffen besser geht. Da scheint er meilenweit von Einsicht entfernt zu sein.

    ich lasse dir schon mal den Link für den offenen Bereich hier, den brauchst du nur anklicken, ein paar Worte schreiben, dann wirst du für den offenen Bereich frei geschaltet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot